Themen der Woche

2012

6. Kalenderwoche

Minister Remmel – 477 verlorene Tage für den Trinkwasserschutz in Nordrhein-Westfalen

Fünf Millionen Menschen entlang der Ruhr wollen wissen, wie es um die Qualität ihres Trinkwassers bestellt ist. Minister Remmel bleibt ihnen die Antwort bis heute schuldig. Sein beharrliches Nichtstun in Sachen Trinkwasserschutz grenzt an Arbeitsverweigerung.“ Mit einer von CDU und FDP beantragten Aktuellen Stunde zu der Frage „Warum blockiert die Landesregierung den Trinkwasserschutz an der Ruhr?“ reagierten Union und Liberale auf Medienberichte, wonach die Landesregierung die Bewilligung eines 150 Millionen Euro teuren Sanierungsprogramms für die Wasserwerke an der Ruhr blockiere. Minister Remmel ist auf den Tag genau seit 577 Tagen im Amt. Zieht man 100 Tage Anfängerbonus ab, bleiben unterm Strich 477 verlorene Tage für den Trinkwasserschutz in Nordrhein-Westfalen. Die Diskrepanz zwischen den umweltpolitischen Ankündigungen der Regierung Kraft und ihrer Tatenlosigkeit sind offensichtlich. Die Landesregierung setzt längst überfällige Maßnahmen zur Verbesserung des Trinkwassers an der Ruhr nicht um. Minister Remmel ist ein Ankündigungsminister, ein Heiße-Luft-Erzeuger. Er ist ein Minister, der durch Worte aber nicht durch Taten glänzt. Der zu Oppositionszeiten als „empörungspolitischer Sprecher der Grünen“ agierende Remmel hat es bis heute nicht geschafft, das, was er als Maßstab an andere angelegt hat, auch nur in Bruchteilen für sich selbst mit zu werten. Und das macht Ihre Unglaubwürdigkeit aus. Wir sollten uns daran erinnern, dass es der damalige Umweltminister Uhlenberg war, der das Programm „Reine Ruhr“ im Jahre 2008 auf den Weg gebracht hat. Die Darstellung des Ist-Zustandes sowie die Erarbeitung eines Überwachungskonzeptes, die Erweiterung des Anlagenkatasters, die Vermeidung von Verunreinigungen an der Quelle, zusätzliche Reinigungsstufen bei den Kläranlagen, zusätzliche Maßnahmen bei der Trinkwasseraufbereitung sowie Information und Beratung waren die wichtigsten Komponenten bei der Umsetzung dieses Programmes. Bis zum Jahr 2010 wurde viel getan, seit 2010 wird nichts getan. Herr Remmel, Sie haben über ein Jahr, nämlich mittlerweile 16 Monate, durch Untätigkeit geglänzt. Sie sind der falsche Minister am falschen Ort!

Integrationsgesetz verabschiedet: Wir hoffen, dass dieser politische Konsens auch immer mehr ein gesellschaftlicher Konsens wird

Wir haben dieses Gesetz gemacht, um einen politischen Konsens zu dokumentieren. Wir beschreiben das Fundament, auf dem in Zukunft Integrationsfragen hier im Landtag diskutiert werden sollen. Und wir geben das Signal nach draußen zu den Menschen: Seht her, wir geben dieses Signal ohne parteipolitische Frontlinien, denn wir hoffen, dass dieser politische Konsens auch immer mehr ein gesellschaftlicher Konsens wird. Wenn es uns nicht gelingt, einen solchen Konsens fest in der politischen Kultur und im gesellschaftlichen Handeln zu verankern, dann werden wir in einer der Schicksalsfragen unseres Gemeinwesens scheitern. Gesellschaft und Staat müssen glasklar machen, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte nicht nur willkommen sind, sondern dass wir ihren Beitrag zum Gelingen des Gemeinwesens auch brauchen. Es geht nicht nur um Freundlichkeit und Willkommenskultur, es geht um das wohlverstandene Eigeninteresse unserer möglichst zukunftsfesten Gesellschaft. Das verabschiedete Integrationsgesetz ist die konsequente Fortsetzung einer Politik, die die damalige schwarz-gelbe Landesregierung unter anderem mit der Einführung der Sprachstandserhebungen, der Sprachförderung, der Einrichtung von Familienzentren und der Verabschiedung des KiBiz In Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht hat. Unsere Hoffnungen gehen sehr viel weiter, als dass, was man bei knappen öffentlichen Kassen in einem solchen Gesetz regeln kann. Sie gehen dahin, dass ein wesentlich besseres Verstehen einsetzt, dass der Dialog ernsthaft gesucht wird, dass nachbarschaftliche Hilfe und echte Freundschaft entstehen kann.

Atomarer Abfall in Jülich: Die Landesregierung hat nicht nur ein Problem, sie ist das Problem

Die Landesregierung muss Antworten geben und nicht im Regierungssessel sitzen, ohne zu regieren. Die Genehmigung für die Lagerung atomarer Abfälle auf dem Gelände des Forschungszentrums in Jülich läuft Mitte 2013 aus. Die grün-rote Minderheitsregierung hat kein Konzept dafür, was mit dem Abfall dann passieren soll. Deshalb hat die CDU-Landtagsfraktion jetzt auch in einem Eilantrag im Düsseldorfer Landtag gefordert, dass die Landesregierung in dieser die Bürger umtreibenden Frage endlich Klarheit schafft. Wir fordern von der Landesregierung, dass sie ihrer Verantwortung gerecht wird. Stattdessen versucht sich diese Landesregierung von Ministerpräsidentin Kraft über Wirtschaftsminister Voigtsberger bis hin zu Umweltminister Remmel in parteipolitischen Tricksereien auf dem Rücken der Bevölkerung. Die Düsseldorfer Staatskanzlei muss ganz klar sagen, ob sie ein neues  atomares Zwischenlager in Jülich will. Eins steht fest: Die Regierung hat nicht nur ein Problem, sie ist selbst ein Problem.

Resistenzen durch breiten Ansatz in Human- und Veterinärmedizin bekämpfen

Wir wollen, dass der Antibiotika-Einsatz in der Fleischproduktion reduziert wird. Deutschland ist schon führend, weitere Fortschritte müssen folgen. Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt, dass Bundesverbraucherministerin Aigner den Einsatz von Antibiotika auf das zur Behandlung von Tierkrankheiten absolut notwendige Mindestmaß beschränken und darüber hinaus die Befugnisse der zuständigen Kontroll- und Überwachungsbehörden der Bundesländer deutlich erweitern will.

Nordrhein-Westfalen braucht neue Pumpspeicherkraftwerke, dann klappt’s auch mit der Energiewende

Wir wollen in NRW den Energieumstieg aktiv vorantreiben und haben deshalb den Antrag „Erneuerbare Energien möglich machen – Nordrhein-Westfalen braucht neue Pumpspeicherkraftwerke“ eingebracht, der in dieser Woche im Plenum debattiert wurde. NRW muss auch bei den Erneuerbaren Energien ‚Energieland Nr. 1‘ bleiben. Eine effiziente Nutzung der volatilen Wind- und Sonnenkraftwerke, sprich Photovoltaik-Anlagen, erfordert allerdings zentrale und dezentrale Speicher. Es geht darum, den erzeugten Strom auch dann verfügbar zu machen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Die bisherigen Anstrengungen der Landesregierung auf den Gebieten des Energietransports und der Energiespeicherung reichen nicht aus. Wir fordern die Landesregierung daher auf, sich intensiver als bisher um das Thema der Pumpspeicherkapazitäten zu kümmern. Hier ist die Landesregierung, hier sind die Minister Remmel und Voigtsberger gefragt. Rot-Grün muss das Problem schnellstens anpacken, damit in Nordrhein-Westfalen die Stromversorgung dauerhaft gesichert bleibt. Dann klappt‘s auch mit der Energiewende.

Aktuelle Stunde ohne aktuellen Anlass – NRW-Verfassungsschutz leistet gute Arbeit

Keine neuen Erkenntnisse, keine neuen Gedanken – so resümiert die CDU-Landtagsfraktion die von SPD und Grünen in dieser Woche beantragte Aktuelle Stunde unter dem Titel „Hinweise auf rechtsextreme Aktivitäten dürfen nicht verloren gehen: Die Arbeit des Verfassungsschutzes neu justieren.“ Es bringt nichts, das längst Bekannte wieder und wieder im Parlament durchzukauen. Das ist langweilig und dokumentiert die Ideenlosigkeit von SPD und Grünen. Die Linie bei der Bekämpfung des Rechtsradikalismus ist klar, hier herrscht Konsens unter den demokratischen Parteien. Ein Abwehrzentrum Rechtsextremismus wurde eingerichtet, nun bleibt dessen Arbeit abzuwarten. Die grundsätzliche Kritik am Einsatz von V-Leuten teilen wir nicht: Wer, wenn nicht die V-Leute, bringen uns die Informationen, die wir brauchen? Es gibt keinen Grund, über die Arbeit des NRW-Verfassungsschutzes zu klagen. Er arbeitet gut und hat den Rückhalt des Parlaments verdient.

 Streit um Weihnachtsbäume aus Nordrhein-Westfalen: Landesregierung gefährdet Grundlage der Waldbauern

Einmal mehr schwingt die rot-grüne Koalition die ideologisch getriebene Gesetzeskeule, um ein lokal begrenztes Problem – hier konkret im Sauerland – für ganz Nordrhein-Westfalen einheitlich zu regeln. Dieses undifferenzierte Vorgehen gefährdet langfristig die Existenzgrundlage vieler Waldbauern. Mit der geplanten Änderung des Landesforstgesetzes nimmt Rot-Grün in Kauf, dass Weihnachtsbäume zukünftig nicht mehr aus heimischen Gefilden stammen, sondern aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen importiert werden. Auch wir kritisieren lokale Auswüchse bei Weihnachtsbaumkulturen. Insbesondere die Verantwortlichen vor Ort müssen daher die Sorgen aller Betroffenen ernst nehmen. Allerdings laufen vor Ort bereits konstruktive Gespräche über die Verbesserung der Situation. Dafür braucht es keine Änderung des Landesforstgesetzes.

 Grüne und SPD verschließen die Augen vor der Realität an unseren Hochschulen

Wenn die hochschulpolitische Sprecherin der Grüne-Fraktion, Frau Seidel, in dieser Woche im Wissenschaftsausschuss erklärt, ‚Die Hochschulen schwimmen im Geld‘, dann dokumentiert das eindrucksvoll, wie weit die Grünen von den Realitäten an unseren nordrhein-westfälischen Hochschulen entfernt sind. Angesichts sprunghaft steigender Studierendenzahlen bei gleichzeitig weniger Finanzmitteln pro Studierendem ist solch eine Äußerung nur als vollkommen weltfremd zu bezeichnen. Frau Seidel malt sich ihre Welt, wie sie ihr gefällt. Und die SPD macht bei dieser Pippi-Langstrumpf-Rechnung mit. Das ist besorgniserregend, wie man die Wirklichkeit weg reden möchte.

5. Kalenderwoche

Wofür fordert Frau Kraft mehr Geld vom Bund? Allein 2011 hat NRW über 300 Millionen Euro Bundes- und EU-Mittel nicht abgerufen

Wenn Frau Kraft in dieser Woche in der Presse für zusätzliche Bundesmittel für Wirtschaft, Städtebau, Straßenbau, Bahn, Wissenschaft und Forschung sowie Bildung und Kinderbetreuung wirbt und einen „Vorrang West“ fordert, zeigt das erneut: Frau Kraft spricht mit gespaltener Zunge. Sie schwadroniert viel und tut nichts. Denn während Frau Kraft mehr Bundesgeld fordert, legt ihr Finanzminister am 1. Februar 2012 eine Liste der im Jahr 2011 nicht abgerufenen Bundesmittel und Europamittel vor (Drs. 15/1212). Darin rechnet der NRW-Finanzminister seiner Chefin vor, dass sie im Jahr 2011 auf viele Millionen Euro für Nordrhein-Westfalen verzichtet, und zwar

Ø     auf 107 Millionen Euro Bundesmittel für die Hochschulen

Ø     auf 80 Millionen Euro Bundesmittel für den öffentlichen Nahverkehr

Ø     auf 50 Millionen EU-Mittel zur Wirtschaftsförderung

Ø     auf 38 Millionen Bundesmittel für den U3-Ausbau und

Ø     auf 33 Millionen Bundesmittel für Stadtentwicklung.

Frau Kraft hat im vorigen Jahr also mehr als 300 Millionen Euro Bundes- und EU-Gelder links liegen gelassen. Gleichzeitig ruft sie mit großer Geste nach mehr Bundesgeld. Hier stimmen wieder einmal Wort und Tat nicht zusammen. So ist Frau Kraft. In Deutschland ist sie die Schuldenkönigin, in Berlin lässt sie das Geld liegen. Frau Kraft redet groß, sie tut nichts: Das zeichnet die Regierung Kraft aus.

 

Minister Remmels Klimaschutzgesetz ist und bleibt rücksichtslos wirtschaftsfeindlich und schützt nicht einmal das Klima

Der von Minister Remmel in dieser Woche vorgestellte Entwurf eines Klimaschutzgesetzes ist und bleibt rücksichtslos wirtschaftsfeindlich. Und er schützt nicht einmal das Klima. Zudem zeigt sich: in NRW regiert wieder die pure Ideologie. Viele Gespräche, nichts dahinter. Das Gesetz wird umgesetzt, wie gewollt, ohne sich um Bedenken zu kümmern. Minister Remmel arbeitet weiter an seinem Ruf als Klimataliban. Zudem kündigt er an, jetzt Gespräche über den Klimaschutzplan führen zu wollen. Auch dabei werden sich Minister Remmel und die Minderheitsregierung wieder als beratungsresistent erweisen. Bei dieser Landesregierung ist der Klimaschutz in schlechten Händen. Die nordrhein-westfälische Wirtschaft hat sich ohnehin längst abgewendet. Da helfen auch neue Posten für NRW-Ministerpräsidentin Kraft im SPD-Bundesvorstand nicht. Ob beim Klimaschutz oder in der Wirtschaft: Frau Kraft spricht mit gespaltener Zunge.

 

 U3-Betreuungsplätze: Jetzt soll eine „Task Force“ retten, was nicht mehr zu retten ist

Die rot-grüne Minderheitsregierung versagt in einem ihrer zentralen Politikfelder: Denn statt kein Kind zurückzulassen, lässt Frau Kraft die Kinder in Nordrhein-Westfalen im Stich. Nach Monaten der Untätigkeit wird Nordrhein-Westfalen den rechtlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab 2013 nicht mehr erfüllen können – daran ändert auch eine „Task Force“ nichts. Tausende Eltern in NRW werden das Nachsehen haben und einen dringend benötigten Betreuungsplatz für ihre Kinder vor Gericht einklagen müssen. Wer erst eineinhalb Jahre nach Regierungsverantwortung eine „Task Force" in Sachen U3-Betreuung einsetzt, der nimmt sich der Probleme der Eltern nicht ernsthaft an. Die rote Laterne hat die Regierung nicht nur für ihre desaströse Schuldenpolitik bekommen, sondern auch beim Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige. Nordrhein-Westfalen bildet auch bei diesem so wichtigen Themenfeld das traurige Schlusslicht in Deutschland im bundesweiten Vergleich. Das ist ein Armutszeugnis, Frau Kraft!

 

Online-Befragung: NRW-Wissenschaftsministerin Schulze will die Studierenden für dumm verkaufen

Wie weit weg ist die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Schulze eigentlich vom Alltag der Studierenden in NRW? Eine Online-Umfrage zur Zufriedenheit von Studierenden zu veröffentlichen, die mit keinem Wort die katastrophale Enge in einem Hörsaal während einer Statistikvorlesung erwähnt, die keine Silbe verliert über Begrenzungen von Seminaren und auch die Problematik fehlender Fachliteratur in den Universitätsbibliotheken nicht zu kennen scheint – was soll das für eine Umfrage sein? Frau Schulze verkauft Studierende für dumm. Repräsentativ ist die Umfrage ohnehin nicht, wenn sich von einer halben Million Studentinnen und Studenten in NRW gerade mal knapp 20.000 beteiligen. Zudem ist völlig unklar, ob es sich bei den Antwortenden überhaupt um Studierende handelt, weil sich jeder online an der Befragung beteiligen konnte. Es wurde noch nicht einmal eine Matrikelnummer oder der Studienort abgefragt. Und wenn von diesen 20.000 über 70 Prozent erklären, sie seien mit ihrem Studium zufrieden, dann sind das in absoluten Zahlen gerade mal 14.000, das entspricht knapp drei Prozent der Studentinnen und Studenten in NRW. Und diese maximal drei Prozent sagen übrigens, dass sie mit ihrem Studium grundsätzlich zufrieden sind, aber kein Wort zu den Studienbedingungen an ihren Hochschulen. Im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Frau Schulzes Atomkugel-Affäre haben wir gelernt, dass die Ministerin ihre Worte immer sehr genau wägt. Wie die Ministerin da jetzt schlussfolgern kann, über 70 Prozent der Studierenden in Nordrhein-Westfalen seien mit den Studienbedingungen zufrieden, bleibt ihr Rätsel. Frau Schulze redet sich die Wirklichkeit schön.

 

Mediaturm muss als Festung der Frauenkultur erhalten bleiben

Die Begründung, warum die rot-grüne Landesregierung dem Frauenmediaturm (FMT) die Förderung streicht, ist vorgeschoben. Die Landesregierung gibt vor, den Großteil der FMT-Förderung aus Spargründen streichen zu müssen. Dabei verschweigt sie, dass im vergangenen Jahr rund 7 Millionen Euro aus dem Frauenförderetat nicht verausgabt wurden. Das passt nicht zusammen. In Wahrheit geht es nicht um Sparzwänge, sondern um die bedingungslose Rückabwicklung von auf Basis der Vorarbeit der Regierungen Clement und Steinbrück gegebenen Zusagen der schwarz-gelben Vorgängerregierung. Das Archiv des Frauenmediaturms ist ein weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus zeitgeschichtlich und europäisch bedeutsames Archiv, das für unser Land gesichert werden muss. Die Ministerpräsidentin ist in der Pflicht, dies nicht aufgrund persönlicher Animositäten ihrer Ministerinnen mit Frau Schwarzer zu gefährden.

 

4. Kalenderwoche

Haushaltsabschluss 2011: Frau Kraft versagt in ihrem zentralen Politikfeld – Stellen unterrichten nicht

Neben den Steuermehreinnahmen weist der vorläufigen Haushaltsabschluss 2011 der Minderheitsregierung über 500 Millionen Euro Minderausgaben beim Personal auf. Frau Kraft redet die ganze Zeit von Investitionen in Bildung, doch wenn es dann konkret wird, versagt sie. Denn Stellen unterrichten nicht. Das wirft die Fragen auf: Warum waren die Ansätze beim Personal dermaßen überhöht? Hat die Minderheitsregierung die neu eingerichteten Lehrerstellen nicht besetzt? Wenn Frau Kraft von einer fallenden Linie bei der Neuverschuldung spricht, zeigt das ihre Rechenkünste. Schließlich plant sie für 2012 bereits wieder vier Milliarden neue Schulden. Wo da die fallende Linie ist, bleibt ihr Geheimnis.

SPD und Bündnisgrüne legen Tagesmüttern immer neue Steine in den Weg, das Nachsehen haben junge Familien

Es brennt bei der Betreuung für Kinder unter drei Jahren in Nordrhein-Westfalen an allen Ecken und Enden. Diese grün-rote Minderheitsregierung bringt es fertig, Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich wieder dahin zu manövrieren, wo es unter der letzten rot-grünen Landesregierung 2005 stand: nämlich am Tabellenende. Und nun hat der grüne Umweltminister noch draufgesattelt: Mit seinem Plan, Tagesmütter wie Lebensmittelunternehmen zu behandeln, schafft er Unsicherheit und schreckt die Frauen ab. Will Remmel allen Ernstes demnächst seine Lebensmittelkontrolleure zu den Tagesmüttern schicken? Wenn der grüne Umweltminister sich mit seinem Plan auf die Europäische Kommission beruft, dann liegt er damit falsch. In einer Pressemitteilung der EU-Kommission vom 19. Dezember 2011 heißt es: „Tagesmütter und Tagesväter fallen nicht unter die strengen Hygienevorschriften für Lebensmittelunternehmen“. SPD und Bündnisgrüne haben das Erfolgsmodell Tagespflege insgeheim immer schon abgelehnt. Heute drängt sich der Verdacht auf, dass SPD und Grüne die Tagesmütter mit übertriebener Kontrolle und Bürokratismus aus dem Markt drängen wollen. Aber ohne die Tagespflege ist der gesetzliche Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren ab Mitte 2013 nicht zu schaffen. Das Nachsehen haben die Familien, die eine verlässliche Lebensplanung brauchen. Frau Kraft lässt die Kinder in NRW im Stich.

Anhörung zum Klimaschutzgesetz war in weiten Teilen „ein Verriss“

Ein Verriss für den Entwurf des Klimaschutzgesetzes war die Expertenanhörung, die in dieser Woche im Düsseldorfer Landtag stattgefunden hat. Das Klimaschutzgesetz rettet das Klima nicht, urteilte zum Beispiel der Verband der Chemischen Industrie, VCI. Es habe vielmehr eine erhebliche  Verunsicherung der Unternehmen zur Folge und deren Entscheidung, in NRW zu investieren. Was ist gewonnen, wenn die Produktion in NRW ausläuft und die Autozulieferer stattdessen in China oder Indien produzieren, fragten die Gewerkschaften. Dann bliebe in NRW die Arbeitslosigkeit, und ob im Fernen Osten klimafreundlicher produziert werde, müsse man mit einem Fragezeichen versehen. Der Bauernverband geißelte das Gesetz als wenig zielführend, und Juristen halten das Klimaschutzgesetz für verfassungswidrig. Darüber hinaus bemängelten die kommunalen Spitzenverbände stellvertretend für andere Experten das Fehlen des Klimaschutzplanes, der die konkreten Vorgaben des Klimaschutzgesetzes formulieren soll. Das Gesetz gleiche einer Blackbox. Industrie und Energieversorger unternehmen große Anstrengungen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, mit Erfolg. NRW hat am weltweiten Gesamtausstoß von CO2 einen Anteil von bis zu einem Prozent. Deshalb ist es wichtig, sich global zu engagieren, wenigstens aber europaweit. Stattdessen will sich Herr Remmel in NRW austoben zum Schaden für den Industriestandort NRW, hochwertige, ertragreiche  Arbeitsplätze und letztlich auch der Umwelt.

Kündigungssperrfristverordnung: Rot-Grün greift tief in die Mottenkiste

In dieser Woche hat die grün-rote Landesregierung ein überflüssiges Relikt aus der Mottenkiste hervorgeholt, die Kündigungssperrfristverordnung. Sie wird wieder zum Leben erweckt, während SPD und Bündnisgrüne in der Düsseldorfer Staatskanzlei die Förderung des sozialen Mietwohnungsbaus zusammenstreichen. Die CDU-geführte Vorgängerregierung hatte 2006 die Kündigungssperrfristverordnung außer Kraft gesetzt. Denn die Sperrfrist für Eigenbedarfskündigungen ist bundesrechtlich im Bundesgesetzbuch geregelt. Deshalb gibt es in Nordrhein-Westfalen keinen Grund für eine darüber hinausgehende Regelung. Nach dem Beschluss der rot-grünen Minderheitsregierung soll die Kündigungssperrfrist in bestimmten Kommunen in NRW auf bis zu acht Jahre ausgedehnt werden. Wer wagt es denn, unter solchen Bedingungen für die eigene Nutzung eine zu dem Zeitpunkt vermietete Wohnung oder ein Haus zu kaufen? Die Abschaffung der Kündigungssperrfristverordnung war deshalb sinnvoll. Und sie hat sich bewährt. Denn wir hatten eine Überregulierung des Wohnungsmarkts in Nordrhein-Westfalen, die es zu beseitigen galt. In einem Land, in dem in weiten Teilen Tausende von Wohnungen leer standen und leer stehen, erwies sich die Verordnung als unsinnig. Wieder einmal zeigt diese Minderheitsregierung: Sie will die Menschen mit unnötigen Vorschriften überziehen und das Land mit dem gleichen Mehltau überziehen, der schon vor 2005 festzustellen war. Viel sinnvoller wäre es, wenn Minister Voigtsberger endlich ein vernünftiges Wohnungsbauförderprogramm vorlegen würde, anstatt in die sozialistische Mottenkiste zu greifen.

Dichtheitsprüfung: Rechtsverordnung mit zwei Varianten schafft keine Rechtssicherheit – Das Chaos im Hause Remmel geht weiter

Bei der Dichtheitsprüfung herrscht Chaos pur im Hause Remmel und in der grün-roten Minderheitsregierung. Das dokumentiert die in dieser Woche vom Landeskabinett vorgelegte Rechtsverordnung zur Kanalprüfung. Die CDU-Landtagsfraktion wundert sich zum einen darüber, dass Umweltminister Remmel schon eine Rechtsverordnung schuf, bevor der Düsseldorfer Landtag überhaupt ein entsprechendes Gesetz beschlossen hat. Zum anderen lässt die Rechtsverordnung zwei Varianten zu und damit letztendlich offen, in welcher Frist Abwasserleitungen geprüft werden müssen. Variante 1: Prüfung erst bis Ende 2023 notwendig, danach alle 30 Jahre; Variante 2: Prüfung nur notwendig, sofern Feststellungen der Gemeinden oder andere Feststellungen Gefahrenlagen erkennen lassen. Eine Rechtsverordnung soll Rechtssicherheit schaffen. Das ist der Sinn einer Rechtsverordnung. Eine Rechtsverordnung regelt nicht das ‚Wünsch Dir was‘. Die jetzt von Herrn Remmel vorgelegte Rechtsverordnung ist das Eingeständnis, dass sich die Koalition nicht einigen kann. So schafft Minister Remmel keine Rechtssicherheit. Das Chaos geht weiter. Wenn eine Regierung ein solches Problem nicht lösen kann, welches Problem will Frau Kraft überhaupt noch lösen?

Konzept für Zwergschulen: Der kleine Teilstandort wird zum Schnellboot, das den Tanker Stammhaus navigiert

Um das „Konzept zur Sicherung eines qualitativ hochwertigen und wohnungsnahen Grundschulangebots in NRW“ ging es in dieser Woche im Landtag. Die CDU-Landtagsfraktion will die Schule im Dorf lassen. Es gilt das Prinzip: Kurze Wege für kurze Beine. Es war die CDU in Nordrhein-Westfalen, die erfolgreich dafür geworben hatte, das Thema des Erhalts der kleinen wohnortnahen Grundschulen in den Schulkonsens mit aufzunehmen. Denn die Grundschulen legen den Grundstein für Identität und Sozialkompetenz der Kinder. Die CDU-Fraktion fordert für den ländlichen Raum die Einführung eines Flächenindex, so wie die CDU-geführte Landesregierung in der letzten Legislaturperiode einen Sozialindex einführte. Der Flächenindex ermöglicht es den Kommunen, auch kleine Schuleinheiten vorzuhalten. Wir sind zuversichtlich, dass das Konzept zügig Rechtssicherheit für die so genannten „Zwergschulen“ im Lande schafft und gleichzeitig ein qualitativ gleichwertiges Angebot und demographiefestes Grundschulsystem etabliert. Zukünftig erhalten Kommunen und Schulen mehr Flexibilität, indem die Stammschule zum Beispiel jahrgangsbezogen, der Teilstandort jahrgangsübergreifend unterrichten kann. Der Schulträger erhält damit mehr Möglichkeiten, Standorte zu erhalten. Und die kleinen Teilstandorte haben dadurch die Chance, pädagogische Innovationen auch für die Stammschulen vorzubereiten. So wird der kleinere Standort zum Schnellboot, weil er leichter navigierbar ist als der Tanker ‚Stammhaus‘. Auf die Ergebnisse freuen wir uns.

 

Ladenschluss: Veränderung verstößt gegen Interessen der Verbraucher und des mittelständischen Einzelhandels

Die grün-rote Regierung unter Ministerpräsidentin Kraft beginnt wieder, die Menschen in NRW zu gängeln, zu drangsalieren, zu kujonieren. Erwachsene Kunden und erwachsene Verkäufer können selbst miteinander vereinbaren, wann sie einkaufen können und wollen. Dafür brauchen sie Frau Kraft nicht. Das Ladenschlussgesetz hat sich bewährt, es hat eine große Akzeptanz bei den Menschen gefunden. Darüber hinaus hat es sich auch als Jobmotor entwickelt. Die Zahlen der Arbeitnehmerinnen du Arbeitnehmer im Einzelhandel haben sich um 40.000 Beschäftigte erhöht. Dabei hat sich das Verhältnis von Vollzeit- und Teilzeitarbeitsplätzen nicht verändert. Unser Gesetz ist ein vernünftiger Kompromiss zwischen geschütztem Sonntag und mehr Freiheit in der Woche. Gleichzeitig ist es ein Vertrauensbeweis für die Kommunen. Denn vor Ort wird entschieden, wie viele Sonntage im Jahr geöffnet werden darf. Eine Veränderung ist nicht im Sinne des Verbrauchers, da hat die NRW-Verbraucherschutzzentrale Recht.

Entwurf der ÖPNVG-Novelle zügig vorlegen – Minderheitsregierung muss endlich handeln

Seit Monaten warten wir auf die Einbringung des ÖPNV-Gesetzes durch die Landesregierung. Doch bei diesem Thema herrscht völlige Tatenlosigkeit. Bereits im Sommer 2011 hatte die die Expertenanhörung im Düsseldorfer Landtag zur ÖPNV-Novelle stattgefunden, seitdem tat sich nichts. Die im Landtag vertretenen Fraktionen haben immer noch keinen Gesetzentwurf erhalten, obgleich dieser längst existiert. Seit eineinhalb Jahren gehen SPD und Bündnisgrüne jeder sachlichen Diskussion beim Thema ÖPNV-Infrastruktur und Straßenbau systematisch aus dem Wege. Indessen bleiben viele wichtige Nahverkehrsprojekte in NRW auf der Strecke. So zum Beispiel die Einführung des neuen Regionalexpress 6a, einer Linie von Düsseldorf über Neuss und Dormagen nach Köln. Diese verzögert sich unter anderem deswegen, weil durch die ausstehende Gesetzesnovelle keine Finanzierungssicherheit besteht. Dabei ist diese zusätzliche Bahnlinie besonders wichtig, um die Linien RE 1 und RE 5 zwischen den beiden Rheinmetropolen zu entlasten. Erst im vergangenen November hatte die CDU-Fraktion einen Vorstoß im Landtag unternommen und die Landesregierung aufgefordert, zügig eine Novelle vorzulegen, damit endlich Rechtssicherheit herrsche. Verkehrsminister Voigtsberger schickte damals seinen grünen Staatssekretär Becker vor. Der reagierte – wie üblich – mit Schuldzuweisungen und verwies auf hohen Abstimmungsbedarf und ausstehende Gutachten. Für die Bahnkunden, vor allem Berufspendler, die täglich in überfüllten Zügen stehen, hätte man sich mehr Engagement und Tempo gewünscht. Diese finden es ganz und gar nicht gut, dass der Minister zu viel Zeit in seinem dienstlich gelieferten Ruhesessel verbringt und sein Staatssekretär die Problematik nicht ernst nimmt.

Inklusion –Menschen mit Behinderung Teilhabe ermöglichen 

Die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen ist am 3. Mai 2008 in Kraft getreten. Sie fordert uns auf, unsere gesellschaftlichen Lebensräume inklusiv, das heißt so zu gestalten, dass jeder Mensch teilhaben kann. Auch das christliche Menschenbild als Leitbild der Christdemokraten hat eine Gesellschaft vor Augen, in der jeder Mensch mit seinen individuellen Besonderheiten gewollt ist und dazugehört. Viele Forderungen sind deshalb in unserer Gesellschaft bereits umgesetzt. Neu und entscheidend ist aber, dass wir unsere Wahrnehmung in Bezug auf das, was Menschen mit Behinderung wollen und wie sie leben möchten, verändern müssen. Im Bemühen, den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerecht werden zu wollen, sind Hilfen über Jahrzehnte in Strukturen eingebunden worden, die Betroffene heute zunehmend als einschränkend ablehnen. Hier stellt die Konvention klare Forderungen an Politik und Gesellschaft, das Selbstbestimmungsrecht und die Selbständigkeit von behinderten Menschen zu respektieren und diese Haltung in allen Bereichen in politisches und gesellschaftliches Handeln umzusetzen. Diese Aufgabe ist eine immense Herausforderung für alle staatlichen Ebenen, für Bund, Land, Kommunen und kommunale Verbände. Tiefgreifende strukturelle Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen und Institutionen sind notwendig.  Die CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen will die Umsetzung der UN-Konvention voranbringen. Wir wollen das Recht auf Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen, über alle Lebensphasen hinweg, gemeinsam mit den Betroffenen verwirklichen. Doch Inklusion geschieht nicht von selbst, sondern ist ein permanenter Prozess, den es gemeinsam zu gestalten gilt. Die inklusive Gesellschaft wird erst dann erreicht sein, wenn das Miteinander von Behinderten und Nicht-Behinderten von Geburt an – im Kindergarten, in der Schule, im Verein, in der Freizeit und im Arbeitsleben – eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Die CDU-Landtagsfraktion stellt sich dieser Aufgabe. Unsere Forderungen und Wünsche sind in ein richtungsweisendes Papier geflossen, das in gedruckter Form per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bestellt oder auf unserer Homepage www.cdu-nrw-fraktion.de als barrierefreie pdf-Datei heruntergeladen werden kann.

 

3. Kalenderwoche

Keine Bevormundung – Finger weg vom Ladenöffnungsgesetz

Die von der CDU-geführten Landesregierung erreichte Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten war und ist richtig. Sie hat sich in den zurückliegenden fünf Jahren seit Inkrafttreten des Gesetzes bewährt. Das bestätigt der Evaluationsbericht zum Gesetz ebenso wie die Sachverständigenanhörung  im Wirtschaftsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Das Ladenöffnungsgesetz trägt den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden wie auch der Händler Rechnung und wird von beiden Seiten sehr gut angenommen. Es ermöglicht eine kundenfreundliche Anpassung der Ladenöffnungszeiten an die veränderten Lebensumstände moderner Verbraucherhaushalte. Jeder Händler kann heute frei entscheiden, ob und wie er die gesetzlichen Möglichkeiten ausnutzen will. Eine Rücknahme dieser Regelung, wie sie die rot-grüne Minderheitsregierung fordert, würde eine Bevormundung von Kunden und Händlern bedeuten. Das lehnt die CDU-Landtagsfraktion strikt ab. Wir brauchen keine Politik, die die Menschen per Gesetz erziehen und in ihren Freiheiten beschneiden will. Aus Sicht der CDU ist das Gesetz für ganz Deutschland vorbildlich. Es bietet einen guten Ausgleich zwischen dem Wunsch von Verbrauchern und Händlern nach flexiblen Ladenöffnungszeiten und dem christlichen Anliegen, dass Sonn-  und Feiertage besonders geschützte Tage bleiben.

 Während Bayern bis 2030 seine Schulden tilgen will, bleibt Frau Kraft Schuldenkönigin in Europa

Bayern hat sich vorgenommen, seine Schulden bis 2030 abzubauen. Nordrhein-Westfalen macht in Zeiten höchster Steuereinnahmen vier Milliarden Euro Schulden. Und Rot-Grün hat kein Konzept, wie das strukturelle Defizit in Nordrhein-Westfalen abgebaut werden soll. Dies hat die Anhörung zum Haushaltsgesetzentwurf der Minderheitsregierung in dieser Woche eindrucksvoll gezeigt. Eine politisch belastbare Konzeptentwicklung ist Voraussetzung für eine nachhaltige Haushaltswirtschaft. „Dies ist in Nordrhein-Westfalen leider immer noch nicht erkennbar“, urteilt die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Auch das Rheinische-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung attestiert der Landesregierung, dass konkrete Angaben darüber fehlen, wie der Abbau des strukturellen Defizits von über vier Milliarden Euro umgesetzt werden soll. Das einzige was Rot-Grün kann, ist Geld ausgeben. So bleibt Frau Kraft Schuldenkönigin in Deutschland.

 In Berlin machen sich die Grünen ehrlich, in Düsseldorf machen sie NRW zum Stauland Nummer eins in Deutschland

Wann macht sich der grüne parlamentarische Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium ehrlich? Die Medien berichteten in dieser Woche über einen internen Arbeitsprozess in der grünen Bundestagsfraktion mit dem Titel: „Ehrlich machen“. Ergebnis dieses Prozesses laut Medien: Die Grünen im Bundestag befürworten den Ausbau von Autobahnen. Seit Frau Kraft an der Regierung ist, entwickelte sich Nordrhein-Westfalen in den vergangenen 15 Monaten zum Stauland Nummer eins. Erst im vorigen Jahr haben SPD-Verkehrsminister Voigtsberger und sein grüner Staatssekretär Becker in einer beispiellosen Streichorgie für 78 von 174 Bundesfernstraßenprojekten sowie für 79 von 116 Landesstraßenbauprojekten die Ampel auf Rot gestellt. Während in Berlin die Grünen offenbar langsam die Notwendigkeit von Straßeninfrastruktur anerkennen, schaltet Nordrhein-Westfalen auf stur. Mobilität ist eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes. Diese Erkenntnis setzt sich bei den Grünen in Berlin durch. Sie sollten ihren grünen Verhinderungspolitikern in Düsseldorf versuchen, ihren neuen Sinn für die Realitäten zu vermitteln.

 Zwischen Reden und Handeln der NRW-Minderheitsregierung klafft ein riesiger Krater

Das Wohnungsbauförderungsprogramm 2012, das Minister Voigtsberger in dieser Woche vorlegt hat, ist nicht nur die Bankrotterklärung der Minderheitsregierung für den sozialen Wohnungsbau, sondern ein eklatanter Widerspruch zu früheren Forderungen von SPD und Grünen. Es sind lediglich 850 Millionen Euro im Wohnungsbauförderungsprogramm vorgesehen. Während für die Eigentumsförderung und die energetische Sanierung jeweils nur 200 Millionen Euro bereitgestellt werden, sollen allein 450 Millionen Euro in den Mietwohnungsbau für die gleichen Einkommensgruppen gehen. Dabei gibt es gerade im Eigentumsbereich einen Förderstopp aus dem Sommer vergangenen Jahres mit einem riesigen Nachholbedarf. SPD und Grüne hatten sich als Oppositionsfraktionen sogar für eine gesetzliche Verankerung der Mindestfördersumme von einer Milliarde Euro für die soziale Wohnraumförderung ausgesprochen. Unter der CDU-geführten Vorgängerregierung ist demgegenüber zuletzt deutlich über 1 Milliarde Euro in die Wohnraumförderung investiert worden. Nun bleibt die Minderheitsregierung bereits zum zweiten Mal weit hinter dieser Fördersumme zurück. Das heißt: Bereits zum zweiten Mal klafft ein riesiger Krater zwischen Reden und Handeln dieser Minderheitsregierung was die Wohnungsbauförderung anbelangt. Es ist zu befürchten, dass auch dieser Haushaltstitel von Minister Voigtsberger im Ruhesessel entstanden ist. Und im Ruhesessel entstehen nun mal keine innovativen Lösungen zur Weiterentwicklung des sozialen Wohnungsbaus in NRW.

 Haushalt ohne Nachhaltigkeit: Minister Remmel genehmigt sich erneut einen kräftigen Schluck aus der Pulle

Minister Remmel hat mit Haushaltskonsolidierung und Nachhaltigkeit nichts am Hut. Das offenbart sein in dieser Woche im Umweltausschuss debattierter Ressorthaushalt. Mit einer Steigerung von fast zehn Prozent der Ausgaben gegenüber 2011 genehmigt sich Remmel erneut einen kräftigen Schluck aus der Pulle zu Lasten unserer Kinder und Enkel. Mit 300 zusätzlichen Stellen ist er der Hauptverantwortliche für die weitere Personalaufblähung der Landesregierung. Remmel lässt vollkommen außer Acht, dass die unteren Umweltschutzbehörden die Hauptarbeit der Umweltüberwachung leisten. Bei der Mittelzuweisung werden die Kommunen allerdings zugunsten einer großzügigen Stärkung der Bezirksregierungen benachteiligt. Remmel finanziert nur Behörden, auf die er seine Finger legen kann. Gleichzeitig regiert er in die anderen Häuser hinein: Klimaschutzgesetz, Landesplanung, Verkehrspolitik, Energiepolitik – um nur einige Themen zu nennen. Mit einer Haushaltspolitik, wie Sie Remmel betreibt, wird das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts nie erreicht werden. Remmel führt zwar das Wort Nachhaltigkeit ständig im Munde. Dass dazu auch die finanzielle Nachhaltigkeit gehört, hat dieser Minister aber nicht verstanden. Stattdessen ist sein Haus gekennzeichnet durch Personalaufstockung, mehr Bürokratie und bedingungsloser Klientelpolitik.

 Skandal um Brustimplantate: Wenn Frauen wirklich einmal die Hilfe von Ministerin Steffens brauchen, geht sie auf Tauchstation

Gerne inszeniert sich Gesundheitsministerin Steffens als die ‚Gender-Ministerin‘, die Diskriminierung dort zu erkennen vermag, wo sie selbst den vermeintlich Betroffenen oft nicht aufstößt. Doch wenn Frauen wirklich einmal die Hilfe und Unterstützung der Ministerin brauchen, dann benötigt Frau Steffens Zeit. So passiert bei dem Skandal um minderwertige und damit hochgradig gesundheitsschädliche Brustimplantate, die auch in Nordrhein-Westfalen implantiert worden sind. Die Sitzung des Gesundheitsausschusses in dieser Woche ergab, dass bereits im November 2011 der erste Fall einer krankhaften Veränderung durch besagte Brustimplantate bekannt wurde. Das Bundesgesundheitsministerium reagierte daraufhin unmittelbar mit Pressemitteilungen und Informationen. In Nordrhein-Westfalen hingegen passierte nichts. Wochenlang herrschte Funkstille in Frau Steffens‘ Ministerium. Das bleibt ein Skandal. Im Ausschuss führte die Ministerin aus, dass mittlerweile alle Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen und die Ärzte, die Brustimplantate verwenden, angeschrieben worden seien. Die Information der betroffenen Patientinnen sei jedoch Pflicht der Ärzte und Krankenhäuser. Auch einen Überblick über Zahlen der betroffenen Patientinnen vermochte die Ministerin nicht zu benennen. Wo sind die Hilfen für die betroffenen Patientinnen? Wenn Frau Steffens hier nur einen Teil der Energie aufbringen würde, den sie aufbringt, um Raucher per Gesetz zu Nichtrauchern erziehen zu wollen, dann würden sich die betroffenen Frauen vielleicht ein Stück mehr ernst genommen fühlen.

 Rot-Grün verschließt sich einer langfristigen Sicherung der Landesgartenschauen

Acht Monate haben SPD und Grüne taktiert und verzögert. Jetzt haben sie im Umweltausschuss die Katze aus dem Sack gelassen: Es gibt keine Zusage, die Landesgartenschauen regelmäßig im Dreijahres-Turnus durchzuführen. Für die zahlreichen interessierten Bewerberkommunen ist das ein Schlag ins Gesicht. Die CDU-Landtagsfraktion hatte bereits Anfang Mai vergangenen Jahres die Landesregierung mit einem Antrag (Drs. 15/1918) dazu aufgefordert, die Landesgartenschauen über das Jahr 2017 hinaus im dreijährigen Rhythmus weiterzuführen. Auch die SPD hatte mehrfach beteuerte, die Landesgartenschauen würden nicht in Frage gestellt. Dass die SPD jetzt im Ausschuss nicht einmal bereit war, den Dreijahres-Turnus mitzutragen, ist vor allem für die Bewerberkommunen aber auch für tausende Gärtner und Landschaftsbauunternehmen eine herbe Enttäuschung. Dass SPD und Grüne den Antrag abgelehnt haben zeigt, dass die schönen Worte nichts wert sind, wenn es um konkrete Beschlüsse geht.

 Inklusion – Menschen mit Behinderung Teilhabe ermöglichen

Uns ist es wichtig, dass die CDU, gerade weil sie CDU ist, eine umfassende Positionierung zum Thema Inklusion auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes vornimmt. In dieser Woche hat die CDU-Landtagsfraktion dazu ein Positionspapier beschlossen, das den einen oder anderen Maßstab in Deutschland setzt. Das ist für die anderen Fraktionen und insbesondere für SPD und Bündnisgrüne die Messlatte. Auf 30 Seiten beschreiben die Christdemokraten ihre Anforderungen an Teilhabe an allen Bereichen des Lebens. Das Thema ist für eine christliche Partei wichtig, es steht aber auch auf der politischen Agenda – und dies nicht nur wegen der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen. Eltern von Kindern mit Behinderungen gehen heute sehr viel selbstbewusster damit um. Die Eltern stehen heute selbstbewusst zu ihren Kindern. Und sie wollen, dass ihre Kinder mit den Kindern in ihrer Nachbarschaft spielen, lernen, Freundschaften schließen. Daran hat die Lebenshilfe einen entscheidenden Anteil. Damit verändert sich auch das Bild der Behindertenpolitik. Dieser gesellschaftlichen Veränderung trägt das Positionspapier der CDU-Landtagsfraktion Rechnung. Das Papier kann als barrierefreie Datei auf unserer Fraktionshomepage www.cdu-nrw-fraktion.de heruntergeladen werden.

CDU-Landtagsfraktion startet Online-Befragung zu Rundfunkgebühren

 

Die CDU-Landtagsfraktion startet eine Online-Befragung zu Rundfunkgebühren und zum Rundfunkstaatsvertrag. Den hatte das nordrhein-westfälische Landesparlament im Dezember des vorigen Jahres als vorletztes Bundesland in Deutschland beschlossen. Der Vertrag sieht eine Evaluierung nach zwei Jahren vor. Dazu wollen wir ein möglichst breites Meinungsspektrum erwirken. Deshalb haben wir eine eigene e-Mail-Adresse eingerichtet. Unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. können uns Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen mit dem neuen Rundfunkstaatsvertrag mailen. Dabei interessiert die CDU-Landtagsfraktion insbesondere die Bewertung des neuen Modells der Berechnung der Rundfunkgebühren. Danach muss jeder Haushalt eine Gebühr entrichten unabhängig davon, ob dort Radio gehört oder Fernsehen geschaut wird. Die CDU-Landtagsfraktion wird die Entwicklung wohlwollend-kritisch beobachten. Zwar hat die Kommission zur Entwicklung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) Mitte dieser Woche erklärt, dass die Rundfunkgebühren bis 2014 stabil blieben. Es kann aber nicht sein, dass die Gebühreneinzugszentrale sich in dieser Zeit klammheimlich aufbläht und viele Stellen schafft, nur weil jetzt jeder Haushalt herangezogen wird. Auch von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten fordert die CDU weitere Sparanstrengungen. Auch dafür müssen Rundfunkanstalten und GEZ die kommenden zwei Jahre gut nutzen. Da bleiben wir hart am Ball.

2. Kalenderwoche

Ministerpräsidentin Kraft war 2011 die Schuldenkönigin, Ministerpräsidentin Kraft bleibt auch 2012 die Schuldenkönigin

Ministerpräsidentin Kraft war 2011 die Schuldenkönigin. Sie wird auch 2012 die Schuldenkönigin bleiben. Und wir werden als CDU-Opposition den Finger in diese Wunde legen. Die Landesregierung Kraft versagt in der Vorbereitung zentraler Zukunftsanliegen des Landes: Beispielsweise beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren oder bei der Verbesserung der Studienbedingungen an nordrhein-westfälischen Hochschulen – insbesondere nach der Entlassung der doppelten Abiturjahrgänge im kommenden Jahr. Stattdessen fangen sie wieder an und wollen mündige Bürgerinnen und Bürger bevormunden, indem sie ihnen zum Beispiel vorschreiben wollen, wann sie einkaufen dürfen und wann nicht. Wir haben auch kein Verständnis dafür, dass SPD und Bündnisgrüne die Schuldenbremse immer weiter hinauszögern. Schließlich wurde die Schuldenbremse in die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland unter einer Großen Koalition in Berlin und mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD aufgenommen. Auch in vielen Bundesländern ist mit Stimmen oder sogar unter Federführung der SPD die Schuldenbremse in Landesverfassungen aufgenommen worden. Nur in NRW wollen SPD und Grüne endlos debattieren. Dabei gibt es längst kein Erkenntnisdefizit mehr darüber, dass wir die Schuldenbremse brauchen. Es muss Schluss sein damit, dass Schulden gemacht werden dürfen. Wie schon im vorigen Jahr wird die CDU-Landtagsfraktion einen eigenen Haushaltsentwurf vorlegen. Im vorigen Jahr haben wir einen Entwurf vorgelegt, der eine Nettoneuverschuldung von 3,4 Milliarden Euro vorsah. Da war die Landesregierung noch bei 4,8 Milliarden. In diesem Jahr werden wir in unserem Entwurf die Netto-Neuverschuldung noch einmal deutlich zurückfahren. Denn wir wollen die Schuldenbremse erreichen. Und so die Landesregierung vor uns hertreiben.

 Sondersitzung Care-Institut Münster: Ministerin Schulze verweigert Bekenntnis zu Spitzen-Grundlagenforschung in NRW

Das Strickmuster ist bei SPD-Wissenschaftsministerin Schulze immer dasselbe: Wenn sie eigene Fehler vertuschen muss, sind immer die anderen Schuld. Das war so bei der von ihr inszenierten Atomkugelaffäre im Frühjahr des vorigen Jahres, die mittlerweile von einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtags aufgearbeitet wird. Und das ist heute so bei ihrem folgenschweren Versäumnis, rechtzeitig Gelder für die Ansiedlung des renommierten Care-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Münster in den Landeshaushalt einzustellen. Weil Frau Schulze das bisher verpatzt hat, gehen Fördermittel der Europäischen Union in einer Größenordnung von über 50 Millionen Euro für Münster verloren. Die CDU-Landtagsfraktion hatte eine Sondersitzung des Wissenschaftsausschusses des Landtags beantragt. Wir wollten wissen, warum die Wissenschaftsministerin die Ansiedlung eines so renommierten Instituts der Max-Planck-Gesellschaft für die Medikamentenforschung gefährdet. Doch auf klare Aussagen der SPD-Ministerin warteten die Abgeordneten vergebens. Trotz wiederholter Aufforderung mochte sich Ministerin Schulze öffentlich nicht hinter die Finanzierung des Instituts stellen und Unterstützung signalisieren. Anfang Juli vergangenen Jahres hat die Wissenschaftsministerin das Geschäftskonzept des Instituts vorgelegt bekommen, im August dann die Pläne. Dann kann sie nicht behaupten, sie habe erst drei Tage vor Weihnachten den Geschäftsplan bekommen. Frau Schulze ist seit eineinhalb Jahren im Amt. Ihre Negativbilanz setzt sich in einem fort. Sie kann es einfach nicht.

 U3-Betreuung: Die schlampigen Gesetze von Frau Schäfer sind das Problem – Frau Kraft lässt die Kinder in NRW im Stich

Nicht das Geld ist das Problem beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in NRW. Die schlampigen Gesetze von Familienministerin Schäfer und deren dilettantische Umsetzung in Verwaltungsvorschriften sind die unüberwindbaren Barrieren, die die Kommunen zur Verzweiflung treiben. Deshalb bleibt es dabei: Rot-Grün wird den rechtlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab 2013 nicht erfüllen. Tausende Eltern in Nordrhein-Westfalen werden das Nachsehen haben. Frau Kraft versagt in einem ihrer zentralen Ziele, kein Kind zurück zu lassen. In Wahrheit lässt sie die Kinder in NRW im Stich.

 Fünf Jahre nach Kyrill: Dank des damaligen Umweltministers Uhlenberg sind die Waldschäden heute weitgehend beseitigt

Mit Freude und Erleichterung können wir heute, fünf Jahre nach dem verheerenden Orkan Kyrill, feststellen: Die Waldschäden in Nordrhein-Westfalen sind weitgehend beseitigt, neuer Wald wächst nach. Unmittelbar nach der Katastrophe hat die damalige CDU-geführte Landesregierung 100 Millionen Euro an finanzieller Hilfe zur Verfügung gestellt. Weitere Mittel wurden von der Europäischen Union und vom Bund bereitgestellt, so dass die Beseitigung der durch Kyrill verursachten Schäden schnell anlaufen und auch die langfristige Aufgabe der Wiederaufforstung bewältigt werden konnte. Das Gros der Schäden ist bereits im Jahr 2010 aufgearbeitet worden. Durch das von Minister Uhlenberg aufgelegte Wiederaufforstungsprogramm, das den Erfordernissen des Klimawandels Rechnung trägt, ist für die Waldwirtschaft eine gesicherte Zukunft erreicht worden. Die Waldwirtschaft, die Landesforstbehörden und die Landesregierung haben seinerzeit gemeinsam angepackt und die richtigen Entscheidungen für eine erfolgreiche Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen getroffen. Wir tragen heute die Verantwortung dafür, dass Nordrhein-Westfalen auch noch in 150 Jahren über große und gesunde Waldflächen verfügt. Dieses Ziel erreicht man nicht, indem man den Wald sich selbst überlässt, sondern indem man ihn standortangepasst und vielfältig bewirtschaftet. Deshalb ist die einseitige Ausrichtung der Waldwirtschaft, wie sie der heutige Umweltminister Remmel betreibt, der falsche Weg.

 Zu wenig Erzieher in Kitas: Landesregierung gefällt sich im Nichtstun

Jetzt ist es amtlich. In den Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen arbeiten zu wenig männliche Erzieher. So arbeiten nach Auskunft der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von zwei CDU-Landtagsabgeordneten nur 1.403 männliche Erzieher in unseren Tagesstätten. In der Tagespflege sind es sogar lediglich 281 Männer. Die Landesregierung bleibt damit hinter ihren eigenen, im Koalitionsvertrag formulierten Ansprüchen zurück. So hat sie zwar die Absicht erklärt, mehr junge Männer für die frühkindliche Bildung zu gewinnen. Das war es dann aber auch schon. Konkret geschehen ist bislang nichts. Wir als CDU-Landtagsfraktion haben schon vor Monaten auf dieses Missverhältnis hingewiesen und dazu einen Antrag zur Debatte und zur Abstimmung gestellt. Durch das ablehnende Votum von SPD und Grünen jedoch fand dieser keine Mehrheit. Wir fordern die Landesregierung daher noch einmal nachdrücklich dazu auf, ihren Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen – und zwar bald.

 

51. Kalenderwoche

Haushaltsentwurf 2012: Frau Kraft bleibt die Schuldenkönigin in Deutschland

Frau Kraft bleibt die Schuldenkönigin. Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2012, den Rot-Grün jetzt vorgelegt hat, bestätigt das. 2012 gibt Frau Kraft über 3 Milliarden Euro mehr aus als im vergangenen Jahr. Sie macht bei 3 Milliarden Euro Steuermehreinnahmen immer noch 4 Milliarden Euro Schulden. Damit wird die Regierung Kraft die Schuldenbremse 2020 nicht erreichen. Stattdessen versucht sie zu tricksen.

Einnahmeseite

Frau Kraft versucht ihren Haushalt über die Einnahmen schön zu rechnen. Damit knüpft sie an eine alte sozialdemokratische Tradition an: Die Einnahmen zu optimistisch zu schätzen. Das macht die Regierung Kraft gleich an mehreren Stellen im Haushalt. So müssten die Steuereinnahmen bei realistischer Herangehensweise rund 1 Milliarde niedriger geschätzt werden. Das Finanzministerium rechnet im Jahr 2012 mit einem Anteil am Gesamtsteueraufkommen von 21,4 Prozent. Das übersteigt deutlich die Prognosen der Folgejahre, aber auch die durchschnittlichen Entwicklung der Vergangenheit. Das bedeutet im Ergebnis, dass man bei realistischer Herangehensweise mit Steuereinnahmen von rund 42,1 Milliarden Euro rechnen müsste, also rund 1 Milliarde Euro weniger. Auch die erwarteten Einnahmen aus dem Länderfinanzausgleich sind um 250 Millionen Euro beschönigt. Trotz sprudelnder Steuereinnahmen erwartet die Landesregierung in 2012 Einnahmen aus dem Länderfinanzausgleich in Höhe von 550 Millionen Euro. Dabei geht man im laufenden Jahr davon aus, dass aufgrund der gestiegenen Finanzkraft der Ansatz im Haushaltsplan 2011 in Höhe von 300 Millionen um rund 30 Millionen Euro unterschritten wird. Für die Folgejahre 2013 bis 2015 erwartet das Finanzministerium dann wieder rund 300 Millionen Euro pro Jahr. Das heißt, für das Haushaltsjahr 2012 findet eine Beschönigung der Einnahmesituation um rund 250 Millionen Euro statt. Und dann findet sich im Haushaltsentwurf 2012 noch eine Luftbuchung über 170 Millionen Euro aus den Schul- und Studienfonds. Die Landesregierung steht schon seit einigen Jahren in Verhandlungen mit der katholischen Kirche über das Grundvermögen des Landes für die Schul- und Studienfonds. Das Grundvermögen wird in erheblichem Maße von der katholischen Kirche und weiteren Destinatären genutzt. Allerdings ist noch kein Verhandlungsergebnis in Sicht. Eine Veräußerung des Grundvermögens im Jahr 2012 ist daher auszuschließen. Das hat mit Haushaltsklarheit und –wahrheit nichts zu tun!

Globale Minderausgabe

Die Regierung Kraft spart nicht. Sie spricht über eine „Globale Minderausgabe“ in Höhe von 750 Millionen Euro. Das bedeutet: Es wird den Menschen und dem Parlament als Haushaltsgesetzgeber nicht ehrlich gesagt, wo gespart werden soll. Es wird dann im Haushaltsvollzug weniger ausgegeben, als den Menschen im Land zunächst versprochen wurde. Als Beispiel ist die Einführung von 16 Kompetenzzentren „Frau und Beruf“ zu nennen. Fünf Millionen Euro hat die Landesregierung dafür in den Haushalt eingestellt; in Wahrheit ist aber heute schon klar, dass diese Summe nie ausgegeben wird. Im vorigen Jahr sind dafür gerade mal 100.000 Euro abgeflossen. Das ist Trickserei!

Ausgabenseite

Wir wissen, dass das Land, wenn es seiner Verpflichtung als Miteigentümer der WestLB AG nachkommen will, zum 30. Juni 2012 eine Milliarde Euro Haftkapital für die Service- und Portfoliomanagement-Bank bereitstellen muss. Aber auf der Ausgabenseite fehlen diese Lasten aus der Restrukturierung der WestLB AG im Haushaltsentwurf 2012. Das ist unehrlich!

Fazit

Frau Kraft bleibt die Schuldenkönigin in Deutschland. Sie spart einfach nicht. Es gibt im gesamten Haushaltsentwurf 2012 keine einzige Sparanstrengung. Wer tatsächlich sparen möchte, muss in die Haushaltsstrukturen einschneiden, auch wenn es weh tut. Anders geht es nicht. Doch dazu fehlt Frau Kraft der Mut. Einer SPD, die kein Geld ausgeben kann, fällt politisch nichts ein. Das ist das Dilemma.

 

Alles dicht – aber bürgerfreundlich – Gesetzentwurf von CDU und FDP behebt Remmel-Murks

Die Fraktionen von CDU und FDP im Düsseldorfer Landtag haben einen gemeinsamen Gesetzentwurf zur Änderung des Landeswassergesetzes vorgelegt, um die Dichtheit privater Abwasseranlagen sicherzustellen und auf eine neue bürger- und umweltfreundliche Gesetzesgrundlage zu stellen. Ein Abwasserrohr muss dicht sein, dieses Prinzip machen CDU und FDP mit dem Gesetzentwurf unmissverständlich klar. Wir freuen uns, dass es in konstruktiven Gesprächen in sehr kurzer Zeit gelungen ist, einen Vorschlag vorzulegen, der eine bürger- und umweltfreundliche Sicherstellung des genannten Prinzips ermöglicht. Nachdem Minister Remmel durch eine geradezu stümperhafte Administration viele Menschen gegen eine grundsätzlich sinnvolle umwelt- und wasserpolitische Maßnahme aufgebracht hat, wollen CDU und FDP eine für alle Seiten zuverlässige und vor allem bürgerfreundliche Regelung. Die Dichtheitsprüfung wird nicht abgeschafft, die Menschen werden aber auch nicht mehr unter den Generalverdacht gestellt, alle privaten Abwasserleitungen seien undicht. Mit dem Gesetzentwurf von FDP und CDU wird Planungssicherheit geschaffen. Eine Dichtheitsprüfung soll künftig nur noch durchgeführt werden, wenn ein begründeter Verdacht auf eine Boden-, Wasser- oder Umweltverschmutzung vorliegt. In der Praxis werden dies Ausnahmefälle sein. Damit wird die Ausgewogenheit zwischen ökologischer Notwendigkeit und ökonomischer Vernunft wieder hergestellt.

 

Frau Schäfer ist ein Hindernis für den U3-Ausbau, da kann auch kein Krippengipfel drüber hinwegtäuschen – Frau Kraft hat in einem zentralen Feld ihrer Präventionspolitik versagt

 

Frau Schäfer ist ein Hindernis für den U3-Ausbau. Bundesweit ist die Versorgungsquote nirgendwo schlechter als in Nordrhein-Westfalen. Die Investitionsmittel für den Ausbau kommen nicht an. Die Mittelvergabe ist viel zu bürokratisch. Frau Schäfer hat von 1.300 Kita-Bauruinen fabuliert, die es gar nicht gab. Sie hat ohne Grund den vorzeitigen Maßnahmenbeginn gestoppt. Das war eine krasse Fehlentscheidung. Nun fällt ihr das auf die Füße. Ab August 2013 gilt der Rechtsanspruch auf einen U3-Betreuungsplatz und es fehlen immer noch über 40.000 Plätze. Das wird die Landesregierung nicht schaffen. Es hat keinen Sinn, wenn Eltern einen Rechtsanspruch bekommen, den Frau Schäfer nicht erfüllen kann oder will. Sie hat zu viel Zeit vergeudet. Kein Krippengipfel kann darüber hinwegtäuschen. Bei Regierungsübernahme durch CDU und FDP im Jahre 2005 gab es in Nordrhein-Westfalen gerade einmal 11.800 U3-Plätze. Das entsprach einer Betreuungsquote von 2,4 Prozent. Bis 2010 haben wir die Betreuungsquote auf 14 Prozent steigern können. Das war ein immenser Kraftakt. Doch mit dem erneuten Regierungswechsel im Jahre 2010 blieb diese Dynamik auf der Strecke. Die aktuelle U3-Versorgungsquote in NRW liegt bei 15,9 Prozent. Es geht nicht mehr voran, die Dynamik ist weg. Wir wollen, dass die jungen Leute wieder mehr Kinder bekommen. Und wir wollen, dass Mütter so gut es geht im Beruf bleiben. Wenn man das will, dann muss man für den U3-Ausbau und für die nötigen Fachkräfte sorgen. Sonst ist man nicht glaubwürdig. Frau Kraft hat in einem zentralen Feld ihrer Präventionspolitik versagt. Sie redet über Prävention. Aber Sie handelt nicht danach.

 

CDU stellt sich jeder Form von Extremismus und Terrorismus – von links und von rechts entgegen

Die CDU tritt jeder Form von Extremismus und jeder Form von Terrorismus entschlossen entgegen, von rechts wie von links. Wir sind entsetzt über die rechtsextremistischen Straftaten, sie sind eine Schande für Deutschland. Daher begrüßen wir die Einrichtung des Kompetenzzentrums gegen rechten Terror in Köln und in Meckenheim. Auch das Konzept der Einrichtung eines Kompetenzzentrums im Landeskriminalamt findet unsere Zustimmung. Allerdings gibt es in den Vorschlägen des Innenministers noch viel heiße Luft, die mit konkreten Maßnahmen gefüllt werden müsse. Die CDU-Landtagsfraktion bietet hier ihre Hilfe an. Darüber hinaus erwartet die CDU-Landtagsfraktion von Innenminister Jäger, auch den Linksextremismus entschlossen zu bekämpfen. Denn genau hier sehen wir Defizite bei der SPD in Duisburg, deren Unterbezirksvorsitzender Jäger ist. Dort hat die SPD eine Kooperation mit der Linken-Fraktion im Stadtrat. Die SPD kooperiert dort mit einer linken Fraktion, deren Vorsitzender Dierkes jetzt vom renommierten Simon-Wiesentahl-Institut wegen seiner fortwährenden anti-israelischen Äußerungen auf die Liste der zehn schlimmsten Antisemiten und Antiisraeliten gesetzt wurde. Jäger muss für klare Verhältnisse und Abgrenzung sorgen und die Kooperation mit der Linken im Duisburger Stadtrat beenden.

 

Konjunkturprognose des RWI: Landesregierung überlasst industriepolitische Entscheidungen weiterhin lieber den Gerichten

Die grün-rote Landesregierung und ihr SPD-Wirtschaftsminister Voigtsberger haben zum Wirtschaftswachstum in Nordrhein-Westfalen nichts beigetragen. Nach dem jüngsten Konjunkturbericht des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hinkt Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr mit einem Wachstum von 2,8 Prozent hinter dem Bundesdurchschnitt von drei Prozent. Für die Jahreswende 2011/2012 erwartet das RWI eine Stagnation des Wirtschaftsaufschwungs. Doch Initiativen des SPD-Wirtschaftsministers zur Stärkung des Aufschwungs bleiben Fehlanzeige. Minister Voigtsberger überlässt industriepolitische Entscheidungen weiterhin lieber den Gerichten, statt zu handeln und zu entscheiden. Für den Industriestandort NRW bleibt das ein verheerendes Signal an Investoren.

 

NRW-Nichtraucherschutzgesetz hat sich bewährt

Das nordrhein-westfälische Nichtraucherschutzgesetz hat sich bewährt. Es schützt dort, wo der Schutz gebraucht wird, und es lässt die Eigenverantwortung dort, wo die Menschen eigenverantwortlich handeln. Die grüne Gesundheitsministern Steffens holt mit ihrem Entwurf eines Nichtraucherschutzgesetzes dagegen jetzt den großen Dampfhammer heraus und schlägt alles platt, was sich regt. Das entspricht dem Staatsverständnis von SPD und Grünen: Der Staat über alles, der mündige Bürger hintenan. Es war die schwarz-gelbe Landesregierung, die mit ihrem Nichtraucherschutzgesetz das Rauchen in öffentlichen Gebäuden untersagt hat. Wenn es aber nach den Vorstellungen von SPD und Grünen geht, dann kann die Bürgerin oder der Bürger zum Beispiel nicht mehr darüber entscheiden, ob auf seiner privaten Geburtstagsfeier in einem Wirtshaus oder Festzelt geraucht werden darf. Das gleiche gilt für Brauchtumsveranstaltungen. Das ist aus Sicht der CDU-Fraktion ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Wir sind der Ansicht, dass man die Menschen nicht gängeln sollte. Unser Gesetz war und ist ein guter Kompromiss. Man muss daran nichts ändern.

 

Tariftreuegesetz wird Kommunen, Unternehmen, den Mittelstand, Arbeitgeber und Steuerzahler in NRW teuer zu stehen kommen

Eins der historisch schlechtesten Gesetze Nordrhein-Westfalens hat jetzt gegen die Stimmen der CDU den Düsseldorfer Landtag passiert. SPD, Grüne und Linke haben mit dem Tariftreuegesetz ein Bürokratiemonster auf den Weg gebracht, das am Ende viele Verlierer und kaum Gewinner produzieren wird. Das Gesetz wird zu einem Klotz am Bein der Kommunen: Denn Städte und Gemeinden müssen nun einen erheblich höheren Prüf- und damit Bürokratieaufwand bewältigten. Und wenn sich wegen der Komplexität des Gesetzes immer weniger Unternehmen um öffentliche Aufträge bemühen, treibt das die Kosten in die Höhe, weil es keinen tatsächlichen Wettbewerb mehr gibt. Welcher Arbeitnehmer hat denn eigentlich durch das Tariftreuegesetz gewonnen, wenn sich sein Arbeitgeber nicht mehr am Wettbewerb beteiligt, weil der ihm zu kompliziert ist? Die CDU ist gegen Lohndumping und für einen fairen Wettbewerb. Aber vergabefremde Kriterien sind mittelstandsfeindlich. Unser Fazit: Mit diesem Gesetz baut Rot-Grün ein Bürokratiemonster auf, das am Ende alle teuer zu stehen kommen wird: die Kommunen, die Unternehmen, den Mittelstand, die Arbeitnehmer und den Steuerzahler. Bürgerfeindlicher war ein Gesetz in Nordrhein-Westfalen noch nie.

 

Kulturrucksack: Erst mal baut Frau Schäfer Bürokratie auf, denn die Kommunen müssen Kulturrucksackbeauftragte ernennen

Frau Schäfer baut ein Bürokratiemonster auf. Das Geld, das Land und Kommunen dafür in den Kulturrucksack stecken, kann sinnvoller verwendet werden. So hat Ministerin Schäfer beispielsweise erklärt, dass die Städte und Gemeinden so genannte „Kulturrucksackbeauftragte“ ernennen müssen. Hier schafft Frau Schäfer also erst einmal eine Stelle. Dadurch gibt es aber noch kein einziges zusätzliches kulturelles Bildungsangebot für die Jugendlichen. Das Programm hat als Grundlage die Angebote der Kommunen. Frau Schäfer trägt außer Bürokratie und schöne Worte nichts bei.

 

50. Kalenderwoche

Dichtigkeitsprüfung: CDU-Landtagsfraktion will bürgerfreundliche Lösung – Vertrauen in Minister Remmel verloren

Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Aber wir haben auf dem Weg das Vertrauen in Minister Remmel und sein Haus verloren. Das, was zum Schluss aus dem Hause Remmel kam, war und ist nicht bürgerfreundlich. Das ist aber gerade das, was die Maxime des Handelns der CDU-Landtagsfraktion bei der Dichtigkeitsprüfung ist: Sie muss bürgerfreundlich sein. Deshalb werden wir zusammen mit anderen eigene Vorschläge für eine bürger- und umweltfreundliche Dichtigkeitsprüfung erarbeiten. Ein Abwasserrohr muss dicht sein, dieses Prinzip steht unmissverständlich. Was uns aber stört, ist der „Generalverdacht“, unter den Minister Remmel mit seiner Verordnung alle Hausbesitzer in NRW stellt. Denn zurzeit will Minister Remmel Hausbesitzer dazu zwingen, bis zu einem bestimmten Stichtag die Dichtigkeit ihrer Rohre prüfen zu lassen – zum Beispiel unabhängig davon, ob das Haus mit seinen Zu- und Ableitungen erst jüngst erbaut worden oder schon älter ist. Deshalb schlagen wir vor, eine Dichtigkeitsprüfung „bei begründetem Verdacht“ zu fordern, durchführen zu lassen und gegebenenfalls dann zu sanieren. Davon unberührt bleibt die Pflicht zur Prüfung der öffentlichen Kanäle. Die haben einen erheblich höheren Anteil an der Kanalisation. Also lassen wir doch die Kirche im Dorf.

Erhalt kleiner Grundschulen auf dem Land – CDU kommt ihrem Ziel einen Schritt näher

In dieser Woche sind wir unserem Ziel, kleine Grundschulen im ländlichen Raum zu erhalten, ein Stück näher gekommen. Die durch den gemeinsamen Entschließungsantrag ‚Kurze Beine – kurze Wege‘ beschlossenen Eckpunkte zum Erhalt kleiner Grundschulen sind durch das nun vorgelegte Konzept der Landesregierung gut umsetzbar. Eltern, Lehrer und Kommunen bekommen damit eine sichere Grundlage für die zukünftige Entwicklung kleiner Grundschulstandorte. Denn für die Zukunftsentwicklung der ländlichen Regionen unseres Landes ist auch in dieser Frage Verlässlichkeit und Planungssicherheit unerlässlich.

Die Schuldenbremse ist ein positives Signal der Politik an die Bürgerinnen und Bürger – aber SPD und Grüne verweigern sich

In der Anhörung zum Gesetzentwurf der CDU-Landtagsfraktion zur Aufnahme einer Schuldenbremse in die Landesverfassung haben die Sachverständigen unsere Gesetzesinitiative ausdrücklich unterstützt. Wenn wir es unterlassen, die Verfassung zu ändern und damit den Haushaltsgesetzgeber zu binden, erwarten die Sachverständigen, dass wir die Schuldenbremse in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 nicht erreichen werden. Unsere Gesetzesinitiative ist eine gute Basis für eine Verfassungsänderung und ein positives Signal an die Bürgerinnen und Bürger. Nur SPD und Grüne verweigern sich.

 Minderheitsregierung hat von Tariftreue und Vergaberecht keinen blassen Schimmer

In dieser Woche beriet der Ausschuss für Wirtschaft, Mittelstand und Energie den Gesetzentwurf der Minderheitsregierung über die Sicherung von Tariftreue und Sozialstandards sowie fairen Wettbewerb bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Bereits die Anhörung zum Gesetzentwurf im Oktober dieses Jahres hatte klar gezeigt, dass dieser Entwurf nicht durchdacht ist. Durch komplexe Vergabeverfahren wird der bürokratische Aufwand steigen und rechtliche Streitigkeiten werden die Beschwerdekammern beschäftigen. Durch erhöhten Personalaufwand werden sich auch Auftragserteilungen und -abwicklungen verteuern. Kleine und mittlere Unternehmen werden hier ganz klar benachteiligt, weil sie nicht alle Auflagen abbilden können. Kommunen bräuchten ebenfalls mehr Personal, was in Anbetracht der finanziellen Lage vieler Kommunen in NRW nicht realisierbar ist. Die Sachverständigen in der Anhörung kritisierten, dass insbesondere öffentliche Auftraggeber wie die Stadtwerke am Markt benachteiligt würden. Damit wird ihnen in Zeiten der Energiewende die Arbeit erschwert. Die Tarifparteien in NRW würden durch die Planungen geradezu entmündigt. Ein Tariftreue und Vergaberecht soll eine Vorbildfunktion haben. Der Gesetzentwurf wird dem in seiner jetzigen Form nicht gerecht. Deshalb lehnt die CDU-Landtagsfraktion ihn ab.

 Ausstattung der Polizei mit Pfefferspray ist sachgerecht und für die polizeiliche Aufgabenwahrnehmung unverzichtbar

Das Sachverständigengespräch im Innenausschuss zum Antrag der Linken auf Verbot der Verwendung von Pfefferspray durch Polizeibeamte hat einmal mehr das gespaltene Verhältnis der Linkspartei zu Staat und Polizei offenbart. Sowohl das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste als auch die Vertreter der Polizeigewerkschaften haben unmissverständlich klargestellt, dass der Einsatz von Pfefferspray durch unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ausschließlich nach Recht und Gesetz erfolgt. Wie bei dem Einsatz anderer Zwangsmittel auch, sind die Polizeikräfte diesbezüglich streng an den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gebunden und müssen den Einsatz von Pfefferspray zuvor gegenüber den Betroffenen androhen. Die seitens der Linksfraktion aufgestellte Behauptung, wonach es in Deutschland bereits zu mehreren Todesfällen nach Pfefferspray-Einsätzen gekommen sei, wurde von den Sachverständigen in aller Deutlichkeit als ‚falsch‘ zurückgewiesen. Für die CDU-Landtagsfraktion steht fest: Die Polizei in Nordrhein-Westfalen leistet unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit. Dafür gebührt ihr Dank und Anerkennung. Die Linke hingegen versucht einmal mehr, Polizeiarbeit öffentlich zu diskreditieren. Bei Großdemonstrationen wird die Polizei mittlerweile regelmäßig mit Flaschen, Steinen, Feuerwerkskörpern und Baseballschlägern angegriffen. Wer unserer Polizei in dieser Situation den Einsatz von Pfefferspray verbieten will, verkennt die Realitäten. Insgesamt haben die Experten verdeutlicht, dass die Ausstattung unserer Polizei mit Pfefferspray sachgerecht und für die polizeiliche Aufgabenwahrnehmung unverzichtbar ist. Die CDU wird weiterhin an der Seite der Polizei stehen und sich dafür einsetzen, dass unsere Beamtinnen und Beamten die Ausrüstung bekommen, die sie im Einsatz benötigen.

 Kraft muss mit Jäger ein klärendes Gespräch über die Kooperation von SPD und Linken im Duisburger Rathaus führen

Das renommierte Simon-Wiesenthal-Center in Wien hat jetzt den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Duisburger Stadtrat, Hermann Dierkes, auf Platz neun seiner „Anti-Semiten-Liste“ gesetzt. In der Liste werden jährlich Personen aufgeführt, die durch anti-israelische und anti-semitische Beleidigungen aufgefallen sind. Mit diesem Linken-Fraktionschef haben SPD und Grüne im Duisburger Stadtrat eine Vereinbarung unterschrieben. Chef des SPD-Unterbezirks Duisburg ist der NRW-Innen- und Verfassungsschutzminister Ralf Jäger. Es ist an der Zeit, dass Ministerpräsidentin Kraft mit ihrem Parteifreund Jäger ein klärendes Gespräch über die Kooperation von SPD und Linken im Duisburger Rathaus führt.

 RRX: Berlin steht zu den Zusagen, die die Regierung Rüttgers verhandelt und vereinbart hat

Es ist noch nicht lange her, da läuteten SPD und Grüne im nordrhein-westfälischen Landtag schon die Totenglocken für den RRX. Das war wenig hilfreich. Jetzt stellt sich heraus: Berlin steht zu seinen Zusagen, die das Bundesverkehrsministerium seinerzeit mit der Regierung Rüttgers getroffen hat. Deshalb ist es ein Erfolg der damaligen CDU-geführten Landesregierung, wenn der RRX auf der Ausgabenliste des Bundes steht. Sie war es, die mit dem Bundesverkehrsministerium vereinbart hat, den RRX in mehrere Abschnitte zu unterteilen. Die rot-grüne Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen aus SPD und Grünen haben rein gar nichts zur Realisierung des RRX beigetragen. Stattdessen kam Störfeuer, insbesondere von den verkehrspolitischen Sprechern von SPD und Grünen, Ott und Klocke. Der Bund steht jedoch zum RRX. Das zeigt, wie gut die Vorgängerregierung verhandelt hat. Der RRX ist ein Erfolg der nordrhein-westfälischen CDU.

Hochschulen wollen Autonomie und Hochschulräte behalten

Die Hochschulen wollen ihre Autonomie behalten. Und sie wollen auch die Hochschulräte behalten. Das haben die Kanzler und Rektoren der nordrhein-westfälischen Hochschulen im Düsseldorfer Landtag klipp und klar deutlich gemacht. Hier war das „Gesetz zur Abschaffung der Hochschulräte“ Gegenstand einer Expertenanhörung vor dem Wissenschaftsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Die Hochschulräte hätten sich bewährt, so die Kanzler und Rektoren in der Anhörung. Ihre Abschaffung werde zu einem Nachteil für die NRW-Hochschulen führen. Offenbar auf Druck ihrer eigenen Klientel wollen SPD und Grüne die Kompetenzen der Hochschulräte einschränken. Sie wollen zurück in die Strukturen an den NRW-Hochschulen, wie wir sie bis vor fünf Jahren hatten. Der Weg zurück in die alte Gremienhochschule ist aber nicht der Weg in die Zukunft. Der Weg in die Zukunft der NRW-Hochschulen war und ist das Hochschulfreiheitsgesetz, dass die Regierung Rüttgers auf den Weg gebracht hat und das Anerkennung weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens gefunden hat.

49. Kalenderwoche

CDU-Positionspapier zur Inklusion: „Teilhabe erfordert Qualität“

Die CDU-Landtagsfraktion hat jetzt ihr Positionspapier zur Inklusion im Bereich Schule mit dem Titel „Teilhabe erfordert Qualität“ vorgestellt. Wir wollen, dass Menschen mit Behinderungen mitten unter uns leben. Warum soll das also bei Schulen anders sein? Am Ende des Weges wird eine vollständige Inklusion von Menschen mit Behinderungen stehen. Und das wollen wir auch. Aber Inklusion ist nicht in ein oder zwei Schuljahren zu schaffen. Das wird ein längerer Prozess. Das Positionspapier der CDU-Landtagsfraktion läutet das Grundthema „Qualität an unseren Schulen“ ein, das die politische Diskussion in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Monaten bestimmen wird. Die CDU legt Wert darauf, dass die Qualität, die durch die Förderschulen gesetzt worden ist, auch in den Regelschulen den Maßstab bildet. Wir wollen keine „Billig-Inklusion“. Die Qualität der Förderung eines jeden Kindes steht im Vordergrund. Es ist nichts gewonnen, wenn uns die Talente unserer Kinder abhandenkommen. Deshalb mahnt die CDU-Landtagsfraktion einen ehrlichen und realistischen Zeitplan an. Denn die Umstrukturierung ist eine Riesenherausforderung für alle Beteiligten und das System. Mit mehr Anreizsystemen sowie Vorreiterschulen will die CDU-Landtagsfraktion die Inklusion auf den Weg bringen. So schaffen wir Akzeptanz, gewinnen gleichzeitig auch Zeit, um die anderen auf die Inklusion vorzubereiten. Denn damit Inklusion an Schulen gelingen kann, müssen alle Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinen Schulen, die inklusiv unterrichten, darauf vorbereitet werden. Wir müssen sie fortbilden. Weil Qualität auch in einem inklusiven Bildungssystem Priorität hat, fordert das Positionspapier der CDU-Landtagsfraktion des Weiteren eine personelle Doppelbesetzung in Inklusionsklassen und dass Sonderpädagogen Teil des Regelschulkollegiums sind. Inklusion gelingt nur, wenn alle Lehrkräfte in den Umstrukturierungsprozess gleichberechtigt eingebunden werden. Die CDU-Landtagsfraktion verkennt nicht, dass es Vorbehalte gegen Inklusion gibt. Eltern von Kindern mit Behinderungen sorgen sich, dass ihre Kinder einen Schutzraum verlieren. Eltern von Kindern an allgemeinen Schulen sorgen sich, dass ihre Kinder im inklusiven Unterricht unterfordert würden. Doch die Vorbehalte schwinden, und wir erleben, dass Lehrerinnen und Lehrer sehr offen sind für Inklusion. Die Christdemokraten fordern die Landesregierung jetzt auf, zeitnah ein Umsetzungskonzept mit konkretem Zeitplan und Berechnungen der entstehenden Kosten für oben genannte Maßnahmen vorzulegen. Die für die Umsetzung der Inklusion im Bereich Schule notwendigen finanziellen Mittel sind unter Beachtung des ab dem Jahr 2020 grundgesetzlich verankerten Verschuldungsverbots zu erbringen.

CDU fordert Konversionsfonds für die von der Strukturreform der Bundeswehr betroffenen Städte und Gemeinden

Die Garnisonstädte haben in den vergangenen Jahrzehnten ihren Beitrag für die Sicherheit der Menschen in Deutschland geleistet. Jetzt darf die Allgemeinheit sie auch nicht alleine lassen. Im Landtag diskutierten in dieser Woche die Abgeordneten über den Antrag der CDU-Landtagsfraktion: „Bundeswehr-Strukturreform in Nordrhein-Westfalen gestalten“. Darin hat die CDU-Landtagsfraktion sechs Forderungen an die grün-rote Landesregierung in Düsseldorf aufgestellt, die von einer Bundesratsinitiative zur Änderung des Baugesetzbuches über den Appell an die Bundesregierung für eine unbürokratische und zügige Übergabe der Konversionsflächen bis hin zur Bildung eines Landeskonversionsfonds reichen. Wir verfügen an den Garnisonstandorten über eine hervorragende und zum Teil modernisierte Infrastruktur. Es macht keinen Sinn, diese Infrastruktur verrotten zu lassen, nur weil sie im Außenbereich liegt. Und an anderen Orten versiegeln wir viel Fläche, um darauf Gewerbe anzusiedeln. Hier ist auch das Land Nordrhein-Westfalen gefordert. Die Kommunen können die Aufgaben, die durch die Bundeswehr-Strukturreform auf sie zukommen, nicht alleine lösen. Sie brauchen die Hilfe des Bundes, aber auch des Landes. Ministerpräsidentin Kraft muss einen Konversionsfonds auflegen. Die CDU-Landtagsfraktion zeigt Wege auf, wie den betroffenen Städten und Gemeinden geholfen werden kann. Wir appellieren an SPD, Grüne und die Landesregierung, mit der CDU und den Kommunen diesen Weg zu gehen.

Wenn Minister Voigtsberger das Baustellenmanagement aus dem Ruhesessel organisiert, muss man sich über Schlafbaustellen nicht wundern

Wenn Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Voigtsberger das Baustellenmanagement zur Chefsache erklärt, dann müssen sich die Autofahrerinnen und Autofahrer in NRW ernsthafte Sorgen um den Straßenzustand machen. Denn Voigtsberger hat das Baustellenmanagement  vor wenigen Tagen zur Chefsache erklärt. Wenn Voigtsberger das Baustellenmanagement aus seinem Ruhesessel heraus organisiert, den er sich kurz nach seinem Amtsantritt auf Kosten des Steuerzahlers für 1750 Euro anschaffen ließ, dann muss man sich über Schlafbaustellen nicht wundern. Die Frage, warum ein Verkehrsminister, der behauptet, sein Arbeitsplatz sei das Auto, einen Ruhesessel braucht, wollen wir jetzt einmal außen vor lassen. Und interessiert vielmehr, warum Minister Voigtsberger innerhalb von nur vier Tagen zu ganz unterschiedlichen Einschätzungen kommt: So erklärte der NRW-Verkehrsminister am 29. November: „Auf nordrhein-westfälischen Baustellen wird ordentlich gearbeitet, Schlafbaustellen gibt es nicht.“ Zwei Tage später ließ er verlauten, dass der von den Bürgern festgestellte Sachverhalt meist auf Unkenntnis beruhe. Und wieder einen Tag später am 2. Dezember erklärte er: „Das Baustellenmanagement ist Chefsache, die Schlafbaustellen nur ein Teilaspekt.“ Wenn der NRW-Verkehrsminister darüber hinaus einräumen muss: „Ich selbst habe an Herrn Ramsauer gar nicht geschrieben, die Fachbereiche haben sich untereinander ausgetauscht“ und daraus den Schluss zieht, „das ist ein bisschen unglücklich gelaufen“, dann muss man sich schon fragen: Wer eigentlich hat im Hause Voigtsberger das Sagen?

Castoren in Jülich: Landesregierung bleibt die Antwort schuldig, ob sie dort ein zweites atomares Zwischenlager plant

Just zu dem Zeitpunkt, als der letzte Castortransport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague nach Gorleben rollte, bringt die rot-grüne Minderheitsregierung Atommülltransporte aus dem Forschungszentrum Jülich ins westfälische Ahaus ins Gespräch. Nach der Atomkugel-Affäre, die SPD-Wissenschaftsministerin Schulze wenige Tage nach Fukushima ins Rollen brachte, ist das jetzt der zweite Versuch, massiv die Ängste der Menschen zu schüren. Die Landesregierung beweist wieder einmal, dass sie es mit Recht und Gesetz nicht sehr genau nimmt. Der für die Atomaufsicht zuständigen SPD-Wirtschaftsminister Voigtsberger hat bisher überhaupt keinen Beitrag zu einer Lösung für die im Forschungszentrum gelagerten Castoren geleistet. Im Gegenteil: Er hat keinen Finger gerührt, dafür aber im Plenum viel heiße Luft verblasen. So hat die Landesregierung im Aufsichtsrat des Forschungszentrums zwei Sitzungen im Oktober des vergangenen Jahres und im Mai dieses Jahres verstreichen lassen, ohne das Thema überhaupt anzudiskutieren. Aber schon im Februar dieses Jahres kündigte Voigtsberger im Landtag an, eine Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag gegeben zu haben. Und plötzlich, in der Sitzung am 30. November – der Castor aus La Hague hatte gerade unter vielen, auch gewalttägigen Protesten Gorleben erreicht – zaubert die Landesregierung in der Aufsichtsratssitzung des  Forschungszentrums ohne Vorankündigung einen Antrag aus dem Hut. Ein Schelm, wer da nach dem Skandal der Atomkugel-Affäre von Frau Schulze nichts Böses denkt. Die SPD-geführte Landesregierung hat zugesehen, wie zwei Züge aufeinander zurollen. Und heute machen sie in Empörung. Die Landesregierung muss sagen, was sie will. Denn die Genehmigung für die atomare Lagerung in Jülich läuft 2013 aus. Wenn SPD und Grüne wollen, dass der Müll in Jülich bleibt, müssen sie das in die Wege leiten. Dann müssen sie den Menschen sagen, dass sie neben Lublin, Gorleben und Ahaus ein viertes Zwischenlager für atomaren Müll in Deutschland und das zweite Zwischenlager in Nordrhein-Westfalen etablieren wollen. Wenn sie das nicht hinkriegen, tragen sie die Verantwortung für den Transport nach Ahaus.

Das kommunale Herz kollabiert an der geplanten Hilfe der Landesregierung

Gegen alle Widersprüche, nicht zuletzt aus den eigenen Reihen, haben SPD, FDP und Grüne in dieser Woche ihr umstrittenes „Stärkungspaktgesetz“ zur Unterstützung 34 notleidender Kommunen im Landtag durchgeboxt. Die CDU stimmte dagegen. Damit treibt Rot-Grün-Gelb einen Keil in die kommunale Familie. Die Hilfe des Landes greift zu kurz, ist intransparent bei Auswahl- und Verteilungskriterien und wird am Ende wegen zu geringer Finanzausstattung nicht nachhaltig helfen. Neben den 34 benannten Kommunen gibt es über 66 weitere Städte und Gemeinden, die weit über dem NRW-Durchschnitt von  3.200 Euro Schulden pro Einwohner liegen. Diese große Anzahl an benachteiligten Kommunen protestiert zu Recht gegen ihre Nichtbeteiligung. Doch die Landesregierung hat dieses Gesetz mit  der gewohnten Arroganz durchgezogen. Dabei wird die Meinung von Experten vollkommen ignoriert. Das CDU-Konzept hingegen hat Kritik und Anregungen aufgegriffen und in ein schlüssiges Konzept umgesetzt. Unser Konzept für eine Zins- und Entschuldungshilfe ist erheblich nachhaltiger angelegt, nimmt mehr Geld in die Hand und hilft neben den 34 Kommunen den weiteren 104 notleidenden Städten und Gemeinden in NRW.  Die Forderung der Kommunen nach mehr Hilfe für alle finanziell notleidenden Kommunen wird die CDU-Landtagsfraktion weiter unterstützen und kommunale Politik in NRW so in die richtige Richtung lenken. Denn wenn das Land diese Probleme nicht löst, dann machen es die Banken. Das kommunale Herz kollabiert an der geplanten Hilfe der Landesregierung.

Richtigen Umgang mit Antibiotika in der Tierhaltung sicherstellen

Gesundheit ist das höchste Gut, sowohl für Menschen als auch für Tiere. Die CDU-Landtagsfraktion will dieses Gut mit allen Kräften schützen und jede Missachtung streng bestrafen. Wenn es in der Hähnchenmast einen massiven Einsatz von bis zu acht verschiedenen Antibiotika gibt, dann ist das für die CDU-Landtagsfraktion nicht akzeptabel. Antibiotika sind das schärfste Schwert im Kampf gegen Bakterien. Ein wissentlich falscher Einsatz ist nicht hinnehmbar. Hier müssen alle Beteiligten eine besondere Sorgfalt mit den Medikamenten an den Tag legen. Die CDU im Düsseldorfer Landtag will eine fachliche Debatte führen.  Die Grünen hingegen instrumentalisieren das Thema. Durch bewusste Unschärfen und Verallgemeinerungen werden pauschal alle Landwirte, Veterinäre und Aufsichtsbehörden unter Generalverdacht gestellt, sie handelten nicht rechtmäßig. Das ist unredlich. Die CDU-Fraktion hinterfragt die Produktionsprozesse kritisch und will mit allen Beteiligten vernünftige Strategien für die Zukunft erarbeiten. Das Verhalten der Landesregierung macht diese Anstrengungen zunichte. Frau Bundesministerin Ilse Aigner, hat bereits ein umfassendes Maßnahmenpaket mit konkrete Verbesserungsvorschlägen auf den Tisch gelegt hat. Diesem sollte sich die Landesregierung anschließen. Wir brauchen koordinierte und grenzüberschreitende Maßnahmen und keine Alleingänge.

Erfahrungen mit dem neuen Gebührenmodell sorgfältig prüfen

Um eine im Falle der Ablehnung drohende Gebührenerhöhung zu vermeiden, hat die CDU-Landtagsfraktion der Neuordnung des Rundfunkstaatsvertrags zugestimmt. Damit wird ein Gebührenmodell beendet, das für den heutigen Medienkonsum nicht mehr zeitgemäß ist und zu viele Ungleichbehandlungen duldet. Wir nehmen Schwarzsehern und -hörern mit der Novellierung die Möglichkeit, gesetzestreue Beitragszahler zu benachteiligen. Für die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen stellen wir gleichbleibende Beiträge sicher. Eine weitere Erhöhung der Rundfunkgebühren will die CDU-Landtagsfraktion unbedingt vermeiden. Die kritische Haltung der Fraktion gegenüber einzelnen Bestandteilen des Staatsvertrags hat die CDU in einem Entschließungsantrag umgesetzt. Es ist erforderlich, die Auswirkungen des Staatsvertrages zu evaluieren und gegebenenfalls anzupassen. Wir werden den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit geben, uns ihre Erfahrungen mit dem neuen Gebührenmodell mitzuteilen und diese der Regierung in der Evaluierungsphase mit auf den Weg geben. Die CDU-Fraktion hat hierzu eine eMail-Adresse eingerichtet – Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. – und bittet die Bürger und Bürgerinnen, die auftretenden Probleme des neuen Systems mitzuteilen.

47./48. Kalenderwoche

Stärkungspaktgesetz ist ein fauler Kompromiss

Das in dieser Woche gemeinsam von SPD, Grünen und FDP vorgestellte Paket ist ein fauler Kompromiss. Bereits der erste Entwurf der Landesregierung ist von den Experten in der Anhörung im Kommunalausschuss in der Luft zerrissen worden. Durch die Verhandlungen mit der FDP ist er nicht besser geworden. SPD, Grüne und FDP haben getrickst. Sie haben das Problem der Abundanzumlage nicht gelöst, sondern lediglich auf 2013/2014 verschoben. Dass die Liberalen diesen faulen Kompromiss mittragen, zeigt, dass die FDP in Nordrhein-Westfalen kommunalpolitisch kaum verhaftet ist.

Die sichere Lagerung von Atommüll liegt in der Verantwortung des grünen NRW-Umweltministers Remmel

Die sichere Lagerung von Atommüll liegt in der Verantwortung der grün-roten Landesregierung in Düsseldorf. Herr Remmel ist derjenige, der jetzt eine Vereinbarung aufkündigt, die seit langem feststeht. Die Landesregierung hat über Monate fahrlässig dabei zugesehen, wie zwei Züge aufeinander zurasen und beklagt das jetzt. Das ist nicht redlich. Statt Nebelkerzen in Richtung Berlin zu werfen und Krawalle herbei zu reden, sollte Herr Remmel sich der Verantwortung stellen. Die Grünen wollten die Minderheitsregierung mit der SPD, jetzt sollen sie auch regieren. Die Genehmigung für die Lagerung atomarer Abfälle in Jülich läuft 2013 aus. Das ist der grün-roten Landesregierung seit langem bekannt, wie auch die Kabinettvorlage aus dem Januar dieses Jahres beweist. Das NRW-Wirtschaftsministerium, zu dem auch die Atomaufsicht gehöre, tritt seitdem auf der Stelle. Wer neben Ahaus ein zweites Zwischenlager in Jülich möchte, der muss das den Menschen ehrlich sagen und genau das tut Herr Remmel eben nicht. Das Ende der Atomkraft in Deutschland haben die Christdemokraten eingeläutet. Jetzt muss nach Recht und Gesetz und in größtmöglicher Sicherheit der Atomabfall behandelt werden. Der größte Unsicherheitsfaktor bei den Transporten sind die militanten Demonstranten und Störer. Angesichts sinkender Umfragewerte kämpft Herr Remmel die alten Schlachten und versucht, die alten Feindbilder wieder zu beleben.

14 Milliarden Euro neue Schulden bis 2015 – Unter Schuldenkönigin Kraft gerät NRW immer mehr ins Hintertreffen

Schuldenkönigin Kraft führt NRW weiter auf der Verliererstraße. In Bayern hat das Landeskabinett jetzt nicht nur beschlossen, in 2012 keine Kredite mehr aufzunehmen. Vielmehr kündigte Bayerns CSU-Ministerpräsident Seehofer an, dass sein Land im kommenden Jahr 250 Millionen Euro Schulden zurückzahlen wird. Und NRW? Neue Kredite ohne Ende: Sie summieren sich nach der mittelfristigen Finanzplanung der grün-roten Minderheitsregierung von 2012 bis 2015 auf 14 Milliarden Euro! 2017 noch will Frau Kraft unter zwei Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Unter Frau Kraft gerät Nordrhein-Westfalen immer mehr ins Hintertreffen. Entgegen ihren Beteuerungen in einem Spiegel-Interview spart Frau Kraft eben nicht, wo sie kann. Schon gar nicht beim Personal. Im Gegenteil: Die Personalausgaben steigen laut ihrer mittelfristigen Finanzplanung pro Jahr um rund 800 Millionen Euro. Und wenn Frau Krafts beklagt, dass der Bund den Ländern dauernd Steuereinnahmen wegnehme, dann will sie uns offenbar einen Bären auf die Nase binden. Denn NRW hat die höchsten Steuereinnahmen aller Zeiten. Doch die Schuldenkönigin lebt weiter kräftig auf Pump.

Beim so genannten Feuerwehrführerschein steht die SPD weiter auf dem Schlauch

Ein Jahr hat die SPD im Düsseldorfer Landtag nun gebraucht, um die Brisanz in der Frage des so genannten Feuerwehrführerscheins zu erkennen. Die CDU-Landtagsfraktion hatte dagegen schon Anfang des Jahres in einem Antrag (Drs. 15/1973) zur Eile gedrängt und über eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes eine gute Lösung aufgezeigt. Doch damals stießen wir bei SPD und Bündnisgrünen auf taube Ohren. Im Laufe dieses Jahres hat die CDU im Düsseldorfer Landtag immer wieder aufs Neue Vorstöße unternommen, dass die grün-rote Landesregierung ihre Hausaufgaben in Sachen Feuerwehrführerschein macht. So haben wir sie im März aufgefordert, endlich zu handeln, nachdem der Verkehrsausschuss des Bundestages den Weg für einen Feuerwehrführerschein frei gemacht hat. Doch Rot-Grün tat wieder nichts. Im Gegenteil: Im Bundesrat hat die SPD-geführte nordrhein-westfälische Landesregierung die Initiative etwa von Bayern abgelehnt. Andere Sozialdemokraten wie etwa Ministerpräsident Beck aus Rheinland-Pfalz waren da vernünftiger. Im Juli dann ein erneuter Versuch der CDU-Landtagsfraktion. Anlass war eine Anhörung im Düsseldorfer Landtag, bei der sich Hilfsorganisationen wie das DRK, Malteser, Johanniter, die DLRG, das THW aber auch der Städte – und Gemeindebund sich für den Feuerwehrführerschein stark machten. Auch sie liefen bei Rot-Grün ins Leere. Und im November setzten SPD und Grüne im Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags das Thema ohne Beratung von der Tagesordnung ab. Fazit: SPD und Grüne haben ein Jahr lang mächtig auf dem Schlauch gestanden. Und sie stehen immer noch auf dem Schlauch. Denn das, was die SPD heute vorgelegt hat, hilft den Freiwilligen in den Hilfsdiensten kaum.

ÖPNV: Rot-Grün versteckt sich hinter einer „Zukunftskommission“ mit Leuten, die die Zukunft längst hinter sich haben

Seit Monaten warten wir auf die Einbringung des ÖPNV-Gesetzes. Doch da herrscht vollständige Funkstille. Stattdessen zaubern der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Voigtsberger und sein Parlamentarischer Staatssekretär Becker jetzt eine so genannte „Zukunftskommission“ aus dem Hut. Bei der ÖPNV-Novelle scheint es derart zu haken, dass die rot-grüne Spitze im NRW-Verkehrsministerium noch mehr Zeit braucht und dieses Defizit mit der Einberufung eines Arbeitskreises kaschieren will.“ Schon vor Monaten hat die Expertenanhörung im Düsseldorfer Landtag zur ÖPNV-Novelle stattgefunden. Seit eineinhalb Jahren gehen SPD und Bündnisgrüne jeder sachlichen Diskussion beim Thema ÖPNV-Infrastruktur und Straßenbau systematisch aus dem Weg. Stattdessen verstecken sie sich hinter einer „Zukunftskommission“ mit einer rot-grünen Spitze aus einer ehemaligen Grünen Fraktionsvorsitzenden und einem ehemaligen roten Verkehrspolitiker – also mit Leuten, die die Zukunft längst hinter sich haben. Von Neutralität keine Spur. Hier soll offenbar auf Landeskosten knallharte Parteipolitik gemacht werden.

Sachverständige äußern massive Kritik an Verbandsklagerecht

Die Anhörung im Umweltausschuss bestätigt unsere Bedenken gegen die Einführung eines solitären neuen Klagerechts. Die Sachverständigen haben eindrucksvoll dargelegt, dass es erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken gibt. Die Folgen für sämtliche Bereiche, die mit Tieren umgehen, sind unabsehbar und führen zu großer Unsicherheit. Das gilt für zoologische Einrichtungen, Wirtschaft, Forschung und die Landwirtschaft. Und den Kommunen werden Mehraufgaben aufgeladen, ohne dass die finanzielle Ausstattung durch das Land angepasst wird. Für die CDU-Landtagsfraktion steht fest, dass wir dieses Gesetz ablehnen werden, da es keinen zusätzlichen Nutzen für den Tierschutz bietet. Es handelt sich um ein rein grünes Symbolthema. Minister Remmel führt einen Kampf mit undifferenzierten Werkzeugen gegen alle, die mit Tierhaltung zu tun haben. Die CDU-Fraktion will, dass diejenigen, die gegen die bereits heute existierenden strengen Auflagen des deutschen Tierschutzrechts verstoßen, hart bestraft werden. Das muss der zuständige Fachminister aber auch politisch und administrativ durchsetzen.

Landesregierung muss Parlament endlich zur Strukturförderung unterrichten

Eine Landesregierung, die dem Parlament seit Monaten Informationen zur Ausgestaltung des laufenden NRW-EU-Ziel-2-Programmes schuldig ist, sollte bei der Kritik Dritten gegenüber vorsichtig sein. Die im August schriftlich angekündigte Unterrichtung des Parlaments durch Wirtschaftsminister Voigtsberger ist bis heute nicht erfolgt. Es steht noch nicht einmal ein Termin fest. Die CDU-Landtagsfraktion fordert die Landesregierung auf, endlich für die Beibehaltung und zügige Umsetzung der innovativen Wettbewerbsverfahren zur Vergabe der NRW-EU-Ziel2-Mittel Farbe zu bekennen. Bis zum Ende der laufenden Fördermittelperiode in 2013 sind laut Landesregierung noch 580 Millionen zu vergeben. Diese 580 Millionen müssen zu möglichst großen Teilen im Wettbewerb um die besten Ideen für unser Land vergeben werden. Stattdessen setzt die Landesregierung die Leitmarktwettbewerbe aus, informiert das Parlament trotz Ankündigungen nicht und versucht durch Kritik gegenüber Brüssel von den eigenen Versäumnissen abzulenken.

 

46. Kalenderwoche

Mittelfristige Finanzplanung: Statt die Schulden zu bremsen, gibt Rot-Grün weiter Gas

Wie malt ein nordrhein-westfälischer Finanzminister sich die Wirklichkeit schön? Er träumt von ständig steigenden Steuereinnahmen. Das war bei SPD-Finanzminister Dieckmann so. Das ist beim heutigen SPD-Finanzminister Walter-Borjans so. Und weil bei Walter-Borjans das Märchen an die Stelle der Realität tritt, gibt er auch weiterhin viel Geld aus, statt auf die Bremse zu treten. Auch das ist ein Märchen: Die Landesregierung Kraft spart nicht, sie gibt vielmehr weiter Gas beim Geldausgeben. Finanzministers Walter-Borjans plant bis 2015 mit rund 5,2 Milliarden Euro Steuermehreinnahmen (von 43,1 Milliarden Euro in 2012 auf 48,3 Milliarden Euro in 2015). Gleichzeitig weitet der Minister das Volumen des Haushalts um 4,7 Milliarden Euro aus (von 58,4 Milliarden Euro in 2012 auf 63,1 Milliarden Euro in 2015). Faktisch bleiben von den Steuermehreinnahmen, wenn sie denn überhaupt so eintreffen, bis 2015 unter dem Strich eine halbe Milliarde Euro übrig. Da verwundert es auch nicht weiter, dass in der Pressemitteilung des NRW-Finanzministeriums zur Mittelfristigen Finanzplanung das Wort „Sparen“ nicht vorkommt. Entsprechend steigt zum Beispiel die Personalausgabenquote von 38,2 Prozent in 2012 auf 39 Prozent in 2015, das allein entspricht einem jährlichen Zuwachs der Personalkosten von rund 800 Millionen Euro. Die Schuldenbremse rückt für NRW in immer weitere Ferne.

Antibiotikaeinsatz in der Geflügelzucht: Sollten bestehende Strukturen nicht stimmen, müssen wir sie ändern

Der Arzneimitteleinsatz ist ein wichtiger Indikator dafür, ob die Rahmenbedingungen in einer Tierhaltung in Ordnung sind. Wenn mehr als 96 Prozent der Masthähnchen innerhalb ihrer kurzen Lebenszeit krank oder so anfällig sind, so dass sie zum Teil mehrfach mit Antibiotika behandelt werden, dann ist etwas nicht in Ordnung. Wir werden die Ergebnisse der Studie des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW genau prüfen. Wir wollen keine pauschalen Urteile oder Verurteilungen. Wir müssen uns sehr genau anschauen, wie moderne Tierhaltung funktioniert und wie Tierärzte und Landwirte zusammen arbeiten. Hier brauchen wir mehr Transparenz. Wenn die Verantwortung des einzelnen Landwirts für das, was in seinem Betrieb mit den Tieren geschieht, eingeschränkt wird oder verloren geht, dann geraten wir auf eine schiefe Bahn. Arzneimittel darf es nur in Ausnahmefällen geben. Sollten bestehende Strukturen nicht stimmen, müssen wir sie ändern.

Bildungsstreiks: Seit Frau Kraft Ministerpräsidentin ist, haben sich die Studienbedingungen an den NRW-Hochschulen verschlechtert

Fakt ist: Die nordrhein-westfälischen Hochschulen erhalten heute von der grün-roten Minderheitsregierung weniger Geld, als sie über Studienbeiträge einnehmen könnten. Bei manchen Hochschulen summieren sich die fehlenden Zuweisungen des Landes auf Millionenbeträge. Damit hat Ministerpräsidentin Kraft ein zentrales Wahlkampfversprechen gebrochen. Denn im Landtagswahlkampf im Frühjahr 2010 hatte Frau Kraft versprochen, die Studienbeiträge abzuschaffen, gleichzeitig den Hochschulen die dadurch wegfallenden Beiträge vollständig aus Steuermitteln zu kompensieren. Wenn die Studentinnen und Studenten deshalb jetzt auf die Straße gehen, dann protestieren sie auch gegen Frau Kraft und ihr gebrochenes Wahlkampfversprechen. Durch die rot-grüne Landesregierung werden die Studienbedingungen an den nordrhein-westfälischen Hochschulen verschlechtert.

Die Stärkung der hausärztlichen Versorgung liegt auf Eis: Frau Steffens, das grenzt an Arbeitsverweigerung

Keinen Finger hat die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin bisher gerührt, um die hausärztliche Versorgung im Land zu verbessern. Es reicht eben nicht, in Sonntagsreden ein menschlich und sozial ausgerichtetes Gesundheitswesen zu fordern, selbst aber keinerlei Aktivitäten zu entwickeln, dieses Gesundheitssystem auch zu erreichen. Auch bei der Krankenhausplanung glänzt die grüne Gesundheitsministerin durch Untätigkeit. Zunächst hat Frau Steffens die Fortschreibung für das Frühjahr 2011 zugesagt. Jetzt heißt es: Ende 2012. Frau Steffens: Das grenzt an Arbeitsverweigerung! Dagegen hat das CDU-geführte Gesundheitsministerium in Düsseldorf in der vergangenen Legislaturperiode mit dem Hausarztaktionsprogramm ein sehr erfolgreiches Instrument zur Verbesserung der medizinischen Versorgung insbesondere auf dem Land geschaffen. Frau Steffens, werden Sie endlich aktiv und setzen Sie das Programm fort. Wir brauchen die Mediziner. Wenn die Landesregierung sich aber heute verweigert und ihre Verantwortung nicht wahrnimmt, werden das in ein paar Jahren die kranken Menschen insbesondere auf dem Land immer stärker zu spüren bekommen. Deshalb muss Frau Steffens jetzt ihre Arbeitsverweigerung aufgeben.

Ministerin Schäfer muss monatlich Rechenschaft über ihre U3-Ausbauschritte vorlegen

Der U3-Ausbau hält die Kommunen in Atem. Das aktuell vorhandene Angebot und die Zielmarke, die bis 2013 erreicht werden muss, klaffen weit auseinander. Um von der derzeitigen Betreuungsquote von 15,9 Prozent auf 32 Prozent zu kommen, muss noch viel passieren. Eltern, die sehnlichst auf einen Betreuungsplatz warten, brauchen endlich Verlässlichkeit. Angesichts der unbefriedigenden Situation beim U3-Ausbau muss alles dafür getan werden, dass junge Eltern nicht leer ausgehen, wenn es um ihre individuelle Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Damit die Ausbaudynamik zunimmt, müssen Frau Schäfer und diese Landesregierung zwingend ihre Prioritäten überdenken und eine Beitragsfreiheit in Kitas hinten anstellen. Was wir brauchen sind Lösungen – und zwar schnell. Der Ausbau muss energisch vorangetrieben werden. Vor allem auch deshalb, weil wir bereits heute wissen, dass das aktuell anvisierte Ausbauziel kleiner ist als der tatsächliche Betreuungsbedarf. Unter diesen Gesichtspunkten droht die Gefahr, dass Eltern, die 2013 ihren Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz nicht einlösen können, diesen einklagen werden. Dies hätte für alle Beteiligten fatale Folgen. Deshalb ist die Absicht der Bundesfamilienministerin zu begrüßen, die auf eine verschärfte Ausbaukontrolle abstellt. So sollen die Bundesländer gezwungen werden, monatlich Rechenschaft über ihre Ausbauschritte vorzulegen. Es reicht nicht, einmal im Jahr auf die Kita-Statistik zu schauen.

Verkehrsinfrastruktur: Dank Rot-Grün werden die Bundesmittel überall verbaut – nur nicht in NRW

Wenn diese Landesregierung dringend nötige Straßenbauprojekte wegen fehlender Planungen aus der Liste streicht, ist das fatal für Mensch und Industrie in NRW. Damit haben sie keine Chance realisiert zu werden, auch wenn der Bund wie jetzt kurzfristig eine Milliarde Euro zusätzlich für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland zur Verfügung stellt. Bereits vor sieben Jahren, ebenfalls unter einer rot-grünen Landesregierung, gab es lediglich einen einzigen Planfeststellungsbeschluss in Nordrhein-Westfalen. Mit der Folge, dass die Bundesgelder für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an Nordrhein-Westfalen vorbeiflossen. Zum Vergleich: Unter der Regierung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und seinen Verkehrsministern Oliver Wittke und Lutz Lienenkämper wurden in Nordrhein-Westfalen zwischen 2005 und 2009 insgesamt 50 Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Bei der jetzigen planungslosen Vorgehensweise der grün-roten Minderheitsregierung werden die Bundesmittel überall verbaut – nur nicht in NRW.

45. Kalenderwoche

Auch beim Haushaltsentwurf 2012 bleibt Frau Kraft Schuldenkönigin

Frau Kraft spricht mit zwei Zungen. Der SPD-Bundesvorsitzende Gabriel fordert in Berlin, dass die Steuermehreinnahmen in den Abbau der Neuverschuldung fließen. Seine Stellvertreterin im Bundesvorsitz, Frau Kraft, bleibt dagegen in Düsseldorf die Schuldenkönigin. Sie plant 2012 vier Milliarden neue Schulden, obwohl sie drei Milliarden mehr Steuern einnimmt als dieses Jahr. Wenn Frau Kraft also nächstes Jahr 3,4 Milliarden mehr ausgeben will als dieses Jahr, dann ist das Politik auf Pump. Der Haushaltsentwurf 2012 ist der Beweis dafür, dass Frau Kraft weder den Willen noch die Energie hat, ernsthaft zu sparen. Die Stagnation beim Stellenabbau ist ein weiterer Beleg dafür. Die Landesregierung hat keinen Plan, wie sie das Land Nordrhein-Westfalen aus der Schuldenspirale befreien kann. So wird das nix mit der Schuldenbremse, Schuldenkönigin Kraft!

Landesregierung muss ihr Konzept zur Unterstützung der Kommunen grundlegend ändern

Wenn die Landesregierung nach der Anhörung im Ausschuss für Kommunalpolitik ihr Konzept zur Unterstützung der Kommunen bei der Haushaltskonsolidierung nicht grundlegend ändert, dann hat sie den Schuss nicht gehört. Das Konzept der Landesregierung greift zu kurz, die Zielsetzung ist verfehlt, sämtliche Bestandteile bleiben hinter den Erwartungen zurück. Auch die Abudanzabgabe wurde rundweg abgelehnt. Stattdessen empfehlen die Kommunalexperten der Landesregierung und SPD-Kommunalminister Jäger, die zweite Stufe seines Konzeptes zurückzuziehen und komplett zu überarbeiten. Notwendig sind laut Experten ein hinreichendes Finanzvolumen und für die Kommunen erreichbare Konsolidierungsziele. Sonst, und das ist bei Rot-Grün der Fall, werde in ein Fass ohne Boden investiert. Auf Zustimmung bei den Experten stieß dagegen das Konzept der Zins- und Entschuldungshilfe der CDU-Landtagsfraktion; insbesondere deshalb, weil es durch das Angebot der Übernahme der Zinsen aus den Liquiditätskrediten für einen Zeitraum von zehn Jahren die Rahmenbedingungen für eine langfristige Konsolidierung der kommunalen Haushalte bietet. Es besteht Einvernehmen, dass wir den notleidenden Kommunen zwischen Rhein, Weser und Lippe helfen müssen. Die Landesregierung und SPD-Kommunalminister Jäger sollten die deutlichen Signale aus der Anhörung ernst nehmen.

Sozialticket würde Nordrhein-Westfalen mindestens 150 Millionen Euro kosten

Die Kosten für ein Sozialticket können nicht geschultert werden. Das ist das Ergebnis einer Anhörung im Sozial- und Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Allein im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr sind nach Aussage der Experten 50 Millionen Euro zusätzlicher Mittel erforderlich. Für das gesamte Land Nordrhein-Westfalen müssten mindestens 150 Millionen Euro an Zuschüssen für die Einführung eines Sozialtickets vom Land zur Verfügung gestellt werden. Diese Mittel fehlen dann bei anderen Verkehrsprojekten wie Straßen- und Infrastrukturausbau. Die Differenz zahlen somit letztlich alle Nutzer der Verkehrsmittel, die kein Sozialticket in Anspruch nehmen.

Für junge Familien in NRW, die Betreuungsplätze für ihre Kinder unter drei Jahren suchen, sind SPD und Grüne ein Totalausfall

SPD und Grüne versagen bei der Einrichtung von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Statt massiv in neue Betreuungskapazitäten zu investieren, gibt Frau Schäfer lieber 150 Millionen Euro für ein beitragsfreies Kindergartenjahr aus. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt auf der Strecke. Die Süddeutsche Zeitung berichtete diese Woche unter Berufung auf die amtliche Statistik der Länder, dass der gesetzliche Anspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung für Kinder unter drei Jahren für viele Eltern nicht erfüllt wird. Besonders schlecht schneidet NRW ab. So geben die Landesstatistiker für Nordrhein-Westfalen an, dass in diesem Jahr nur 15,9 Prozent der Kinder vom ersten bis zum dritten Lebensjahr einen Betreuungsplatz finden. Der Zuwachs lag nach ihren Angaben im vergangenen Jahr bei lediglich 1,9 Prozentpunkten. Da war die CDU-geführte Landesregierung deutlich besser. Für junge Familien in Nordrhein-Westfalen, die Plätze für ihre Kinder unter drei Jahren suchen, sind SPD und Grüne in NRW ein Totalausfall.

NRW-Landesregierung verschleppt Wohnraumförderung – Ende Oktober erst die Hälfte der Fördermittel abgerufen

Die rot-grüne Landesregierung verschleppt die Wohnraumförderung. So ist in diesem Jahr erst die Hälfte der Mittel aus dem NRW-Wohnraumförderprogramm abgeflossen. Um den „Mittelabfluss der Wohnungsbauförderung zum Stichtag 31. Oktober 2011“ ging es diese Woche im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr des Düsseldorfer Landtags. Dabei legte das SPD-Wohnungsbauministerium zur Überraschung der Abgeordneten eine katastrophale Bilanz vor. Mit 410,6 Millionen Euro sind gerademal etwas mehr als die Hälfte der Mittel zur Wohnraumförderung in diesem Jahr abgerufen worden. Zum Vergleich: Im vorigen Jahr waren zum gleichen Stichtag schon 796,9 Millionen Euro ausgegeben worden. Wenn Frau Kraft kein Interesse an Wohnraumförderung hat, dann soll sie es sagen. Wenn sie den Titel klammheimlich als Sparreserve nutzen will, soll sie es auch sagen. Frau Kraft jedenfalls trägt die Verantwortung dafür, dass es auf dem Wohnungsmarkt in NRW für kleine und mittlere Einkommen immer enger wird.

Studienbeiträge schrecken nicht vom Studieren ab – Die Wirklichkeit holt SPD und Bündnisgrüne ein

Stück für Stück holen SPD und Bündnisgrüne in Nordrhein-Westfalen die Wirklichkeit ein. Einmal mehr entpuppt sich die Behauptung der abschreckenden Wirkung von Studiengebühren als rot-grünes Hirngespinst. Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtete in dieser Woche über die Ergebnisse einer empirischen Studie des Wissenschaftszentrums Berlin, wonach Studiengebühren sich nicht nachteilig auf den Studierwillen der Schulabgänger auswirke. Die Zahl der Studienanfänger in Nordrhein-Westfalen hat dieses rot-grüne Hirngespinst ohnehin nie belegt. Die Abschaffung der Studienbeiträge beruht also auf reiner Ideologie und führt in ein gebrochenes Wahlkampfversprechen. Denn das Versprechen von Ministerpräsidentin Kraft, sie werde die wegfallenden Studienbeiträge komplett erstatten, hat sie gebrochen. Viele Hochschulen erhalten weit weniger Geld vom Land, als sie über Studienbeiträge einnehmen würden. Manche Hochschulen erhalten gar Millionen weniger. Und die Zeche dieses gebrochenen Wahlkampfversprechens zahlen die Studierenden. Denn die Studienbedingungen verschlechtern sich, der Numerus Clausus steigt, die Hörsäle werden voller, Tutorien müssen ausfallen, weil das Geld für die Tutoren nicht mehr da ist. Ob als Wissenschaftsministerin vor sieben Jahren oder als Ministerpräsidentin heute – von Frau Kraft haben die Studierenden in Nordrhein-Westfalen nichts zu erwarten.

Landesregierung verweigert offenen Dialog zur Zukunft der Senne – SPD und Grüne belasten Arbeit des Runden Tisches schwer

Das Nein von Rot-Grün zum Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion zu einer sachlichen Diskussion über die Zukunft der Senne stellt eine schwere Belastung der Arbeit des Runden Tisches vor Ort dar. Wir wollen einen fairen Diskussions- und Entscheidungsprozess, der ergebnisoffen und ohne Vorfestlegungen durch die Landesregierung geführt werden muss. Minister Remmel hat die Maske des vermeintlich ehrlichen Maklers fallen lassen und gezeigt, dass er die berechtigten Sorgen der Menschen und der Wirtschaft vor Ort nicht ernst nimmt. Die CDU im Landtag Nordrhein-Westfalen wird auch in Zukunft dagegen angehen, dass die militärische Nutzung der Senne von der Landesregierung beendet werden soll. Darüber hinaus ist für uns nicht akzeptabel, dass die Landesregierung der Bevölkerung aus ideologischen Gründen den freien Zugang zu großen Waldgebieten in Ostwestfalen verwehren will. Das Waldbetretungsrecht gilt für jede Bürgerin und jeden Bürger. Rot-Grün will dieses Bürgerrecht unter dem Vorwand des Naturschutzes aushöhlen. Das werden wir nicht mitmachen.

SPD und Grüne blockieren weiterhin Führerschein für freiwillige Feuerwehrleute

Ministerpräsidentin Kraft und ihre rot-grünen Koalitionsfraktionen haben einmal mehr den Beweis ihrer Doppelzüngigkeit geliefert. Während Frau Kraft das bürgerschaftliche Engagement von Ehrenamtlern lobt, blockierten SPD und Bündnisgrüne im Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags den Führerschein für Einsatzkräfte bei den Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdiensten. Dort ging es um den Antrag der CDU-Landtagsfraktion: „Initiative der Bundesregierung zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes unterstützen – Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienste des Technischen Hilfswerks und der sonstigen Einheiten des Katastrophenschutzes sichern“. Doch Rot-Grün mochte zum wiederholten Male nicht darüber diskutieren und setzte mit Mehrheit die CDU-Initiative von der Tagesordnung ab. SPD und Grüne machen so deutlich, wie wenig Verständnis sie für das Engagement der freiwilligen Hilfskräfte aufbringen. Schlimmer aber wiegt, dass Rot-Grün mit ihrer Untätigkeit die Einsatzfähigkeit vieler Hilfskräfte aufs Spiel setzt, wenn die Freiwilligen Feuerwehren nicht ausrücken können, weil die jüngeren Feuerwehrleute die schweren Fahrzeuge nicht fahren dürfen. SPD und Grüne müssen endlich ihre Blockadehaltung aufgeben, denn die Zeit drängt.

 

42. Kalenderwoche

Schulkonsens schafft Rahmenbedingungen für Schulfrieden vor Ort

Nach jahrzehntelanger, teilweise heftiger Auseinandersetzung haben die großen Parteien im Düsseldorfer Landtag in dieser Woche den Schulkonsens auch formal beschlossen. Das ist historisch. Und es gibt unseren Schulen die Möglichkeit, sich in Ruhe auf das zu konzentrieren, was ihre Aufgabe ist: Die Bildung und Ausbildung junger Menschen, die Förderung ihrer individuellen Fähigkeiten und die Begleitung bei der Entwicklung zu einer Persönlichkeit. Grundlage dafür sind die im Schulkonsens vereinbarten Eckpunkte wie etwa die Verankerung eines vielfältigen Schulsystems in der nordrhein-westfälischen Verfassung oder die Einführung einer Sekundarschule ohne eigene Oberstufe. Das Projekt einer Gemeinschafsschule wird nicht weiter fortgeführt, es wird keine Schulform abgeschafft. Der Schulkonsens schafft Verlässlichkeit bis mindestens 2023. Auch die Städte, Kreise und Gemeinden als Schulträger vor Ort haben jetzt langfristig Planungssicherheit. Der Schulkonsens schafft die Rahmenbedingungen für Schulfrieden vor Ort. Und mit unserer Entscheidung für ´kurze Wege für kurze Beine` schaffen wir auch die Rahmenbedingungen, dass trotz demografischen Wandels die Grundschulen vor Ort erhalten bleiben können. Der Schulkonsens ist ein großer Erfolg.

Schuldenpolitik eröffnet Spekulanten erst ihr Spielfeld – Unabhängigkeit von Märkten nur durch Konsolidierung erreichbar

Hunderttausende von Menschen demonstrierten am letzten Wochenende weltweit und auch in Nordrhein-Westfalen gegen Banken und Finanzmärkte. Doch die Zockerei hat nicht nur dort, sie hat in allen Lagern bis hinein in die Kommunalparlamente stattgefunden. Der ungebremste Drang der Staaten nach neuen Schulden eröffnet erst die Spekulation auf Staatsanleihen. Deshalb ist der Spruch von Johannes Rau "Schulden von heute sind die Steuerkraft von morgen" eine der Lebenslügen der letzten Jahrzehnte. Es wird höchste Zeit, dass Frau Kraft und ihre Landesregierung von der Verschuldensphilosophie Abstand nehmen, um sich nicht weiter in die Hände von Spekulanten und in die Abhängigkeit der Finanzmärkte zu begeben. Soziale Marktwirtschaft muss endlich auch auf den Finanzmärkten gelten. Wir brauchen klare Regeln und eine Finanztransaktionssteuer. Zudem brauchen wir eine Haushaltsunion. Wer in der Eurozone ist und auf Solidarität setzt, muss auch bereit sein, nationale Haushaltskompetenz abzugeben.

Wahlversprechen gebrochen: Land ersetzt Studienbeiträge nicht in vollem Umfang – Die Zeche zahlen die Studierenden

Mit einem Wortbruch hat die grün-rote Landesregierung dieses Wintersemester eröffnet. Denn mit dem Bruch des Wahlversprechens, die Abschaffung der Studienbeiträge durch Kompensationszahlungen vollständig zu ersetzen, sind SPD und Grüne jetzt auch verantwortlich für die Folgen. Fakt ist: Hochschulen in Nordrhein-Westfalen erhalten heute weniger Geld vom Land, als sie über Studienbeiträge erhalten hätten. Das hat schlimme Folgen für die Studierenden: So müssen Tutorien gestrichen werden, und mittlerweile verlängern Universitäten teilweise die Verträge von wissenschaftlichen Kräften nicht mehr. Frau Schulze hat dies schon selbst einräumen müssen. So bekommt beispielsweise die RWTH Aachen rund vier Millionen Euro weniger vom Land, die Universität Köln muss ebenfalls auf vier Millionen Euro verzichten, die ihr eigentlich zustehen, und bei der Universität Wuppertal sind es knapp zwei Millionen Euro weniger. Versprochen – gebrochen: Studierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulen müssen die Zeche für diese Politik nun bezahlen. Es war falsch, die Studienbeiträge abzuschaffen.

Niederaußem: CDU unterstützt Kraftwerkserneuerung in Nordrhein-Westfalen, stellt aber auch Bedingungen

Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt ausdrücklich die Ankündigung von RWE, die Planungs- und Realisierungsphase für ein hochmodernes und -effizientes Braunkohlekraftwerk am Standort Niederaußem einzuleiten. Die Erneuerung im Kohlekraftwerkspark setzt jedoch voraus, dass dadurch ein signifikanter und dauerhafter Beitrag zum Klimaschutz geleistet und die betroffenen Anwohner bestmöglich geschützt werden. Es muss rechtsverbindlich sichergestellt werden, dass Altanlagen mit geringerem Wirkungsgrad und deutlich höherem CO2-Ausstoß spätestens mit Inbetriebnahme der Neuanlage abgeschaltet werden. Zudem muss der technisch optimale Standard, insbesondere bei der Höhe der Kühltürme sowie der weitergehenden Vermeidung von Verschattung, sichergestellt werden. Die CDU-Landtagsfraktion fordert die Landesregierung deshalb auf, dieses Investitionsprojekt politisch eindeutig zu unterstützen und ein faires und transparentes Genehmigungsverfahren zu gewährleisten, an dem die Menschen vor Ort beteiligt werden.

Vom „Jäger 90“ zum „einarmigen Banditen“: Die Entschuldung der NRW-Kommunen wird bei Minister Jäger zum Glücksspiel

Die Landesregierung hat kein schlüssiges Konzept auf die heute bereits bestehenden und zukünftigen Probleme der kommunalen Haushalte. Sie hat kein belastbares Konzept für die Entschuldung der Kommunen im Land. Im Gegenteil: Dass der Großteil der Städte und Gemeinden über die 34 hinaus ebenfalls Kassenkredite in Anspruch nimmt, davor verschließt die Landesregierung die Augen. Offenbar ist die Landesregierung in dieser Frage zerstritten, wenn Ministerpräsidentin Kraft am vergangenen Samstag einräumt, dass es gefährlich sei, wenn jetzt erste Banken Kommunen im Nothaushalt keine Kredite mehr geben, ihr Kommunalminister Jäger ebendas aber vier Tage später im Landtag bestreitet. So schafft man kein Vertrauen. Bei so einem Hickhack fühlen die Kommunen sich verschaukelt. Dabei geht es bei vielen um die Existenz. Die Strategie der grün-roten Minderheitsregierung ist fehlerhaft, deshalb droht die Entschuldung der NRW-Kommunen zu einem reinen Glücksspiel zu werden. Da ist der Jäger 90 als Kommunalminister plötzlich zu einem einarmigen Banditen mutiert.

U3-Ausbau: Ministerin Schäfer rechnet mit veralteten Zahlen

Ab 2013 ist der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ein- und zweijährige Kinder gesetzlich festgeschrieben. Es droht jedoch die Gefahr, dass viele Eltern und Kinder in Nordrhein-Westfalen leer ausgehen werden. Denn Ministerin Schäfer plant mit einer veralteten U3-Bedarfsgröße. Während das deutsche Jugendinstitut im Herbst 2010 eine empirische Studie veröffentlicht hat, in der bundesweit eine Betreuungsquote von rund 39 Prozent prognostiziert wird, plant die Ministerin lediglich mit 32 Prozent. Diese Zielgröße stammt aus dem Jahr 2009. Mit 144.000 U3-Plätzen bis zum Jahr 2013 – die den 32 Prozent entsprechen – wird die Rechnung für viele Eltern, die Kinder und die Kommunen aber nicht aufgehen. Es ist höchste Zeit, dass die Ministerin die aktuellen Bedarfsprognosen angemessen berücksichtigt, statt die Öffentlichkeit immer wieder mit veralteten Zahlen zu langweilen.

Minister Kutschaty bestätigt Erfolge der schwarz-gelben Landesregierung in der Justizpolitik

 In dieser Woche hat Justizminister Kutschaty die Strafverfolgungsstatistik NRW für das Jahr 2010 vorgestellt. Die Ergebnisse belegen die erfolgreiche Arbeit von Justizministerin Roswitha-Müller Piepenkötter von 2005 bis 2010. Besonders erfreulich ist der Rückgang bei den wegen Gewaltdelikten verurteilten Jugendlichen. Zu Recht hat Minister Kutschaty in diesem Zusammenhang betont, dass die zahlreichen Präventionsmaßnahmen in den letzten Jahren zur Verringerung der Jugendkriminalität beigetragen haben und eine Ausweitung der unter Müller-Piepenkötter ins Leben gerufenen Modellprojekte ‚Haus des Jugendrechts‘ und ‚Staatsanwalt für den Ort‘ angekündigt. Bleibt zu hoffen, dass Minister Kutschaty die richtigen Lehren aus der Strafverfolgungsstatistik zieht und in Sachen Drogenpolitik den erfolgreichen Weg seiner Vorgängerin fortsetzt. Nachdem Müller-Piepenkötter im Jahr 2007 die Grenzen für straflosen Eigenbesitz bei Cannabis gesenkt und bei harten Drogen ganz gestrichen hat, ist die Zahl der Verurteilten von 2008 bis 2010 um 14,4 Prozent gesunken. Die Staatsanwaltschaften verzeichneten im gleichen Zeitraum sogar 17,6 Prozent weniger Eingänge an Betäubungsmittel-Verfahren. Diese Zahlen belegen eindeutig den Abschreckungseffekt scharfer Eigenbedarfsgrenzen. Vor diesem Hintergrund sollte Minister Kutschaty die kürzlich beschlossene Anhebung der Eigenbedarfsgrenzen dringend revidieren.

Entwurf der grün-roten Minderheitsregierung zum Tariftreue- und Vergabegesetz fällt bei den Experten durch

Vernichtend fiel die Absage der Kammern und der Unternehmerverbände zum Vorhaben der Landesregierung aus, ein Tariftreue- und Vergabegesetz einzuführen. Das Gesetz sei wettbewerbshemmend und mittelstandsfeindlich. So beklagt zum Beispiel die Industrie- und Handelskammer NRW: „Kleine Unternehmen könnten von Aufträgen abgehalten werden.“ Das bestätigte auch die Handwerkskammer, die das Vergaberecht als fast so kompliziert wie das Einkommensteuerrecht bewerte. Die Bauindustrie und das Baugewerbe kritisieren den Entwurf als „rechtlich zweifelhaft“ und die Unternehmer NRW sehen gerade die Unternehmen besonders belastet, die keine eigene Rechtsabteilung haben. Und die kommunalen Spitzenverbände beklagten den enormen bürokratischen Aufwand. Denn das Gesetz sei schwer bis unmöglich zu kontrollieren. Auf lange Sicht befürchten die kommunalen Spitzenverbände nur noch wenig Bieter auf dem Markt. Die CDU-Landtagsfraktion fühlt sich durch die Kritik der Experten bestätigt. Denn wir haben immer den großen bürokratischen Aufwand und die fehlenden Kontrollmöglichkeiten ins Feld geführt.

Ein Stück mehr Identität für die Kommunen – Landtag folgt CDU-Anregung und erlaubt Zusätze auf Ortseingangsschildern

Seit dieser Woche haben die Kommunen in Nordrhein-Westfalen die Chance, ihre Ortseingangsschilder ein Stück weit zur Identitätsstiftung zu nutzen. Denn nun lassen wir zu, dass sie auf die Ortseingangsschilder Zusätze wie Universitätsstadt, Kaiserstadt, Klingenstadt oder Kulturhauptstadt schreiben dürfen. Wir freuen uns, dass die anderen Fraktionen im Landtag diesem CDU-Antrag gefolgt sind. Die CDU-geführte Stadt Hagen hatte die Anregung an die CDU-Landtagsfraktion heran getragen. Sie wollte sich auf ihren Ortseingangsschildern als Stadt der Fernuniversität präsentieren. Doch das hatdie Gemeindeordnung bislang untersagt. Die nun vereinbarte Änderung der Gemeindeordnung macht solche, eine Stadt prägende oder die Identität einer Kommune bestimmenden Zusätze möglich. Nach dem Beschluss des Landtags kann nun ein Stadtrat oder ein Gemeinderat mit der Mehrheit von drei Vierteln der Stimmen einen Zusatz beschließen. Die erforderliche breite Mehrheit soll ausschließen, dass der Zeitgeist oder Modetrends, kurzfristige Überlegungen oder gar politische Richtungsentscheidungen maßgeblich sind. Maßgeblich sein soll ein breiter, möglichst in einem fruchtbaren Findungsprozess entwickelter Konsens sein. Das Motto lautet: Wofür steht unsere Gemeinde? Was prägt sie? Was bedeutet sie uns als Bürgerin und Bürger? Was verbinde ich als Bürgerin und Bürger mit meiner Heimatgemeinde? Das ist der Reiz an dieser Möglichkeit, die Leitbilddiskussion mit einem Symbolbegriff zu verbinden und diesen dann in der Tat in das Etikett der Stadt mit einzubinden.

Rot-grünes Integrationsgesetz: Freundlich und belanglos reicht nicht!

In der vergangenen Legislaturperiode haben sich die Fraktionen versprochen, in diesem wichtigen Politikfeld der Integration Hand in Hand zu arbeiten, um möglichst breite Mehrheiten zustande zu bringen. Mit ihrem Entwurf fallen Rot und Grün jedoch hinter den Konsens zurück, den wir bereits erzielt hatten. Die vorgeschlagene Verbesserung der Förderung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte tragen wir mit. Aber ein Gesetz, das einen so großen Bogen um sämtliche Probleme macht, kann mit der Zustimmung der CDU nicht rechnen. Wir müssen fördern, aber wir dürfen auch fordern – die Bereitschaft nämlich, unsere Gesellschaft und unseren Staat anzunehmen. Freundlich und belanglos reicht nicht! Noch haben wir Zeit, das Gesetz in gemeinsamen Gesprächen zu verbessern. Unsere Hand bleibt ausgestreckt. Die Einladung steht.

41. Kalenderwoche

 

Ministerpräsidentin Kraft bricht Wahlversprechen: Unis erhalten keine volle Kompensation für Wegfall der Studienbeiträge

Einen miserablen Start legt die nordrhein-westfälische Hochschulpolitik zum Start des Wintersemesters hin. Dass Frau Schulze nicht versteht, was sie sagt, wie Uni-Rektoren in der jüngsten Ausgabe der „Zeit“ jetzt beklagten, ist der CDU im Düsseldorfer Landtag schon lange bekannt. Das wissen wir spätestens seit der Atomkugel-Affäre im vergangenen April, die jetzt durch einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgeklärt wird. Schlimmer ist jedoch, dass die NRW-Wissenschaftsministerin das Versprechen der grün-roten Minderheitsregierung, das Land werde die Gelder der wegfallenden Studienbeiträge voll erstatten, gebrochen hat. Fakt ist: Die Uni Köln erhält Millionenbeträge weniger ebenso wie die Universität Bonn oder die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule in Aachen. Leiden müssen darunter alle: Lehrende ebenso wie Studierende. Zur Abschaffung der Studienbeiträge hatte SPD-Wissenschaftsministerin Schulze noch über den „Durchbruch durch die Bildungsmauer“ schwadroniert, jetzt forderte sie im WDR-Hörfunk die Studentinnen und Studenten zu „ein bisschen Flexibilität“ auf. Den Universitäten und den Studierenden, die wegen weniger Landeszuschüssen zum Beispiel weniger Tutorien und damit weniger Studienbegleitung anbieten können, muss das wie Hohn in den Ohren klingen. Das alles ist aber längst nicht mehr nur das Problem der SPD-Wissenschaftsministerin, sondern Ministerpräsidentin Kraft steht in der Verantwortung. Die Abschaffung der Studienbeiträge bei voller Kompensation für die Universitäten war ein zentrales Wahlversprechen der SPD-Kandidatin Kraft. Heute zeigt sich klar: Als Ministerpräsidentin hat Kraft dieses Versprechen gebrochen.

Initiative Fachkräftemangel: Investition in Apparate statt Potenziale zu heben und zu fördern

Wenn diese grün-rote Minderheitsregierung Projekte für den Arbeitsmarkt in Angriff nimmt, dann geschieht das immer nach dem gleichen Muster: Sie gehen mit dem Füllhorn über das Land, schaffen zuallererst neue Stellen und blähen so den Verwaltungsapparat auf. Die Projekte mögen Regionalstelle Frau und Beruf heißen oder Initiative Fachkräftemangel. Das ganze finanzieren SPD und Grüne auf Pump. Mit der Unterstützung von Doppel- oder sogar Dreifachstrukturen finanziert man Apparate, aber der Fachkräftemangel wird damit nicht nachhaltig bekämpft. Wir müssen die Potenziale und Talente, die wir haben, entdecken und gezielt fördern. Mit Klasse statt Masse erzielen wir mehr Wirkung.

Mangel an Betriebskindergärten: Bei Frau Schäfer sind immer die anderen schuld

Wenn je die Weisheit eine Berechtigung hatte, die da lautet: „Wenn du mit dem Finger auf andere Menschen zeigst, zeigen drei Finger auf dich selbst“, dann trifft sie auf die nordrhein-westfälische Familienministerin Schäfer und die rot-grüne Landesregierung Kraft zu. So übte die SPD-Familienministerin in einer Pressekonferenz in dieser Woche Kritik an der NRW-Wirtschaft, weil die Unternehmen zu wenige Betreuungsplätze für Kinder oder sogar Betriebskindergärten anböten. Auf Nachfrage der Journalisten musste Frau Schäfer kleinlaut eingestehen, dass die Ministerien dieser Landesregierung gar keine eigenen Betriebskindergärten anbieten. Bevor Frau Schäfer also die Keule von der Familienfreundlichkeit nordrhein-westfälischer Unternehmen schwingt, sollte sie wenigstens in ihrem eigenen Haus vorbildlich handeln. Bei Frau Schäfer sind offenbar immer die anderen schuld. Die Verantwortung für ein schlampig gemachtes Beitragsfreiheitsgesetz versucht sie den Kommunen in die Schuhe zu schieben. Und fehlende Kinderbetreuungsplätze will sie jetzt der NRW-Wirtschaft anlasten. Frau Schäfer muss endlich ihre Hausaufgaben machen. Bei der Anzahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren ist NRW immer noch Schlusslicht. Mit einseitigen Beschimpfungen und Schuldzuweisungen wird Frau Schäfer das nicht ändern.

Energieumstieg: Wir dürfen die energieintensive Industrie nicht überfordern

Die in dieser Woche geäußerte Kritik von Bärbel Höhn (Grüne) am „Öko-Rabatt“ für energieintensive Industrieunternehmen ist ein weiterer Beleg für die industrie- und wirtschaftsfeindliche Politik der Grünen – im Bund wie im Land. Sie reiht sich nahtlos ein in die Politik der nordrhein-westfälischen Minderheitsregierung, die mit ihrer kritischen Haltung zu Datteln IV, der Erhebung des Wasserentnahmeentgelts für den Braunkohleabbau und der geplanten Einführung eines restriktiven Klimaschutzgesetzes den Industriestandort NRW in Gefahr bringt. Fakt ist: Wer die Abschaffung der Sonderregelungen für energieintensive Betriebe bei der Ökostrom-Umlage fordert, der gefährdet Arbeitsplätze. Wir dürfen die energieintensive Industrie nicht überfordern. Deshalb lehnen wir ein erneutes Draufsatteln von Lasten ab, denn Energiepolitik ist genauso Wirtschafts- und Wachstumspolitik wie Umwelt- und Sozialpolitik. Mit dem im großen gesellschaftlichen Konsens beschlossenen Energieumstieg wurde eine Jahrzehnte dauernde neue gesamtgesellschaftliche Aufgabe geboren, die aber auch sehr viele Chancen bietet. Die Ökostrom-Umlage ist ein probates Mittel, um die „Herkulesaufgabe Energieumstieg“ zu meistern.

Fracking: Neun Monate brauchten SPD und Grüne, um ihre Position zum CDU-Antrag zu ergründen, um dann schließlich das Auto vor die Wand zu fahren

Wieder einmal haben SPD und Bündnisgrüne im Düsseldorfer Landtag in dieser Woche ein Beispiel für ihre Kleinkariertheit und Provinzialität geliefert.“ Diskutiert wurde im Wirtschaftsausschuss über einen Antrag der CDU-Landtagsfraktion zum so genannten Fracking-Verfahren. Dieser wird seit nunmehr neun Monaten beraten. Es ist unser Verdienst, dass das Thema überhaupt auf die Agenda gekommen ist und es ist Ergebnis der Debatte, dass in den betroffenen Regionen klar ist, dass die CDU von Beginn an die Seite der besorgten Bürgerinnen und Bürger gestellt hat. Die mangelnde Bereitschaft von SPD und Bündnisgrünen, nach neun Monaten einzugestehen, dass die in unserem Antrag vertretene Position richtig ist, schadet den Regierungsparteien mehr als der Opposition. Aber bei den Regierungsfraktionen sollte die Erkenntnis Einzug halten, dass man Anträgen der Opposition auch zustimmen kann, wenn sie in der Sache sinnvoll und richtig sind. Darauf haben die Menschen in NRW einen Anspruch.

Vorzeitig eingeschulte Kinder sind Ministerin Schäfer weniger wert, für sie gibt es nur acht Monate Beitragsfreiheit im letzten Kitajahr

Die Beitragsfreiheit in NRW ist und bleibt unsozial. Denn im letzten Kitajahr werden nicht alle Kinder für volle 12 Monate beitragsfrei gestellt: Für vorzeitig eingeschulte Kinder - sogenannte „Kann-Kinder“– gelten nur acht Monate Elternbeitragsfreiheit. Schäfers Rechtfertigungsversuch für diese Schlechterstellung, wonach die Kita-Verweildauer von „Kann Kindern“ kürzer sei als bei Regelkindern, ist völlig absurd. Es gibt „Kann-Kinder“, die bereits sehr früh eine Kita besuchen. Andererseits gibt es Regelkinder, die nur das letzte Kitajahr besuchen und dennoch volle 12 Monate Beitragsfreiheit genießen. Schäfers Gesetz ist schlampig gemacht und ihre Argumentation an den Haaren herbeigezogen. Ein Blick nach Niedersachsen oder Rheinland-Pfalz zeigt, dass es auch anders geht: Dort ist ein letztes Kitajahr immer 12 Monate lang und somit 12 Monate beitragsfrei. Es ist unverantwortlich, wie sich das Chaos um die Beitragsfreiheit fortsetzt: erst die Geschwisterkinder, nun die vorzeitig eingeschulten Kinder. Frau Schäfer kann es einfach nicht.

 

40. Kalenderwoche

Konsolidierungscheck: Alle sparen, die Schuldenbremse greift, nur Frau Kraft bleibt die Schuldenkönigin

Verschleiern, tricksen, verschleppen – das sind die Leitplanken, zwischen denen der nordrhein-westfälische Finanzminister seine Landeshaushalte fährt. Die mittelfristige Finanzplanung will er nicht anpacken. Dabei ist er seit gut 15 Monaten im Amt. Und auf den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr wartet das Parlament bis heute. Nach der Landeshaushaltsordnung muss der Entwurf des Haushaltsplans dem Landtag bis zum 30. September vor Beginn des Haushaltsjahres zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Diese Regelung ist Ausfluss des verfassungsrechtlichen Vorherigkeitsprinzips, mit der das Budgetrecht des Parlamentes gewahrt werden soll. Doch das scheint den NRW-Finanzminister nicht zu kümmern. Mit seiner Verzögerungstaktik will er verschleiern, dass er nicht ernsthaft spart. Er verkündet eine globale Minderausgabe, aber er sagt nicht, wo er spart. Das ist Augenwischerei. Deshalb bleibt richtig, was das Institut der Deutschen Wirtschaft in dieser Woche in ihrem „Konsolidierungscheck Bundesländer“ zum Stand der Schuldenbremse in den deutschen Bundesländern veröffentlicht hat: Als einziges Land in Deutschland spart NRW nicht. Damit verspielt Frau Kraft die Zukunftschancen des Landes. Sie bleibt die Schuldenkönigin.

 

Während der Traum von Rot-Grün in Berlin an der verkehrspolitischen Engstirnigkeit der Grünen scheitert, lässt sich Frau Kraft von den NRW-Grünen auf der Nase herumtanzen

Die Nachricht war eine große Überraschung: Kaum waren die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen in Berlin am strittigen Ausbau der A100 gescheitert, da empfiehlt SPD-Chef Gabriel den Grünen ihre Haltung zu Verkehrsprojekten generell zu überdenken. „Es geht nicht um die Zerstörung von Naturschutzgebieten durch überflüssige Autobahnen, sondern um moderne Verkehrsinfrastruktur für eine moderne und dynamische Großstadt“, so Gabriel. Daran sollte sich Ministerpräsidentin Kraft ein Beispiel nehmen und wie ihr Bundesvorsitzender den Grünen wegen ihrer Blockaden gegen wichtige Verkehrs- und Infrastrukturprojekte die Leviten lesen. Zur notwendigen Infrastruktur gehören Straßen, Schienen, Flughäfen, Wasserstraßen und Häfen. Es gehört zum Anspruch einer modernen Wirtschaftspolitik, dass die heutigen Engpässe in den Verkehrsinfrastrukturen nicht nur rasch beseitigt werden, sondern darüber hinaus durch rechtzeitigen Neu- und Ausbau der Systeme dem immer weiter zunehmenden Mobilitätsbedarf Rechnung getragen wird. Die Grünen in Nordrhein-Westfalen aber wollen gar keinen Neubau von Straßen. So kann der Grünen-Landesvorsitzende Sven Lehmann unwidersprochen in aller Offenheit herausposaunen: „Wir brauchen keine neuen Landesstraßen“, und Ministerpräsidentin Kraft lässt ihm das durchgehen.

 

CDU-Landtagsfraktion erfreut über Kraftwerksneubau in Bergheim-Niederaußem

Die CDU-Landtagsfraktion zeigt sich erfreut über die Ankündigung von RWE Power, ein neues Braunkohlenkraftwerk BoA plus in Bergheim-Niederaußem errichten zu wollen. Zukunftssichere Energiepolitik setzt auf immer mehr Erneuerbare und auf effiziente fossile Energieträger. Deshalb freuen wir uns, wenn RWE jetzt einen wichtigen Schritt in diese Richtung unternimmt. Es freut uns, dass RWE trotz einer eklatant wirtschafts- und industriefeindlichen Politik von Ministerpräsidentin Kraft eine milliardenschwere Investition im rheinischen Braunkohlenrevier auf den Weg bringt. Den gestoppten, bisher 800 Millionen Euro teuren Kraftwerksneubau Datteln IV vor Augen und den Entwurf eines Klimaschutzgesetzes des grünen NRW-Umweltministers Remmel im Nacken ist die Entscheidung von RWE eine mutige Entscheidung für den Industriestandort NRW.

Verkehrspolitischer Dilettantismus der Landesregierung kennt kein Grenzen

Diese grün-rote Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen von SPD und Grünen sind an Dilettantismus in der Verkehrspolitik nicht mehr zu überbieten. Erst Anfang der Woche verkündeten die verkehrspolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen in getrennten Pressemitteilungen das Ende des RRX. Und nur zwei Tage später stellt sich NRW-Verkehrsminister Voigtsberger zum Abschluss der Verkehrsministerkonferenz in Köln hin und erklärt: „Es gibt kein Aus für den RRX“. Reden die Verkehrspolitiker in der SPD und bei den Grünen weder untereinander noch mit ihrem Minister? Dieser Dilettantismus schadet der Seriosität Nordrhein-Westfalens. Wer soll bei einem solchen Hickhack noch Voigtsberger, die SPD und die Grünen als ernsthafte Verhandlungspartner akzeptieren?

Schulkonsens: Jetzt kommt es darauf an, die Betroffenen zu Beteiligten zu machen

Nach der großen Anhörung zur Umsetzung des Schulkonsenses im Schulausschuss sehen wir uns bestätigt: In seltener Übereinstimmung lobten alles Vertreterinnen und Vertreter der Verbände im Bereich Schule den von CDU, SPD und Grünen vorgelegten Gesetzentwurf. Jetzt kommt es darauf an, die Betroffenen zu Beteiligten zu machen. Wir wünschen uns, dass vor allem die Lehrerinnen und Lehrer gerade der Haupt- und Realschulen, die durch Zusammenlegung demnächst in die Sekundarschulen übergehen, in besonderer Weise einbezogen werden. Auf ihren Sachverstand können wir nicht verzichten. Sie sollen ihre Kompetenz und ihr Wissen mit in die neue Schulform einbringen. Nur dann kann die Sekundarschule ein Erfolg werden.

Rot-Grün bricht parlamentarische Gepflogenheiten und gefährdet Zustandekommen des Rundfunkänderungsstaatsvertrags

Die eigenmächtige Festsetzung der Tagesordnung des nächsten Haupt- und Medienausschusses durch den SPD-Ausschussvorsitzenden ist ein weiterer Beleg für die Arroganz der Macht, die Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen praktiziert. Tagesordnungen werden üblicherweise unter den Obleuten der Fraktionen abgesprochen und sowohl FDP, CDU als auch Linke hatten Beratungsbedarf angemeldet und sich gegen die Verabschiedung des Rundfunkstaatsvertrags im Eilverfahren ausgesprochen. Die CDU-Fraktion steht in intensiven Gesprächen mit öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und hofft, bis zur Verabschiedung des Rundfunkstaatsvertrags noch Klarstellungen im Hinblick auf künftige Gebührenentwicklungen, Datenschutzfragen und auf den Schutz von Schwerbehinderten zu bekommen. Ohne diese konkreten Ergebnisse abzuwarten, will Rot-Grün den Rundfunkänderungsstaatsvertrag durch das Parlament peitschen und gefährdet dessen Zustandekommen. Erst sieben Länder in Deutschland haben den Rundfunkänderungsstaatsvertrag ratifiziert. Sollte der Vertrag in einem Bundesland scheitern, gilt er als nicht ratifiziert. Die CDU hält ihn prinzipiell für zustimmungsfähig, erwartet aber wichtige Klarstellungen im Hinblick auf die Umsetzung durch die GEZ und Maßnahmen unterhalb des Staatsvertrages wie zum Beispiel freiwillige Selbstverpflichtungen der Sender. Wenn Rot-Grün weiter ihre Machtspielchen praktizieren, ohne dass befriedigende Antwort auf die drängenden und kritischen Fragen der Bürgerinnen und Bürger gegeben werden, ist das Zustandekommen des gesamten Vertrages gefährdet.

 

39. Kalenderwoche

 

CDU-Landtagsfraktion trauert um Paul Mikat

Die CDU-Landtagsfraktion trauert um Paul Mikat. In der vergangenen Woche starb der frühere Kultusminister von Nordrhein-Westfalen im Alter von 86 Jahren. Am 10. Dezember 1924 im Kreis Höxter geboren, studierte Mikat katholische Theologie, Philosophie, Germanistik und Geschichte. Während seines Schuldienstes absolvierte er nebenher ein Jura-Studium. Er habilitierte an der juristischen Fakultät der Universität Bonn und war seit 1957 Professor für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Kirchenrecht. Als CDU-Kultusminister in den Jahren 1962 bis 1966 setzte sich Mikat für die Gründung neuer Universitäten in NRW ein. Die Hochschulen Bochum, Bielefeld, Dortmund und Düsseldorf wurden auf seine Initiative hin gegründet. Die Schullandschaft Nordrhein-Westfalens habe er wie kein anderer geprägt. Mitte der 1960er Jahre wurde Mikat durch seine Maßnahmen gegen den Lehrermangel bundesweit bekannt. Neue Lehrer sollten mit einer Kurzausbildung in den Dienst gelangen, um dem Mangel an Pädagogen entgegenzuwirken. Diese neuen Lehrer wurden augenzwinkernd „Mikätzchen“ genannt. Wegen der hohne Anzahl der Erlasse und Verfügungen während seiner Amtszeit als Kultusminister, wurde scherzhaft eine Zeiteinheit nach ihm benannt, welche den mittleren Abstand zwischen zwei Erlassen umfasst. Wir werden Paul Mikat stets ein politisches Andenken bewahren.

CDU fordert bedingungslose Ächtung jeglicher Gewalt, sei es von rechts oder links

Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt ausdrücklich den friedlichen Protest tausender Bürgerinnen und Bürger gegen den Aufmarsch von Neonazis in Dortmund. Darauf kann NRW stolz sein. Gleichzeitig fordern wir eine bedingungslose Verurteilung und Ächtung jeglicher Gewalt, sei es von Rechtsextremisten oder von Linksextremisten. Dies muss gesellschaftlicher Konsens sein. Die polizeiliche Arbeit hat die volle Rückendeckung durch die Politik verdient. Allen Straftaten bei den Gewaltexzessen Linksautonomer gegen Polizeibeamte in Dortmund muss entschlossen nachgegangen werden. Von daher ist es unerträglich, dass Vertreter der Partei die Linke die Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes anzweifeln. Und wenn Mitglieder der Landesregierung und der Regierungsfraktion öffentlich zur Teilnahme an Sitzblockaden aufrufen, dokumentiert das ein bizarres und nicht nachvollziehbares Rechtsverständnis. Das ist eine neue politische Dimension. Minister Schneider und die Grünen-Abgeordnete Schneckenburger müssen sich ernsthaft die Frage stellen, wem sie mit ihrem Aufruf zu Sitzblockaden geschadet haben – den Neonazis oder unserer demokratischen Rechtsordnung?

CDU-Fraktion legt Konzept KomPAsS II vor: gerechte und transparente Zins- und Entschuldungshilfe für NRW-Kommunen

Unser Konzept ist gerecht, transparent und nachhaltig. Wir bestrafen sparsame Kommunen nicht mit einem zusätzlichen Solidarbeitrag. Die Landesregierung spaltet die kommunale Familie. Wir führen sie zusammen. Es reicht nicht, wie von SPD und Grünen geplant, nur 34 Kommunen in NRW zu helfen, die anderen aber ertrinken zu lassen. Denn in Nordrhein-Westfalen sind 164 Kommunen im Nothaushalt oder überschuldet oder in der Haushaltssicherung. Für sie muss ein realistischer Entschuldungsplan mit gangbaren Konditionen aufgestellt werden. Dieser soll über einen Zeitraum von zehn Jahren laufen. Zentraler Punkt des CDU-Konzeptes ist, diesen Kommunen Geld zur Deckung der Zinsen aus den Liquiditätskrediten zur Verfügung zu stellen. Die Summe dafür beträgt für 2011 rund 342 Millionen Euro. Damit entlastet das Land diese Kommunen vollständig von ihren Zinszahlungen für die in Anspruch genommenen Kassenkredite. In einem zweiten Schritt will die CDU-Landtagsfraktion den 164 Kommunen Geld in einer Größenordnung von 308 Millionen als Entschuldungshilfe zur Verfügung stellen. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis die zurzeit niedrigen Zinsen deutlich steigen, oder eine Bank eine NRW-Kommune im Rating herabstuft. Es liegt im Interesse des Landes, den Kommunen bei ihrer Entschuldung zu helfen. Denn letztendlich steht das Land in der Gewährträgerhaftung, wenn eine Kommune kein Geld mehr habe. Deshalb ist die Schuldenbremse 2020 ohne ein Konzept zur Entschuldung der Kommunen nicht zu greifen. Wir legen Wert darauf, dass das CDU-Konzept nicht auf Pump finanziert ist. Wir haben für dieses Jahr 2011 im Gegensatz zur grün-roten Minderheitsregierung einen verfassungskonformen Haushalt vorgelegt. Mehr noch: Mit einer Netto-Neuverschuldung von 3,3 Milliarden Euro lag unser Haushaltsentwurf deutlich unter der Verfassungsgrenze. Und in diesem Entwurf war die Zins- und Entschuldungshilfe bereits eingerechnet. Auch für 2012 werden wir einen Haushaltsentwurf vorlegen, der nicht nur verfassungskonform ist, sondern der die Kriterien der Schuldenbremse erfüllt. Deshalb ist unser Konzept nicht nur transparent und gerecht, es ist auch nachhaltig zum Wohle der Menschen in NRW.

Die rot-grüne Streichliste bedeutet für viele Menschen ein Ende der Hoffnung auf weniger Verkehr in den Ortschaften

Verkehrsminister Voigtsberger hat am vergangenen Donnerstag eine Streichliste für den Straßenbau in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Von 174 Bundesfernstraßenprojekten werden nur noch 96 weiterverfolgt. Von 116 Landesstraßenbauprojekten in der Prioritätenstufe 1 werden nur noch 37 mit Priorität weiterverfolgen. Insgesamt fallen der Streichorgie der rot-grünen Minderheitsregierung über 100 dringend benötigte Ortsumgehungsstraßen zum Opfer. Die Minderheitsregierung betreibt eine Politik zum Schaden der Menschen in unserem Land. Diese Streichliste bedeutet für viele Menschen ein Ende der Hoffnung auf weniger Verkehr in den Ortschaften. Weniger Lärm und mehr Verkehrssicherheit in den Orten ist ein hohes Gut. Diese Minderheitsregierung will keine Straßen bauen und versteckt sich hinter fadenscheinigen Begründungen:

•          Die Minderheitsregierung behauptet, die Prioritätensetzung sei notwendig, weil Sie Geld aus dem Straßenneubauetat in den Straßenunterhalt umschichten wolle. Fakt ist, dass sie den Gesamtetat für den Straßenbau massiv kürzt. 2011 gibt Nordrhein-Westfalen 6,5 Millionen Euro weniger für Erhalt und Neubau aus als 2010.

•          Die Minderheitsregierung behauptet, mit der Streichliste endlich Transparenz in den Straßenbau zu bringen. Fakt ist, dass sie sich bislang weigert Auskunft darüber zu geben, welche Kriterien im Einzelfall zur jeweiligen Einstufung geführt haben. Sie hat bei der Aufstellung der Liste bewusst auf eine Einbeziehung der Fachleute vom Landesbetrieb Straßen.NRW verzichtet. Und sie untersagt dem Landesbetrieb Straßen.NRW, den Abgeordneten des Landtages Auskunft zu geben.

•          Die Minderheitsregierung behauptet, nur noch die Projekte zu realisieren, die eine Chance auf Realisierung haben. Fakt ist, dass sie Straßen, für die längst Baureife besteht, die nur noch auf den ersten Spatenstich warten, nicht mehr weiterverfolgt. Beispielhaft sei hier nur die L 264 Nörvenich-Frauwüllesheim genannt.

•          Die Minderheitsregierung behauptet, die Vorgängerregierung habe ein völlig überzeichnetes Landesstraßenbauprogramm ohne Realisierungschancen aufgelegt. Fakt ist, dass eine Vorratsplanung von Straßenbauprojekten notwendig ist, um kurzfristig auf Sonderprogramme von Bund und EU reagieren zu können. Ohne Vorratsplanung gehen zukünftig Gelder aus Sonderprogrammen an Nordrhein-Westfalen vorbei in andere Bundesländer.“

Wir fordern die Minderheitsregierung auf, zu einer vernünftigen Verkehrspolitik zurück zu kehren, so wie sie von der Vorgängerregierung bis 2010 gestaltet wurde.

Das Bekenntnis der Ministerin Schulze zur eigenen Ahnungslosigkeit ist ein Armutszeugnis für diese Regierung

Zuerst verbietet Rot-Grün den Hochschulen Studienbeiträge zu erheben, dann deckelt man die Kompensationszahlungen auf einem viel zu geringen Level, anschließend wundert sich Rot-Grün über die von allen Experten zuvor vorausgesagte Finanzierungslücke und dann rufen Ministerin Schulze und die sie tragenden Fraktionen nach dem Bund, der die eingebrockte Suppe auslöffeln soll. Hochschulpolitik ist Ländersache. Statt weiter die Schuld beim Bund abzuladen, sollte Rot-Grün anfangen, die selbst eingebrockte Suppe auszulöffeln. Das sind sie den Studierenden schuldig. In einem Interview bei Spiegel Online vom 28. September 2011 hat Ministerin Schulze unumwunden zugegeben, dass sie weder wisse, wie viele Studierende im kommenden Semester zu erwarten sind, noch wie viel Geld sie benötigt. Das ist ein Armutszeugnis. Eine Regierung, die nur nach ‚mehr‘ schreit, ohne zu wissen wofür und wie viel, ist kein tragfähiger Partner für Hochschulen und Studierende. Der Handlungsbedarf liegt eindeutig beim Land NRW, der Bund hat seine Verantwortung erfüllt. Die Landesregierung muss zeigen, wie ihre Finanzierung aussieht. Es wäre schon ein Lichtblick, wenn die Ministerin wenigstens wüsste, wie viel Geld sie eigentlich benötigt.

 

38. Kalenderwoche

Wir freuen uns über den Besuch des Papstes 

Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt ausdrücklich den Besuch des Papstes in der Bundesrepublik Deutschland, und zwar sowohl als Oberhaupt der katholischen Kirche also auch als Staatsoberhaupt. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass er im Deutschen Bundestag zu den Vertretern des Deutschen Volkes gesprochen hat. Der Rede fernzubleiben war nicht nur kleinkariert und albern, sondern zeugt von einem zutiefst respektlosen Umgang mit unserer Demokratie und ihren Werten. Der Respekt vor dem Oberhaupt der Katholischen Kirche gebietet es, zuzuhören, was er zu sagen hat. Denn in Fragen von Frieden und Gerechtigkeit ist er ein wichtiger und anerkannter Impulsgeber. Eine Gesellschaft, die auf eine christliche und wertegebundene Tradition zurückblickt und mit ihr lebt, muss sich mit Fragen der Religion, der Wertevermittlung, mit Frieden und Gerechtigkeit auseinandersetzen. Wir freuen uns über den Besuch des Papstes!

 Stadtfinanzen: Bei Jäger wird es keine Gewinner, sondern nur Verlierer geben

Der in dieser Woche vom Landeskabinett beschlossene und von SPD-Kommunalminister Jäger vorgestellte Entwurf zur Unterstützung notleidender Kommunen ist nichts als ein Strohfeuer. Es wird verpuffen, ohne eine nachhaltige Lösung zu bewirken Dieser Entwurf pumpt Geld in leere Stadtsäckel, bietet aber keinerlei Perspektiven zur Lösung der strukturellen Defizite in den Haushalten. Darüber hinaus springt Jäger zu kurz. Denn es gibt fünfmal mehr notleidende Kommunen als die 34, die begünstigt werden sollen. Und selbst bei diesen 34 Kommunen stößt Jägers Entwurf mit wenigen Ausnahmen auf strikte Ablehnung. Der Protest aus den SPD-geführten Kommunen ist am heftigsten. Sie beklagen falsche Grundlagen und Berechnungen und fordern: Städte nicht strangulieren. Zudem setzt Jäger den Konsens in der kommunalen Familie aufs Spiel. Jäger spiele Großstädte gegen den ländlichen Raum aus. Dieser Entwurf schwächt alle Kommunen im Lande. Alle werden Federn lassen. Es wird keine Gewinner geben, sondern nur Verlierer. Die CDU-Landtagsfraktion wird deshalb einen eigenen Entwurf zu einer tatsächlichen und nachhaltigen Stärkung der Haushalte in den NRW-Kommunen vorlegen.

Rot-Grün streicht den Straßenneubau zusammen: Die meisten Projekte verschwinden auf Nimmerwiedersehen in der Schublade

Die von Minister Voigtsberger und seinem Staatssekretär Becker in dieser Woche vorgestellte Prioritätenliste macht deutlich: SPD und Grüne nehmen die Belastungen, denen sich die Menschen durch den Verkehr vor ihrer Haustüre ausgesetzt sehen, nicht ernst. Denn mit dieser Prioritätenliste verschwinden viele Umgehungsstraßen auf Nimmerwiedersehen in der Schublade. Zudem manifestiert diese Liste die Fortsetzung der industrie- und arbeitnehmerfeindlichen Politik dieser Landesregierung. Unser Standort braucht Infrastruktur und die wird zusammengestrichen. Damit knüpft die rot-grüne Landesregierung dort an, wo sie 2005 geendet habe. Damals hat NRW noch nicht einmal vom Bund alle Zuschüsse für den Straßenneubau abgerufen. Das Geld floss in andere Bundesländer. Die profitieren jetzt davon, sowohl bei der Straßen-Infrastruktur als auch bei der Lebens- und Wohnqualität der Menschen. NRW streicht den Straßenneubau zusammen. Auf der Strecke bleibt die Lebensqualität der betroffenen Menschen in Nordrhein-Westfalen. Ein weiteres Armutszeugnis!

Statt das Beitragschaos in Kindergärten endlich zu beenden, droht die SPD den Kommunen mit politischer Isolation 

Die CDU-Landtagsfraktion fordert die grün-rote Minderheitsregierung auf, das Chaos bei der Beitragsfreiheit unverzüglich zu stoppen. Fakt ist: Ministerin Schäfer hat ein Gesetz mit der heißen Nadel gestrickt, übrigens gegen den erklärten Willen des grünen Koalitionspartners. Und Eltern und Kommunen sind diejenigen, die jetzt darunter leiden. So hat zum Beispiel zu Beginn des Kindergartenjahres am 1. August keiner gewusst, wie zu verfahren ist. Denn die Ministerin hat es nicht geschafft, rechtzeitig den Runderlass zu erarbeiten. Und dass es in Nordrhein-Westfalen Familien gibt, die zwei oder mehr Kinder haben, die den Kindergarten besuchen, hat Frau Schäfer komplett ausgeblendet. Doch der Gipfel ist, dass die SPD die Städte und Gemeinden, die die Beitragsfreiheit für Geschwisterkinder in Kindertageseinrichtungen nicht einführen wollen, jetzt massiv unter Druck setzen will. So hat der familienpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Jörg, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie angekündigt: „Wir werden die Bürgermeister, die sich jetzt noch sträuben, politisch isolieren.“ Das ist ein Skandal. Welches Verständnis von kommunaler Selbstverwaltung hat die SPD eigentlich? Es wird immer schlimmer: Erst erarbeitet Ministerin Schäfer ein derart schlampiges Gesetz. Und wer dann nicht spurt, dem legt die Landesregierung die Daumenschrauben an. Chaos allerorten. Die Unzufriedenheit wächst. Frau Schäfer kann es einfach nicht!

CDU strikt gegen Erhöhung der Rundfunkgebühren

Die CDU-Landtagsfraktion NRW wird eine weitere Gebührenerhöhung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mittragen. Mit der bisherigen Obergrenze von 17,98 Euro monatlich ist für uns das Ende der Fahnenstange erreicht. Es kann nicht sein, dass ARD und ZDF ständig an der Gebührenschraube drehen. Mit dieser hohen Gebühr liegt Deutschland schon jetzt im Vergleich der großen europäischen Industriestaaten mit großem Abstand an der Spitze. Großbritannien erhebt eine Gebühr von 12,98 Euro, Frankreich von 9,66 Euro und Italien von 9,08 Euro. Geld ist also im Überfluss vorhanden. ARD und ZDF sind verpflichtet, endlich den Nachweis zu führen, dass sie mit den ihnen zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln sparsam und wirtschaftlich umgehen. Was in der Öffentlichkeit – zum Beispiel über Moderations-Verträge – bekannt wird, lässt aber eher das Gegenteil vermuten. Es ist nicht die Aufgabe der Gebührenzahler, derartige Extravaganzen zu finanzieren. Hier sind die Sender verpflichtet, Einsparungen an anderer Stelle vorzunehmen. Gleiches gilt auch für öffentlich-rechtliche Angebote im Bereich der neuen Medien. Auch hier muss die Regel gelten, dass die finanziellen Mittel durch Umschichtungen im Bereich der bisherigen Etats, nicht aber durch den Griff in die Taschen der Gebührenzahler aufgebracht werden.

Die CDU duldet keine politisch motivierte Gewalt, egal ob von links oder rechts 

Am 3. September 2011 haben tausende von Bürgerinnen und Bürgern in Dortmund friedlich gegen eine Kundgebung von Neonazis demonstriert und damit ein eindeutiges Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde abgegeben. Nordrhein-Westfalen kann stolz auf diese Menschen sein. Denn für Rechtsextremismus ist in Nordrhein-Westfalen kein Platz. Ebenso klar muss sein, dass Gewalt kein legitimes Mittel politischer Auseinandersetzung ist, egal von welcher Seite des politischen Spektrums sie ausgeübt wird. Daher verurteilt die CDU-Landtagsfraktion die Gewaltexzesse linksautonomer Gegendemonstranten gegen die Polizei in Dortmund aufs das Schärfste. Rund 1.500 gewaltbereite Linksautonome waren mit Pflastersteinen, Feuerwerkskörpern und Flaschen auf Polizisten losgegangen. Mehrere Beamte wurden zudem mit Pfefferspray und Feuerlöschern attackiert. Traurige Bilanz dieser unerträglichen Übergriffe: 42 zum Teil schwerverletzte Polizisten und zahlreiche demolierte Einsatzwagen. Dass Vertreter der Fraktion DIE LINKE, die als selbsternannte „Parlamentarische Beobachter“ in gelben Leuchtwesten an Sitzblockaden teilgenommen haben, um deren Auflösung durch die Polizei zu verhindern, missbilligt die CDU-Fraktion ausdrücklich. Deshalb fordern wir die Landesregierung in einem Antrag (Drs. 15/2855) dazu auf, öffentliche Aufrufe zu Sitzblockaden gegen grundrechtlich geschützte Demonstrationen durch ihre Mitglieder in Zukunft nicht zu unterstützen, um einer möglichen Eskalation der Veranstaltung vorzubeugen. Zudem muss die Landesregierung bei vergleichbaren Demonstrationen künftig dafür zu sorgen, dass die Polizei in die Lage versetzt wird, Anreisende schon im Vorfeld der Veranstaltung zu kontrollieren, um einschlägig bekannte Personen gegebenenfalls frühzeitig von der Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen ausschließen zu können. So etwas wie in Dortmund darf sich nicht wiederholen.
37. Kalenderwoche

Klares Bekenntnis zum Industriestandort NRW und zur Energiewende – Positionspapiere der CDU-Landtagsfraktion

Wir sind das Industrieland in Deutschland. Die industrielle Produktion spielt eine große Rolle in unserem Land, und sie wird auch weiter eine große Rolle spielen. Die industrielle Produktion hat in Nordrhein-Westfalen gute Arbeitsplätze geschaffen und für gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesorgt. Der industriellen Produktion verdankt Nordrhein-Westfalen seinen Wohlstand. Die CDU will, dass das so bleibt. SPD und Bündnisgrüne setzen das aufs Spiel. Die Landesregierung vernachlässigt nicht nur den Industriestandort NRW. Hier fehlt auch die leitende, führende Hand. Ministerpräsidentin Kraft überlasst das Feld der Industriepolitik komplett ihrem grünen Koalitionspartner mit dem grünen Klima-Taliban Remmel an der Spitze, der Nordrhein-Westfalen am liebsten in ein Biotop verwandeln würde.

Die CDU-Landtagsfraktion hat auf ihrer Klausurtagung in Aachen zwei Positionspapiere (www.cdu-nrw-fraktion.de) beschlossen, die deutlich machen, wie wir uns die industrielle Zukunft Nordrhein-Westfalens vorstellen. Und wie NRW seinen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet, ist im energiepolitischen Eckpunktepapier beschlossen. Darin spricht sich die CDU klar für regenerative Energie wie auch die Nutzung der Braunkohle aus. Und auch bei der Energieeffizient müssen wir stark sein. Dies werden wir im Schulterschluss mit den Bürgerinnen und Bürgern in Nordrhein-Westfalen umsetzen.

 

Beitragsfreiheit I: Frau Schäfer hat ein schlampiges Gesetz vorgelegt, die Zeche zahlen die Eltern und die Kommunen

In dieser Woche wurde einmal mehr öffentlich, wie schlecht es war, dass Familienministerin Schäfer die Beitragsfreiheit für das dritte Kindergartenjahr mit der Brechstange durchgehauen hat. Seit Anfang August gibt es Chaos allerorten. Schon Anfang August zu Beginn des Kindergartenjahres wusste keiner der Verantwortlichen in den Kindertageseinrichtungen im Lande sowie der kommunalen Verwaltungen, wie man mit der Beitragsbefreiung umgehen sollte. Denn es fehlte die Umsetzung des Gesetzes in die Verwaltungsvorschrift. Folge:  Die einen Kommunen stellten frei, in anderen Kommunen mussten Eltern erst einmal bezahlen. Seitdem wissen die Eltern, dass Frau Schäfer ein mit der heißen Nadel gestricktes schlampiges Gesetz vorgelegt hat. Damit rächt sich auch, dass der bündnisgrüne Koalitionspartner sich nicht durchsetzen konnte. Denn die Grünen wollten wie die CDU im Düsseldorfer Landtag das Geld statt in die Beitragsfreiheit lieber in die Qualität der Einrichtungen investieren.  Es muss den Eltern, dem bündnisgrünen Koalitionspartner, aber auch der eigenen SPD Angst und Bange werden, wenn Frau Schäfer die Beitragsfreiheit noch weiter ausbauen will.

 Beitragsfreiheit II: Gibt es eine verbindliche Vereinbarung in der Landesregierung für notleidende Kommunen?

Die CDU-Landtagsfraktion fordert eine schnelle Veröffentlichung der „verbindlichen Vereinbarung der Landesregierung“ zur Beitragsfreiheit im dritten Kindergartenjahr. Grundlage dieser Forderung ist eine Behauptung in einer Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 14. September 2011: Darin heißt es: „Durch eine verbindliche Vereinbarung innerhalb der Landesregierung ist geregelt, dass auch finanziell notleidende Kommunen die Beitragsbefreiung 1:1 an die Eltern weitergeben können“.

Die CDU-Landtagsfraktion fragt dazu:

-       Was steht in dieser verbindlichen Vereinbarung?

-       Wer innerhalb der Landesregierung hat diese verbindliche Vereinbarung geschlossen?

-       Für wen ist diese Vereinbarung verbindlich?

-       Hat das Familienministerium mittlerweile eine Rechtsverordnung zur Beitragsfreiheit in Kraft gesetzt?

-       Warum sind das Parlament und die zuständigen Ausschüsse über die verbindliche Vereinbarung nicht informiert worden?

-       Die geltende Rechtsprechung verlangt von den Kommunen, insbesondere von den Kommunen mit defizitären Haushalten, das Ausschöpfen aller Einnahmequellen. Wie berücksichtigt die verbindliche Vereinbarung diese geltende Rechtsprechung?

Es bleibt dabei. SPD-Familienministerin Schäfer boxt ihr schlampig gemachtes Beitragsfreiheitsgesetz mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken durchs Parlament. Sie schafft es nicht, rechtzeitig eine Verwaltungsvorschrift zu erstellen. Und jetzt will sie die Schuld dafür unter tätiger Mithilfe ihrer SPD-Landtagsfraktion den Kommunen ans Bein binden. Es ist dilettantisch. Frau Schäfer kann es nicht.

Finger weg von den Ladenöffnungszeiten

Bei den Ladenöffnungszeiten will die grün-rote Minderheitsregierung die Uhr wieder zurückdrehen. „Finger weg von den Ladenöffnungszeiten“, setzt die CDU-Landtagsfraktion dem entgegen. Denn die von der schwarz-gelben Landesregierung eingeführte Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten war und ist richtig. Sie trägt den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden wie auch der Händler Rechnung und wird sehr gut angenommen. Jeder Händler kann heute frei entscheiden, ob und wie er die gesetzlichen Möglichkeiten ausnutzen will. Eine Rücknahme dieser Regelung würde eine Gängelung von Kunden und Händlern bedeuten. Leider überrascht die Ankündigung von SPD und Grünen nicht. Sie ist typisch für den Politikstil dieser Landesregierung: wirtschaftsfeindlich, weil sie die Bedürfnisse von Kunden und Händlern missachtet, und ideenlos, da sie sich in der Rückabwickelung von Entscheidungen der schwarz-gelben Vorgängerregierung erschöpft. Ich kann nur dringend an die Ministerpräsidentin appellieren, weiteren Schaden vom Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen abzuwenden und die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten nicht anzutasten.“

Politische Teilhabe und Integration kommt bei Grün-Rot kaum vor – Fachtagung der CDU-Landtagsfraktion

Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft spielt sich ganz konkret vor Ort ab. Deshalb muss Integrationspolitik sich insbesondere konkret vor Ort abbilden. Es war die CDU im Düsseldorfer Landtag, die vor gut zehn Jahren mit einem Antrag zur Migration den Grundstein legte für die weitere parlamentarische Arbeit mit diesem Thema. In unserer Regierungszeit von 2005 bis 2010 haben wir  mit Armin Laschet als Integrationsminister vorbildliche Arbeit in der Integrationspolitik geleistet.

Der jetzt von Rot-Grün vorgelegte Entwurf eines Integrationsgesetzes hat Defizite, die Menschen zu erreichen, die durch die Integrationspolitik erreicht werden sollen. Wir vermissen den parteiübergreifenden Konsens. In der vergangenen Legislaturperiode haben wir eine faire Zusammenarbeit in der Integrationspolitik zwischen der SPD, den Bündnisgrünen, der FDP und der CDU organisiert. Den Entwurf des Landesintegrationsgesetzes sehen wir sehr kritisch. Der Entwurf ist unbefriedigend. Zu einem Gesetz gehören Fördern und Fordern. Das Fordern kommt in diesem Gesetzentwurf zu kurz.
29. Kalenderwoche

Die Kinder sind die Sieger dieses Schulkonsens‘

Nordrhein-Westfalen hat jetzt einen langfristigen und verlässlichen Schulkonsens. Mit den Siegener Parteitagsbeschlüssen vom März dieses Jahres hat die NRW-CDU bereits die Weichen für einen schulpolitischen Konsens gestellt. Mit den nun gefundenen Vereinbarungen mit SPD und Grünen kann endlich Ruhe in die Schulen einkehren. Die Jahrzehnte währenden Schulformdebatten gehören der Vergangenheit an. Das ist gut, weil es um unsere Kinder geht. Die Kinder sind die Sieger dieser Einigung. Auf dem Rücken unserer Kinder darf weder Ideologie noch Parteitaktik betrieben werden. Auf diesem Verständnis fußt die getroffene Einigung. Die CDU-Landtagsfraktion vertritt dieses Ergebnis in voller Überzeugung. Fest steht: Das gegliederte Schulsystem wird politisch und verfassungsrechtlich abgesichert. Realschulen und Gymnasien werden in ihrem Bestand gestärkt. Die Einheitsschule wird es in Nordrhein-Westfalen definitiv nicht geben. Gleichzeitig wird keine der bisherigen Schulformen abgeschafft. Das, was sich bewährt hat, was gewollt ist, was vor Ort Akzeptanz hat, bleibt weiterhin bestehen. Die Kommunen können nach ihren Bedürfnissen über die von ihnen angebotenen Schulformen eigenständig entscheiden. Damit stärken wir die kommunale Selbstbestimmung. Für die Klassen fünf bis zehn eröffnet der Schulkonsens die Möglichkeit einer neuen Schulform, der so genannten Sekundarschule. Sie bereitet die Schülerinnen und Schüler sowohl auf eine berufliche Ausbildung als auch auf die Oberstufe vor, bietet selbst aber keine Oberstufe an. Dieser Konsens trägt die Handschrift der CDU: Damit erhalten wir ein vielfältiges Schulsystem, das maßgeschneiderte Lösungen sowohl für den ländlichen als auch städtischen Raum bietet und sich in Zeiten zurückgehender Schülerzahlen qualitativ weiterentwickeln kann.

Haushalt 2012: Finanzminister Walter-Borjans spart nicht

Finanzminister Walter-Borjans spart nicht. Er hat bis jetzt nicht gespart, und er macht auch bisher keine Anstalten, zu sparen. In ersten vagen Äußerungen hat SPD-Finanzminister Walter-Borjans in dieser Woche seine Vorstellungen über den Haushalt 2012 bekannt gemacht. Laut Haushaltsordnung des Landes muss der Entwurf des Haushalts bis Ende September eingebracht werden. Dieser Termin ist nicht mehr zu halten. Denn worüber sollen die Ressorts beraten, wenn es keine konkreten Zahlen gibt? Und die schon lange angekündigten Effizienzteams sind auch noch nicht unterwegs. Bis jetzt versprüht Finanzminister Walter-Borjans zum Haushalt 2012 nur heiße Luft. Für uns ist das Haushaltsjahr 2008 die Messlatte, an der sich Finanzminister Walter-Borjans messen lassen muss. 2008 hatte der Haushalt ein Volumen von 51 Milliarden Euro, die Netto-Neuverschuldung betrug 1,1 Milliarden Euro, gleichzeitig bildete der damalige CDU-Finanzminister Linssen eine Rücklage von 1,3 Milliarden Euro. Für 2012 hat der Finanzminister eine Steigerung des Haushaltsvolumens auf 58 Milliarden Euro angekündigt bei zu erwartenden Mehreinnahmen von 1,6 Milliarden Euro gegenüber 2008. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben klafft immer weiter auseinander. Das ist alarmierend. Wie eigentlich will diese Landesregierung so die Schuldenbremse in 2020 schaffen. Trotz aller Versuche, weichzuspülen: Frau Kraft bleibt die Schuldenkönigin.

Kinder sind die doppelten Verlierer der rot-grünen KiBiz-Änderung

Das Revisionsverfahren zum KiBiz-Änderungsgesetz war von Beginn an nicht ergebnisoffen. Entgegen allen fachlichen Empfehlungen setzt Rot-Grün auf eine Beitragsfreiheit im letzten Kitajahr, statt weitere Qualitätsverbesserungen zuzulassen. Durch diese falsche Prioritätensetzung sind die Kinder letztlich die doppelten Verlierer: So kommen sie heute nicht in den Genuss von Verbesserungen in der Betreuungsqualität und müssen obendrein morgen den von Rot-Grün angehäuften Schuldenberg der in dieser Woche beschlossenen kreditfinanzierten Elternbeitragsfreiheit abbezahlen. Für die Einlösung ihres Wahlversprechens nimmt Rot-Grün diese soziale Ungerechtigkeit leichtfertig in Kauf. Das ist unseriös und das Gegenteil von nachhaltiger Familienpolitik. Gute Vorschläge der CDU, wie der weitere Ausbau und die Förderung von Familienzentren, fanden keine Mehrheit. Aus Sicht der Familien ist das sehr bedauerlich. Denn dieses niederschwellige Angebot kommt Familien spürbar zugute. Und zwar den Eltern und den Kindern.

Justizvollzugsschule Wuppertal: SPD-Minister Kutschaty hat ein Führungsproblem

An der Justizvollzugsschule in Wuppertal herrschte offenbar ein System des Mobbings und der Unterdrückung. Dieses System soll der Schulleitung bekannt gewesen sein. Damit hat SPD-Justizminister Kutschaty ein Führungsproblem. Das kann ein Skandal für den Justizminister werden, wenn er sich nicht gekümmert hat und kümmert. Ein aktueller Brief der jüngsten Abschlussklasse der Justizvollzugsschule sowie die vielen hundert anonymen Einträge zur Berichterstattung im Internet belegen die Missstände an der JVS. Dort wird mit Wut und Enttäuschung der Vorwurf erhoben, dass die Verhältnisse lange bekannt gewesen seien, dass die Schulleitung Bescheid gewusst habe und dass auch das Ministerium informiert worden sei. Uns stellt sich die Frage: Wo bleibt eigentlich der Justizvollzugsbeauftragte in der Sache, denn der hat auch den Brief der Abschlussklasse erhalten. Das ist seine Aufgabe. Aber wir haben ihn bisher weder gesehen noch gehört.

„Kommunalminister“ Jäger muss Worten Taten folgen lassen

Was ‚Kommunalminister‘ Jäger unter einem partnerschaftlichen und gemeinsamen Dialog auf Augenhöhe zwischen Kommunen und Land versteht, hat man bereits am Verfahren und den Auswirkung des Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) für das Jahr 2011 gesehen. Nicht nur, dass das GFG 2011 viel zu spät eingebracht wurde und die verabschiedeten kommunalen Haushalte damit entwertet wurden, es sorgte auch für großen Unmut durch eine Verschiebung von 250 Millionen Euro von ländlichen in den städtischen Raum. Wenn ein ‚Kommunalminister‘ das unter frühzeitiger und partnerschaftlicher Abstimmung mit den Kommunen versteht, erwarten wir gespannt, ob diesen vollmundigen Ankündigungen auch beim Stärkungspakt Stadtfinanzen und beim GFG 2012 wirklich Taten folgen.

Rot-Grün verzögert weiterhin Ausbau des Flughafens Münster/Osnabrück

Wieder einmal wird aus ideologischen Gründen ein wichtiges Infrastrukturprojekt verzögert und verhindert. Das haben wir diese Woche schon beim Ausbau der A1 erlebt und erleben es jetzt beim Ausbau des Flughafens Münster/Osnabrück. Auf Antrag der CDU-Fraktion hatte sich der Landtag in dieser Woche mit dem Ausbau des Flughafen Münster/Osnabrück beschäftigt. 1,4 Millionen Passagiere nutzen jährlich den Flughafen Münster/Osnabrück. Am Flughafen bestehen 1.600 Arbeitsplätze. Zudem ist der Flughafen Anreiz für viele Firmen, sich in der Region anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Der Flughafen hat daher für die Region enorme Bedeutung und benötigt weiteres Entwicklungspotential. Bis 2025 wird das bundesweite Fluggastaufkommen um fast 60 Prozent steigen. Der Flughafen spielt daher eine wichtige Rolle in der Luftverkehrskonzeption des Landes Nordrhein-Westfalen. Die derzeit verfügbare Start- und Landebahn mit einer Länge von 2.170 Metern wird aber den zukünftigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Die seit 1994 angestrebte Verlängerung der Start- und Landebahn auf 3.600 ist dringend geboten. Am 31. Mai hatte das Oberverwaltungsgericht Münster den Planfeststellungsbeschluss zur Verlängerung der Start- und Landebahn für rechtswidrig erklärt. Allerdings hat das Gericht den Planfeststellungsbeschluss nicht aufgehoben, da die Rechtswidrigkeit im Rahmen eines Planergänzungsverfahrens durch die Landesregierung geheilt werden kann. Das Gericht hat zudem festgestellt, dass keine naturschutzrechtlichen Gründe bestehen, die einen Ausbau verhindern. Bedauerlicherweise hat Rot-Grün unseren Antrag, zügig die rechtlichen Voraussetzungen für einen Ausbau des Flughafens zu schaffen, abgelehnt. Wir fordern die Landesregierung auf, endlich Verantwortung für unser Land zu übernehmen und ihren Widerstand gegen Infrastrukturprojekte aufzugeben.

„Kinderstuben der Demokratie“ – erfolgreiches Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen fortführen

Für die Vermittlung von Demokratie ist es nie zu früh. Wer früh lernt, seine Meinung zu sagen, wird auch später sein Umfeld aktiv gestalten wollen. Das ist die Grundidee des zunächst in Schleswig-Holstein entwickelten Konzepts „Kinderstube der Demokratie“, das Partizipation von Kindern zur alltäglichen Selbstverständlichkeit in Kindergärten werden lässt. Auf Betreiben der CDU-Landtagsfraktion wurde das Modellprojekt „Kinder gestalten aktiv ihre Lebenswelt“ daraufhin von 2009 bis 2010 in sieben nordrhein-westfälischen Kindertagesstätten umgesetzt. Mit Erfolg, wie die Praxis zeigt. Die Erfahrungen der Modell-Kindergärten zeigen, dass die Selbstbestimmungskompetenz auch noch sehr kleiner Kinder bislang unterschätzt worden ist. Sie sind wissbegierig, lösungsorientiert und friedfertig. Sie lösen Konflikte durch Gespräche und finden Interessenausgleiche. Sie unterstützen sich und lernen voneinander, sind sozial- und handlungskompetent. Die Kinder haben nicht nur demokratische Instrumente kennen gelernt, sondern nutzen sie aktiv und selbstverständlich für die Gestaltung ihrer Entscheidungsprozesse. Auch die Eltern profitieren von dem neuen Demokratiebewusstsein ihrer Kinder. Trotz dieser Erfolgsgeschichte hat es den Anschein, dass das Modellprojekt „Kinderstube der Demokratie“ unter dieser Landesregierung ins Stocken geraten ist. Daher fordern wir die Landesregierung in einem Antrag (Drs. 15/2368) auf, das erfolgreiche Projekt „Kinder gestalten aktiv ihre Umwelt“ fortzuführen und die übrigen rund 12.500 Kindertagesstätten in NRW dabei zu unterstützen, den Modelleinrichtungen auf ihrem Weg zu Kinderstuben der Demokratie zu folgen.

Rot-grüner Kahlschlag im Wohnungsbau geht weiter

Die schwarz-gelbe Landesregierung hat in den vergangenen Jahren jährlich eine Milliarde Euro für den Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen bereitgestellt. SPD und Grüne haben in der vergangenen Legislaturperiode sogar gefordert, die Fördersumme von einer Milliarde Euro im Gesetz festzuschreiben. Mit dieser Forderung sind beide Parteien in den letzten Landtagswahlkampf gezogen. Kaum an der Regierung, hat Rot-Grün die Wohnungsbauförderung auf 800 Millionen Euro gekürzt. Versprochen, gebrochen! Rot-grün begeht jedoch nicht nur Wortbruch, sondern missachtet auch die Verfassung. Nach Artikel 29 der Landesverfassung sollen breite Schichten der Bevölkerung die Möglichkeit erhalten, Eigentum zu erwerben. Rot-grün jedoch verhindert das. Die Landesregierung hat nicht nur die Gesamtfördersumme für den Wohnungsbau gekürzt, sondern auch noch die Eigenheimförderung in Nordrhein-Westfalen mehr als halbiert. Dadurch wird es gerade für Bürger mit kleinen oder mittleren Einkommen zunehmend schwierig, Eigenheime zu erwerben. Seit langem fordert die CDU-Fraktion, wieder eine Milliarde Euro für die Wohnraumförderung zur Verfügung zu stellen. Ein entsprechender Antrag wurde jedoch erneut von rot-grün abgelehnt. SPD und Grüne begehen fortgesetzten Wortbruch an ihren Wählern.

28. Kalenderwoche

 
















 

 



Ein Jahr Rot-Grün: Unter Schuldenkönigin Kraft hat NRW nur bei den Schulden zugelegt

Das Land ist unter Ministerpräsidentin Kraft keinen Schritt vorangekommen. Wir stehen heute wieder da, wo wir im Mai 2005 standen. Weder bei der Ministerpräsidentin noch bei den Ministern oder den Koalitionsfraktionen aus SPD und Grünen ist politischer Gestaltungswille erkennbar. Stattdessen erleben wir bei der SPD-Fraktion wieder die alte Arroganz der Macht, wie das Land sie bis zur Abwahl der SPD im Mai 2005 erlebt hat. Finanzpolitisch steht. Frau Kraft in der Bundesrepublik und ganz Europa vollständig isoliert da. Alle Bundesländer, selbst die, die in den vergangenen Monaten neu gewählt haben, haben sich Haushaltskonsolidierung auf die Fahnen geschrieben. Nur in Nordrhein-Westfalen wollen SPD und Grüne und Frau Kraft nicht sparen. Ich halte diese Schuldenpolitik für eine Katastrophe. Deshalb darf man Frau Kraft auch völlig zu Recht Schuldenkönigin nennen. Die CDU-Landtagsfraktion hat eine Opposition aus Attacke und Alternative angekündigt. Dem sind wir gerecht geworden. Mit der Einstweiligen Anordnung gegen den Nachtragshaushalt 2010 haben wir Geschichte geschrieben. Gleichzeitig hat die CDU-Landtagsfraktion in dem einen Jahr fünf Gesetzentwürfe eingebracht, darunter zum Beispiel ein Gesetzentwurf für eine Schuldenbremse in der Landesverfassung. Zum Vergleich: In der gesamten Legislaturperiode 2005 bis 2010 brachte die damalige oppositionelle SPD zehn Gesetzentwürfe in den nordrhein-westfälischen Landtag ein.

Rot-Rot-Grün erhöht die Wasserpreise

Obwohl zwei parlamentarische Anhörungen für Rot-Rot-Grün vernichtend ausgefallen sind, wird die Änderung des Wasserentnahmeentgeltgesetzes jetzt gegen alle Warnungen und Widersprüche durchgepaukt. Bürger und Wirtschaft werden die steigenden Belastungen zu spüren bekommen. Mit den Mehreinnahmen wird die Landesregierung bestenfalls ihre Personalaufstockung finanzieren können. Die propagierte Verbesserung des Wasserschutzes wird hingegen niemand nachprüfen können. Fest steht: Die Landesregierung nimmt die Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Wirtschaft in Kauf und erhöht die Wasserpreise.

Minister Remmel stellt Tierhalter unter Generalverdacht

Der Schutz der Tiere ist in Deutschland bundesweist geregelt, und zwar auf hohem Niveau. Die CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen bekennt sich zu hohen Tierschutzstandards. Die in dieser Woche von Minister Remmel aufgestellte Behauptung, Tiere seien den Interessen der Tierhalter rechtlos ausgeliefert, ist haltlos. Damit stellt Minister Remmel alle Tierhalter unter Generalverdacht. Das haben weder private Tierhalter, Zoos noch Landwirte verdient. Falsch ist außerdem, dass ein Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände automatisch eine Verbesserung des Tierschutzes bedeutet. Die Erfahrungen des Bundeslandes Bremen sprechen nicht dafür. Die CDU-Landtagsfraktion steht auf der Seite der Tierhalter und unterstützt diejenigen, die verantwortlich mit den ihnen anvertrauten Tieren umgehen.

Seit einem Jahr wartet NRW auf einen Krankenhausplan, aber die grüne Gesundheitsministerin rührt keinen Finger

Was für ein Spektakel hatten SPD und Grüne noch im Frühjahr 2010 zur Krankenhausplanung inszeniert, ein Jahr vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Und seitdem? Absolute Funkstille. Das grün geführte NRW-Gesundheitsministerium rührt keinen Finger. Stattdessen wird man ein ums andere Mal vertröstet. Zunächst hieß es, er komme im Herbst, wohlgemerkt 2010. Aber es kam nichts. Dann hieß es, im Frühjahr 2011, gekommen ist nichts. Dann sollten Eckpunkte noch im letzten Ausschuss vor den Sommerferien kommen - und wieder nichts. Die Kassen sagen, es gebe zu viele Krankenhäuser, Wirtschaftsinstitute bestätigen das. Die örtlichen Akteure behaupten, die Patientinnen und Patienten nicht unterbringen zu können. Karl-Josef Laumann hat als Gesundheitsminister in NRW die Finanzierung der Krankenhäuser transparent geregelt. Aber diese grün-rote Minderheitsregierung schafft es bis jetzt nicht, einen Plan mit Versorgungssystematik auf die Beine zu stellen. Mit den wenigen Lippenbekenntnissen von Frau Steffens ist es nicht getan. Häuser und Patienten brauchen Sicherheit.

Finanzminister Walter-Borjans bestätigt CDU-Position – Strukturen des BLB Hauptursache der Skandale

Finanzminister Walter-Borjans ist auf die CDU-Position zu den Skandalen im landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) eingeschwenkt. Kernursache der Skandale sind mangelhafte Strukturen in dem vom damaligen SPD-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement und seinem Finanzminister Peer Steinbrück 2001 gegründeten BLB. Finanzminister Walter-Borjans hatte in einer Pressemitteilung vom 12. Juli geäußert, dass schon erste Ergebnisse der Sonderprüfungen durch zwei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften den Schluss zuließen, dass eine Restrukturierung des BLB notwendig sein werde, um Mängel insbesondere im Bereich der Wirtschaftlichkeit in Zukunft abzustellen. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Vor dem Hintergrund der nunmehr vorliegenden Sonderprüfungsberichte hat der Finanzminister seine Meinung ändern müssen. Die permanenten Attacken von SPD und Grünen auf den ehemaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers und Finanzminister Helmut Linssen werden nicht mehr stattfinden können. Die Sonderprüfungsberichte sind im Ergebnis offenbar so eindeutig, dass jetzt auch Minister Walter-Borjans bestätigen musste, dass die mangelhaften Strukturen das Kernproblem des BLB sind. Jetzt haben wir eine gute Basis, die Arbeit im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss auf die Sachebene zu konzentrieren.

Ausbau der A1 darf nicht länger verzögert werden

Nach Ihrer Ankündigung, die Planungen für den Ausbau der A 1 zwischen Münster und Osnabrück zu blockieren, rudert die nordrhein-westfälische Landesregierung mittlerweile zurück. Am Montag hatte der parlamentarische Staatssekretär im Düsseldorfer Verkehrsministerium noch verlautbaren lassen, dass die Landesregierung in Sachen Ausbau A 1 nicht aktiv werden würde. Jetzt kündigt der zuständige Verkehrsminister auf Druck aus Düsseldorf und Berlin an, dass sich die Landesregierung weiterhin für den Ausbau stark mache. Wir hoffen, dass sich Verkehrsminister Voigtsberger im Kabinett gegen seine grünen Kollegen durchsetzen kann und die Landesregierung sich weiter für den Ausbau der A1 stark macht. Das Land Nordrhein-Westfalen muss zügig seine Planungen abschließen und die Mittel für den Ausbau beim Bund beantragen, damit nicht wieder einmal Gelder an Nordrhein-Westfalen vorbei in andere Bundesländer fließen. Bundesverkehrsminister Ramsauer wird nicht ewig auf Nordrhein-Westfalen warten. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass rot-grün aus ideologischen Gründen den Bau von Straßen und Autobahnen boykottiert. Es drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass die Landesregierung immer neue Gründe sucht und findet, um Straßenbauprojekte bis zum Sankt Nimmerleinstag zu verzögern. Diese Politik muss ein Ende habe.

Namenszusätze auf Ortsschildern erlauben

Mit einem eigenen Gesetzentwurf zur Änderung der Gemeindeordnung will die CDU-Landtagsfraktion Namenszusätze auf Ortsschildern zukünftig auch in Nordrhein-Westfalen erlauben. Eine Maßnahme, die zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt oder Gemeinde beitragen kann, denn historisch gewachsene Bedeutungen wie beispielsweise ‚Universitätsstadt‘ haben für die betroffenen Kommunen oft eine hohe Bedeutung. Trotz bundesgesetzlicher Möglichkeit, verwehrt die Gemeindeordnung bisher den Städten und Gemeinden in NRW die Möglichkeit, Zusätze neben dem amtlichen Gemeindenamen zu führen. Ähnlich wie in Hessen oder Baden-Württemberg sollen die Kommunen in NRW nun die Erlaubnis für Namenszusätze bekommen, die auf der geschichtlichen Vergangenheit, der Eigenart oder der Bedeutung der Gemeinde beruhen. Auf Antrag der Kommune hin soll das Innen- und Kommunalministerium derartige Bezeichnungen verleihen können. Den Gesetzentwurf wird die CDU Fraktion in der nächsten Plenarsitzung einbringen. Nach Beratung im zuständigen Ausschuss könnte die Regelung noch in diesem Jahr greifen.

27. Kalenderwoche

SPD-Wortbruch-Affäre: Kraft muss den Fall Römer zur Chefsache machen 

Jetzt wird’s vollends unglaubwürdig. Nicht genug, dass die ehemalige Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Britta Altenkamp, nach dem Bruch des Fairness-Abkommens bei der Abstimmung zur WestLB als Bauernopfer herhalten musste und zurücktrat. Jetzt wird sie offenbar auch noch instrumentalisiert, um ihren schwer angeschlagenen Fraktionschef Römer aus der Schussbahn zu nehmen. Das alles zeigt, wie groß die Not in den Reihen der Sozialdemokraten ist. In einem am Dienstag veröffentlichten Interview hatte Altenkamp gegenüber dem WDR unmissverständlich erklärt, sie habe sich die ‚Erlaubnis‘ für den Bruch der Pairing-Absprache mit der CDU bei ihrem Fraktionsvorsitzenden Römer eingeholt. Römer hatte dies bis Dienstagabend vehement abgestritten. Seitdem ist er komplett abgetaucht. Nachdem nun auch die Medien größte Zweifel an der Glaubwürdigkeit Römers äußerten, kam jetzt plötzlich der Entlastungsversuch von Frau Altenkamp. Gegenüber der WAZ erklärte sie: „Es ist so, wie Römer es gesagt hat.“ Das ganze Manöver stinkt zum Himmel und widerspricht jeder Lebenserfahrung. Die SPD-Landesvorsitzende Kraft muss den Fall Römer zur Chefsache machen. Es geht um die Glaubwürdigkeit der SPD.

Gabriel klärt Schuldenkönigin Kraft übers Sparen auf

„Wir können es uns nicht leisten, immer mehr der hart erarbeiteten Steuergelder für Zinsen an Banken zu verschenken, nur weil die Politik Wahlversprechen macht, die man hinterher nicht einhalten kann.“ Diese Worte stammen vom Bundesvorsitzenden der SPD, Siegmar Gabriel. Alleine die SPD-geführte Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen sieht das anders. Wahlgeschenke auf Pump zu finanzieren bezeichnet Schuldenkönigin Kraft als präventive Finanzpolitik. Gleichzeitig schröpft sie die Bürger: Erhöhung der Grunderwerbsteuer, Erhöhung des Wassercents, Einführung eines Kieseuros, Wiedereinführung der Jagdsteuer und stetes Bemühen um die Einführung einer Vermögensabgabe sowie die Anhebung des Spitzensteuersatzes bei der Einkommensteuer. Wenn Frau Kraft schon nicht unsere Verfassung ernst nimmt, dann sollte sie zumindest auf ihren Bundesvorsitzenden hören, der absoluten Vorrang für Schuldenabbau fordert.

Rot-Grün legt Ausbau der Familienzentren auf Eis

Die Entscheidung der Landesregierung, den Ausbau der von der CDU-geführten Vorgängerregierung eingeführten Familienzentren im kommenden Kindergartenjahr auf Eis zu legen, halten wir für völlig unverantwortlich. Rot-Grün befindet sich auf dem bildungspolitischen Irrweg. Das bestätigt erneut unseren Eindruck, dass diese Landesregierung Qualitätsverbesserungen im Bereich der frühen Bildung mit Füßen tritt. Aus Erlassen des Jugendministeriums geht hervor, dass der weitere Ausbau von Familienzentren im Kindergartenjahr 2011/2012 ausgesetzt wird. Dabei werden die Angebote sehr gut angenommen. Das bestätigt die Notwendigkeit, die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren kontinuierlich voranzutreiben. Denn mit diesem niederschwelligen Angebot erreichen wir gerade auch die Eltern, die sonst nicht den Weg in eine Familienberatungs- oder Familienbildungsstätte gefunden hätten.

Es ist höchste Zeit, dass sich die Landesregierung für den Feuerwehrführerschein stark macht

Viel Zustimmung zum Antrag der CDU zur Einführung eines Feuerwehrführerscheins für Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen gab es diese Woche im Verkehrsausschuss. In einer Anhörung haben sich insbesondere das DRK, die Johanniter, die Malteser und das DLRG für eine Änderung der gesetzlichen Regelungen ausgesprochen. Auch der Städte- und Gemeindebund NRW sowie das THW standen dem Vorhaben positiv gegenüber. Die Bundesregierung plant, Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren und anerkannten Hilfsorganisationen durch eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes das Führen von Einsatzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen sowie von Gespannen auch mit dem normalen Pkw-Führererschein zu gestatten. Die CDU-Fraktion hatte Anfang dieses Jahres einen Antrag (Drs. 15/1073) in den Landtag eingebracht, der die Landesregierung aufforderte, der Gesetzesänderung ebenfalls beizutreten und seine Beratung im Bundesrat voranzutreiben. Gerade im ländlichen Raum sind die Rettungsdienste auf ein hohes Maß an ehrenamtlichen Einsatz angewiesen. Viele junge Ehrenamtler, die nach 1999 ihren Führerschein gemacht haben, dürfen jedoch die Einsatzfahrzeuge heute nicht mehr steuern. Hier drohen akute Probleme bei der Sicherstellung der Rettungsdienste. Daher fordern wir die Landesregierung auf, sich der Gesetzesinitiative der Bundesregierung anzuschließen und zur alten Regelung vor 1999 bei der Führung von Einsatzfahrzeugen zurückzukehren.

Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen profitieren heute vom umsichtigen Haushalten der Regierung Rüttgers

Die CDU-Fraktion nimmt erfreut zur Kenntnis, dass das Investitionsprogramm für Krankenhausmaßnahmen 2011 nur noch eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von einer halben Million Euro enthält. Das zeigt wieder einmal, dass die CDU mit Geld haushalten kann. Noch im Jahr 2005, bei der schwarz-gelben Regierungsübernahme in Nordrhein-Westfalen, belief sich die Höhe der Verpflichtungsermächtigung auf 255 Millionen Euro, was die Gestaltungsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt hat. Unser umsichtiger und effektiver Umgang mit den Haushaltsmitteln in Verbindung mit der Veränderung der Krankenhausfinanzplanung hat zur massiven Reduzierung der Verpflichtungsermächtigung ohne Qualitätsverlust bei den Krankenhäusern geführt. Wir haben die Verpflichtungsermächtigungen in nur fünf Jahren um 245,5 Millionen Euro reduziert, sodass jetzt ohne Altlasten im Rahmen des Haushaltsplans investiert werden kann.

Lärmschutz an Autobahnen weiter forcieren

Die Belastung der Bevölkerung durch Lärm an Autobahnen ist ein bekanntes Problem. Der Bund ist mit großen finanziellen Aufwendungen bemüht, hier Abhilfe zu schaffen. In einer Expertenanhörung im Verkehrsausschuss in dieser Woche ist deutlich geworden, dass die Maßnahmen zur Eindämmung von Autobahnlärm verschieden hohe Auswirkungen haben. Als besonders wirkungsvoll haben sich lärmmindernde Straßenbeläge erwiesen. Dass Fahrverbote für bestimmte Fahrzeuge oder Geschwindigkeitsbegrenzungen für PKW hohe Effekte haben, wurde von den Sachverständigen hingegen zurückgewiesen. Auch die gegebenenfalls zu erwartende Erhöhung des PKW-Aufkommens werde unter der „Wahrnehmbarkeitsgrenze“ liegen. Entsprechend der einhelligen Expertenmeinung setzt die CDU weiterhin auf Erneuerung des Straßenbelags und gegebenenfalls Installation von Lärmschutzwänden. Besonders wichtig sind lärmmindernde Übergangsschwellen an Brückenbauwerken. Die neusten Innovationen sollten hier zügig umgesetzt werden. Geschwindigkeitsbegrenzungen bringen dagegen wenig bis nichts. Mit dem Thema Autobahnlärm sollte ehrlich umgegangen werden. Rot-Grün ist hier kein Vorbild. Unrealistische Forderungen und übertriebene Versprechungen helfen den betroffenen Menschen nicht.

Landwirtschaftskammer erhalten, Beratungsqualität anerkennen

Seit Wochen kursieren wieder Berichte und Meldungen darüber, dass Grünen-Umweltminister Remmel womöglich die Landwirtschaftskammer abschaffen möchte. Leider hat es Remmel auch in dieser Woche im Landwirtschaftsausschuss verpasst, sich klar zugunsten der Landwirtschaftskammer zu positionieren. Wir wollen endlich Klarheit in der Sache und vor allem im Interesse der Beschäftigten. Eine Abschaffung der Landwirtschaftskammer ist mit CDU-Landtagsfraktion nicht zu machen. Die Landwirtschaftskammer ist landesweit gut aufgestellt und genießt durch ihre anerkannte Beratungskompetenz in Fragen der Land- und Forstwirtschaft wie des Gartenbaus eine hohe Anerkennung. Nicht zuletzt durch die Fusion der Kammer Rheinland und Westfalen hat sie sich organisatorisch neu aufgestellt und leistet mit schlanken Strukturen an 13 dezentralen Standorten eine unverzichtbare Arbeit. So leistet jede der 13 Serviceeinheiten in NRW eine enorme Beratungsleistung für bis zu 6.000 Betriebe. Wer über Strukturen redet, muss die Menschen mitnehmen und mit ihnen reden.

 
26. Kalenderwoche

Die CDU-Landtagsfraktion steht zu ihren auf dem Landesparteitag in Siegen verabschiedeten schulpolitischen Leitlinien

Wir wissen, dass sich die Schullandschaft infolge des demografischen Wandels und des Anmeldeverhaltens der Eltern ändert. Wir wollen eine zukunftsfeste Schulstruktur. Alle am Schulleben Beteiligten sollen in den Grundfragen des Schulwesens Rechts- und Planungssicherheit über einen hinreichend langen Zeitraum haben. Deshalb haben wir wiederholt unsere Bereitschaft zu Konsensgesprächen mit den anderen demokratischen Parteien und Fraktionen des Landtags erklärt und auch wiederholt zu solchen Gesprächen eingeladen. Wir sind nicht bereit, über die Zukunft des Schulwesens mit der Linken zu verhandeln. Unsere Fraktion hat einen klaren Abgrenzungsbeschluss zur Linken gefasst und sich damit in die jahrzehntelange Tradition der CDU gestellt, keine gemeinsame Sache mit linken oder rechten extremistischen Parteien zu machen. Wir sprechen nicht über mögliche Verfassungsänderungen mit einer Partei, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht.

Wir wollen kleine Grundschulen im demografischen Wandel erhalten. Das ist vor allem für die ländlichen Regionen wichtig. Kurze Wege und kleine Klassen für die Kleinen sind die wichtigste Bildungsinvestition. Wir wollen eigenständige Bildungsgänge zum Mittleren Abschluss und zum Abitur dauerhaft sicherstellen. Wir wollen die Bedingungen für Verbundschulen verbessern und das Verbundschul-Konzept auf der Basis des Prinzips der selbständigen Schulen fortentwickeln. Es ist für viele Schulen und Kommunen eine gute, demographiefeste Lösung. Wir sind bereit, über die Streichung der Hauptschulgarantie aus der Verfassung zu reden, wenn im Gegenzug der dauerhafte Erhalt einer vielfältigen Schullandschaft verbindlich festgeschrieben wird.

Als CDU haben wir den jahrzehntelangen ideologischen Streit beendet. Dazu gehört, dass wir neben den äußerlich differenzierenden Schulen auch integrative Schulen für geeignete Schulen halten. Allerdings haben wir schwerwiegende Vorbehalte gegen die Gemeinschaftsschule in der Form, in der die Landesregierung sie auf den Weg bringen will. So halten wir es vor allem nicht für angemessen, alle Kinder in den Klassen fünf und sechs nach den Standards des Gymnasiums zu unterrichten.

Wir wollen uns mit aller Kraft für die Kinder und Jugendlichen einsetzen, die den Hauptschulabschluss anstreben. Auch dort, wo es in Zukunft keine eigenständige Hauptschule in erreichbarer Nähe mehr gibt, muss ihnen ein zum angestrebten Abschluss passender Unterricht angeboten werden. Sozialdemokraten und Grüne lassen den Eindruck entstehen, als sei jedes Kind, das nicht Abitur macht, um seine Chancen gebracht. Das ist eine Position, gegen die sich die CDU entschieden zur Wehr setzt. Jedes Kind hat einen Anspruch auf Förderung seiner Talente, ganz gleich, ob es die Berufsbildungsreife anstrebt, die Mittlere Reife oder das Abitur.

Wir wollen, dass alle Schulformen in der Ausstattung gleich und fair behandelt werden. Das gilt auch für die Mittelzuweisung an die Kommunen im GFG. Wir wollen einen regionalen Konsens in der Schulentwicklungsplanung, um „Kannibalisierungen“ zu verhindern.

Landesbetrieb Wald und Holz: Remmel wollte unbedingt einen grünen Parteifreund, jetzt bleibt die Stelle vorerst unbesetzt

Wir haben von Anfang an vor einer ‚Scheinausschreibung‘ bei der Neubesetzung der Leitung des Landesbetriebs Wald und Holz gewarnt. Aber Minister Remmel wollte gegen jeden Rat unbedingt einen Grünen-Parteimann durchsetzen. Obwohl die Leiterstelle des Landesbetriebs Wald und Holz jetzt seit Ende Januar unbesetzt ist, hat Remmel durch sein eigenes Verhalten versuracht, dass die angeblich so dringend erforderliche Stellenbesetzung aufgrund einer Konkurrentenklage vorerst nicht erfolgen kann. Unsicherheit und Vakanz im Landesbetrieb gehen ausschließlich auf das Konto von Minister Remmel. Hätte er von Anfang an ein ordentliches Ausschreibungsverfahren gewählt, statt zu tricksen, wäre die Stelle längst besetzt. Peinlich für ihn ist, dass er im Kabinett einen Beschluss herbeigeführt hat, der jetzt nicht umgesetzt werden darf. Mit seinem rein parteitaktischen Verhalten schadet Minister Remmel unserem Land.

Experten halten rot-rot-grünes Wasserentnahmeentgeltgesetz für verfassungsrechtlich bedenklich

Dass Rot-Grün auf Drängen der Linkspartei jetzt auch Energie-Unternehmen für das Abpumpen von Sümpfungswasser über den Wasser-Cent zur Kasse bitten will, stieß auf massive verfassungsrechtliche Bedenken bei den Sachverständigen. Diese waren in dieser Woche in einer gemeinsamen Sitzung von Haushalts- und Wirtschaftsausschuss im Düsseldorfer Landtag gehört worden. Das Gesetz zum Wasserentnahmeentgelt dokumentiert den Kniefall von SPD und Grünen vor den Linken. Es hat keinerlei ökologische Lenkungswirkung, sondern stellt einen hemmungslosen Griff in die Taschen von Bürgern und Wirtschaft dar.

Frau Kraft muss endlich klare Worte gegen Antisemitismus der Linken finden

Der Landtag begrüßt und bekräftigt das besondere Verhältnis Nordrhein-Westfalens zu Israel. Es war bislang immer Konsens unter allen demokratischen Parteien, sich eindeutig zu Israel zu bekennen und gegen alle antisemitischen Tendenzen einzutreten. Heute aber müssen wir feststellen, dass Ministerpräsidentin Kraft zum Antisemitismus der Linken nicht nur schweigt. Vielmehr lässt sie sich ungerührt weiter von den Linken ihre Mehrheiten beschaffen. Üblicher Regierungsstil von Ministerpräsidentin Kraft ist es, Aussitzen als Staatskunst zu verstehen. Auch Johannes Rau hat Vieles ausgesessen. Aber wenn es um Antisemitismus, um Israel ging, dann war seine Stimme zu hören. Das Schweigen von Frau Kraft ist peinlich und alleine dem Machterhalt und der Gunst der Linken geschuldet.

CDU trägt aus staatspolitischer Verantwortung die Lösung zur WestLB mit, aus landespolitischer Verantwortung halten wir an unserer Forderung der Haushaltskonsolidierung fest

Die CDU im Düsseldorfer Landtag erklärt ihre grundsätzliche Zustimmung zu den vereinbarten Eckpunkten. Wir halten sie unter den gegebenen Umständen im Grundsatz für strukturell tragfähig. Das ist das eindeutige Signal, das die CDU-Landtagsfraktion nach Brüssel und Berlin sendet. So übernehmen wir Verantwortung für das Land. Mit der Zustimmung tragen wir der Tatsache Rechnung, dass ein Scheitern der Restrukturierung zu einem ungleich größeren Schaden für das Land NRW und die Menschen führen würde.

Aus staatspolitischer Verantwortung tragen wir das mit. Aus landespolitischer Verantwortung halten wir an unserer Forderung nach Haushaltskonsolidierung fest. Die CDU im Düsseldorfer Landtag stellt keinen Blankoscheck für zukünftige Gesetze aus. Die CDU-Landtagsfraktion wird Gesetzen nur dann zustimmen, wenn sie haushaltspolitisch verantwortbar sind. Wir bleiben dabei, dass das übertriebene Schuldenmachen der Schuldenkönigin Kraft endlich ein Ende haben muss.

25. Kalenderwoche
CDU will einen dauerhaften Schulfrieden

Die CDU war und ist immer bereit für Gespräche über ein dauerhaftes, von allen akzeptiertes Schulsystem in Nordrhein-Westfalen. Es geht uns wirklich darum, im
Interesse von Schülern, Lehrern und Eltern eine gemeinsame Linie zu finden. Allerdings sollten diese Gespräche mit den demokratischen Parteien geführt werden.
Wir sind nicht bereit, diese Gespräche auch mit der Linkspartei zu führen. Als Christdemokraten sind wir nicht bereit, mit einer Partei über ein wertegebundenes
Schulsystem zu sprechen, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und die den Religionsunterricht sowie Bekenntnisschulen abschaffen will. Frau Kraft und Frau
Löhrmann müssen entscheiden, ob ihnen eine gemeinsame Schulpolitik mit den Kommunisten wichtiger ist als ein gemeinsamer Kurs der demokratischen Parteien.
Unsere Einladung, mit SPD, Grünen und FDP über diese Fragen zu reden, gilt unverändert.
Rot-grünes Klimaschutzgesetz ist eine Katastrophe für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen

Das von der Landesregierung vorgelegte Klimaschutzgesetz bleibt trotz kleiner Änderungen eine Bedrohung für den Wirtschaftsstandort. Die SPD konnte und wollte
nicht mehr als kosmetische Änderungen erreichen. Dieser Gesetzentwurf ist weiterhin verfassungswidrig. Er atmet durch und durch den Geist grüner Deindustrialisierungspolitik. Unserem Bundesland wird im Wettbewerb schwerer Schaden zugefügt. Die Interessen der Unternehmen und ihrer Beschäftigten werden
so nicht wahrgenommen. Stopp der Gemeinschaftsschule in Blankenheim: Da waren es nur noch zwölf Nachdem das Oberverwaltungsgericht in Münster die Genehmigung einer Gemeinschafsschule im sauerländischen Finnentrop vor Pfingsten untersagte, hat Schulministerin Löhrmann in dieser Woche den Stopp für eine ebenfalls beklagte Gemeinschaftsschule in Blankenheim angeordnet. Damit gehen in Nordrhein-Westfalen zum Beginn des kommenden Schuljahres nur noch zwölfGemeinschaftsschulen an den Start. Jetzt zeigt sich, wie problematisch es ist, die neue Schulform gegen den regionalen Konsens durchsetzen zu wollen. Und es zeigt sich, dass das Münsteraner Gerichtsurteil erhebliche rechtliche Fragen auch für die anderen Standorte aufwerfe. Und dies kann die Schulministerin auch nicht dadurch auflösen, dass sie sagt, gegen die anderen Schulen sei die Widerspruchsfrist bereits abgelaufen. Insofern ist Frau Löhrmann von der Realität eingeholt worden. Sie muss nun das von ihr selbst angerichtete Chaos beseitigen und den Eltern, Schülern und Lehrern Rechtssicherheit geben.
Rot-Grün versagt beim Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren

Seit 2005 ging der Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren in beachtlichen Schritten voran: 2005 gab es magere 11.800 Plätze, im
Kindergartenjahr 2010/2011 waren es bereits 90.000. Heute stellen wir mit Bedauern fest, dass Rot-Grün beim Anknüpfen an die bisherige Ausbau-Dynamik der schwarzgelben Vorgängerregierung versagt hat. Lediglich 7.004 institutionelle U3-Plätze kommen im Kindergartenjahr 2011/2012 hinzu. Wenn das Ausbauziel von 144.000 U3-Plätzen bis 2013 erreicht werden soll, muss Rot-Grün dringend ihre Prioritätensetzung ändern. Denn der Platzausbau sowie weitere Qualitätsverbesserungen in der U3-Betreuung müssen Vorrang vor einer Beitragsfreiheit im letzten Kitajahr haben. Das hat auch die große Mehrheit der Experten bestätigt, die in dieser Woche in einer KiBiz-Anhörung im Landtag gehört worden sind und sich eindeutig gegen das beitragsfreie dritte Kitajahr ausgesprochen haben. Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung ihre Beratungsresistenz ablegt. Eine Koalition der Einladung, die wertvolle Expertenempfehlungen mit Füßen tritt, wird schnell zu einer Koalition der Ignoranz.

Islamischen Religionsunterricht auf den Weg gebracht

In dieser Woche sind wir der Einführung eines islamischen Religionsunterrichts als ordentlichem Lehrfach einen Riesenschritt näher gekommen. Der eingebrachte
Gesetzentwurf ist zugleich ein Bekenntnis zum konfessionsgebundenen Unterricht aller Religionen an unseren Schulen – und eine deutliche Absage an dunkelrote
Ethikunterricht-Träumereien. Wir schaffen die Grundlage dafür, dass die rund 320.000 muslimischen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen endlich
ihren Religionsunterricht bekommen – und zwar in deutscher Sprache, unter deutscher Schulaufsicht und mit in Deutschland ausgebildeten Lehrerinnen und
Lehrern. Damit holen wir den islamischen Unterricht aus den Hinterhöfen in die Mitte unserer Gesellschaft. Dies ist ein guter Tag für die Integration in unserem Land.
CDU-Landtagsfraktion begrüßt Entscheidung des RVR zu Datteln

Wir begrüßen die Entscheidung der Verbandsversammlung im Regionalverband Ruhr (RVR), das Regionalplanänderungsverfahren zum Kraftwerksstandort in Datteln
fortzuführen. Die Grünen im Landtag sollten sich ein Beispiel an den Grünen im RVR nehmen. Denn mit ihrer wirtschaftsfeindlichen Politik bringt Rot-Grün im Land den
Industrie- und Energiestandort Nordrhein-Westfalen in Gefahr. Die Entscheidung über den Fertigbau des Kraftwerks in Datteln darf man nicht den Gerichten
überlassen. Datteln muss politisch gewollt und gefördert werden. Und die SPD muss sich fragen lassen: Warum ist ihre Fraktion im RVR glaubhafter und durchsetzungsstärker als die SPD-Landtagsfraktion? Statt ständig folgenlos über den Industriestandort NRW zu fabulieren, sollte die Ministerpräsidentin jetzt endlich ein
Machtwort in Sachen Datteln sprechen.

Kommunale Theater nicht im Regen stehen lassen

Viele Theater im Land schlagen Alarm. Sie leiden unter großen Finanzproblemen. Die CDU-Landtagsfraktion hat diese Probleme frühzeitig erkannt. Deshalb haben wir
einen Antrag in den Landtag eingebracht, der die Landesregierung auffordert, den Betriebskostenzuschuss an die kommunalen Theater zu verdoppeln. Dieser liegt
derzeit weit unter der Theaterförderung anderer Bundesländer. Deshalb hatte die CDU-Landtagsfraktion schon 2010 vor der Wahl angekündigt, diese Verdopplung
vorzunehmen. Damit bliebe die Theaterförderung im bundesweiten Vergleich immer noch unter dem Durchschnitt. Es würde aber ein Zeichen gesetzt, dass auch dem
Land die Vielfalt der kommunalen Theaterlandschaft wichtig ist. Die Erhöhung derZuschüsse soll den Theatern Zeit geben, um notwendige Optimierungen in die Wege
zu leiten. Nach einem Zeitraum von drei Jahren ist das neue Finanzierungsmodell zu überprüfen. Bei seiner Weiterentwicklung bzw. Fortschreibung ist das Augenmerk
darauf zu richten, dass Förderanreize für diejenigen Theater und Orchester bestehen, die sich den wirtschaftlichen Herausforderungen in besonderer Weise
stellen.
24. Kalenderwoche

Am Bonn-Berlin-Beschluss wird nicht gerüttelt

Am Bonn-Berlin-Beschluss wird nicht gerüttelt. Die CDU-Landtagsfraktion erwartet Vertragstreue. Vor 20 Jahren hat der Deutsche Bundestag in Bonn beschlossen, den Sitz von Bundesregierung und Bundestag von Bonn nach Berlin zu verlegen. Bestandteil des Beschlusses war, dass bestimmte Ministerien nach Berlin umziehen, andere ihren Sitz in Bonn behalten. Seitdem tritt immer jemand eine Debatte los, die Ministerien müssten komplett nach Berlin umziehen. Das ist nicht der Beschluss des Deutschen Bundestages. Und der gilt. Unmissverständlich.

Kompetenzzentren "Frau und Beruf" schaffen Doppel- und Dreifachstrukturen, statt die Kräfte zu bündeln

Weniger ist oftmals mehr. Mit Doppel- und Dreifachstrukturen schafft man zusätzliche Bürokratie, aber keine effiziente Arbeitsvermittlung. Aber an der Effizienz der von ihr nun eingerichteten Kompetenzzentren "Frau und Beruf" zweifelt die Landesregierung offensichtlich selber, wenn sie feststellt, dass sie die Fülle der Aufgaben alleine nicht bewältigen können. Statt dieselbe Aufgabe auf verschiedene Träger zu verteilen, die dann alle nebeneinander her arbeiten, ist es wichtig, die Aufgaben zu bündeln. Aus diesem Grunde hat die schwarz-gelbe Vorgängerregierung die Kompetenzzentren abgeschafft und die Arbeit der „klassischen“ Institutionen gestärkt. Das war und ist richtig.

Medienpass: Das „Seepferdchen“ hilft nicht gegen Cyber-Mobbing-Wellen

Die Pläne der Landesregierung zur Einführung eines so genannten „Medienpasses“ für Kinder und Jugendliche hält die CDU-Landtagsfraktion für zu wenig konkret. Wenn SPD und Grüne in der Regierung wirklich ernst machen würden, würden sie Medienkompetenz viel stärker im gesamten Bildungskanon verankern. Ein „Seepferdchen“ kann nicht allein für den richtigen Umgang im Netz sorgen. Dafür braucht man Eltern, Erziehungsberechtigte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer, die sich mit den Kindern und Jugendlichen austauschen. Im Übrigen bleibt die Koalition hinter ihren Ankündigungen zurück. Denn im Koalitionsvertrag hat Rot-Grün für alle Schulformen einen „altersgemäßen Medienführerschein“ angekündigt. Zum sicheren Surfen reicht das, was bisher vorliegt, bei weitem nicht aus. Die Hilfen reichen noch nicht einmal, den Kopf über Wasser zu halten. Die Regierung muss nacharbeiten.

Die CDU-Landtagsfraktion trauert um Peter Brakelmann

Mit Bestürzung hat die CDU-Landtagsfraktion von dem viel zu frühen Tod des 53-Jährigen erfahren. Wir trauern um einen großen Christlich-Sozialen, der als CDU-Abgeordneter die Interessen der Menschen seiner Heimatstadt Wuppertal im Düsseldorfer Landtag und in der Landtagsfraktion mit Herz vertreten hat. Brakelmann war von 2005 bis 2010 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Wuppertal II in den Landtag eingezogen. Dort brachte der gelernte Betriebsschlosser und Betriebsrat der Wuppertaler Stadtwerke seine Kompetenz insbesondere in den Feldern Gesundheit und Soziales ein. Aber auch für die strukturschwachen Städte insbesondere des Bergischen Landes ergriff Brakelmann stets und unüberhörbar Partei. Seit 2003 gehörte er dem Landes- und Bundesvorstand der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) an. Die CDU-Landtagsfraktion verneige sich vor der politischen Arbeit Peter Brakelmanns. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

23. Kalenderwoche

Oberverwaltungsgericht stoppt Gemeinschaftsschule

Nach Frau Krafts ‚vorsorgender Finanzpolitik‘ ist nun auch das andere Kernprojekt dieser Landesregierung gescheitert. Frau Löhrmann muss ihren Versuch einer Schulreform am Parlament vorbei aufgeben. Schulen brauchen Planungssicherheit und keine politische Stümperei. Wir hoffen, dass die Einladung der CDU an die demokratischen Parteien des Landtags zu Gesprächen über einen Schulkonsens jetzt endlich angenommen wird.

 Rot-grünes Tariftreuegesetz geht an den Realitäten vorbei

Mit dem Gesetzentwurf zum Tariftreuegesetz hat die grün-rote Minderheitsregierung ein Bürokratiemonster auf den Weg gebracht. SPD und Bündnisgrüne setzen damit ihren wirtschafts-, mittelstands- und kommunalfeindlichen Kurs in Nordrhein-Westfalen fort. Den Schaden haben Handwerker und Kommunen gleichermaßen. Denn mehr Bürokratie kostet beide Seiten mehr Geld. Selbstverständlich steht die CDU für faire Löhne. Aber ein Gesetz, dessen Einhaltung niemand kontrollieren kann, schadet nur. Durch den Gesetzentwurf von SPD und Grünen besteht die Gefahr, dass insbesondere kleine Betriebe durch übertriebene Auflagen und Nachweispflichten bei der Ausschreibung kommunaler Aufträge ausgeschlossen werden. Wenn künftig beispielsweise ein Gerüstbauunternehmen mit über 20 Mitarbeitern dazu verpflichtet werden soll, einen Frauenförderplan aufzustellen, zeigt das nur, dass dieses Gesetz an den Realitäten vorbeigeht.

 CDU-Landtagsfraktion begrüßt Beschluss zum Energieumstieg

 In dieser Woche hat die CDU-geführte Bundesregierung den Energieumstieg beschlossen. Dieser wichtige Schritt ist sehr zu begrüßen. Es gilt nun, die Möglichkeiten und Chancen, die sich für Unternehmen, Wissenschaft und Verbraucher eröffnen, beherzt zu nutzen. Nur so ist sicherzustellen, dass der Energieumstieg nicht zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Versorgungssicherheit geht. Wichtig ist, dass die Umsetzung in einem gesamtgesellschaftlichen Konsens geschieht. Diesem darf sich keine Partei oder Interessengruppe aus ideologischen Gründen verschließen.

 Mit dem Wasser-Cent treibt grün-rote Minderheitsregierung ihre Industriefeindlichkeit auf die Spitze

 Die grün-rote Minderheitsregierung greift immer ungenierter in die Taschen der Bürger, aber auch der Unternehmen. Befeuert vom Partner auf der Linken werden nun auch die Energie-Unternehmen, die Sümpfungswasser in Anspruch nehmen, kräftig zur Kasse gebeten. Bezahlen muss das der Bürger mit seiner Stromrechnung. Das Wasserentnahmegesetz treibt die Industriefeindlichkeit dieser grün-roten Minderheitsregierung in NRW auf die Spitze. Nach Bettensteuer, Erhöhung der Grunderwerbssteuer jetzt der Wassercent: Dadurch wird kein einziger Liter Wasser sauberer. Vielmehr ist das der hemmungslose Angriff auf die Geldbörsen der Menschen in NRW. Die SPD bleibt eine wirtschaftsfeindliche Partei. Das beeinflusst auch das Handeln dieser Landesregierung: Ein Zick-Zack-Kurs beim Bau des modernsten und umweltfreundlichsten Steinkohlekraftwerks in Datteln, ein Klimaschutzgesetz, das aus Nordrhein-Westfalen ein Biotop machen will, und Gesetze, die Unternehmen und Verbraucher zur Kasse bitten – diese Politik von Frau Kraft und Herrn Remmel ist industriefeindlich und gefährdet in der Konsequenz viele hochwertige Arbeitsplätze in NRW.

 „Kinderlärm“ ist Zukunftsmusik

 Mit breiter Zustimmung im Umweltausschuss für den Änderungsantrag der CDU-Landtagsfraktion zum Landesimmissionsschutzgesetz haben wir in dieser Woche eine wichtige Verbesserung für die Akzeptanz von spielenden Kindern erreicht. Mit der von der CDU-Fraktion eingebrachten Änderung wird noch deutlicher herausgestellt, dass die Geräusche spielender Kinder nicht behandelt und gemessen werden können wie etwa Auto-, Baustellen- oder Flugzeuglärm. Diese Vorgabe macht auch das von Bundesumweltminister Norbert Röttgen umgesetzte Bundesimmissionsschutzgesetz. Die Übernahme dieser Regelung in das NRW-Gesetz ist daher sinnvoll. Wir freuen uns über diesen Erfolg für die Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen. 

Bundesprogramm zur energetischen Sanierung ist wichtiger Bestandteil des Energieumstiegs

Die Entscheidung der Bundesregierung, ab 2012 jährlich 1,5 Milliarden Euro für die energetische Sanierung des Gebäudebestandes zur Verfügung zu stellen, ist ein unabdingbarer Bestandteil des Energieumstiegs in unserem Land. Die Steigerung der Energieeffizienz beinhaltet das größte Energieeinsparpotential. Rund 40 Prozent der erzeugten Primärenergie werden in den privaten Haushalten verbraucht. Aus diesem Grund muss der Bund langfristig sicherstellen, dass entsprechende Förderprogramme des Bundes finanziell hinreichend ausgestattet werden. Hierfür sind die angekündigten jährlichen 1,5 Milliarden Euro ein erster wichtiger Schritt. Allein für Nordrhein-Westfalen sind jährlich mindestens 300 Millionen Euro erforderlich, um das erklärte Sanierungsziel zu erreichen.

Vorbildliche Arbeit der Polizei in Afghanistan verdient mehr Aufmerksamt und Wertschätzung 

Ein Abzug der deutschen Polizeikräfte aus Afghanistan wäre ein schwerer Schlag gegen die afghanischen Kollegen und das Bemühen der internationalen Gemeinschaft, in Afghanistan die Herausbildung einer rechtsstaatlichen Ordnung und einer schützenden Polizei zu fördern. Das haben in dieser Woche Experten in einem Sachverständigen-Gespräch im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags bestätigt. Deutschland und Nordrhein-Westfalen genießen international hohes Ansehen für den Aufbau einer zivilen Polizei in Afghanistan. Für eine verantwortliche friedens- und rechtsstaatsorientierte Sicherheitspolitik kann daher nicht der Abzug, sondern im Gegenteil die Verbesserung, Stärkung und Verteidigung der Polizeiaufbauhilfe in Frage kommen. Insgesamt verdient die vorbildliche Arbeit der nordrhein-westfälischen Polizei sowie die ihrer Kollegen aus dem Bund und anderen Ländern mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung in der Öffentlichkeit und im Parlament.

 
22. Kalenderwoche
Erhöhung der Eigenbedarfsgrenzen für Drogen ist verantwortungslos

Die Erhöhung der Eigenbedarfsgrenzen für Drogen ist eine Bankrotterklärung der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Mit großem Getöse will Rot-Grün das Rauchen wegen der bekannten Gesundheitsgefahren in der Öffentlichkeit einschränken, gleichzeitig soll der Genuss harter Drogen verharmlost werden. Während in den Niederlanden die Regierung die Türen der Coffee-Shops für Deutsche verschließt, erleichtert Rot-Grün den Besitz und den Eigengebrauch von Haschisch, Marihuana, Heroin und Kokain. Das ist unverantwortlich, weil die Landesregierung damit das Unrechtsbewusstsein der Drogenkonsumenten aufhebt. Es ist ein Skandal, wenn die grün-rote Minderheitsregierung zum 1. Juni eine Eigenbedarfsgrenze von einem halben Gramm für harte Drogen wie Heroin einführen möchte. Das ist falsch verstandene Toleranz und vollkommen inakzeptabel. Auch die Erhöhung der Eigenbedarfsquote für so genannte weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana halten wir für untragbar. Wir haben den Eigenbedarf aus gutem Grund vor vier Jahren auf sechs Gramm beschränkt. Offenbar will Grün-Rot nicht zur Kenntnis nehmen, dass gerade weiche Drogen heute sehr schnell zu psychischer Abhängigkeit führen und nachgewiesenermaßen auch mit teils hohen gesundheitlichen Risiken verbunden sind. Bei der Suchtprävention fährt die Landesregierung einen Zick-Zack-Kurs. Dabei ist gerade bei Jugendlichen konsequentes Handeln nötig. Denn wir müssen unsere Jugendlichen vor Drogen schützen.

Pannen und Peinlichkeiten beim Zentralabitur

Enttäuscht zeigt sich die CDU-Landtagsfraktion über die Erklärungsversuche von Schulministerin Löhrmann zu den Pannen im Zentralabitur. Schließlich geht es um die Lebenschancen junger Menschen, aber Frau Löhrmann fehlt bis heute die notwendige Einsicht. Noch in der vergangenen Legislaturperiode hat die heutige Schulministerin in der Opposition die Messlatte hochgelegt, jetzt hat sie diese Latte selbst gerissen. Bis heute hat Frau Löhrmann keine Erklärung für die Pannen geliefert. Wir haben wortreich gehört, wie ärgerlich das Ganze ist. Aber wir wissen bis heute nicht, wie das passieren konnte, wie die fehlerhaften Aufgaben durch alle Kontrollen rutschen konnten. Frau Löhrmann muss das Zentralabitur zur Chefsache machen.

Ins Amt gemauschelt: Nach SPD-Killewald, Wißen und van den Berg hieven nun auch die Grünen einen Parteifreund in den Landesdienst

Eins muss man der SPD lassen: Sie biegt jedenfalls nicht die Stellenausschreibung so zurecht, dass sie auf den gewünschten Bewerber passt. Die SPD schreibt die Stellen erst gar nicht aus. Anders sieht es bei den Grünen aus: Wie jetzt bekannt wurde, wird der ehemalige grüne Regierungspräsident Andreas Wiebe neuer Chef des Landesbetriebs Wald und Holz. Skandalös ist dabei allein schon das Ausschreibungsverfahren. In der ersten Stellenausschreibung des Remmel-Ministeriums wurden ein „abgeschlossenes, wissenschaftliches Hochschulstudium der Forstwissenschaften“ sowie die „Befähigung für den höheren Forstdienst“ als Anforderungsprofil festgeschrieben. Zum Auswahlverfahren heißt es im Ausschreibungstext: „In das sich anschließende Auswahlverfahren sind Elemente des ‚Assessement-Center-Verfahrens‘ integriert. Des Weiteren sollte die Stelle laut Ausschreibung zum 1. Januar 2011 am Dienstort Arnsberg besetzt werden. In der zweiten Stellenausschreibung war davon plötzlich nichts mehr zu lesen. Ohne Einschränkung auf einen Dienstort wurde nun „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ ein Leiter des Landesbetriebs gesucht. Vom Bewerber wurde nun ein „abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium“ sowie „mehrjährige Berufserfahrung in der Leitung einer großen Behörde oder vergleichbaren öffentlich-rechtlichen Institution“ gefordert. Auch von der Idee eines Assessement-Centers hatte man sich verabschiedet. Zu dem Auswahlverfahren heißt es in der zweiten Stellenausschreibung: „Das Auswahlverfahren findet im Rahmen einer persönlichen Vorstellung bei der Leitung des Ministeriums statt.“ An alledem kann man fühlen, dass Minister Remmel die Stellenausschreibung auf einen von ihm auserkorenen Kandidaten zugeschnitten hat. Hier sollte offenbar ein grüner Parteifreund wieder in Amt und Würden gesetzt werden.

Steffens muss für NRW-Ärzte kämpfen, statt an falscher Stelle zu lamentieren

Das Problem der ungleichen Bezahlung von Ärzten liegt nicht bei der Politik, sondern bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die für die Verteilung der Mittel zuständig ist. Dort ist die Schlechterstellung der nordrhein-westfälischen Ärzte beschlossen worden. Mit dieser Ungleichbehandlung stellt sich die ärztliche Selbstverwaltung auf Bundesebene selbst in Frage. Frau Steffens sollte sich endlich an richtiger Stelle deutlich hinter die nordrhein-westfälischen Ärzte und Versicherten stellen. Das ist nordrhein-westfälisches Beitragsgeld, das dem Land entzogen wird. Hier kann man schon einen vehementen Einsatz der Gesundheitsministerin für das Land erwarten. Es kann und darf nicht sein, dass gesetzlich Versicherte in Bayern und NRW zwar den gleichen Beitragssatz zahlen, aber die Ärzte unterschiedlich honoriert werden. Ursache hierfür ist das unkollegiale und unsolidarische Verhalten der Kassenärztlichen Vereinigungen in Bayern und Baden-Württemberg. Frau Steffens sollte zur Kenntnis nehmen, dass die Politik die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Honoraranpassung geschaffen hat.

21- Kalenderwoche
Duisburger Dankeschön-Spenden an die SPD: Innenminister Jäger verstrickt sich immer tiefer in Widersprüche

Innenminister Jäger muss endlich für Klarheit sorgen. Im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags hatte der Minister vollständige Transparenz versprochen. Doch die ist er bis heute schuldig geblieben. Eingeräumt hat er immer nur das, was ihm unwiderlegbar nachgewiesen werden konnte. Ein schachernder Innenminister beschädigt das Amt. Minister Jäger hatte in der Sitzung des Innenausschusses zunächst nur von mehr oder weniger flüchtigen Kontakten auf Parteiveranstaltungen zum Rechtsanwalt Vauth berichtete. Einen Tag später dann hatte er nach Vorhalten einräumen müssen, dass er sich mindestens zwei Mal mit Vauth getroffen hatte. Und jetzt berichten die Medien darüber, dass es weitere persönliche Treffen von Jäger und Vauth gegeben haben soll. Und dass Jäger persönlich/vertrauliche Briefumschläge entgegen genommen haben soll. Die CDU-Landtagsfraktion fordert lückenlose Aufklärung darüber.

Der niederrheinische Rechtsanwalt Lothar Vauth steht im Verdacht, illegale Parteispenden für den SPD-Unterbezirk Duisburg organisiert zu haben. Vorsitzender der SPD in Duisburg ist NRW-Innenminister Ralf Jäger, stellvertretende Vorsitzende ist die ehemalige finanzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und heutige Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken. Als Gegenleistung soll Jäger kommunalen Unternehmen den Anwalt als Gutachter empfohlen haben. So sind zum Beispiel fünf Gutachten aus der Kanzlei Vauth für die Duisburger Gesellschaft für Beschäftigung (GfB) nachgewiesen. Aufsichtsratsvorsitzender der GfB ist Ralf Jäger. Diese Verstrickungen sind kein Zufall, dahinter steckt System. Hat Jäger das System der Dankerschön-Spenden für seine Duisburger SPD entwickelt? Hat er es mitentwickelt? Hat er es beflügelt? Hat er es billigend in Kauf genommen? Innenminister Jäger verstrickt sich immer tiefer in Widersprüche. Er wird noch viele Fragen zu beantworten haben.

Wollen Bündnisgrüne die Gymnasien auf dem Altar der Einheitsschule opfern?

Wollen die Bündnisgrünen in Nordrhein-Westfalen sich den Weg zur Einheitsschule offen halten und die Gymnasien zur Disposition stellen? Im Düsseldorfer Landtag wird über Schulfrieden gesprochen. Aber mit der Äußerung des grünen Landesvorsitzenden Lehmann („Gymnasien sind keine heiligen Kühe“) stiften die Bündnisgrünen Unruhe bei Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern. Anders als Frau Löhrmann sich verlauten lässt, verharren die Landessprecher der Bündnisgrünen so weiter in ihrem ideologischen Schützengraben. Sie wollen die Gymnasien auf dem Altar der Einheitsschule opfern.

Bei Rot-Grün herrscht in der Energiefrage Chaos pur

In der zentralen Zukunftsfrage dieser Tage, nämlich der Energiefrage, sind SPD und Grüne tief zerstritten. Mit ihrem Zick-Zack-Kurs schadet die Landesregierung dem Land und dem Industriestandort NRW. Erst darf der grüne Umweltminister monatelang den Bau des modernsten und umweltfreundlichsten Kohlekraftwerks in Europa torpedieren, während die SPD seelenruhig zuschaut, wie eine 800 Millionen Euro schwere Investition vor die Wand gefahren werden soll. Dann boxen SPD, Grüne und Linke im Landtag die Ablehnung eines Antrags zur Unterstützung von Datteln durch, indem sie einen Abstimmungseklat inszenieren. Am vergangenen Wochenende dann entdeckt Frau Kraft ihr Herz für Steinkohlekraftwerke, aber die Grünen funken dagegen. So soll ein Antrag auf dem Grünen-Parteitag am kommenden Wochenende in Emsdetten das Aus für die Kohle besiegeln. Und als wäre das alles nicht schon genug, stimmt in diese SPD-Grüne-Kakophonie jetzt auch die SPD-Bundespartei mit ein. Alles in allem: Verwirrung total. Welches Unternehmen will unter solch unklaren Bedingungen denn ernsthaft in die Zukunft investieren? Bei Rot-Grün herrscht in der Energiefrage Chaos pur.

Pannenserie in Mathe-Abiturklausuren ist der Gipfel der Peinlichkeit

Die Pannenserie in den Abiturklausuren im Fach Mathematik reißt nicht ab. Nachdem vor wenigen Wochen Fehler in den Abiturklausuren für die Mathematik-Grundkurse aufgefallen waren, hat es neuerlich Pannen in der Wiederholungsklausur gegeben. Das ist der Gipfel der Peinlichkeit. Schulministerin Löhrmann hat aus Fehlern nichts gelernt. Schlimmer aber ist: Da stehen junge Menschen vor einem entscheidenden Lebensabschnitt. Aber das Haus Löhrmann dilettiert, stiftet heillose Verwirrung und damit große Verunsicherung. Frau Löhrmann muss sich an den Maßstäben messen lassen, die sie in der vergangenen Legislaturperiode selbst aufgestellt hat. Sie muss ihr Krisenmanagement dringend verbessern. Denn wenn es stimmt, dass jede Schule eigenhändig den aus Düsseldorf mitgeteilten Fehler in den Aufgaben korrigieren musste, dann arbeitet das Schulministerium auch handwerklich schlecht. Was will Frau Löhrmann denn machen, wenn sich dabei Übertragungsfehler einschleichen? Frau Löhrmann muss Abiturklausuren sofort und für die Zukunft zu ihrer Chefsache erklären.

CDU-Landtagsfraktion begrüßt Haftstrafe für Futter-Panscher

Die CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag unterstützt die Initiative von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner, Futter-Panscherei künftig mit einer Haftstrafe von bis zu zwei Jahre zu ahnden. Auch die Verdopplung der Geldbuße bei Fahrlässigkeit halten wir nach den Erfahrungen des Dioxin-Skandals für den richtigen Weg. Die CDU-Landtagsfraktion hatte schon mit Bekanntwerden des Futtermittelskandals harte Strafen, Bußgelder und Berufsverbote für die Panscher gefordert. Und auch Ministerin Aigner hatte mit ihrem Aktionsprogramm zu Beginn des Jahres angekündigt, konsequent gegen kriminelle Machenschaften vorzugehen. Landwirte und Verbraucher dürfen nicht Opfer krimineller Machenschaften werden. Harte strafrechtliche Konsequenzen sind dafür der richtige Weg.

20. Kalenderwoche

Die CDU-Fraktion hält das rot-grüne Haushaltsgesetz für offenkundig verfassungswidrig

Gestartet ist diese Landesregierung im Haushaltsansatz im Dezember mit einer Neuverschuldung von 7,8 Milliarden Euro. Am Tag der mündlichen Verhandlung in Münster lag die geplante Neuverschuldung bei 7,1 Milliarden. In dem Haushalt, der in dieser Woche verabschiedet worden ist, plant die Landesregierung 4,8 Milliarden Euro neue Schulden. Das sind 3 Milliarden Euro weniger als im Dezember-Ansatz. Gründe dafür sind die Klage von CDU und FDP und die sprudelnden Steuereinnahmen. Sparanstrengungen der Landesregierung hat es nicht gegeben. Die Landesregierung hat das Urteil des Verfassungsgerichts nicht akzeptiert. Sie hat ihre Schuldenpolitik nicht aufgegeben. Sie profitiert nur von der guten wirtschaftlichen Entwicklung. Das ist kein Verdienst, sondern reines Glück. Mit 4,8 Milliarden Euro liegt der Ansatz knapp eine Milliarde über der Verfassungsgrenze. Die CDU-Fraktion hält das Haushaltsgesetz für offenkundig verfassungswidrig. Ein Gesetz laufen zu lassen, das wir nicht für verfassungskonform halten – das können wir mit unserem Gewissen und unserem Selbstverständnis als Parlamentarier nicht vereinbaren. Regierung und Parlament stehen in der Verantwortung, die Verfassung einzuhalten bzw. darüber zu wachen, dass sie eingehalten wird. Da gibt es keinen taktischen Spielraum. Deshalb hat meine Fraktion entschieden, dass wir gegen das Haushaltsgesetz 2011 klagen, wenn es heute in der vorliegenden Form verabschiedet wird.

Es gibt keine Alternative zur Konsolidierung

Mit der knappen Milliarde neuer Schulden über der Verfassungsgrenze finanziert die Landesregierung ihre Wahlgeschenke. Keines dieser Wahlgeschenke ist objektiv unentbehrlich. Ein verfassungskonformer Haushalt wäre ohne weiteres möglich. Was fehlt, ist der politische Wille. Die CDU-Fraktion hat das vorgerechnet und eine Alternative aufgezeigt. Es ist der alte Fehler der SPD: Die SPD geht nicht ordentlich mit dem Geld der Menschen um. Wir haben in den nächsten Monaten, Jahren und Jahrzehnten schwere Aufgaben zu stemmen. Die Energiewende wird viel Geld kosten. Die Eurostabilität wird viel Geld kosten. Die Sozialsysteme im demographischen Wandel werden viel Geld kosten. Deshalb brauchen wir eine solide Haushaltspolitik. Es gibt keine Alternative zur Konsolidierung. Wir halten deshalb die Schuldenbremse für eine der wichtigsten politischen Entscheidungen seit der Wiedervereinigung. Nordrhein-Westfalen muss die Verschuldung massiv zurückführen, um das Ziel zu erreichen. Das geht nicht ohne strukturelle Maßnahmen, das geht nicht ohne Personaleinsparung, das geht nicht, wenn jeder Wunsch bedient wird. Frau Kraft ist auf dem falschen Weg. Ihre Politik macht das Land nicht zukunftsfähig. Sie führt zu ungerechten und unsozialen Verhältnissen.

Frühkindliche Bildung: Betreuungsqualität hat für uns absolute Priorität

Mit unserem Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern haben wir in der letzten Legislaturperiode Akzente gesetzt, um eine echte Förderung von Kindern herbeizuführen. Uns ging und geht es um Qualität und eine wesentliche Verbesserung. Das hatten SPD und Grüne in den vergangenen Jahrzehnten völlig verschlafen. Wir haben es angepackt und damit Kindern und Jugendlichen eine positive Zukunftsperspektive gegeben. Und wir haben ihnen neue Chancen gegeben. Und das heute das Gesetz evaluiert wird, liegt daran, weil wir das ins Gesetz geschrieben haben. Deshalb auch hat die grün-rote Minderheitsregierung das Gesetz 1:1 übernommen. Selbst die Pauschale ist bis auf den letzten Cent genau in den neuen Gesetzentwurf übernommen worden. Vielfach gefordert, nachvollziehbar und durchaus wünschenswert ist die Beitragsfreiheit in Kinderbetreuungseinrichtungen. Um jedoch nicht nur wünschenswert zu bleiben, sondern auch machbar, bedarf es zunächst der Erfüllung der Voraussetzungen an Quantität und Qualität. Denn eine Gratis-Kita ist erst dann eine gute Kita, wenn die Qualität stimmt und wenn durch ein ausreichendes Angebot wirklich jeder davon profitieren kann – insbesondere diejenigen Kinder, denen sie am meisten zugutekommt. Deshalb wollen wir weiter in die Qualität der frühen Bildung und Förderung von Kindern investieren. Das hat für uns Priorität.

Justizminister Kutschaty räumt ein: Es gibt Vorprüfungen auf Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Innenminister Jäger

Es gibt Vorprüfungen auf die Einleitung von Ermittlungsverfahren gegen Innenminister Ralf Jäger (SPD), den Krefelder SPD-Landtagsabgeordneten Uli Hahnen und den Bürgermeister der Stadt Moers, Norbert Ballhaus (SPD). Das musste der zuständige NRW-Justizminister Kutschaty in dieser Woche im Rechtsausschuss einräumen. Der Rechtsausschuss des Düsseldorfer Landtags diskutierte in einer Sondersitzung über dubiose Dankeschön-Spenden für die Duisburger SPD, deren Vorsitzender NRW-Innenminister Jäger ist, wie auch für SPD-Unterbezirke am Niederrhein. Gab und gibt es ein System in der NRW-SPD, über Aufträge aus öffentlichen Unternehmen und gemeinnützigen Gesellschaften Dankeschön-Spenden für die SPD zu generieren? Diese Frage steht weiterhin im Raum. Wir fordern schnelle und umfassende Aufklärung.

Abitur: In der Opposition hat Frau Löhrmann hohe Ansprüche gestellt, nun ist sie in der Realität gelandet

„Als Ministerin sind Sie eine Katastrophe.“ Mit diesem harschen Vorwurf konfrontierte Frau Löhrmann ihrer Amtsvorgängerin im Jahr 2008. Als Schulministerin ist Frau Löhrmann nun selbst für die Aufgaben im Abitur verantwortlich. Und ihr unterlaufen ebenfalls Pannen beim Abitur, wie jetzt beim Mathematik-Abitur geschehen. Das Management des Ministeriums steht stark in der Kritik. Es wird deutlich: Frau Löhrmann hat hohe Ansprüche gestellt, nun ist sie auf dem Boden der Realität gelandet.

Rot-Grünes Gemeindefinanzierungsgesetz 2011 führt zu Verwirrung und Fassungslosigkeit bei den Kommunen

Der Chaosvirus in der Landesregierung und der rot-grünen Koalition hat auch das Kommunalministerium infiziert. Die nun in dritter Lesung verabschiedete Änderung des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GfG) 2011 führt zu Verwirrung und Fassungslosigkeit bei den Kommunen. Durch Streichung der geplanten Änderung der fiktiven Steuerhebesätze werden Haushaltsberatungen entwertet und Beschlüsse von Räten gegenstandslos gemacht. Schließlich hatten die allermeisten Kommunen ihre Haushalte auch bei der überfallartigen Veröffentlichung des GfG 2011 Ende Dezember 2010 bereits beschlossen. Seit diesem Zeitpunkt hat die CDU Landtagsfraktion in vielen Gesprächen und Debatten darauf hingewiesen, dass eine einseitige und selektive Grunddatenanpassung zu Verwerfungen in der kommunalen Landschaft führen würde. Immer wieder haben wir uns dafür eingesetzt, die Grunddatenanpassung gemeinsam mit allen Änderungsvorschlägen der ifo-Kommission im GfG 2012 zu einer verlässlichen, planbaren und gerechten Gemeindefinanzierung aus einem Guss zusammenzuführen. ‘Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln‘ – so geht es nicht in der Kommunalpolitik, für die Verlässlichkeit, Planbarkeit und Berechenbarkeit das A und O sind. Schon der bisherige Zick-Zack-Kurs einer kommunalen Ankündigungspolitik hat die Kommunen genügend verunsichert.

Love Parade: NRW-Innenminister Jäger muss sich seiner Verantwortung stellen

Für den nordrhein-westfälischen Innenminister gilt bei der Aufarbeitung der Love Parade dasselbe wie für alle Beteiligten: Jäger muss sich seiner Verantwortung stellen. Umso ärgerlicher ist es, dass der NRW-Innenminister in der Aktuellen Stunde im Plenum immer nur das einzuräumen bereit war, was wir bereits im Spiegel lesen konnten. Noch einen Tag vor der Love Parade hat Jäger in einer Pressemitteilung seines Hauses erklärt, dass 2.000 Polizisten gut vorbereitet seien. Am Unglückstag selbst hat er sich auf dem Gelände befunden. Jetzt predigt er seit zehn Monaten einerseits Transparenz, mauert aber andererseits. Nur wenn Druck von außen kommt, wird informiert. Und diese Informationen fließen nur in dem Maße, in dem sie zuvor bereits an anderer Stelle veröffentlicht worden sind. Das Risiko ‚Jäger 90‘ hat sich ungeheuer schnell realisiert. Wir fordern den SPD-Innenminister auf, sich bei seinem Kollegen Justizminister dafür einzusetzen, dass die Parlamentarier den Untersuchungsbericht der Duisburger Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt bekommen. Denn der Innenminister hat in dieser Woche wieder nicht alle Fragen beantwortet. Deshalb müssen wir uns ein eigenes Bild anhand des Berichts machen können.

19. Kalenderwoche

Duisburger SPD-Spendenskandal: Das ist der alte rote Filz im neuen Gewand

Es mache der CDU im Düsseldorfer Landtag keinen Spaß, sich ständig mit dem Fehlverhalten des SPD-Personals im Kabinett von Ministerpräsidentin Kraft beschäftigen zu müssen. Aber wenn der Innenminister und SPD-Unterbezirksvorsitzende Jäger einem Unternehmen, bei dem er den Aufsichtsratsvorsitz habe, einen Rechtsanwalt für ein Gutachten empfiehlt und die Kanzlei dieses Rechtsanwaltes dann eine Spende an die SPD leitet, dann hat das mehr als ein „Geschmäckle“. Das ist der alte rote Filz. Und es sind die alten Netzwerke, die die SPD strickt. Und das muss aufgeklärt werden. Mittlerweile spricht die mediale Öffentlichkeit von einem „Duisburger SPD-Spendenskandal“. Entgegen seiner Ankündigung hat der Innenminister keine Transparenz geschaffen. Vielmehr sind viele Fragen nicht beantwortet. Konkret möchte die CDU-Landtagsfraktion wissen:

·     Seit wann und wem hat Herr Jäger den Rechtsanwalt Vauth zur Beratung oder als Gutachter empfohlen?

·     Wieso hat Herr Jäger als Duisburger SPD-Unterbezirksvorsitzender Duisburger kommunalen Unternehmen, die einen Spezialisten für kommunales Wirtschaftsrecht suchten, einen Krefelder Anwalt empfohlen, dessen Fachgebiet Ehe- und Familienrecht ist?

·     Gibt es in Duisburg keine Fachanwälte für kommunales Wirtschaftsrecht – und wieso kommt der Krefelder Anwalt dazu, der SPD Duisburg sehr namhafte Beiträge zu spenden?

·     War dem Innenminister bekannt, dass der Autor eines Großteils dieser Gutachten der Sohn des Weseler SPD-Unterbezirksgeschäftsführers ist?“

Darüber hinaus wird SPD-Justizminister Kutschaty darzulegen haben, warum er die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft Krefeld so bedenkenlos akzeptiert hat. Denn die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren laut Berichterstattung nicht eingestellt, weil an dem Vorwurf der illegalen Spendenpraktiken nichts gewesen sei. Vielmehr gab es offensichtlich prominente Helfer. Warum gegen sie nicht ermittelt wurde, wird Kutschaty zu erklären haben. Wir haben kein Vertrauen mehr in die Krefelder Staatsanwaltschaft. Die CDU-Landtagsfraktion fordert Kutschaty auf, das Verfahren an eine andere Staatsanwaltschaft zu übergeben und erneut aufnehmen zu lassen.

Informationschaos um Erdgasbohrungen: Fakt ist, der Wirtschaftsminister hat Parlament und Öffentlichkeit falsch informiert

Fakt ist: Wirtschaftsminister Voigtsberger hat das Parlament und damit die Öffentlichkeit über das Genehmigungsverfahren von so genannten Frac-Maßnahmen falsch informiert. Fakt ist: Es war nicht das erste Mal. Die CDU-Fraktion hat großes Verständnis für die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger. Das Informationschaos aus dem Hause Voigtsberger trägt nicht dazu bei, diese Sorgen zu widerlegen. Noch Anfang des Jahres hatte Voigtsberger dem Ausschuss unmissverständlich berichtet, dass ein Frac-Verfahren weder beantragt noch genehmigt noch durchgeführt worden sei. Anfang Mai dann musste Voigtsberger einräumen, dass das nicht stimmte und es doch bereits Anträge und Genehmigungen gab. Akzeptanz gibt es nur mit Transparenz. Damit fängt der Wirtschaftsminister am besten in seinem eigenen Ministerium an, dann werden alle davon profitieren.

Sicherheit der Fahrgäste im ÖPNV – nicht nur hinschauen, sondern auch handeln

Das Sachverständigengespräch im Innenausschuss zum Thema „Sicherheit in Bussen, Bahnen und an Haltestellen in Nordrhein-Westfalen verbessern“ hat klar gezeigt: Es gibt Probleme mit der Sicherheit im ÖPNV aber auch Lösungsansätze. Nicht nur die Videoüberwachung auf Bahnhöfen und an Haltestellen sowie in Fahrzeugen kann ein wirksames präventives Mittel sein. Die Gestaltung von Haltestellen und Fahrzeugen, die Schulung von Mitarbeitern in Deeskalation und richtigen Verhaltensweisen in Konfliktsituationen, aber auch eine stärkere personelle Ausstattung im Service müssen als Lösungsmöglichkeiten mehr Beachtung finden. Mehr Personal, das sowohl für Information, Service und Verkauf zuständig ist, kann gleichzeitig durch Präsenz subjektive Sicherheit vermitteln, als auch echte Prävention darstellen. Hier sieht die CDU-Fraktion Handlungsfelder, deren Finanzierung uns wichtiger erscheint, als mehr verbilligte Tickets im ÖPNV zu finanzieren. Der Öffentliche Personen-Nahverkehr entwickelt sich zur Nachtzeit häufig zum Angstraum. Deshalb ist neben Präventionskonzepten sofortiges Handeln erforderlich. Daher begrüßen wir ausdrücklich das Handlungskonzept der Deutschen Polizeigewerkschaft, das folgende Punkte umfasst:

1.     Erhöhte Präsenz von Sicherheitspersonal zu kritischen Zeiten,

2.     Parallel: Erhebung verlässlicher Daten durch Polizeikriminalstatistik im ÖPNV,

3.     Einsatz von qualifizierten und zertifizierten Sicherheitsdiensten zur Ergänzung,

4.     Videoüberwachung als unverzichtbarer Baustein für Sicherheit im ÖPNV, da sonstige Sachbeschädiger als auch Gewalttäter davon abgeschreckt werden.

Verbesserter Schutz vor Gewalt muss beide Geschlechter in den Blick nehmen

In einer Anhörung im Frauenausschuss in dieser Woche zum Thema ‚NRW schützt Frauen und Mädchen vor Gewalt‘ wurde deutlich, dass gegen Frauen und Mädchen gerichtete Gewalt nach wie vor ein gesellschaftliches Problem ist. Ein Gesamtkonzept zum Schutz vor Gewalt ist von enorm hoher Bedeutung. Kritisch Die Anhörungsexperten merkten kritisch an, dass Männer und Jungen zu wenig im Fokus solcher Debatten stehen. Schließlich hätten auch diese ein Recht auf Schutz vor Gewalt. Dem stimmt die CDU-Landtagsfraktion voll und ganz zu. Denn Gewalt ist in den meisten Fällen gegen Schwächere gerichtet und nicht ausschließlich gegen Frauen. Es ist zu kurz gegriffen, wenn wir auf den Ausbau einseitiger Hilfeangebote abstellen.

Sporttalente dürfen uns nicht durch die Lappen gehen

Für einen zukunftsorientierten und humanen Spitzensport in Nordrhein-Westfalen sind die zielgerichtete Talentsichtung und die anschließende Heranführung an den Sport Grundvoraussetzung. Wir setzen den Schwerpunkt auf die Früherkennung von Sporttalenten und die frühe Feststellung von sportlichen und motorischen Defiziten bei Grundschuldkindern. Daher fordert die CDU-Landtagsfraktion mit ihrem Antrag (Drs. 15/674) dazu auf, sportmotorische Tests an Grundschulen flächendeckend einzuführen. Dabei dienen die sportmotorischen Tests auch der Aufdeckung motorischer und konstitutioneller Probleme von Kindern, um dann im Interesse einer gesundheitlichen Entwicklung Maßnahmen und Sportangebote erarbeiten und anbieten zu können. Ziel muss es sein, Kinder in größerer Zahl zu einem gesunden und sportlich aktiven Lebensstil anzuleiten. Darauf aufbauend soll die individuelle Förderung gestärkt werden. Auch besonders herausragende Talente sollen so möglichst früh erkannt werden, um dann einen individuellen Weg an die Spitze zu gestalten. Eine breit angelegte Früherkennung sorgt dafür, dass uns Sporttalente nicht durch die Lappen gehen.


18. Kalenderwoche

Atom-Affäre: Staatskanzlei und SPD-Fraktion lassen Ministerin  Schulze im Regen stehen

In dieser Woche konnte man erleben, wie es ist, wenn eine Ministerin im Regen stehen gelassen wird.  Die Absetzbewegungen der Staatskanzlei von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze waren unübersehbar. Wenn der Chef der Staatskanzlei bei der Koordinierung der Kleinen Anfrage auf das „Ressortprinzip“ verweist und sogar die „gängige Staatspraxis“ bemüht, dann heißt das im Klartext: Das federführende Wissenschaftsministerium trägt die Verantwortung und hat deshalb die Schuld. Auch ihre eigene SPD-Fraktion unternahm in der Sondersitzung keinen ernsthaften Versuch, sich schützend vor Wissenschaftsministerin Schulze zu stellen.

Ressortprinzip und gängige Staatspraxis können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frau Krafts Staatskanzlei keine Hand rührte, um dem unverantwortlichen Treiben der Wissenschaftsministerin ein Ende zu setzen. Im Gegenteil: Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Staatskanzlei die Inszenierung einer politischen Kampagne mindestens billigend in Kauf nahm, wenn sie sie nicht sogar entwickelt und befördert hat. Deshalb hat die Sondersitzung des Hauptausschusses in dieser Woche auch zu der Erkenntnis beigetragen: Die Atom Affäre Schulze ist auch längst eine Atom-Affäre der Ministerpräsidentin Kraft.

Ein Jahr nach der Landtagswahl: Der grün-rote Lack ist ab

Nach noch nicht einmal einem Jahr wissen die Menschen in Nordrhein-Westfalen nicht, wofür diese grün-rote Minderheitsregierung steht. Schon mit ihrem zentralen Politikansatz, der so genannten präventiven Finanzpolitik, ist Frau Kraft gescheitert. Jetzt steht sie mit leeren Händen da. Ihre Minister am Kabinettstisch bringen dazu auch keine Impulse. Das zeigt deutlich die neue Broschüre der CDU-Landtagsfraktion. Der grün-rote Lack ist nach nicht einmal einem Jahr ab. Diese grün-rote Minderheitsregierung schadet dem Land und den Menschen in NRW. Im Landtag arbeiten SPD und Grüne mit der Linken zusammen, einer Partei, die verfassungsfeindlich und antisemitisch ist. Die CDU im Düsseldorfer Landtag hat schnell nach ihrer Konstituierung einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linken gefasst. Es ist zu wünschen, dass die SPD als Partei in der Tradition Johannes Raus sich ebenfalls zur Unvereinbarkeit der Zusammenarbeit mit Verfassungsfeinden und Antisemiten bekennt.

SPD lässt sich mit rot-braunem Sumpf ein: Eine Schande für eine Partei in der Tradition Johannes Raus

Noch Anfang März beschwor Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Jerusalem die deutsch-israelische Freundschaft. Im Düsseldorfer Landtag dagegen verbündet sich die SPD, die in der Tradition Johannes Raus steht, mit der verfassungsfeindlichen und antisemitischen Linken. Es ist eine Schande. Besonders empörend ist dabei die Untätigkeit des nordrhein-westfälischen Innenministers Jäger. Der Mann ist der oberste Verfassungshüter in Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig ist Jäger Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Duisburg. Und dort hat die SPD vor wenigen Wochen zusammen mit den Grünen und der Linken eine Koalition im Duisburger Rathaus geschmiedet. Deshalb ist der oberste nordrhein-westfälische Verfassungsschützer auf dem linken Auge blind. Es wird Zeit, dass die nordrhein-westfälische SPD wieder zu ihren demokratischen Wurzeln zurückfindet.

Datteln: Jetzt muss die SPD nur noch wollen

Bestätigt sieht sich die CDU-Landtagsfraktion in ihrer Position durch das jetzt veröffentlichte Rechtsgutachten zum Bau des Kohlekraftwerks in Datteln. So teilt der Regionalverband Ruhr (RVR) in Essen, dessen Verbandsversammlung das Rechtsgutachten in Auftrag gegeben hat, heute mit: „Kraftwerksstandort Datteln: Voraussetzung für Fortführung des Regionalplanverfahrens sind erfüllt.“ Weiter berichtet der RVR unter Berufung auf das Rechtsgutachten, dass ein Zielabweichungsverfahren erfolgreich durchgeführt werden könne. Die Landesregierung kann sich jetzt nicht mehr hinter den Gerichten verschanzen. Denn die Rechtslage ist laut Gutachten klar. Jetzt muss die Landesregierung endlich zügig die entsprechenden Verfahren unterstützen. Jetzt kann SPD-Fraktionschef Römer mit seiner Fraktion unter Beweis stellen, wie durchsetzungsfähig die SPD gegenüber dem grünen NRW-Umweltminister Remmel ist. Und wenn dies nicht zum gewünschten Erfolg führt, dann kann Römer seinen SPD-Bundesvorsitzenden Gabriel zu Hilfe holen. Der hatte sich ebenfalls am vergangenen Wochenende wiederholt für moderne Kohlenkraftwerke ausgesprochen. Vereint können Römer und Gabriel dann die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und NRW-Ministerpräsidentin Kraft davon überzeugen, dass sie bei der Durchsetzung von Datteln ihre Richtlinienkompetenz einsetzt und sich für das modernste und umweltfreundlichste Kohlenkraftwerk in Europa stark macht.

Voigtsbergers Kommunikationspeinlichkeiten: Das Wirtschaftsministerium als Ruhesessel

Die Kommunikationspeinlichkeiten von Wirtschaftsminister Voigtsberger nehmen kein Ende. Seine Atomaufsicht  zeichnet eine dubiose Antwort auf eine Kleine Anfrage ab, in der behauptet wird, es fehlten atomare Brennelement-Kugeln. Und der Minister bekommt diesen gravierenden Vorgang nicht zu Gesicht. Jetzt muss er einräumen, dass seine Informationen zu den genehmigten Frac-Verfahren lückenhaft sind. Voigtsberger hat die Strukturen in seinem Haus nicht im Griff, er hat sein Haus nicht im Griff. So wenig, wie der Wirtschaftsminister mit der Wirtschaft redet, redet er offenbar mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seines Hauses. Dieser Wirtschaftsminister ist erkennbar überfordert. Das ist tragisch für Voigtsberger. Aber es schadet dem Land und den Menschen in NRW. Es wird Zeit, dass sich das ändert.“

15. Kalenderwoche

Im Kampf gegen christliche Symbole sind Bündnisgrüne Gesinnungstäter

Vor einem halben Jahr empörten sich Bündnisgrüne über das Kreuz im Fraktionssaal der CDU. Heute wollen sie die Karfreitagsruhe abschaffen. In ihrem Kampf gegen christliche Symbole scheinen die Bündnisgrünen in Nordrhein-Westfalen und im Düsseldorfer Landtag Gesinnungstäter zu sein. So ramponieren die Bündnisgrünen ihre Glaubwürdigkeit. Denn die Bewahrung der Schöpfung und das Kreuz sind nicht voneinander zu trennen.

Das Alltagsleben in Europa ist durch die christlichen Feste strukturiert. Besonders der jährlich wechselnde Osterfesttermin bestimmt die Zeitplanungen von Karneval bis Himmelfahrt. Zwischen der Fastenzeit und dem Jubel des Osterfestes liegt der stille Karfreitag. Auch wer an diesem Tag nicht die Passion Christi in den Mittelpunkt stellt, sollte ein Interesse daran haben, die identitätsstiftende Tradition unserer Kultur zu wahren. Vor allem aber haben die 70 Prozent Christen in Deutschland ein Recht darauf, in ihrer Religionsausübung respektiert zu werden. Der Vorschlag des Vorsitzenden der Grünen in Nordrhein-Westfalen ist völlig töricht und hoffentlich nur unüberlegt.

Frau Krafts Regierungshandeln ist von Dilettantismus gezeichnet

Eine unendliche Pleiten-Pech-und-Pannen-Chronologie kennzeichnet das Handeln von Frau Kraft in der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei. Frau Kraft ist gerade neun Monate im Amt, aber schon heute reicht die Zeit nicht aus, alle bisherigen Pannen aufzulisten So hat Frau Kraft es zugelassen, dass die nordrhein-westfälische Atomaufsicht, die als exzellent gilt, bei der so genannten Brennelementaffäre zum Gespött in der gesamten Bundesrepublik wurde. Erst Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat schnell und sachgerecht für die Bürger Klarheit in wichtigen Sicherheitsfragen geschaffen. Dies wäre Frau Krafts Aufgabe gewesen. Neben diesem von der Landesregierung initiierten Versuch einer Kampagne um angeblich verschwundene Brennelementkugeln, die tatsächlich nie verschwunden waren, gehören zu Krafts „Pannenstatistik“ ihre Imagekampagne „Tatkrafttage“, der Entwurf eines Klimaschutzgesetzes, die Niederlage vor dem Verfassungsgerichtshof in Münster beim Nachtragshaushalt 2010 oder als jüngstes Beispiel der Beschluss des Verwaltungsgerichts in Arnsberg gegen die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Finnentrop. Frau Krafts Regierungshandeln ist von Dilettantismus gezeichnet.

Rot-Grün schlägt Angebot der CDU-Fraktion aus und verweigert den Kommunen dringend notwendige Hilfe

Ausgeschlagen haben SPD und Bündnisgrüne die Einladung der CDU-Landtagsfraktion. Dabei ging es um das Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG). Die CDU-Landtagsfraktion hatte vorgeschlagen, schon in diesem Haushalt 650 Millionen Euro nach Maßgabe eines Sondergesetzes für Zins- und Tilgungshilfe für die Kommunen einzusetzen. Obwohl auch das allseits anerkannten Junkernheinrich/Lenk-Gutachten diesen Punkt als vordringlich ansieht, haben SPD und Grüne den per fraktionsübergreifenden Landtagsbeschluss vom 29. Oktober 2010 eingeschlagenen Weg zur Sicherung der Handlungs- und Zukunftsfähigkeit nordrhein-westfälischer Kommunen verlassen. Dieses Gemeindefinanzierungsgesetz weist keinerlei strukturelle Hilfen für notleidende Kommunen auf. Es bietet keine Basis für eine gerechte und zukunftssichere Gemeindefinanzierung. Frau Kraft, Herr Jäger und die sie tragenden Fraktionen lassen unsere Kommunen mit ihren Problemen im Regen stehen.

Beschluss des Verwaltungsgerichts zu Finnentrop: Frau Löhrmann verteilt Beruhigungspillen

Nach dem Beschluss des Verwaltungsgerichts in Arnsberg gegen die Errichtung einer Gemeinschaftsschule in Finnentrop versucht die grüne Schulministerin Löhrmann jetzt Beruhigungspillen zu verteilen. Aber sie kann keine Sicherheit bieten. Sie verteilt Beruhigungspillen, von denen niemand weiß, ob sie Wirkung entfalten können. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts Arnsberg, der die Gemeinschaftsschule in Finnentrop gestoppt hat, kann durchaus Auswirkungen auf die anderen am Versuch beteiligten Schulen haben. Denn der Richterspruch macht deutlich, dass alle Eltern einer Kommune, die ihr Kind auf einer wegen der Gemeinschaftsschule aufgelösten Schule anmelden wollten, gegen die Versuchsschule klagen können. Damit ist die Unsicherheit größer denn je. Frau Kraft und Frau Löhrmann wären gut beraten, zügig auf das Gesprächsangebot von Norbert Röttgen und Karl-Josef Laumann einzugehen.

Affäre um Brennelementkugeln entwickelt sich zum handfesten Skandal der SPD-Wissenschaftsministerin

Warum veröffentlicht die Wissenschaftsministerin nicht die gesamte Korrespondenz mit dem Forschungszentrum in Jülich? Das, was sie bisher preisgab, sind nur Scheibchen, so selektiert, dass es ihr in den Kram passte. Ein reines Ablenkungsmanöver Die Wissenschaftsministerin will das Parlament offenbar für dumm verkaufen. Denn ihre Berichte enden am Donnerstag, den 10. März, um 10.43 Uhr. Gab es danach keine Kontakte mehr? Warum verschweigt die Ministerin, was danach kam? Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information. Und zwar auf vollständige Information. Dazu verpflichtet die Behörden das so genannte Informations-Freiheitsgesetz. Dazu wird die CDU-Landtagsfraktion jetzt einen Antrag an die Landesregierung stellen. Heute haben wir von SPD-Wissenschaftsministerin Schulze den wiederholten  Versuch erlebt, die Öffentlichkeit weiter hinzuhalten und so hinters Licht zu führen.

14. Kalenderwoche
CDU beweist: Ein verfassungskonformer Haushalt 2011 ist möglich

3,77 Milliarden Euro Nettoneuverschuldung – das ist die Zahl, die unter den Haushaltseckpunkten der CDU-Landtagsfraktion steht. Damit haben wir den Beweis angetreten: Ein verfassungskonformer Haushalt 2011 ist möglich. Auch wenn Frau Kraft, Herr Römer und Herr Priggen das bis heute bestreiten. Wir haben beim Haushaltsentwurf der Landesregierung wirklich jeden Stein umgedreht und sind auf rund 100 Posten gestoßen, wo Rot-Grün die Haushaltsansätze gegenüber unserer Regierungszeit erhöht hat. Das mag im Einzelfall vielleicht wünschenswert sein, aber wenn man das Geld nicht hat, kann man es auch nicht ausgeben. Eine Politik, die sich dem Zwang der Haushaltskonsolidierung verweigert, mutet zukünftigen Generationen zu, die Zeche zu zahlen und handelt damit zutiefst unsozial und unsolidarisch. Daher muss sich die Landesregierung von ihren Wahlgeschenken wie der Abschaffung der Studienbeiträge oder der Beitragsfreiheit des dritten Kindergartenjahres verabschieden. Zudem halten wir Einsparungen bei einzelnen Förderprogrammen sowie ein Festhalten an der 1,5-prozentigen Stelleneinsparungen in der Landesverwaltung für vertretbar und notwendig. Und wenn Rot-Grün bei rund 400.000 Landesbediensteten das Stellensoll um 2.000 Stellen erhöhen will, dann müssen sie an anderer Stelle in der Verwaltung Stellen einsparen. Dass das machbar ist, hat die Regierung Rüttgers gezeigt. NRW gibt 40 Prozent seines Geldes für Personal aus. Das sind rund 60 Prozent unserer Steuereinnahmen. Deshalb kann man den Landeshaushalt nicht konsolidieren, ohne auch beim Personal zu sparen. Warum Frau Kraft das nicht tut, ist ganz klar: Die Linkspartei hat gesagt, sie werde dem Haushalt nicht zustimmen, wenn beim Personal gespart wird. Hier wird deutlich, wie sehr diese Minderheitsregierung am Fliegenfänger der Linkspartei hängt. Auf Druck der CDU musste Frau Kraft von ihrer Idee einer ‚präventiven Finanzpolitik‘ abrücken. Leider ist bei ihr bis heute kein Sparwille erkennbar, da sie Steuermehreinnahmen als Einsparungen zu verkaufen versucht. Doch die CDU bleibt am Ball: Bis heute haben wir dem Land NRW in 2010 und 2011 gegenüber der ursprünglichen Planung fast sieben Milliarden Euro zusätzliche Schulden erspart. Wir erwarten, dass sich Rot-Grün weiter bewegen wird.

Debatte um Verbleib von Brennelementkugeln dokumentiert Chaos in der Landesregierung

Aufgrund von unbegründeten Aussagen der NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze wird seit Tagen in den Medien über angeblich abhanden gekommene Brennelementkugeln aus dem Forschungszentrum Jülich berichtet. Da das NRW-Wirtschaftsministerium, welches für die Atomaufsicht zuständig ist, dem Forschungszentrum Jülich eine exakte Dokumentation bescheinigt, kann man nur die Schlussfolgerung ziehen, dass Wissenschaftsministerin Schulze absichtlich die Bevölkerung verunsichert und durch vorschnelle Fehlurteile Ängste geschürt hat. Oder es hat massive Mängel bei den Abstimmungsprozessen innerhalb der nordrhein-westfälischen Landesregierung gegeben. In beiden Fällen handelt die Landesregierung in höchstem Maße verantwortungslos. Als Atomaufsicht hat sie klar versagt.

Wassersteuererhöhungsgesetz fällt bei Experten durch

Auf nahezu einstimmige Ablehnung und massive Kritik ist das Wassersteuererhöhungsgesetz der rot-grünen Landesregierung bei einer Anhörung im Landtag gestoßen. Dieses Gesetz, das angeblich der Umweltverbesserung dienen soll, hat nach Auffassung der Experten keinen positiven Effekt für die Wasserqualität. Vielmehr wird es lediglich zu einer großen Hypothek für den Wirtschafts- und Industriestandort und für die Verbraucherinnen und Verbraucher führen. Diese zusätzliche Belastung lehnt die CDU ab. Wir wollen, dass Nordrhein-Westfalen Industriestandort bleibt, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und dass die Verbraucher und Mieter nicht mit weiteren Kosten belastet werden. Insbesondere die Besteuerung der Wasserkreisläufe, bei denen Wasser genutzt, aber nicht verbraucht wird, ist angesichts des nationalen und internationalen Wettbewerbs nicht zu rechtfertigen. Die Existenz vieler Unternehmen und Arbeitsplätze steht auf dem Spiel, wie die Gewerkschaften eindrucksvoll bestätigen. Die Regierung muss nach dieser breiten Ablehnung jetzt die Konsequenzen ziehen und das Gesetzesvorhaben aufgeben.

Spielende Kinder dürfen kein Klagegrund sein

Nach Überzeugung der CDU-Landtagsfraktion dürfen spielende Kinder kein Klagegrund sein. Der von der rot-grünen Minderheitsregierung vorgelegte Gesetzentwurf zur Änderung des Landesimmissionsschutzgesetzes springt zu kurz. Kinderspielplätze und Kindergärten gehören nicht zu den Einrichtungen, die mit dem Immissionsschutzrecht geregelt werden sollten. Es ist nicht hinnehmbar, dass spielende Kinder aus Wendehämmern vertrieben werden können, weil sie zu laut sind, oder dass Kinderspielplätze hinter Lärmschutzwänden verschwinden müssen. Daher muss der Gesetzentwurf kräftig nachgebessert werden.

Windkrafterlass: Landesregierung muss für mehr Akzeptanz und Rechtssicherheit sorgen

Die Anhörung im Umweltausschuss in dieser Woche hat ergeben, dass die Landesregierung mehr für die Akzeptanz der Windkraft tun muss. Wenn man für Deutschland entscheidet, aus einer von der Mehrheit der Menschen nicht (mehr) akzeptierten Energieerzeugungsform schnell auszusteigen, muss man deutlich mehr dafür tun, dass die Alternative Windkraft auf mehr Akzeptanz bei den unmittelbar betroffenen Anwohnern stößt. Wir fordern die Landesregierung auf, den Ausbau der Windenergie unter Berücksichtigung der Anwohner- und Kommunalrechte voranzutreiben. In der Anhörung ist deutlich geworden, dass sich insbesondere die Kommunen von einem neuen Erlass mehr Rechtssicherheit wünschen. Lediglich empfehlende Hinweise sind nach Auffassung der CDU nicht ausreichend. Darüber hinaus haben die Vertreter der Windindustrie deutlich gemacht, dass für eine 3-Megawatt-Anlage ein Flächenbedarf von 240.000 Quadratmetern entsteht. Der BUND hat erklärt, dass die schon jetzt geplanten 2 Prozent Flächenbedarf für die Windkraft in Nordrhein-Westfalen zu knapp kalkuliert seien und die Flächenbedarfe in Zukunft steigen werden. Zudem muss die Landesregierung eine Klärung der kontrovers diskutierten Frage „Windkraft im Wald“ herbeiführen. Der Einfluss auf Natur und Tiere ist nach wie vor nicht geklärt. Hier muss die Landesregierung nacharbeiten.

CDU-Fraktion begrüßt Einlenken der ARD

Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt das Einlenken der ARD bei der Fernsehberichterstattung für die in Afghanistan stationierten Soldaten und Polizeikräfte. Wir freuen uns über die Mitteilung der ARD-Vorsitzenden Monika Piel, dass die Ausstrahlung des Eutelsat-Programms wieder aufgenommen wurde. Es bleibt allerdings die Frage, warum die ARD erst aufgrund öffentlichen Protests nun schon zum zweiten Mal übereilte Entscheidungen revidieren muss. Die CDU-Landtagsfraktion hatte in der vergangenen Woche öffentlich gegen die Abschaltung der Satellitenübertragung protestiert und die sofortige Wiederaufnahme des Programms gefordert.

 

13. Kalenderwoche

Rot-grüne Landesversorgungstage: Grüner Ex-Regierungspräsident soll Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz werden

Der Begriff ‚Landesversorgungstage‘ erhält bei dieser grün-roten Minderheitsregierung einen ganz neuen Klang. Nachdem die SPD bereits mit Herrn Killewald und Herrn Wißen zwei ehemalige und bei der Wiederwahl gescheiterte SPD-Landtagskandidaten sowie mit Herrn van den Berg einen zwei Mal gescheiterten SPD-Landtagskandidaten versorgt hat, sind nun die Bündnisgrünen an der Reihe. Nach Medienberichten soll der ehemalige Detmolder Regierungspräsident Andreas Wiebe (Bündnisgrüne) neuer Chef des Landesbetriebes Wald und Holz werden. Ganz ungeniert schustern sich Rote und Grüne in der Landesregierung lukrative Posten zu. Qualifikation spielt offenbar keine Rolle. Denn es habe 20 sehr qualifizierte Bewerber gegeben, aber ein unzumutbares Bewerbungsverfahren, berichten die Medien. Das riecht nach rot-grünem Klüngel und Vetternwirtschaft. Die CDU-Landtagsfraktion wird in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses die Personalie Wiebe zum Thema machen.

 Linke lässt sich für 223.000 Euro kaufen

Frau Kraft kann die SPD-Imagekampagne ‚Tatkrafttage‘ nun auf Staatskosten fortführen. Die Linke im Düsseldorfer Landtag hat sich ihre Zustimmung mit 223.000 Euro erkaufen lassen. Der Hauptausschuss des Düsseldorfer Landtags beriet in dieser Woche den Haushalt der Ministerpräsidentin. Dabei ging es unter anderem auch um die Repräsentationskosten von Frau Kraft. Den Ansatz dafür hatte die grün-rote Minderheitsregierung von 100.000 Euro auf 600.000 Euro erhöht und zur Begründung unter anderem die so genannten ‚Tatkrafttage‘ angeführt. Die hatte Frau Kraft als SPD-Parteivorsitzende eingeführt und damit Landtagswahlkampf gemacht. Aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage geht hervor, dass bisher von den vier Tatkrafttagen der Ministerpräsidentin Kosten in einer Summe von über 80.000 Euro entstanden sind. 20.000 Euro lässt sich demnach Frau Kraft einen Auftritt kosten. Das ist eine Luxusveranstaltung zur Verbesserung des Images der Ministerpräsidentin auf Kosten des Steuerzahlers. Die CDU beantragte deshalb, den Haushaltsansatz für Repräsentationskosten bei 100.000 Euro zu belassen wie 2010. Das entspricht auch den Ansätzen aus den Vorjahren. SPD, Bündnisgrüne und Linke verhinderten dies. Der Preis der Linken: 223.000 Euro. Damit finanziert das Land NRW zukünftig nach dem Willen von SPD und Bündnisgrünen die linke Rosa-Luxemburg-Stiftung. Unser Fazit: Das ist ein Geschacher auf Kosten der Steuerzahler!

Frau Kraft wird eisern sparen müssen

Für ihre so genannten ‚präventive Finanzpolitik‘ kassiert Frau Kraft in diesen Tagen eine Niederlage nach der anderen. Erst die Klatsche des Verfassungsgerichtshofs in Münster. Dann der gescheiterte Rechtfertigungsversuch für neue Schulden mittels eines 81.000 Euro teuren Gutachtens. Und dann die neuesten Zahlen des Statistischen Landesamtes, wonach das Bruttoninlandsprodukt des Landes NRW im Jahre 2010 um 3,3 Prozent gestiegen ist. Damit wird Frau Krafts Behauptung, in Nordrhein-Westfalen bestehe nach wie vor einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts, Lügen gestraft. Frau Kraft muss endlich einsehen, dass sie sich finanzpolitisch völlig verrannt hat. Sie wird eisern sparen müssen. Die alten Zeiten rot-grüner ‚Wünsch-dir-was‘-Politik sind vorbei.

Zukunftssorgen bei „JeKi“: Frau Schäfer trägt die Verantwortung

Es ist unerhört, dass die grün-rote Minderheitsregierung das Programm ‚Jedem Kind ein Instrument‘ im Ungewissen lässt. SPD und Grüne müssen dafür sorgen, dass dieses sehr erfolgreiche Projekt der Regierung Rüttgers fortgesetzt wird. Was eigentlich hat Frau Schäfer in den vergangenen Monaten in der Sache getan? Die grün-rote Minderheitsregierung trägt eindeutig die Verantwortung, weil sie den Haushalt für das Jahr 2011 erst Mitte Februar eingebracht hat. Aber selbst bei einer vorläufigen Haushaltsführung könnte Frau Schäfer den Kindern, den Musiklehrerinnen und Musiklehrern und der Stiftung Sicherheit geben. Aber sie will es offenbar nicht. Frau Schäfer, handeln Sie!

ARD darf nicht auf dem Rücken deutscher Soldaten und Polizisten in Afghanistan sparen

Mit Empörung und Unverständnis reagiert die CDU-Landtagsfraktion auf die Ankündigung des Ersten Deutschen Fernsehens, die Übertragung des ARD-Programms nach Afghanistan zum 1. April einzustellen. Es kann und darf nicht sein, dass hier auf dem Rücken unserer Soldaten und Polizisten, die am Hindukusch tagtäglich ihr Leben riskieren, gespart werden soll. Fern ab der Heimat leisten die Soldaten der Bundeswehr einen schweren, verantwortungsvollen und den Frieden in Afghanistan sichernden Dienst. Dabei ist es für Mut und Moral der Soldaten unabdingbar wichtig, dass der Draht zur deutschen Heimat aufrechterhalten bleibt. Wir fordern die ARD nachdrücklich auf, diese Entscheidung zurückzunehmen.

Wo bleibt die Anerkennungskultur, Frau Löhrmann?

Als für die Motivation der Schülerinnen und Schüler höchst nachteilig bezeichnet die CDU-Landtagsfraktion die Abschaffung der Besten-Ehrung für besonders gute Schülerinnen und Schüler. Die Entscheidung der Landesregierung ist nicht nur kleinlich, sondern kontraproduktiv. So hatten die Ehrungen, die seit dem Jahr 2007 vorgenommen wurden, erhebliche positive Resonanz bei Schülern, Eltern und Lehrern gefunden. Offensichtlich passt es aber nicht in das Weltbild der Landesregierung, hervorragende Leistungen öffentlich anzuerkennen. Dies korrespondiert zu einer Politik, die die gleichmachende Gemeinschaftsschule propagiert und damit individueller Förderung eine klare Absage erteilt. Anerkennungskultur für Bestleistungen ist bei dieser Landesregierung Fehlanzeige.

 

12. Kalenderwoche

Prognos-Studie: Zur Ehrlichkeit der Bilanzierung der sozialen Folgekosten in NRW gehört auch die Bilanzierung der Schuldenlast

Zukunftsaufgaben über Schulden zu finanzieren, ist kontraproduktiv. Das hat diese Woche das finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut der Universität zu Köln dem Haushalt 2011 bescheinigt. An dieser Tatsache kommt auch eine so genannte präventive Wirtschafts- und Sozialpolitik nicht vorbei. Deshalb gilt weiterhin für die CDU-Landtagsfraktion: Wir müssen unsere Kinder und Enkel schützen vor den sozialen Folgekosten der Politik der Schuldenkönigin Kraft. Das hemmungslose Schuldenmachen der grün-roten Minderheitsregierung schränkt die Entwicklungschancen kompletter Generationen ein. Zur Ehrlichkeit einer Bilanzierung der sozialen Folgekosten in NRW hätte auch eine Aufrechnung der Schuldenlast und der Zinsen für unsere Kinder gehört. Doch da kneift Frau Kraft. Entlarvend ist die Aussage der Ministerpräsidentin, die politischen Konsequenzen aus der Prognos-Studie fänden ihren Niederschlag bereits im Haushaltsentwurf der grün-roten Minderheitsregierung für das Jahr 2011. Warum hat Frau Kraft die Studie in Auftrag gegeben, wenn sie bei der Einbringung des Haushaltes im Februar schon wusste, was Ende März als Ergebnis herauskommt? Heute zeigt sich einmal mehr, wie klug die Verfassungsrichter in Münster geurteilt haben, als sie den Nachtragshaushalt 2010 für nichtig erklärten. Wir alle wollen die Verbesserung der Chancen für unsere Kinder. Doch dabei müssen wir verfassungskonform handeln. Das ist die Messlatte für Frau Kraft.

Sachverständige empfehlen der Landesregierung eine ideologiefreie Verkehrspolitik

Wer heute den Straßenneubau in NRW für beendet erklärt, der verantwortet den Verkehrskollaps. Mit einem Einfrieren der Verkehrsinfrastruktur schwäche die grün-rote Minderheitsregierung weiter den Industriestandort NRW. In einer Anhörung im Verkehrsausschuss zur Infrastrukturpolitik in NRW haben die Sachverständigen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in dieser Woche nochmals bestätigt, dass die zwischen 2005 und 2010 verfolgte Verknüpfung der Stärken der unterschiedlichen Verkehrsträger richtig war. Mit Blick auf den Landesstraßenbau hat die damalige CDU-geführte Landesregierung auf eine Kombination aus Stärkung der Landesstraßensanierung einerseits und Neu- und Ausbau andererseits gesetzt. Dies ist trotz schwieriger Kassenlage geglückt, ohne dabei das Ziel der Haushaltskonsolidierung aus dem Auge zu verlieren. Daran sollte sich auch die rot-grüne Minderheitsregierung orientieren, statt den Neu- und Ausbau gegen den Erhalt auszuspielen. Der von Rot-Grün ins Spiel gebrachte Begriff von „in der Region umstrittenen Verkehrsprojekten“ ist weder rechtlich noch in der Sache haltbar. Er dient der rot-grünen Minderheitsregierung lediglich als Vorwand, um politisch unliebsame Verkehrsprojekte von hohem verkehrlichen und wirtschaftlichen Nutzen zu kippen. Die Landesregierung ist jedoch weiter in der Pflicht, dem Landtag endlich Auskunft darüber zu geben, welche Wege sie bei der Umsetzung der Verkehrsprojekte nach dem Landesstraßenbedarfsplan verfolgen will. Wenn Minister Voigtsberger eine ‚Neubewertung‘ bei den Landesstraßenbauprojekten in Nordrhein-Westfalen vornehmen will, dann muss er das sauber und plausibel begründen.

Feuerwehrführerschein: Nach Zustimmung des Bundestags wird es Zeit, dass die Landesregierung sich endlich auch dafür stark macht

Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt, dass der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages in dieser Woche den Weg für einen Feuerwehrführerschein bis 7,5 Tonnen frei gemacht hat. Danach will sich auch der Bundestag für eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes einsetzen, die Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienste oder des Katastrophenschutzes erlaubt, Fahrzeuge von einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 7,5 Tonnen zu lenken. Jetzt wird es höchste Zeit, dass die grün-rote Minderheitsregierung in der Düsseldorfer Staatskanzlei sich auch endlich dafür stark macht. Viele Freiwillige Feuerwehren in NRW haben Nachwuchsprobleme oder Probleme, die ehrenamtlichen Kräfte einzusetzen. Denn seit 1999 gelten die Pkw-Führerscheine (Führerschein Klasse B) nur noch für Autos. Für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen bis 7,5 Tonnen muss seit der Jahrtausendwende ein eigener Führerschein (Klasse C1) bestanden werden. Bayern, Sachsen und Rheinland-Pfalz hatten deshalb die Gesetzesänderung erarbeitet, die auch die Billigung der Bundesregierung und jetzt des Verkehrsausschusses des Bundestages fand. Die CDU-Fraktion hatte am 11. Januar dieses Jahres einen Antrag (Drucksache 15/1073) in den Landtag eingebracht, der die Landesregierung aufforderte, der Gesetzesänderung ebenfalls beizutreten und seine Beratung im Bundesrat voranzutreiben. Hier ist Frau Kraft als Bundesratspräsidentin gefragt. Und als Ministerpräsidentin von NRW muss sie dafür Sorge tragen, dass Nordrhein-Westfalen nach erfolgreicher Verabschiedung in Berlin zügig die Ermächtigungsgrundlagen schafft, damit die ehrenamtlichen Kräfte bei den Freiwilligen Feuerwehren, den Rettungsdiensten und dem Katastrophenschutz wieder voll einsatzfähig sind.

CDU für Klarheit beim Nichtraucherschutz

Unser Gesetz zum Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher aus dem Jahre 2008 hat sich bewährt. Wir haben heute in öffentlichen Bereichen wie etwa Behörden und Krankenhäusern einen umfassenden Nichtraucherschutz. Den gab es dort vorher nicht. Und auch in Restaurants wird weitgehend nicht mehr geraucht. Dort haben wir unser Ziel erreicht. Probleme gibt es allerdings noch mit kleinen Gaststätten und den so genannten Raucherclubs. Dabei formuliert das Gesetz auch hier eindeutig. Das Problem liegt in der Umsetzung. Hier muss man auch die Wirte sehr deutlich an ihre Verantwortung erinnern. Darüber hinaus fordern wir eine Reihe von Klarstellungen oder Verschärfungen: Rauchen auf Spielplätzen, in Schulen außerhalb der Unterrichtszeit, in Jugendeinrichtungen, in Spielhallen oder bei Veranstaltungen mit Kindern muss verboten werden.

Equal Pay Day: Geschlechterabhängige Lohnungleichheit ist nicht hinnehmbar

Allen Aktionen rund um den Equal Pay Day ist eine hohe Beteiligung und die verdiente Aufmerksamkeit zu wünschen. Wir brauchen ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass es letztlich um viel mehr geht, als nur um Symbolpolitik oder reine Frauenpolitik. Es geht um Gleichbehandlung und um eine faire, angemessene Bewertung und Bezahlung unserer Leistungen. Diese Ziele bereichern unsere Gesamtgesellschaft. Sie erfordern das Interesse und die Unterstützung von Frauen und Männern gleichermaßen. Denn es ist nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel, dass berufliche Leistungen ‚weniger wert‘ sind, nur weil sie von Frauen erbracht werden. Frauen verdienen aktuell in Deutschland durchschnittlich fast ein Viertel (23 Prozent) weniger als ihre männlichen Kollegen. Auch der bereinigte Wert, der vergleichbare Erwerbsbiographien zwischen Männern und Frauen zugrunde legt, weist eine Lohnschere von immerhin 12 Prozent auf. Im Kampf gegen geschlechterbedingte Lohnungleichheit kann es kein Allheilmittel geben. In Anbetracht der Ursachenvielfalt bedarf es differenzierter Ansätze, unter der Maßgabe, dass Politik, Unternehmen und Sozialpartner an einem Strang ziehen. Auch spielt es nur eine Nebenrolle, ob bereinigte oder unbereinigte Lohnwerte betrachtet werden. Denn die Lohnlücke bleibe so oder so ein Problem.

 

11. Kalenderwoche

Wir beten für das japanische Volk

Mit Bestürzung verfolgen wir, die Abgeordneten der CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, die verheerenden Folgen des Erdbebens in Japan. In unseren Gedanken sind wir bei den vielen Opfern mit ihren Angehörigen. Angesichts einer solch verheerenden Katastrophe und des unermesslichen Leidens der japanischen Bevölkerung versagen unsere Worte. Unsere Anteilnahme gilt dem gesamten japanischen Volk, insbesondere auch den über 12.000 japanischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern hier in Nordrhein-Westfalen, die in großer Sorge um ihre Angehörigen und Freunde in Japan sind. Die unvorstellbare Naturgewalt, die zu diesem schrecklichen Unglück geführt hat, zeigt uns, dass es mehr gibt als unser menschliches Maß. Als Christen beten wir für alle Betroffenen dieses schrecklichen Schicksalsschlags und erbitten Trost für alle Trauernden.

Frau Krafts Finanzpolitik ist mit der Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen nicht vereinbar

Mit dem Urteil des nordrhein-westfälischen Verfassungsgerichtshofs in Münster zum Nachtragshaushalts 2010 ist klar: Die so genannte „präventive Finanzpolitik“ von Frau Kraft und ihrer rot-grünen Minderheitsregierung ist mit der Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen nicht vereinbar. Das ist ein historisches Urteil. Konkret haben die Verfassungsrichter Nordrhein-Westfalen eine zusätzliche Schuldenaufnahme in Höhe von 3,4 Milliarden Euro erspart. Das ist gut für das Land Nordrhein-Westfalen und für die Menschen hierzulande. Und es ist gut für unsere kommenden Generationen. Für die Zukunft haben die Verfassungsrichter die Latte für die Erklärung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts hoch gelegt. Mit ihrem Nachtragshaushalt 2010 hat Frau Krafts Minderheitsregierung zusammen mit den sie tragenden Fraktionen von SPD und Bündnisgrünen diese Latte gerissen. Wenn Frau Kraft jetzt auf die Fortsetzung ihrer angeblich „alternativlosen“ Schuldenpolitik pocht und die Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts unter anderem mit der verheerenden Katastrophe in Japan und den Unruhen in Nordafrika zu begründen versucht, ist das zutiefst unmoralisch. Mit Blick auf den Haushalt 2011 ist jetzt Frau Kraft am Zug: Wir fordern die Landesregierung auf, Konsequenzen aus dem Gerichtsurteil zu ziehen und einen verfassungskonformen Haushalt vorzulegen. Mit dem Urteilsspruch ist der bisherige Entwurf Altpapier. Er muss komplett überarbeitet werden. Die überarbeitete Fassung werden wir uns dann sehr genau ansehen. Und sollten wir den Eindruck haben, dass auch dieser Haushaltsentwurf gegen die Verfassung verstößt, werden wir klagen und gleichzeitig die Auflösung des Landtags beantragen. Ein neuer verfassungswidriger Haushalt wäre das Dokument des Scheiterns der Regierung von Frau Kraft. Dann braucht Nordrhein-Westfalen Neuwahlen.

Minister Remmel muss sicherstellen, dass Dioxin-belastete Fleischprodukte nicht in den Handel gelangen

Verbraucherminister Remmel muss jetzt unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Aufnahme von verseuchtem Futter durch freilaufende Tiere einzudämmen. Bereits im November 2010 hatte die CDU-Fraktion hierzu einen Sachstandsbericht angefordert. Warum liegt der Bericht erst jetzt vor, wo im Januar derselbe Minister im Futtermittel-Dioxin-Skandal nicht schnell genug handeln konnte? Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, welche Belastungen festgestellt werden. Es ist besorgniserregend, dass die Belastung der Rinder in Freilandhaltung deutlich höher ausfällt als bei Stalltieren. Die CDU will daher wissen, welche Betriebe in Nordrhein-Westfalen betroffen sind. Darüber hinaus ist fraglich, wie das Ministerium sicherstellt, dass belastete Fleischprodukte nicht in den Handel gelangen.

Wer den Fernstraßenneubau in NRW für beendet erklärt, programmiert den Stillstand auf der Straße

NRW lebt nicht auf der Insel der Seligen. Wir sind Europas Transitland Nummer eins. Doch vor diesen Realitäten verschließen die grün-rote Minderheitsregierung und ihre Hilfstruppen wie der BUND die Augen. Sowohl der BUND als auch NRW-Verkehrsminister Voigtsberger weigern sich, die aktuellen Berechnungen zur Verkehrsentwicklung in Nordrhein-Westfalen zur Kenntnis zu nehmen. Wer heute den Straßenneubau in NRW für beendet erklärt, der verantwortet den Verkehrskollaps. Mit einem Einfrieren der Verkehrsinfrastruktur schwächt die grün-rote Minderheitsregierung weiter den Industriestandort NRW. Die letzte rot-grüne Landesregierung in NRW hat über Jahre bis zuletzt 2005 das Kunststück fertig gebracht, neue Fernstraßenprojekte nicht zu genehmigen. Folglich flossen diese Bundesgelder dafür in den Süden oder in den Osten Deutschlands mit dem Ergebnis, dass diese Bundesländer über eine hervorragende Verkehrsinfrastruktur verfügen. Unter Federführung von Umweltminister Remmel, der das eigentliche Sagen in der Verkehrspolitik zwischen Rhein und Weser hat, ist NRW wieder auf dem Weg dorthin. Der Stillstand auf der Straße ist programmiert.

Wasserentnahmeentgelt ist ein weiterer Mosaikstein im wirtschaftsfeindlichen Bild der rot-grünen Minderheitsregierung

Neben Kieseuro, flächendeckender Gewerbesteuererhöhung, angekündigter Erhöhung der Grunderwerbssteuer und der Einführung der Bettensteuer ist das Wasserentnahmeentgelt ein weiterer Mosaikstein im wirtschaftsfeindlichen Bild, das diese rot-grüne Minderheitsregierung seit Amtsantritt abgibt. In Verbindung mit der vor dem Landesverfassungsgericht desaströsen gescheiterten Haushaltspolitik wirft das ein verheerendes Licht auf die ökonomische Kompetenz der Regierung im Industrieland NRW.

8. Kalenderwoche

Schwarzer Tag für die Qualität unserer Hochschulen

Der vergangene Donnerstag, an dem SPD, Grüne und Linkspartei die Abschaffung der Studienbeiträge in NRW besiegelt haben, ist ein schwarzer Tag für unsere Hochschulen. Mit schuldenfinanzierten Wahlgeschenken wird die Qualität der Hochschulen von Rot-Rot-Grün sehenden Auges beschädigt, werden Arbeitsplätze an den Hochschulen vernichtet und wird allen Steuerzahlern – auch denen, die nie studiert haben – die Folgen dieser ideologisierten Politik aufgezwungen. Fakt ist: Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass Studiengebühren abschreckend wirken. Es ist schlimm, dass in NRW das bloße Bauchgefühl von SPD, Grünen und Linkspartei ausreicht, um solche Entscheidungen zu treffen. In der Expertenanhörung im Wissenschaftsausschuss vom November 2010 hatten alle Sachverständigen mit Nachdruck angemahnt, dass die 249 Millionen Euro Kompensationsmittel, die diese Landesregierung als „Ersatz“ bereitstellen möchte, zu einer drastischen Unterfinanzierung der Hochschulen führen werden. Die Decke für die Hochschulen war schon kurz – durch diese Fehlentscheidung wird sie noch kürzer werden. Wer – wie Ministerin Schulze – heute immer noch behauptet, die Hochschulen verlören durch dieses Gesetz kein Geld, hat entweder keine Ahnung oder sagt bewusst die Unwahrheit. Niemand soll behaupten, er habe das nicht gewusst, wenn die Folgen dieser Entscheidung spürbar werden.

Haushalt 2011: Uns ist Altpapier zugestellt worden

Es ist totenstill geworden um den ersten eigenen politischen ‚Gestaltungshaushalt‘ von Rot-Grün. Die Finanzpolitik der Regierung Kraft ist nicht neu, sie knüpft vielmehr an die alte bequeme sozialdemokratische Schuldenpolitik an, wie sie die rot-grünen Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen bis 2005 geleistet haben. Heute plant Rot-Grün, mittelfristig bis zu 30 Milliarden Euro Schulden auf die nächsten Generationen abzuwälzen. Damit trägt die NRW-Ministerpräsidentin zu Recht den Titel „Schuldenkönigin“. Der Haushaltsentwurf, den Frau Kraft in dieser Woche eingebracht hat, ist jetzt schon Makulatur. Uns ist Altpapier zugestellt worden.

Nach der Kürzung im sozialen Wohnungsbau nimmt die grün-rote Minderheitsregierung jetzt die Häuslebauer ins Visier

Die Pläne der grün-roten Minderheitsregierung zur Erhöhung der Grunderwerbsteuer sind ein Frontalangriff auf den Wohnungsbau. Zunächst wollen SPD und Grüne die Mittel für den sozialen Wohnungsbau um 20 Prozent und die Eigenheimförderung um sogar 64 Prozent kürzen. Und jetzt wollen sie auch noch die Steuer für den Erwerb von Grundstücken um 40 Prozent erhöhen. Leidtragende sind zum einen sozial Schwache, zum anderen junge Familien, die Eigentum bilden und erwerben wollen. Auch den Kommunen hilft eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer nicht. Viele Städte und Gemeinden zwischen Rhein und Weser legen zinsgünstige Darlehen für Familien auf, die in den Kommunen ein Haus bauen wollten. Das torpediert Rot-Grün mit der Erhöhung der Grunderwerbsteuer. Die Folgen der grün-roten Pläne sind unsozial und ungerecht.

Zahl der Hauptschüler ohne Abschluss geht zurück: Investitionen der Regierung Rüttgers in die Qualität von Unterricht zeigen Wirkung

Wir haben uns um die Hauptschülerinnen und Hauptschüler gekümmert. Die jetzt veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt die ersten Erfolge unseres Engagements, die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne einen Hauptschulabschluss geht weiter zurück. Das Ergebnis zeigt auch, dass es richtig war, sich um die Inhalte und die Qualität des Unterrichts zu kümmern, über 8.000 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer einzustellen, den Unterrichtsausfall zu halbieren und endlich auch an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien den Ganztag anzubieten. Ob sich dieser positive Trend fortsetzt, wenn Rot-Grün zukünftig alle Kinder in der fünften und sechsten Klasse in die gymnasialen Standards und die zweite Fremdsprache zwingen, ist mehr als fraglich. So produziert das System viele junge Menschen, die sich eingestehen müssen: Du packst es nicht. Wo ist da die präventive Politik? Wenn Frau Kraft so viel von Prävention hält, dann muss sie die Kinder und Jugendlichen dort abholen, wo sie stehen.

CDU hat vorgemacht, was solide finanzierte Sportpolitik bedeutet

Wenn Frau Schäfer in dieser Woche in einer Pressekonferenz ankündigt, die Mittel für den Landesportbund aufstocken zu wollen, so ist das grundsätzlich zu begrüßen. Diese Aufstockung muss aber seriös gegenfinanziert sein und darf nicht schuldenfinanziert erfolgen. Die CDU-geführte Landesregierung hat zwischen 2005 und 2010 vorgemacht, was solide finanzierte Sportpolitik bedeutet. Dazu gehörte beispielsweise auch das ‚1000-mal-1000-Förderprogramm‘ für Sportvereine, das unter der Regierung Rüttgers ins Leben gerufen wurde. Wie der Präsident des Landessportbundes, Walter Schneeloch, fordern auch wir, dass die rot-grüne Minderheitsregierung dieses Erfolgsprogramm weiter fortführt. Darüber hinaus ist es bedauerlich, dass Ministerin Schäfer die von uns geforderte Einführung motorischer Tests an Grundschulen in ihrer Pressekonferenz mit keinem Wort erwähnt hat. Die CDU-Fraktion hat daher in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses zu diesem Thema eine Anhörung von Sachverständigen beantragen.

 

7. Kalenderwoche

60 Prozent der Nordrhein-Westfalen wollen, dass gespart wird

Verschleiern, verschieben, vergraben, das waren die Prämissen, die NRW-Finanzminister Walter-Borjans bei der Aufstellung des Haushaltes 2011 geleitet haben. Denn ein „verzögerter Mittelabfluss bei Digitalfunk“ bedeutet zum Beispiel nichts anderes, als dass das Geld später in Anspruch genommen wird. Und wenn diese Landesregierung die Ausgaben in 2011 von 56 Milliarden Euro auf 55,8 Milliarden Euro senkt, dann ist das eine Kapitulationserklärung. Alle Welt spart, nur Nordrhein-Westfalen gibt das Geld mit vollen Händen aus. Zur Erinnerung, Frau Kraft: 64 Prozent der Nordrhein-Westfalen sprechen sich für ein generelles Verbot für neue Schulden aus. Und 60 Prozent der Nordrhein-Westfalen wollen, dass gespart wird. Fangen Sie endlich an.

Mit Billigung der Linken verschlechtert Rot-Grün die Studienbedingungen

Für die Hochschulen ist das heute ein schwarzer Tag. Durch die Entscheidung im Wissenschaftsausschuss zur Abschaffung der Studienbeiträge verschlechtert sich die Qualität der Lehre. Alle Experten haben in der Expertenanhörung deutlich gemacht, dass die zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen, um die ausfallenden Mittel zu kompensieren. Obwohl die Linke dies ebenfalls feststellt, knickt sie ein und wird zum Steigbügelhalter der Minderheitsregierung von Frau Kraft. Die Abschaffung der Studienbeiträge ist der Einstieg in die Verschlechterung der Studienbedingungen. Durch das schuldenfinanzierte Vorgehen der Minderheitsregierung werden alle Steuerzahler – auch die, die nie studiert haben – zur Kasse gebeten.

Erhöhung der Grunderwerbssteuer: Die rot-rot-grüne Steuererhöhungskoalition in der Staatskanzlei nimmt Fahrt auf

Die rot-rot-grüne Steuererhöhungskoalition in der Düsseldorfer Staatskanzlei nimmt Fahrt auf. Nach der Erhöhung des Wassercents, der Einführung eines Kieseuros, der Wiedereinführung der Jagdsteuer und dem steten Bemühen um eine Einführung einer Vermögensabgabe sowie der Anhebung des Spitzensteuersatzes bei der  Einkommensteuer nehmen Frau Kraft und die Grünen jetzt zukünftige Hausbesitzer ins Visier. Nachdem Frau Kraft und NRW-Wohnungsbauminister Voigtsberger schon die Eigentumsförderung zerschlagen haben, wollen sie jetzt auch noch die Grunderwerbssteuer erhöhen. Das Nachsehen haben insbesondere junge Familien. Denn während Kommunen landauf, landab zinsgünstige Darlehen für den Hausbau junger Familien zur Verfügung stellen, torpedieren das Land NRW und seine Ministerpräsidentin die Förderung von Eigentum nach Kräften. Das ist zutiefst unsozial.

Minister Remmel stellt Landwirte an den Pranger

Mit der Vorstellung der neuen Roten Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten hat Minister Remmel einmal mehr gezeigt, wie er in Wahrheit zur Landwirtschaft steht: So hat er die Vorstellung der Roten Liste zum Anlass genommen, pauschal der Landwirtschaft die Hauptschuld für die Gefährdung von Arten zuzuschieben. Anstatt die Landwirte auf einem gemeinsamen Weg zu mehr Arten- und Naturschutz mitzunehmen, werden sie an den Pranger gestellt. Dabei erbringt die Landwirtschaft wichtige Leistungen: sie erzeugt hochwertige Lebensmittel, pflegt die Kulturlandschaft und produziert erneuerbare Energie. Auch im Bereich des Natur- und Artenschutzes leistet die Landwirtschaft Bedeutendes. So hat die von Minister Uhlenberg gemeinsam mit der Landwirtschaft initiierte Einrichtung so genannter ‚Lerchenfenster‘ dafür gesorgt, dass der Lebensraum der Feldlerche aufgewertet wird und sich die Bestände erholt haben. Auch die mehr als 3.200 Anträge für die Anlage von Blühstreifen und den Anbau von Zwischenfrüchten über eine Fläche von rund 33.000 Hektar zeigen, dass sich die Landwirte aktiv am Natur- und Artenschutz beteiligen.

Ministerin Schulze offenbart ihr gestörtes Verhältnis zur Hochschulautonomie

Frau Schulze lässt die Katze aus dem Sack. Wie in dieser Woche berichtet wurde, will die Ministerin die Hochschulen ‚an die Kandare‘ nehmen. Dahinter steht die Idee einer regulierungswütigen SPD-Regierung. Die Eingrenzung der Freiheit von Wissenschaft und Forschung hat noch nie zu einem guten Ergebnis geführt und wiederspricht grundlegend der von der CDU vorangetriebenen Hochschulautonomie. Was kommt als nächstes? So sieht beispielsweise das Gesetz zur Abschaffung der Studienbeiträge vor, dass die Ausgleichsmittel nach einem bisher unbekannten Verteilungsschlüssel an die Hochschulen vergeben werden. Dieser soll per Verordnung festgeschrieben und damit dem Einfluss des Parlaments entzogen werden. Was steckt dahinter? Sollen demnächst nur noch die Hochschulen mehr Geld erhalten, die eine für Frau Schulze akzeptable Forschung betreiben, oder die es nicht wagen, die Landesregierung und ihre Politik zu kritisieren?“

Minister Remmel lehnt CDU-Einladung zu mehr Artenschutz ab

Rot-Grün sperrt sich gegen eine Verbesserung des Artenschutzes in Nordrhein-Westfalen. Die Erarbeitung einer neuen Kormoran-Verordnung, wie von der CDU-Fraktion beantragt, wird aus ideologischen Gründen abgelehnt. Für die Grünen hört der Natur- und Artenschutz scheinbar an der Wasseroberfläche auf. Für die CDU-Landtagsfraktion steht hingegen fest: Fische und Vögel sind gleichermaßen schutzwürdig. Deshalb müssen die einheimischen Fischbestände vor übermäßigem Fraßdruck geschützt werden. In einer Sachverständigenanhörung im Umweltausschuss war sich die Mehrheit der Experten darin einig, dass in NRW eine europarechtskonforme Regelung zur Regulierung der Kormoranbestände wie in anderen Bundesländern möglich ist. Die von der CDU auf den Weg gebrachte Kormoranverordnung aus der vergangenen Legislaturperiode hat sich als wirksam erwiesen. Der immer stärkere Zuwachs der Kormorane in NRW konnte wirksam reguliert werden, ohne deren Bestand zu gefährden. Die Verweigerungspolitik des grünen Umweltministers Remmel führt dazu, dass NRW neben dem Saarland, Sachsen-Anhalt und den Stadtstaaten das einzige Bundesland ist, das in Sachen Kormorane keine Lösung anzubieten hat. Hier lässt die grün-rote Landesregierung bisher keinerlei Initiative erkennen. Die schönen Worte von Artenvielfalt, Tierschutz, Biodiversität sind bei Minister Remmel nichts als Lippenbekenntnisse. Wenn es darum geht, den Worten auch Taten folgen zu lassen, geht der Minister auf Tauchstation.

6. Kalenderwoche

Kindertageseinrichtungen: Dank KiBiz belegt NRW beim Betreuer-Kind-Verhältnis einen Spitzenplatz

Dass die CDU mit dem KiBiz eine gute Grundlage zur Frühförderung unserer Kinder geschaffen hat, wurde heute erneut bestätigt. Das Statistische Bundesamt in dieser Woche die zum Stichtag 1. März 2010 ermittelten Übersichten zum Personalschlüssel in den Bundesländern veröffentlicht. Gruppen mit Kindern bis 2 Jahre haben das zahlenmäßig günstigste Verhältnis zwischen pädagogisch tätigen Personen und betreuten Kindern. Im bundesweiten Vergleich liegt NRW auf dem viertbesten Platz. Die Betreuer-Kind-Relation wird in NRW mit 3,6 ausgewiesen. Dieses Spitzenergebnis ist ein klarer Beweis dafür, dass die CDU in ihrer Regierungszeit 2005 bis 2010 die richtigen Prioritäten gesetzt hat. Wir erwarten, dass sich die rot-grüne Regierung dieser Realität stellt und den von uns eingeschlagenen Weg zum Wohle der Kleinsten fortsetzt. Die Betreuungsqualität hat absoluten Vorrang. Diese sehen wir gefährdet, wenn unbezahlbare Wahlgeschenke wie die Beitragsbefreiung von Eltern dominieren

Sachverständige bestätigen CDU-Vorstoß: Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte im Einsatz besser schützen

Die Hemmschwelle für Gewalttaten sinkt. Die Brutalität der Übergriffe nimmt besorgniserregend zu. Diese Erfahrungen aus dem Dienstalltag der Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte müssen wir ernst nehmen. Der Antrag der CDU-Fraktion, Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte durch das Strafrecht in besonderer Weise zu schützen, ist bei einer Anhörung im Innenausschuss auf breite Zustimmung bei Sachverständigen gestoßen. Es bestehe dringender politischer Handlungsbedarf, hieß es von Seiten der Gewerkschaft der Polizei. Der strafrechtliche Schutz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte im Einsatz sei in der jetzigen Fassung nicht mehr genügend. „Denn Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungskräfte, die Tag für Tag ihr Leben und ihre Gesundheit zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger einsetzen, haben einen Anspruch darauf, dass sich der Staat schützend vor sie stellt, wenn sie selbst von Gewalttätern angegriffen werden“, so die GdP. Um dem Risiko zunehmend brutaler und rücksichtloser Übergriffe auf Polizeibeamte nachhaltig begegnen zu können, müsse die Strafandrohung erhöht werden. Auch das Polizeipräsidium Köln schloss sich in seiner Stellungnahme der im CDU-Antrag vorgesehenen Erweiterung des Schutzbereiches auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte an. Die Gespräche mit den Sachverständigen haben unsere Sorgen bestätigt und zeigen die Dringlichkeit für SPD und Bündnisgrüne, unseren Antrag umzusetzen. Es wäre ein Skandal, wenn die verantwortliche Landesregierung untätig bliebe.

EON will alte Kraftwerksblöcke in Datteln länger produzieren lassen: Wie zermürbt muss der Konzern mittlerweile sein?

Wie zermürbt muss der EON-Konzern sein, dass er zu dieser Entscheidung kommt? Da legt ein großer deutscher Konzern eine millionenschwere Planung vor. Er will das modernste, effizienteste und umweltfreundlichste Kohlenkraftwerk in Europa bauen und im Gegenzug die alten, wenig umweltfreundlichen Kraftwerksblöcke vom Netz nehmen. Er nimmt dafür bis heute über 800 Millionen Euro in die Hand und investiert sie in den Neubau – und steht plötzlich mit leeren Händen da. Denn die rot-grüne Landesregierung verrät ihre Grundsätze: Wirtschaftsminister Voigtsberger will von dem Industriestandort NRW nichts wissen, ohnehin kümmert er sich kaum um die Wirtschaft. Und der grüne Umweltminister Remmel torpediert die nachhaltige Investition, wo er nur kann. Mit so Leuten ist weder Industrie- noch Umweltpolitik zu machen. Es ist diese Landesregierung, die EON mit ihren Verhinderungsmaßnahmen überhaupt keine andere Wahl lässt, als die alten Blöcke am Netz zu lassen.

BLB-Immobiliengeschäfte müssen rückhaltlos aufgeklärt werden – Perfide Unterstellungen sind eine unglaubliche Entgleisung

Die Immobiliengeschäfte des Bau- und Liegenschaftsbetriebs müssen rückhaltlos aufgeklärt werden. Das findet die uneingeschränkte Unterstützung der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Wir verwahren uns aber aufs Schärfste gegen die perfide Unterstellung, die die Namen des ehemaligen Ministerpräsidenten und des ehemaligen Kultur-Staatssekretärs in die Nähe von Korruption rücken. Das ist eine ungeheuerliche politische Entgleisung.

Anwohner- und Gemeinderechte dürfen durch neuen Windkrafterlass der Landesregierung nicht abgebaut werden

Fakt ist: Wir brauchen neue Windenergie in Nordrhein-Westfalen, insbesondere durch Repowering. Dazu brauchen wir einen ausgewogenen Windkrafterlass. Der Schutz der Menschen durch angemessene Höhenbegrenzungen bei Windrädern und Abstandregelungen von Wohnbebauungen ist aus Sicht der CDU-Fraktion mindestens genauso wichtig wie der Schutz der Umwelt. Anwohner- und Gemeinderechte dürfen durch den neuen Windkrafterlass der Landesregierung nicht abgebaut werden.

A 33: Nach der Feldhamster-Posse folgt nun die Fledermaus-Posse

Was 2004 als NRW-Posse um den gemeinen Feldhamster als Wirtschaftsbremse begann, findet heute seine Fortsetzung, nur mit anderer Besetzung. Damals war es die Umweltministerin Höhn, die die Genehmigung für eine Milliarden-Investition des Energiekonzerns RWE in den Bau eines Braunkohlenkraftwerks in Grevenbroich an der Entdeckung von verlassenen Feldhamsterbauten scheitern lassen wollte. Heute ist es Superminister Voigstberger, der mit einem Baustopp an der Autobahn 33 im ostwestfälischen Borgholzhausen ein millionenschweres und für die Region Ostwestfalen überaus wichtiges Verkehrsinfrastrukturprojekt wegen eines Schwarms Bechsteinfledermäuse auf unbestimmte Zeit gestoppt hat. Keine Frage: Tierschutz ist wichtig und richtig. Dafür steht auch die CDU-Fraktion. Aber die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt bleiben. Bislang wurden für das 130 Millionen Euro teure Teilstück zwischen Halle und Borgholzhausen bereits über 26 Millionen Euro für Schutzwälle, Wände, Tierquerungshilfen und Ausgleichsflächen aufgewendet. Darüber hinaus wurde die Trassenführung der A 33 wegen Fledermausbestände schon aus dem Tatenhauser Wald nach Norden verschoben. Wie und wann es mit dem Ausbau des Autobahnteilstücks bei Borgholzhausen weiter gehen soll, dazu schweigt der Minister bislang. Oder soll Umweltminister Remmel vielleicht die Verkehrsverhinderungspolitik des Superministers künftig gleich mit übernehmen?

 

5. Kalenderwoche

Schuldenkönigin Kraft muss sich von ihrem Finanzminister trennen

Es regiert das rot-grüne Haushaltschaos unter dem Zepter der Schuldenkönigin Kraft. Die Mär von der schlechten schwarz-gelben Schlussbilanz wandelt sich in die Fortsetzung einer wahren Erfolgsgeschichte der Regierung Rüttgers. Heute zeigt sich, wer wirklich die Fälscher sind. Es kann nicht sein, dass der Finanzminister und die Ministerpräsidentin über die wahre Kassenlage des Landes nicht informiert waren. Im Dezember 2010 hat unser Finanzexperte Weisbrich exakt die Zahl von 4,95 Milliarden Euro vorgelegt. Wieso weiß der regierende Finanzminister weniger, als der Experte in unserer Fraktion? Da hilft es auch nichts, dass der Finanzminister nach dem Donnerschlag aus Münster plötzlich einen verborgenen Milliardenschatz entdeckt haben will. Denn noch sechs Tage später hat Walter-Borjans weder den Landtag noch die Öffentlichkeit über die erheblich günstigere Haushaltssituation informiert. Letztendlich hat der Minister weder aus Respekt vor dem Verfassungsgerichtshof in Münster, noch aus Achtung vor dem Parlament in Düsseldorf und den Menschen in Nordrhein-Westfalen die Zahlen offengelegt, sondern einzig aus der Angst, bei seiner Vertuschung erwischt zu werden. Fakt ist, bei der Unterrichtung des Landtags am 19. Januar waren die echten Zahlen bereits nach Berlin berichtet. Fakt ist, der Finanzminister und seine Schuldenkönigin haben diese Zahlen gekannt und verschwiegen. Das Land geht in schwierige Wochen. In solchen Phasen brauchen wir eine Finanzpolitik, der die Menschen vertrauen. Das Beste für unser Land ist es, wenn Frau Kraft ihren Finanzminister besser heute als morgen entlassen würde!

 Zwischenlagerung von Brennelementen: Sicherheit für Mensch und Umwelt hat oberste Priorität

‚Castortransporte zu verhindern’ lautete ein großes Versprechen von SPD und Grünen im Landtagswahlkampf. Diesen Worten haben sie seitdem keine Taten folgen lassen, weil sie genau wissen, dass die Option Transport die einzige realistische Variante ist. Rot-Grün hat sich in der Frage der sicheren Endlagerung von radioaktiven Brennelementen in den letzten Jahren einfach weggeduckt und die Problematik auf die folgenden Generationen abgewälzt. Erst mit der Verabschiedung des Energiekonzeptes von Bundesumweltminister Norbert Röttgen gibt es auch im Bereich der Endlager-Forschung wieder Fortschritte. Der CDU-Fraktion geht es vor allem um eine verantwortungsvoll geführte Debatte, die sich von der ideologisch verblendeten Anti-Atom-Debatte distanziert und konkrete Lösungen findet. Der Aspekt der Sicherheit hat dabei oberste Priorität. Diese zu gewährleisten ist im Zwischenlager Jülich ohne massiven Eingriff in das Ökosystem und steuerfinanzierte Investitionen in Millionenhöhe nicht möglich. Der Transport nach Ahaus ist ein erheblicher Sicherheitsgewinn. Das Zwischenlager ist im Gegensatz zu dem nur noch bis 2013 genehmigten Zwischenlager in Jülich bis 2036 genehmigt. Es erfüllt hohe Sicherheitsstandards und besitzt freie Kapazitäten. Den Menschen einzureden, es bestünden erhebliche Sicherheitsrisiken beim Transport der Brennelemente ist falsch und verantwortungslos. Die Option Transport ist die sicherste und ökologisch sowie ökonomisch sinnvollste Lösung.

Maulkörbe für Lehrerinnen und Lehrer? Das ist ungeheuerlich!

Denk- und Redefreiheit gilt für die grün-rote Landesregierung offenbar nicht, wenn es um ihr schulpolitisches Lieblingskind geht. Bevor die Regierung Kritik an ihrem Gemeinschaftsschulexperiment duldet, praktiziert sie eine Politik der Maulkörbe. Lehrer dürfen aber nicht eingeschüchtert werden. Ihre Erfahrungen und Meinungen zu unterdrücken und in einem strengen Regime durchzuregieren, ist ein Skandal. Medienberichten und persönlichen Auskünften zufolge, waren von Seiten der Bezirksregierungen gezielt Vorladungen und Empfehlungen an kritische Pädagogen ausgesprochen worden, den Diskussionen zu Gemeinschaftsschulen fernzubleiben. Mögliche unbedachte Äußerungen könnten disziplinarische Folgen nach sich ziehen. Es ist ungeheuerlich, wenn die grüne Schulministerin derartige Vorkommnisse hinnimmt. Mit Maulkorbpraxis betreibt man eine ‚Politik der Einschüchterung’. Für die anstehenden Herausforderungen in unseren Schulen brauchen wir aber keine Duckmäuser, die aus Angst vor Dienstherr und persönlichen Konsequenzen auf eine eigene Meinung verzichten. Dann muss man es auch ertragen, wenn pädagogisch gewichtige Bedenken gegen das unausgegorene Lieblingsprojekt der Ministerin vorgebracht werden. Für die Zukunft brauchen wir engagierte, selbstbewusste und kritische Pädagoginnen und Pädagogen. Sie haben eine Vorbildrolle in unserem demokratischen Staatswesen. Frau Löhrmann darf aus den Beteiligten keine Betroffenen machen. Sie muss dafür sorgen, dass es in ihrem Zuständigkeitsbereich keine Maulkorbpraxis gibt.“

Unkonventionelle Erdgasvorkommen: Minister Voigtsberger weiter auf Tauchstation

Die grün-rote Übergangsregierung ist in der Diskussion über unkonventionelle Erdgasvorkommen im Münsterland weder Vater des Kindes, noch zeichnet sie sich durch einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema aus. Vernebelt durch innere Streitereien und Ressortgerangel hat die grün-rote Minderheitsregierung den wesentlichen Blick für wichtige energiepolitische Fragen unseres Landes verloren. Wie schon in der politisch zu entscheidenden Frage um das Kohlekraftwerk Datteln beweist Wirtschaftsminister Voigtsberger das Fehlen einer klaren politischen Linie. Der Minister befindet sich weiter auf Tauchstation und überlässt es den Umweltpolitikern, über ein Thema aus seinem Haus zu diskutieren. So lange die Landesregierung unsortiert durch die Gegend läuft, ist es unsere Aufgabe, hier einen deutlichen Warnschuss zu senden. Energiepolitik ist Aufgabe des Wirtschaftsministers und Nordrhein-Westfalen braucht als Industrieland einen handlungsfähigen Minister. Das Thema der unkonventionellen Erdgasvorkommen muss zum Schutz unseres Grundwassers und zum Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger endlich ernst genommen werden.

Naturschutz in der Senne durch Dialog – keine Fakten schaffen gegen den Willen der Betroffenen

Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt ausdrücklich jeden Fortschritt für den Naturschutz in Ostwestfalen-Lippe, wenn dieser im regionalen Konsens umgesetzt wird. Vorfestlegungen aus Düsseldorf für das von den Grünen unbedingt gewünschte Vorhaben eines Nationalparks in der Senne lehnen wir hingegen ab. Die grün-rote Minderheitsregierung will schon heute Rahmenbedingungen festlegen, für die es in der Region keine Mehrheit gibt. Wir erwarten von der Landesregierung nicht, dass sie Ankündigungen und Planungen aus Düsseldorf verkündet. Wir erwarten, dass mit den Betroffenen vor Ort gesprochen wird und dass Lösungen angestrebt werden, die allen Interessen gerecht werden. Darüber hinaus ist es für die CDU selbstverständlich, dass sich die Regierung an bestehende Verträge hält und die souveräne Entscheidung der Briten abwartet, wie genau es mit der Präsenz der britischen Streitkräfte in Deutschland weitergeht. Vorfestlegungen gegen den Willen der Betroffenen in der Region werden wir in aller Entschiedenheit entgegentreten.

 

4. Kalenderwoche

Der Umgang des NRW-Finanzministers mit der Öffentlichkeit und den Verfassungsorganen ist ein Skandal

Am 12. Januar wusste das NRW-Finanzministerium, dass die Netto-Neuverschuldung des Landes für 2010 bei 7,1 Milliarden Euro liegen wird. Was wusste der Chef des Hauses, NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans? In der letzten Sitzung des Haushals- und Finanzausschusses hatte Walter-Borjans eine von ihm unterzeichnete Vorlage des Finanzministeriums verteilen lassen. Dort erklärt das Haus:

„(...) Nach den bisher vorliegenden vorläufigen Rechnungsergebnissen zum Haushaltsvollzug 2010 kann davon ausgegangen werden, dass der Haushaltsabschluss 2010 im Hinblick auf die Nettoneuverschuldung insgesamt um 1.315,1 Mio. € besser ausfallen wird, als nach dem Nachtrag für 2010 vorgesehen ist. Die Nettoneuverschuldung würde vorbehaltlich der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs des Landes Nordrhein-Westfalen bei rd. 7,1 Mrd. € (Stand 12.01.2011: 7.092,3 Mio. €) liegen. (…)“

Eine Woche später beantragt die Landesregierung im Landtag eine Unterrichtung für die Plenarsitzung am 19. Januar. Kein Wort verliert der Finanzminister dort darüber, dass er die von uns beim Verfassungsgerichtshof in Münster beklagten 1,3 Milliarden Euro nicht in Anspruch nehmen muss. Auch den Verfassungsgerichtshof, der an eben diesem 12. Januar anregt, die Kredite nicht in Anspruch zu nehmen, informiert er nicht. Dieser Umgang von Walter-Borjans mit den Verfassungsorganen, Parlament und Gerichtshof ist skandalös. Er täuscht die Verfassungsorgane und die Öffentlichkeit bis zum heutigen Tag. Er schadet dem Land. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen haben kein Vertrauen mehr in den Finanzminister, die Ministerpräsidentin muss die Konsequenzen ziehen.

Kürzung bei der sozialen Wohnraumförderung benachteiligt Bildung von Wohneigentum und schwächt die Wohnungswirtschaft

Kaum im Amt hat sich die Landesregierung mit der Vorstellung des Wohnungsbauförderungsprogramm 2011 von ihren Versprechungen von vor der Wahl verabschiedet. SPD und Grüne hatten bis zur Landtagswahl sogar eine gesetzliche Festschreibung der Mindestfördersumme von einer Milliarde Euro für Zwecke der sozialen Wohnraumförderung gefordert. Wohnungswirtschaft und Kommunen haben sich darauf verlassen, dass auch die neue Landesregierung den Förderbetrag von einer Milliarde Euro garantiert und entsprechend für 2011 geplant. Die angekündigte Kürzung der Förderung um 20 Prozent dürfte vor Ort zu erheblichen Problemen führen. Insbesondere die Förderkürzung bei der Eigenheimförderung um 300 Millionen Euro ist ganz und gar inakzeptabel. Zudem wird die Errichtung oder der Erwerb von Eigenheimen gegenüber dem Mietwohnungsbau bei gleichen Einkommensverhältnissen benachteiligt. Das Zinsniveau für die Darlehen der Eigenheimförderung wird angehoben und damit zusätzlich limitiert. Vielleicht finden Herr Voigtsberger und Herr Walter-Borjans bei einem intensiven Studium der Haushaltsbücher noch zweihundert Millionen Euro, um die Soziale Wohnraumförderung adäquat auszustatten.

Frau Krafts Verschuldungsorgien gefährden die Solidarität unter den Bundesländern

Mit ihrer hemmungslosen Verschuldung und der Weigerung, ernsthaft zu sparen, macht Frau Kraft Nordrhein-Westfalen zum Schuldenkönig in der Bundesrepublik Deutschland. Gleichzeitig gefährdet sie die Solidarität unter den Bundesländern. Wir haben sehr viel Verständnis für die Kritik der so genannten Geberländer am Länderfinanzausgleich. Denn Rot-Grün in Düsseldorf leitet eine Entwicklung ein, die NRW dauerhaft zum Nehmerland macht. Der Status eines Bundeslandes im Rahmen des Länderfinanzausgleichs wird bestimmt durch die Wirtschafts- und Steuerkraft des Landes. Durch ihre Blockade bei industriellen Großprojekten wie zum Beispiel dem Kohlekraftwerk in Datteln ruiniert Frau Kraft den Ruf des Landes NRW nachhaltig und setzt damit den Wohlstand der Menschen aufs Spiel. Gleichzeitig zieht Frau Kraft, ein Stück weit getrieben von der Linken, die Spendierhosen an und verteilt Wohltaten wie beitragsfreie Kindergartenjahre und Abschaffung der Studienbeiträge. Das ist der wesentliche Grund, warum die Geberländer am Länderfinanzausgleich rütteln. Die Menschen erwarten von dieser Landesregierung, dass sie spart. Die Umfrage der CDU-Landtagsfraktion hat dies deutlich gemacht. 60 Prozent der Befragten wollen, das gespart wird. Es wird Zeit, dass Frau Kraft an die Arbeit geht.

Wasserqualität in NRW ist gut – keine pauschalen Verbote für Angler

Das Landesumweltamt NRW hat Messungen im Dortmunder Hafen durchgeführt und dabei überhöhte Grenzwerte von PCB, Dioxinen und Furanen in Fischen entdeckt.

Ein pauschales Angelverbot für ganz NRW kann jedoch keine Lösung sein. Die enge Linie zwischen Vorsicht und Aktionismus wird durch Umweltminister Remmel überschritten, wenn er ohne Abwarten auf umfangreiche Untersuchungen ein Angelverbot für ganz NRW ankündigt. Minister Remmel erweckt den fatalen Eindruck, alle Gewässer in NRW seien verseucht. Er weiß, dass dem nicht so ist. Die Qualität der hiesigen Gewässer hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die CDU erwartet von einem Umwelt- und Verbraucherminister, dass er verantwortungsvoll informiert und die Menschen im Land nicht unnötig verunsichert. In der kommenden Sitzung des Umweltausschusses werden wir von Minister Remmel einen Bericht verlangen.

‚Sonderkommission Mirco‘ gilt großes Lob und Anerkennung

Die CDU-Landtagsfraktion spricht den ermittelnden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der ‚Sonderkommission Mirco‘ großes Lob und Anerkennung für ihren bedingungslosen Einsatz und ihre Hartnäckigkeit aus. Trotz tausender Hinweise aus der Bevölkerung und vieler großangelegter Suchaktionen, die lange Zeit zu keiner heißen Spur führten, haben sich die Ermittler nicht entmutigen lassen. Dass ein mutmaßlicher Täter nun dingfest gemacht werden konnte, ist der akribischen und hochprofessionellen Ermittlungs- und Fahndungsarbeit der Beamtinnen und Beamten zu verdanken. Unser besonderes Mitgefühl gilt Mircos Familie. Die Eltern haben nun Gewissheit, auch wenn diese Gewissheit unendlich traurig ist.

 

3. Kalenderwoche

Einstweilige Anordnung: Frau Kraft ist mit ihrer Philosophie der präventiven Finanzpolitik gescheitert

In dieser Woche hat der nordrhein-westfälische Verfassungsgerichtshof in Münster Geschichte geschrieben. Denn er hat erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einen Nachtragshaushalt per Einstweiliger Anordnung angehalten. Damit hat der Verfassungsgerichtshof klar gemacht: Er will keinen Haushaltsvollzug vor seinem Urteil in der Hauptsache. Die Abgeordneten der CDU und auch der FDP sind sehr erleichtert über dieses Urteil. Es ist ein gutes Urteil für das Land NRW und seine Menschen. Die Landesregierung ist in Haushaltsfragen an die Verfassung gebunden. Sie hat die Ansicht vertreten, dass der Gesetzgeber in der Gestaltung der Rücklagen und bei der Kreditaufnahme frei sei. Dem hat das Gericht jetzt ausdrücklich widersprochen. Und es hat klargestellt, dass der Gesetzgeber auch bei der Aufnahme von Krediten an die Verfassung gebunden ist. Damit bewertet das Gericht die Belastung künftiger Haushalte durch Zinsleistungen höher als den aktuellen Eingriff durch eine Einstweilige Anordnung in den Gestaltungsspielraum der Landesregierung. Dass die Finanzen bei dieser rot-grünen Minderheitsregierung in keinen guten Händen sind, wird heute jedem in Nordrhein-Westfalen klar. Frau Kraft ist mit ihrer Philosophie der präventiven Finanzpolitik gescheitert, und damit ist sie gescheitert.

CDU-Fraktion ist bereit zu konstruktiven Gesprächen über ein zukunftsfestes vielfältiges Schulwesen

Frau Löhrmann hat eingesehen, dass sie ihren schulpolitischen Weg nicht ohne gesetzliche Grundlage fortsetzen kann. Deshalb will sie noch im Frühjahr eine Änderung des Schulgesetzes auf den Weg bringen. Sie strebt dafür eine breite parlamentarische Mehrheit an. Ob das ernst gemeint ist, wird sich zeigen. Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt die Absicht von Frau Löhrmann, in einer wesentlichen Frage für die Zukunft des Landes nicht weiter am Parlament vorbei zu arbeiten. Die CDU-Fraktion ist zu konstruktiven Gesprächen über die gesetzlichen Grundlagen eines demographie- und zukunftsfesten vielfältigen Schulwesens bereit.

Verbraucherschutz ist das höchste Gut

Für die CDU-Landtagsfraktion steht ohne Abstriche fest: Der Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger ist das höchste Gut. Wer immer Lebensmittel, Futtermittel oder Vorprodukte verunreinigt und des Profites wegen mit unserer Gesundheit spielt, der muss die ganze Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Ein Freikaufen der Täter darf es nicht geben. Berufsverbot und Haftstrafen müssen in solchen Fällen die Antwort sein. Tatsache ist: Verbraucher und Landwirte sind gleichermaßen Opfer. Es geht jetzt darum, den Skandal überlegt aufzuarbeiten. Populistische Schnellschüsse helfen niemandem weiter. Der von Minister Remmel verfolgte Weg, die Bio-Landwirtschaft als Alternative auszubauen, ist nur beim ersten Hinsehen ein Ausweg. Denn auch die biologische Landwirtschaft ist vor Skandalen nicht gefeit, wie der Dioxin-Skandal im Mai vergangenen Jahres gezeigt hat. Wir stehen für die Landwirtschaft als Ganzes: biologische und konventionelle Landwirtschaft. Zudem begrüßen wir den zwischen Bund und Ländern vereinbarten14 Punkte-Plan. Dieser setzt die von der CDU-Landesregierung in NRW begonnene Initiative zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit fort. Denn eines ist auch klar: Ohne die gute Vorarbeit von Eckhard Uhlenberg, ohne die Einrichtung der Chemischen Untersuchungsämter hätte dieser Skandal nicht so rasch aufgedeckt werden können.

Verschuldung ist kein Vorsorgemodell – Schuldenbremse in der Landesverfassung verankern

Nordrhein-Westfalen leidet am Regierungspfusch der Regierung Kraft. Eine Landesregierung sollte den Wohlstand nachhaltig mehren und nicht durch verrückte Schuldenmacherei die Zukunftsfähigkeit unseres Landes aufs Spiel setzen. Verschuldung ist kein Vorsorgemodell. Parteiübergreifend muss sich die Einsicht für die Notwendigkeit einer Schuldenbremse durchsetzen. Eine Gesellschaft, die ständig über ihre Verhältnisse lebt, wird nicht zukunftsfähig sein. Grundsätzlich den Willen zum Sparen zu erklären, tatsächlich Sparen aber als nicht zeitgemäß abzustempeln, ist keine generationengerechte Politik. Auf diesem Wege macht das rot-rot-grüne-Bündnis Nordrhein-Westfalen für alle Zukunft zum Empfängerland im Finanzausgleich. Je eher Frau Kraft erkennt, dass ihr Traum vom vorsorgenden Sozialstaat gescheitert ist, desto besser für unser Land. Wir brauchen keine Verteilung von Rundum-Sorglos-Paketen auf Pump, wir brauchen die Schuldenbremse jetzt. Nicht erst 2020. Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland Pfalz, Schleswig-Holstein und Hessen haben es vorgemacht. Frau Kraft muss ihrer Verantwortung gerecht werden und darf die Zukunft unseres Landes nicht auf morgen verschieben, wenn sie schon heute für eine ehrlich gemeinte Haushalts- und Finanzpolitik sorgen könnte!

Gemeindefinanzierungsgesetz 2011: Getäuscht nicht gestärkt

Alle Fraktionen haben 2008 entschieden, die Grunddaten im damaligen Gemeindefinanzierungsgesetz nicht zu aktualisieren, sondern mit den Ergebnissen der ifo-Kommission eine solide und zukunftsfähige Gemeindefinanzierung aus einem Guss auf den Weg zu bringen. Bis vor kurzem blieb diese gemeinsame Festlegung auch von SPD und Grünen unwidersprochen. Davon will der heutige SPD-Innenminister Jäger jedoch nichts mehr wissen. Zuvor aber hat Jäger in einer Nacht- und-Nebel-Aktion am 23. Dezember 2010 den Kämmereien in den Gemeinden des Landes mit seiner Modellrechnung zum Gemeindefinanzierungsgesetz 2011 ein schlimmes Präsent unter den Weihnachtsbaum gelegt. Viele Städte und Gemeinden im Land haben nämlich ihre Haushalte verabschiedet, wenigstens schon eingebracht oder sind kurz vor der Einbringung. Alles Makulatur, die Städte und Gemeinden können jetzt wieder von vorne anfangen. Mit der Veröffentlichung eines modifizierten Orientierungsdatenerlasses hat Jäger noch am 3. November des vorigen Jahres den Kommunen vorgegaukelt, dass an der derzeitigen Aufteilung der Finanzmasse keine Änderungen vorgesehen seien. Zeitgleich wurden die Kommunen angehalten, die Aufstellung des Haushaltes bis spätestens zum 30. November 2010 vorzunehmen. Die zwischenzeitlich vielfach veröffentlichten Proteste vieler Kommunen bis hin zu Erwägung von Klagen gegen das GfG 2011 zeigen, dass sich Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen von der Landesregierung getäuscht und hintergangen fühlen. Schon dieses selbstherrliche Verhalten macht deutlich, dass die Landesregierung gegen Städte und Gemeinden insbesondere in den Kreisen und im ländlichen Raum arbeitet. Die Landesregierung verändert einseitig und ausschließlich einen Parameter, den Sozialkostenindex, und nimmt damit in Kauf, dass die anderen Parameter an Gewicht verlieren. Profiteure sind die großen Städte insbesondere im Ruhrgebiet. Rund 139 Millionen Euro sollen sie mehr erhalten. Zur Kasse gebeten wird der ländliche Raum. Das ist die Gerechtigkeit, wie SPD-Innenminister Jäger sie will: Wenn schon pleite, dann sollen alle Kommunen im Lande gleichermaßen betroffen sein. Dafür werden die grün-rote Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen mit diesem GFG-Entwurf und den folgenden sorgen.

SPD, Grüne und Linkspartei beerdigen das Werkstattjahr

So sieht die Chancengerechtigkeit von SPD und Bündnisgrünen aus: Sie wollen das erfolgreiche Projekt Werkstattjahr nicht weiterführen. Auf der Strecke bleiben die Jugendlichen, die nach der Schule keine berufliche Perspektive haben. Das ist zutiefst unsozial. Dabei haben beispielsweise im Werkstattjahr 2009/2010 rund 70 Prozent der Teilnehmer eine Anschlussperspektive fanden. Es stehen pro Jahr rund 5.000 Plätze im Werkstattjahr zur Verfügung, die bisher mit 100 Millionen Euro aus ESF-Mitteln gefördert wurden. Möglicherweise fehlt Schneider in den Regierungsfraktionen der Rückhalt. Es ist absurd: SPD, Grüne und Linke verschließen die Augen vor der Wirklichkeit. Seit dieser Woche tragen sie die Verantwortung dafür, dass mindestens 5.000 Jugendliche nach der Schule ohne Ausbildungs-Perspektive da stehen.

 

2. Kalenderwoche

Dioxin: Berufsverbot und Freiheitsstrafen für kriminelle Machenschaften

Die Landwirte und Verbraucher sind Opfer krimineller Machenschaften. Das muss zu harten strafrechtlichen Konsequenzen führen. Wir fordern deshalb Berufsverbote und Freiheitsstrafen. Gleichzeitig unterstützen wir die vom früheren Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg im Frühjahr 2010 ergriffene Initiative, die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen öffentlich zu machen. Wir fordern die Landesregierung auf, Uhlenbergs Initiative fortzuführen. Den betroffenen Landwirten muss so schnell wie möglich geholfen werden.

CDU fordert Verankerung der Schuldenbremse in die NRW-Verfassung

Nach einem halben Jahr unter der grün-roten Minderheitsregierung ist Nordrhein-Westfalen in den Sozialausgleich der Bundesländer zurückgefallen. Wir sind wieder zu einem Nehmerland geworden, das auf die Solidarität der Geberländer angewiesen ist. Wir sind aber auch das einzige Nehmerland, das den vernünftigen Lastenausgleich aufkündigt und sich den Luxus einer rot-rot-grünen Politik der „sozialen Wohltaten“ erlaubt. Der größten Netto-Neuverschuldung in der Geschichte unseres Landes wird 2011 die zweitgrößte folgen. Die CDU im Düsseldorfer Landtag macht sich große Sorgen um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Es zeigt sich, dass die verfassungsrechtliche Umsetzung der Schuldenbremse zwingend erforderlich ist. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird Nordrhein-Westfalen durch die Folgen der Regierung Kraft zum Griechenland Deutschlands. Die CDU-Fraktion will die Schuldenorgie von Bündnisgrünen und SPD stoppen, die Schuldenbremse fest in der NRW-Verfassung verankern wollen. Alle Bundesländer nutzen den wirtschaftlichen Aufschwung und bereiten Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung vor. In Schleswig-Holstein, Hessen und Rheinland-Pfalz sind Schuldenbremsen in den Verfassungen umgesetzt. Wir brauchen geltende Regeln zur Begrenzung der Neuverschuldung. Frau Kraft muss erkennen, dass es nicht sozial ist, unseren Kindern Schuldscheine auszustellen. Ein überschuldeter Staat ist ein handlungsunfähiger Staat.

Schäfer macht ihren Frieden mit dem KiBiz

KiBiz steht, KiBiz gilt! Jetzt hat Frau Schäfer öffentlich ihren Frieden mit dem KiBiz gemacht. Es freut uns, dass die Ministerin den von der CDU eingeschlagenen Weg weiterführen möchte. So ist beispielsweise das Festhalten an individueller Förderung und Kindpauschalen, Sprachförderung, der U-3 Ausbau und der Ausbau der Familienzentren die Fortsetzung unseres erfolgreichen Regierungshandelns. Die von Schäfer vorgelegte KiBiz-Revision, die schon von der früheren Landesregierung für 2011 geplant war, lässt allerdings in vielen Punkten den Qualitätsaspekt vermissen. Eine entscheidende Basis zur Sicherung des Bildungsauftrags im Elementarbereich ist das Fachkräfteprinzip. Dies ist einst auf Wunsch der Träger in einem Konsens verabredet worden. Mit der geplanten Öffnung für einen verstärkten Einsatz von Ergänzungskräften darf die Qualität in Kitas nicht gefährdet werden. Frau Schäfer setzt die falschen Prioritäten: Erzieherinnen und Erzieher besser zu bezahlen und Gruppen zu verkleinern, erhöht die Qualität der Kitas eher als Beitragsfreiheit für Besserverdienende.

Landesregierung muss Aktionsplan Hausärzte fortführen

Der Hausarzt vor Ort ist ein Eckpfeiler unserer medizinischen Versorgung. Das vom damaligen NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann auf den Weg gebrachte Konzept zur Stärkung der hausärztlichen Medizin und Versorgung in Nordrhein-Westfalen hat mit ersten Erfolgen dafür gesorgt, dass der Beruf des Hausarztes vor Ort seine Attraktivität behält. SPD und Grüne müssen dieses Programm fortführen und weiter finanzieren. Es reicht nicht, sich einen Arztkittel anzuziehen und einen Tag in einer Arztpraxis zu verbringen. Die Ministerpräsidentin muss klar Position beziehen und dafür sorgen, dass der Aktionsplan Hausärzte weiter wirken kann. Gerade im ländlichen Bereich bedroht der zunehmende Ärztemangel die notwendige medizinische Versorgung der Bevölkerung. Doch das ist nicht nur ein Stadt-Land-Problem.

Die Zahlen zeigen, dass in den kommenden zehn Jahren ein Drittel der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte ihre Praxis aufgeben werden. Eine Nachfolge in den Praxen ist aufgrund des steigenden Bedarfs an hausärztlicher Betreuung dringend erforderlich. Die CDU im Düsseldorfer Landtag hat diese Entwicklungen sehr ernst genommen und dem entgegengewirkt. Neben Haushaltsmitteln in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die der Landtag dafür zur Verfügung gestellt hat, hat das Hausarztkonzept umfängliche Lösungen vorgesehen. Bis Mitte 2010 sind so rund 20 Niederlassungen erhalten worden. Doch Ministerin Steffens setzt alles daran, die Unsicherheit über den Fortbestand dieser Maßnahmen zu nähren. 94 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen droht die Unterversorgung im hausärztlichen Bereich und die Ministerin lässt jedes Problembewusstsein vermissen. Wir brauchen jetzt klare Zusagen an die betroffene Bevölkerung und an die Studentinnen und Studenten der medizinischen Hochschulen, dass der Beruf des Hausarztes weiter gestärkt wird.

1. Kalenderwoche 2011

Dioxinskandal: Was auf den Tisch kommt, muss sicher sein!

Was auf den Tisch kommt, muss sicher und schadstofffrei sein. Darauf müssen sich die Menschen verlassen können. Und die Landwirte müssen sich darauf verlassen können, dass das zugekaufte Tierfutter unbelastet ist. Es gibt kaum etwas Wichtigeres. Deshalb liegt uns der Verbraucherschutz am Herzen. Der aktuelle Dioxin-Skandal zeigt, dass die staatliche Lebensmittelkontrolle funktioniert. Nachdem im Mai dioxinbelastetes Biofutter aus der Ukraine entdeckt wurde, haben wir aber aktuell den zweiten Dioxin-Skandal im selben Jahr. Das ist beunruhigend. Die CDU-Fraktion unterstützt die rückhaltlose Aufklärung des aktuellen Skandals. Die Lebensmittel- und Futtermittelproduktion ist weltweit verflechtet. Die Produktionsketten sind so lang geworden, dass lückenlose Kontrollen offenbar schwieriger werden. Es ist deshalb richtig darüber nachzudenken, wie die risikoorientierten Kontrollen noch wirksamer gemacht werden können. Zu einem wirksamen System der Lebensmittelkontrolle gehört aber auch, dass den Verbraucherinnen und Verbrauchern alle nötigen Informationen zugänglich gemacht werden. Deshalb unterstützen wir die im Frühjahr 2010 vom damaligen Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg ergriffene Initiative, die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen öffentlich zu machen. Dadurch kann das Qualitätsbewusstsein in der Produktion und im Verbrauch von Lebens- und Futtermitteln weiter gestärkt werden.

Die Linke und der Kommunismus: Frau Kraft und Frau Löhrmann müssen sich distanzieren

Dass eine Partei, die in mehreren Bundesländern in der Regierung sitzt und in Nordrhein-Westfalen mitregiert, sich ausdrücklich zum Kommunismus bekennt, ist eine Verhöhnung der Opfer des Stalinismus und des real existierenden Sozialismus. Der klare Abgrenzungsbeschluss der CDU-Landtagsfraktion zu den Linken im nordrhein-westfälischen Landtag erweist sich als richtig und wegweisend. Wir erwarten von Ministerpräsidentin Kraft, Frau Löhrmann und der grün-roten Minderheitsregierung, dass sie eine ebenso klare Kante fahren und sich unmissverständlich von der Linken distanzieren. Kommunisten dürfen in Deutschland nie mehr mitregieren.

Zur Schuldenorgie kommt die Erhöhung der Abgabenlast: Regierung schröpft Bürger und Wirtschaft mit dem Wassereuro

Die rückwärtsgewandte Politik der fortgesetzten Belastungen durch die rot-grüne Minderheitsregierung geht 2011 weiter: Pünktlich zum Jahreswechsel hat die Landesregierung mit ihrem Entwurf zur Änderung des Wasserentnahmeentgeltgesetzes den Bürgerinnen und Bürgern klammheimlich ein unerfreuliches ‚Präsent‘ untergeschoben. Die unter CDU-Verantwortung beschlossene schrittweise Abschaffung des Wassercents, den jeder Bürger und jedes Unternehmen über die Wasserrechnung mitbezahlen muss, wird rückgängig gemacht. Und damit nicht genug. Wenn man schon mal dabei ist, gönnt man sich gleich noch einen zusätzlichen Griff in den Geldbeutel des Bürgers und erhöht die Beitragssätze. Die Bürgerinnen und Bürger sollen in 2011 nicht – wie in dem von der CDU beschlossenen Gesetz vorgesehen – 3,6 Cent pro Kubikmeter Wasser zahlen, sondern satte 5 Cent. Wasserentnahmen für wirtschaftliche Zwecke werden sogar noch stärker belastet. Mit Aufschlägen von mehr als 60 Prozent im Vergleich zu den ab Anfang 2011 geltenden Sätzen erweist sich die Landesregierung als Abzocker-Riege.

Rückkehr zum alten Abitur: Die Gymnasien in NRW machen das Hü und Hott von Frau Löhrmann nicht mit

Schulministerin Löhrmann hat diese Tage einen klassischen Rohrkrepierer präsentiert. Die Zahl der Gymnasien, die gleichermaßen das Abitur nach acht und nach neun Jahren anbieten wollen, lässt sich an einer Hand abzählen. Und nur zehn Schulen wollen zurück zum Abitur nach neun Jahren. Unter dem Strich sind das gerade mal zwei Prozent der rund 620 Gymnasien in Nordrhein-Westfalen. Eltern, Lehrer und Schüler haben glasklar den Versuch von Frau Löhrmann erkannt, aus einem Ladenhüter einen Bestseller machen zu wollen, und sie dafür abgestraft. Fazit: Die Gymnasien in NRW machen das Hü und Hott von Frau Löhrmann nicht mit.

50. Kalenderwoche
"Verfassungsbruch mit Ansage“

Der nordrhein-westfälische Landtag hat jetzt den Nachtragshaushalt 2010 mit den Stimmen von Linken, SPD und Grünen gegen die Stimmen von CDU und FDP bei Enthaltung von vier Abgeordneten der Linken beschlossen. Dies war ein denkwürdiges Ereignis. Ministerpräsidentin Kraft hat Verfassungsbruch mit Ansage betrieben. Von Beginn der Haushaltsaufstellung an war die Einhaltung der Verfassung für die Landesregierung erklärtermaßen ein nachrangiger Gesichtspunkt. Die mögliche Verfassungswidrigkeit des Haushalts wurde von der Landesregierung bewusst und billigend in Kauf genommen. Alle unsere Einwände im Fachausschuss und in der Plenardebatte haben zu keiner substantiellen Änderung des Nachtragshaushalts geführt. Wir haben Sorge, dass die Landesregierung das Nachtragshaushaltsgesetz sofort vollziehen und insbesondere von der erhöhten Kreditermächtigung Gebrauch machen wird. Daher haben wir uns dazu entschlossen, einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Verfassungsgerichtshof einzureichen. Dieser hat zum Ziel, den Vollzug des Nachtragshaushaltsgesetzes 2010 auszusetzen. Unmittelbar am Tag der Verkündung des Gesetzes – voraussichtlich nächsten Dienstag – werden wir den formellen Antrag auf Prüfung der Verfassungsmäßigkeit und auf Erlass einer einstweiligen Anordnung stellen. Wir haben mit unserem Entschließungsantrag gezeigt, dass Haushaltskonsolidierung auch in NRW machbar und alternativlos ist. Hieran werden wir auch für die kommenden Haushalte festhalten.

Dimap-Umfrage: 60 Prozent der Menschen in NRW sind gegen Schuldenorgie von Rot-Rot-Grün

Was soll die Landesregierung tun, um die Verschuldung in den Griff zu kriegen? Sparen! Das fordern 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in NRW und versagen der Schuldenorgie der Regierung Kraft damit ihre Zustimmung. Diese Zahlen gehen aus einer landesweiten Umfrage hervor, die die CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag beim Umfrageinstitut dimap in Auftrag gegeben hat. Repräsentativ wurden in einem Erhebungszeitraum vom 9. bis 13. Dezember 2010 insgesamt 1.001 Wahlberechtigte über die „Haushaltspolitik in Nordrhein-Westfalen“ befragt. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Bürger in NRW ein sehr feines Gespür für richtige und nachhaltige Haushaltspolitik haben. Der Weg der Konsolidierung ist alternativlos. Eine ‚Wünsch-Dir-was‘-Politik der rot-rot-grünen Regierungskoalition ist dagegen nicht nur verfassungswidrig, sondern verantwortungslos und gegen den Bürgerwillen gerichtet. Die Ergebnisse zeigen weiter, dass 63 Prozent der Wahlberechtigten auf die Frage: „Was soll die Landesregierung mit Geld aus zusätzlichen Steuereinnahmen machen?“ den Abbau von Schulden klar einfordern. Und auf die Frage: „Ist es in Ordnung, wenn die Landesregierung neue Schulden macht, um Wahlversprechen zu erfüllen?“ sagen repräsentative 55 Prozent: „Nein, die Landesregierung sollte lieber sparen“. 64 Prozent der Befragten gehen in diesem Zusammenhang noch einen Schritt weiter und fordern ein generelles Verbot für neue Schulden in Nordrhein-Westfalen. Frau Kraft sollte endlich die Meinung der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes akzeptieren. Wenn 55 Prozent der Befragten sagen, es sei nicht in Ordnung, neue Schulden zu machen, um Wahlversprechen zu erfüllen, dann sind das 55 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens, die Ihre Politik ablehnen. 55 Prozent wollen keine massenhaften neuen Schulden in die Schultornister unser Kinder und Enkel gepackt bekommen. Sie wollen, dass die Landesregierung spart und konsolidiert.

Nachsitzen beim Jugendmedienschutzstaatsvertrag bringt Chancen für Verbesserung des Jugendschutzes

Die Minderheitsregierung hat in den eigenen Reihen keine Mehrheit für den Jugendmedienschutzstaatsvertrag gefunden. Die Fraktionen von SPD und Grünen lassen ihre Regierung im Regen stehen. In den letzten Tagen hatte sich bereits abgezeichnet, dass Rot-Grün keine eigene Mehrheit für den Staatsvertrag zustande bringen würde, obwohl die Landesregierung um Zustimmung gebeten hatte. Abgeordnete von SPD und Grünen hatten sich im Internet vom Vertrag distanziert – in der Erwartung, dass die CDU-Fraktion schon die Mehrheit sichern werde. Die CDU nimmt die Besorgnisse ernst, die in der Parlamentsanhörung Anfang November von Experten geäußert wurden. Unsere Ablehnung gründet vor allem darin, dass eine Jugendschutzsoftware, die der Staatsvertrag voraussetzt, nach Auskunft der Industrie jedenfalls im ersten Quartal 2011 nicht zur Verfügung stehen wird. Es ist kein Beinbruch, wenn der Vertrag einige Monate später in Kraft tritt. Vielmehr haben die Länderregierungen jetzt die Gelegenheit, Unklarheiten im Vertrag zu beseitigen und die Pflichten aus dem Vertrag besser zu kommunizieren: Die Netzgemeinde hat einen Anspruch auf Präzision und Rechtssicherheit bei neuen Gesetzen. Eine Abmahnwelle muss auf jeden Fall verhindert werden.

SPD und Grüne blockieren Entscheidung zum E.ON Kraftwerk in Datteln

In dieser Woche haben wir einen weiteren Akt im Trauerspiel ‚Abgesang auf den Industriestandort NRW‘ erleben müssen. In der Versammlung des Regionalverbandes Ruhr verweigerten SPD und Grünen dem von der Verwaltung (Direktor, SPD; Planungsdezernent, Grüne und ehemaliger Landtagsabgeordneter) vorgelegten Beschlussvorschlag zum Weiterbau des E.ON-Kohlekraftwerks in Datteln ihre Zustimmung und forderten ihrerseits weitere Gutachten zur Verfahrensprüfung. Die Minderheitskoalition legt mit diesem ‚Dokument der Entscheidungsverweigerung‘ die Axt an den Standort NRW. Welches Unternehmen wird bei diesen Voraussetzungen noch in NRW investieren wollen? Wir brauchen klare politische Entscheidungen. Stattdessen drückt sich die SPD vor klaren Aussagen. Und die Grünen versuchen ihrerseits in Hinterzimmergesprächen eine Entscheidung über den Weiterbau des Kohlekraftwerks zu verzögern, weil sich SPD und Grüne beim Thema Datteln nicht einig sind. Die CDU-Landtagsfraktion sagt dagegen klar: Wir wollen keine milliardenschweren Bauruinen. Wir wollen das hochmodernste und effizienteste Kraftwerk in Europa hier in Nordrhein-Westfalen. Es ist Aufgabe des Landtags, klare Kante zu zeigen.

Steag: NRW-Innenminister muss prüfen, welche Risiken der Kauf hat

Der Innenminister ist gefragt. Angesichts der Entscheidung von Evonik, mehr als die Hälfte der Steag an ein kommunales Stadtwerke-Konsortium zu verkaufen, muss Jäger rechtlich prüfen, welche Risiken dieser Kauf für die Kommunen birgt. Wir haben ihn bereits in der vorigen Woche zu einer entsprechenden Prüfung aufgefordert. Denn das Risiko für die Kommunen ist groß. Jede Kommune sollte sich nur im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an dem Unternehmen beteiligen können. Darüber hinaus sollte der Einstieg privater Investoren, die im internationalen Geschäft über Erfahrungen verfügen, erwogen werden.

Waldzustandsbericht 2010: Grünen-Umweltminister Remmel handelt nicht und sucht auch nicht den Dialog

Die Ergebnisse über den sich insgesamt verschlechterten Waldzustand in Nordrhein-Westfalen sind besorgniserregend. Umso mehr fordern wir von Seiten der grün-rot-roten Koalition eine konkrete Benennung von Maßnahmen und Förderprogrammen zum Schutz des Waldbestandes. In einer Pressekonferenz von Remmel zur Vorstellung des „Waldzustandsberichtes 2010“ hat uns der Grünen-Umweltminister über diese Fördermaßnahmen leider genauso im Unklaren gelassen, wie er den erkennbaren Willen vermissen lässt, das Gespräch mit privaten Waldbesitzern zu suchen. Bereits bei der Abstimmung über die Beratungsgremien der Landesforstverwaltung hat es Minister Remmel unterlassen, den Dialog mit den Mitgliedern des Landesforstausschusses zu suchen. Zur Umsetzung ihrer Forstpolitik setzt die Minderheitskoalition lieber weiter auf eine Unterstützung der Linken. Minister Remmel sollte sich endlich dem Dialog öffnen und ein wirkliches Interesse an einer ehrlichen Zusammenarbeit mit den Privatwaldbesitzern zeigen. Dazu braucht man keine Vorschriften, sondern nur den respektvollen Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes.

 

49. Kalenderwoche

Erfolg von Angela Merkel – Sicherheit für die Bergleute in NRW

Der Kohlekompromiss gilt. Das ist die gute Botschaft aus Brüssel in dieser Woche. Das ist ein Erfolg von Angela Merkel und den vielen nordrhein-westfälischen CDU-Abgeordneten, die bei der Kommission für den Kohlekompromiss geworben haben. Wir freuen uns für die Kumpel in Nordrhein-Westfalen. Sie und ihre Familien haben damit Sicherheit. Der von Jürgen Rüttgers 2007 mit ausgehandelte Kohlekompromiss ist nachhaltig, er sorgt dafür, dass die Bergleute nicht ins Bergfreie fallen. Das ist ein bleibendes Verdienst von Jürgen Rüttgers. Unser Dank heute gilt der Bundeskanzlerin. Die Menschen in NRW können sich auf die CDU verlassen.

Bund der Steuerzahler NRW hält rot-grünen Nachtragshaushalt für verfassungswidrig

Der Bund der Steuerzahler NRW kritisiert die von Rot-Grün geplante Neuverschuldung als wirtschaftlich nicht notwendig und stuft den Nachtragshaushalt als verfassungswidrig ein. Die Verfassungswidrigkeit ergebe sich aus mehreren Urteilen des Verfassungsgerichtshofs NRW, nach denen kreditfinanzierte Rücklagen unzulässig seien. Für die vorgesehene Rekordverschuldung bestehe im laufenden Haushaltsjahr keine Notwendigkeit und folglich könne sie auch nicht akzeptiert werden. Für den Bund der Steuerzahler sei der Eindruck entstanden, die rot-grüne Landesregierung versuche den Haushalt 2010 „hochzupushen“, um ein Polster für die nächsten Jahre anzulegen. Dem stimmt auch das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung zu, wenn es betont, dass weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Konjunktur nicht mehr erforderlich seien. Die Sachverständigen bestätigten, dass durch die Expansion der deutschen Wirtschaft nahezu ideale Bedingungen vorliegen, um auf einen Konsolidierungskurs einzuschwenken. Wenn der Bund und die übrigen Länder ihre Haushalte auf Konsolidierung ausgerichtet haben, dann darf auch NRW nicht länger Öl ins Feuer gießen, sondern muss konsequent und nachhaltig Schulden abbauen. Denn was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Atomsicherheit ist nicht teilbar

Die Entscheidung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen, die bestrahlten Forschungsreaktor-Brennelemente nicht nach Majak in Russland zurückzuführen, wird von uns ausdrücklich unterstützt. Atommüll muss jederzeit sicher gelagert werden. Dies ist in der russischen Anlage nicht der Fall. Von daher ist die Entscheidung von Norbert Röttgen, den Antrag des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nicht zu genehmigen, nur konsequent. Wir halten an unserer verantwortlichen Atompolitik fest, wie sie im Energiepapier der Bundesregierung ihren Ausdruck findet. Die Sicherheit der Kraftwerke muss auf dem neuesten Stand bleiben. Trotz der heutigen Entscheidung muss grundsätzlich alles Material, was Dritte erzeugt haben, auch in das Verursacherland zurücktransportiert werden. Je schneller, desto besser. Voraussetzung ist, dass die Sicherheit auch im Zielgebiet gewährleistet ist, denn Strahlung kennt keine Grenzen. Wir fordern Russland auf, so schnell wie möglich die Voraussetzungen für eine sichere Aufbereitung der russischen Brennelemente zu schaffen. Gleichzeitig unterstützen wir Norbert Röttgen und die Bundesregierung darin, unser eigenes Endlager so schnell wie möglich ergebnisoffen zu erkunden.

PISA: ein erfreulicher Erfolg der bildungspolitischen Anstrengungen der vergangenen Jahre

Wenn Deutschland beim Kompetenztest Pisa besser abschneidet, so ist das ein erfreulicher Erfolg der bildungspolitischen Anstrengungen der vergangenen Jahre, auch hier in Nordrhein-Westfalen. Fünf Jahre lang standen vor allem die Qualität des Unterrichts und zusätzliche Einstellungen neuer Lehrerinnen und Lehrer im Mittelpunkt. Den Grundstein für bessere Leistungen legen Sprachstandsfeststellungen im vierten Lebensjahr und Sprachförderungen. Es sollte aber allen klar sein, dass Kompetenzen nicht mit Bildung gleichzusetzten sind. Bei Bildung geht es um viel mehr: um die Persönlichkeit unserer Kinder, um die Fähigkeit, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, und natürlich auch um die Ausbildungsreife unserer Jugendlichen. Bildungspolitik ausschließlich auf Pisa-Ergebnisse zu fokussieren, greift deshalb zu kurz. Die pauschale Forderung nach mehr höheren Abschlüssen verbunden mit der Einführung eines gleichmacherischen Einheitsschulsystems ist der falsche Weg. Bildungsgerechtigkeit hat nichts mit Gleichheit zu tun. Gerecht ist ein Bildungssystem nur dann, wenn es jedem einzelnen Kind entsprechend seinen Interessen und Begabungen gerecht wird. Das wird einem Einheitssystem nicht gelingen. Der allergrößte Teil unserer Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen kümmert sich um unsere Kinder und bemüht sich, neben der Vermittlung der notwendigen Kompetenzen immer auch dem erzieherischen Auftrag von Schule gerecht zu werden. Nicht Lehrerschelte ist angebracht, wie sie in dieser Woche von Frau Löhrmann mit ihrer Aufforderung, nicht Fächer, sondern Kinder zu unterrichten, im WDR geäußert wurde, sondern Anerkennung ihres Einsatzes in unseren Schulen für beste Bildung.

Verbesserung der EU-Lebensmittelkennzeichnung weist in die richtige Richtung

Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt ausdrücklich die geplante Verbesserung der Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel in der Europäischen Union. Wir unterstützen Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner in ihrer Zielsetzung, die Neuregelungen so bald wie möglich in Kraft treten zu lassen. Darüber hinaus begrüßen wir, dass sich die Bundesregierung für eine klare und transparente Kennzeichnung regionaler Produkte einsetzt, die auf objektiven Kriterien basiert. Von der Landesregierung erwarten wir, dass sie jetzt ihren Beitrag zur Verbesserung der Verbraucherberatung leistet. Minister Remmel sollte schnellstmöglich eine verstärkte Aufklärung über gesunde Ernährung betreiben, die zielgerichtet ist und die Menschen sofort erreicht.

Linkspartei löst bei Frau Kraft Geschenkgutschein für Enthaltung beim Nachtragshaushalt ein

Zwei Tage nach dem Landesparteirat der Linkspartei in Bochum begleichen SPD und Grüne die Rechnung für das Entgegenkommen der Kommunisten: Die zugesagte Enthaltung beim Nachtragshaushalt lässt sich die Linkspartei mit ihrer Mindestforderung nach zweihundert zusätzlichen Stellen im öffentlichen Dienst bezahlen. Eine Zustimmung zu Frau Krafts Schuldennachtrag hätte wahrscheinlich 500 Stellen gekostet, wie sie die Linke zunächst gefordert hatte! Fest steht: Frau Kraft lässt sich den eigenen Machterhalt einiges kosten. Für die Rechnung werden die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler aufkommen müssen. Spätestens jetzt lässt sich nicht länger leugnen, dass die Linke in Nordrhein-Westfalen mit am Kabinettstisch von Kraft, Löhrmann und Co. sitzt.

Fische und Vögel sind gleichermaßen schutzwürdig

Fische und Vögel sind gleichermaßen schutzwürdig. Das ist das gemeinsame Fazit aller Sachverständigen. Die Mehrheit der Experten war sich darin einig, dass in NRW eine europarechtskonforme Regelung zur Regulierung der Kormoranbestände wie in anderen Bundesländern sinnvoll ist. Die Kausalität zwischen den dramatischen Rückgängen der Fische und dem Auftreten der Kormorane ist in NRW offensichtlich. Deshalb müssen die einheimischen Fischbestände vor übermäßigem Fraßdruck geschützt werden. Die Kormoranverordnung hat sich als wirksam erwiesen. Der immer stärkere Zuwachs der Kormorane in NRW wurde in den letzten Jahren wirksam reguliert, ohne dessen Bestand zu gefährden. Die Verweigerungspolitik des grünen Umweltministers Remmel führt dazu, dass NRW neben dem Saarland, Sachsen-Anhalt und den Stadtstaaten das einzige Bundesland ist, das nichts gegen den Kormoran unternimmt.

Handwerkerparkausweise: Neuregelung benachteiligt kleine Handwerksbetriebe

Als einen faulen Formelkompromiss bewertet die CDU-Landtagsfraktion die jetzt von der Landesregierung und dem grünen Umweltminister Remmel vorgetragene Lösung für Handwerkerfahrzeuge in Umweltzonen. Nachdem Remmel noch vor kurzem zur Erleichterung der Betroffenen angekündigt hatte, Ausnahmeregelungen für die Inhaber von Handwerkerparkausweisen seine Zustimmung zu geben, zeigt sich nun, dass er den Handwerkern nicht wirklich hilft. Die angekündigte minimale Verlängerung der Frist zur Umrüstung reicht bei weitem nicht aus. Remmel hat wieder einmal nur heiße Luft verblasen. Insbesondere kleine Handwerksbetriebe sind die Leidtragenden und dadurch in ihrer Existenz bedroht. Der Mehrwert für die Umwelt ist dagegen minimal. Die Lösung wäre eine uneingeschränkte Verlängerung der Sondereinfahrtsgenehmigungen bis die tatsächlichen Ergebnisse der Evaluierung der Luftreinhaltepläne feststehen. Remmel ist und bleibt hier einfach grün dogmatisch.

Fürchtet die Gesundheitsministerin die Organspende?

Nach fünf Jahren stetigem Anstieg der Organspender sind die Zahlen in NRW erstmals wieder rückläufig. Die Anzahl der gespendeten Organe weist sogar einen Rückgang von nahezu 10 Prozent auf, eine Reduzierung der gespendeten Organe auf 715 statt 787 im Vorjahr. Auf eine Reaktion der Gesundheitsministerin auf diese Entwicklung wartet man vergeblich. Die Problematik rund um den Themenkreis Organspende scheint für Frau Steffens ein Tabuthema zu sein. Die Ministerin schickt sogar eine Vertretung, wenn es um eine Auszeichnung von Kliniken geht, die sich besonders um die Entwicklung der Organtransplantation kümmern. Das spricht Bände. Die fehlende Bereitschaft und mangelnde Aufklärung der Bevölkerung über das Thema Organspende ist ein akutes Problem, die Kluft zwischen dem Bedarf an Organen und den realisierten Transplantationen extrem groß. Nach Informationen der DSO warteten rund 2.800 Menschen in NRW auf ein lebensrettendes Organ. Seit 2010 hat sich die Situation der Organspenden deutlich verschärft. Bei Regierungsübernahme im Jahre 2005 hatte die CDU-geführte Landesregierung eine katastrophale Situation bei der Organspende vorgefunden. Durch intensive Aufklärungsarbeit haben wir das Thema damals stark vorangebracht. Während in den letzten fünf Jahren die Anzahl der Organspender in NRW eine ständig steigende Tendenz zeigte und etwa 10 Prozent Zuwachsrate in den Jahren 2006 und 2007 aufwies, zeigt sich aktuell eine deutlich rückläufige Entwicklung. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Anzahl der Organspender um sechs Prozent zurückgegangen, statt 242 Organspendern im Jahr 2009 waren es 2010 lediglich noch 228 Spender. Die CDU-Landtagsfraktion ist der Auffassung, dass für die Verbesserung der Situation der Organspende das Thema politischer Hilfe bedarf. Die Aufklärungsarbeit muss dringend auf die politische Agenda gesetzt werden, weil jeder von uns täglich in die Lage kommen kann, sich mit dem Thema auseinandersetzen zu müssen.

CDU begrüßt Standortbekenntnis der RWE AG

Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt die nun bekannt gewordenen Neubaupläne der RWE AG. Der geplante Ersatz von alten, ineffizienten Kohlekraftwerken durch neue und klimafreundliche ist positiv zu bewerten. Hocheffiziente und flexible Stromgewinnung reduziert den CO2 Ausstoß nachhaltig. Medienberichten zufolge kündigte der Chef der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power Lambertz den geplanten Neubau eines Braunkohlekraftwerks in Niederaußem an. Bis die Lücke zur rein regenerativen Energieversorgung geschlossen ist, gehört für uns die sichere Stromproduktion mit Hilfe von Kohlekraftwerken zum nordrhein-westfälischen Energiemix. Die Landesregierung muss endlich klar Stellung beziehen. Die Ankündigung der RWE zwingt die Landesregierung zur konkreten Formulierung langfristiger Aussagen über ihre Energiepolitik. Es reicht nicht mehr aus, kurzatmig Kritik an dem Energiekonzept von Norbert Röttgen zu äußern. Röttgens Konzept ist ein massiver Einstieg in die Regenerativen Energien. Es kombiniert Klimaschutz mit der notwendigen Vernunft des Machbaren, wegweisende Projekte zu fördern. Aufgabe der rot-rot-grünen Tolerierungskoalition muss es jetzt sein, aufgeschlossen auf die Pläne der RWE zu reagieren und den Wirtschaftsstandort NRW zu stärken. Mit schwammigen Aussagen zum rheinischen Braunkohlerevier kann sich die Landesregierung nicht mehr um die Frage drücken, wie sie das Industrieland NRW langfristig mit Energie versorgen will. Es ist ihre Aufgabe, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes NRW zu erhalten


48.  Kalenderwoche

Der Lohn für Frau Krafts Schmusekurs: Linke-Landtagsfraktion will Nachtragshaushalt mittragen

Mittlerweile ist ganz klar: Es gibt ein Linksbündnis aus SPD, Bündnisgrünen und Linken in Nordrhein-Westfalen. Früher nannte man so etwas Volksfront. Heute bestätigt sich: Frau Krafts Amtszeit als Ministerpräsidentin ist mit einer Lüge gestartet. Die Frage ist: Was ist der Preis, den Frau Kraft wird zahlen müssen Auf ihrem Parteirat will die Linke darüber entscheiden, ob sie dem Nachtragshaushalt zustimmt oder sich enthält, was auch reichen würde, um ihn passieren zu lassen. Laut WDR heißt es in der Stellungnahme der Linken: „Der zur Zeit vorliegende Nachtragshaushalt verletzt nicht die auf dem Landesparteitag am 10./11. Juli 2010 in Leverkusen beschlossenen Kriterien und roten Haltelinien für das parlamentarische Handeln der Landtagsfraktion.“ Wirklich überraschend ist das nicht. Bei Frau Kraft ist schon lange keine Rede mehr davon, dass die Linke weder koalitions- noch regierungsfähig sei. Alles, was Frau Kraft dazu gesagt hat, erweist sich heute als Schall und Rauch. Stattdessen setzt Frau Kraft alle Hebel in Bewegung, bei der Linken nicht anzuecken. So treibt sie die Verschuldung des Landes auf Rekordhöhe. Der Nachtragshaushalt verstößt mutwillig und vorsätzlich gegen die Verfassung. Aber jetzt, wo die Verfassungsfeinde mit am Kabinettstisch sitzen, erwartet die CDU von diesem Kabinett auch nicht mehr die Einhaltung der Verfassung. Jetzt erhält Frau Kraft den Lohn für diesen Schmusekurs. Was uns nur wundert, ist, dass Frau Löhrmann und Herr Priggen das mitmachen.“

Innenminister bleibt in Sondersitzung des Innenausschusses Antworten über Angriff auf zehnjähriges Mädchen in Duisburg schuldig

In der von der CDU beantragten Sondersitzung des Innenausschusses sind wir Zeuge eines Schauspiels des Innenministers geworden. Sein Bericht über die Umstände des Übergriffs eines entlassenen Strafgefangenen auf ein zehnjähriges Mädchen in Duisburg war enttäuschend sowie sachlich und rechtlich fehlerhaft. Er blieb alle Antworten zur Sache schuldig und versuchte nur, sich in Ausflüchte zu retten. Die CDU-Landtagsfraktion hatte Auskunft verlangt, warum der gefährliche Sexualstraftäter sechs Tage lang überwacht wurde und aus welchen Gründen die ständige Überwachung dann beendet wurde. Doch eine schlüssige Antwort auf diese Fragen hat der Innenminister nicht gegeben. Schlimmer aber wiegt, dass der SPD-Innenminister nicht erkennen lässt, welche Konsequenzen er aus dem schrecklichen Vorfall ziehen wolle. Wie will er denn mit den fünf weiteren Fällen hochgradig gefährlicher Sexualstraftäter umgehen? Medien sprechen hier von ‚tickenden Zeitbomben‘. Das ist eine Führungsaufgabe. Da muss ein Konzept her. Doch hier ist der Innenminister offenbar überfordert. Die Menschen in NRW und insbesondere die Eltern sind in Sorge. Sie fordern umfassenden Schutz. Wenn der Innenminister sagt, dass es trotz Polizeiüberwachung keinen umfassenden Schutz geben kann, ist das eine Kapitulationserklärung. Die Bürgerinnen und Bürger in NRW haben ein Recht auf Sicherheit, und dieses Recht muss der Innenminister durchsetzen.

Pflegebedarf: Umschüler weiter fördern

Die Zahlen des statistischen Bundesamtes sind eine eindringliche Warnung: Der demografische Wandel führt bundesweit zu 50 Prozent mehr Pflegebedürftigen im Jahr 2030. Wir müssen dringend handeln und in die Ausbildung von Pflegekräften investieren. Sonst wird Pflege durch Fachkräfte bald zum Luxusgut. Die Arbeitslosenquote in den Pflegeberufen liegt schon jetzt bei nur 1,2 Prozent. Das bedeutet, wir haben hier eine Vollbeschäftigung. Um den bereits bestehenden Fachkräftebedarf in der Pflege abzudecken, setzt die CDU unter anderem auf die weitere finanzielle Förderung für Umschüler im dritten Umschulungsjahr. Der Altenpflegeberuf bietet vor allem Wiedereinsteigern beste Voraussetzungen. Im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung können Umschüler einen Beruf erlernen, der morgen mehr denn je gebraucht wird. Wer sich dazu entscheidet, in einem Pflegeberuf zu arbeiten, hat quasi eine Jobgarantie. Der zunehmende Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung und die steigende Lebenserwartung erfordern jedoch auch neue Ansätze in der Wohnungspolitik. Ältere Menschen müssen die Chance bekommen, so zu wohnen, wie sie es für sich selbst wünschen. Dazu wird es erforderlich sein, durch Um- oder Neubauten im privaten und öffentlichen Wohnungsbau mehr barrierefreie Wohnangebote zu schaffen.

Eine klaffende Wunde muss man nähen, nicht nur betäuben

Die vorgeschlagene Änderung des Paragraphen 76 der Gemeindeordnung will ein Problem lösen, indem sie es einfach weiter auf die lange Bank schiebt und wachsen lässt. Dass ist unsozial, unsolidarisch, nicht nachhaltig und hilft den Kommunen in keiner Art und Weise dauerhaft. Eine klaffende Wunde muss man nähen und nicht mit weißer Salbe betäuben. Die CDU-Landtagsfraktion sieht die Notwendigkeit einer Veränderung der Regelung zur vorläufigen Haushaltsführung. Dabei muss die kommunale Selbstverwaltung gestärkt werden, ohne dass die mit der Kommunalaufsicht zu vereinbarenden Sparziele aufgegeben werden. Konsolidierung ist für die CDU unumgänglich. Die alleinige Abschaffung jeglicher Frist zum Haushaltsausgleich wie von Rot-Grün vorgeschlagen, kann nicht der Weg sein. Eine Gesetzesänderung muss eingebettet sein in eine Gesamtkonzeption zur Lösung der strukturellen Finanzkrise, bestehend aus Hilfen des Bundes, des Landes und eines eigenen Konsolidierungsbeitrages der Kommunen. Die CDU lehnt deshalb die solitäre Änderung des Paragraphen 76 der Gemeindeordnung ab. Aber es muss ein verbindlicher Zeitpunkt vorhanden sein, wann und wie eine Kommune zu ausgeglichenen Haushalten kommt. Die Landesregierung nimmt mit der vorgeschlagenen Änderung bewusst in Kauf, dass durch immer weitere Verschuldung irgendwann Kommunen nicht mehr kreditwürdig sind. Wir wollen eine Gesamtlösung des Problems der kommunalen Finanzen. Die jetzt vorgeschlagene Änderung schafft dabei mehr Probleme, als sie Lösungen anbietet und schiebt eine Gesamtlösung damit auf die lange Bank.

Das Drängen der CDU hat den Umweltminister zu einem Mindestmaß an Einsichtsfähigkeit gebracht

Wir begrüßen, dass die von der alten Landesregierung getroffene Ausnahmeregelung für die Handwerkerparkausweise von Rot-Grün anerkannt wurde und weiter Bestand hat. Im Umweltausschuss hatten die Grünen früher immer wieder betont, dass sie keine Rücksicht auf das ‚letzte Drittel’ nehmen wollten. Unser Beharren auf die Einsicht der Minderheitskoalition, den in dieser Frage wichtigen Dialog mit dem Handwerk nicht aufzukündigen, war erfolgreich. Durch den von der CDU-Fraktion aufrecht gehaltenen Druck scheint der Umweltminister zur Besinnung gekommen zu sein. Die Verlängerung bietet den vielen betroffenen Handwerkern eine zwingend erforderliche Grundlage ihrer Existenzsicherheit. Die CDU steht verlässlich auf der Seite des Mittelstandes und der kleinen Handwerksbetriebe. Ich appelliere an die grün-rote Landesregierung, die Bedürfnisse der Handwerker in wichtigen Fragen nicht weiter mit Füßen zu treten.

Rot-Grün verweigert den Sportvereinen in NRW ihre Anerkennung

Wir bedauern zutiefst, dass SPD und Grüne das Programm von CDU und FDP zur Fortsetzung der erfolgreichen Sportvereinsförderung „1.000 mal 1.000“ die Unterstützung verweigern. Damit entreißt Rot-Grün den Sportvereinen in NRW einen festen Bestandteil ihrer Vereinsförderung und schadet vor allem dem ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder. Das von der schwarz-gelben Landesregierung gemeinsam mit dem LandesSportBund 2009 aufgelegte Programm „1.000 mal 1.000“ hat sich genau deshalb als Anerkennung und Dankeschön für die ehrenamtliche Tätigkeit in den Vereinen vor Ort verstanden. Wir haben es umgesetzt, um eine direkte Zuwendung an die Vereine zu gewährleisten, statt ein kompliziertes Vergabeverfahren über die Verbände zu schaffen. In nur zwei Jahren haben wir 2.000 Projekte mit jeweils 1.000 Euro gefördert. Im Mittelpunkt stehen die Themen der Integration, Gesundheit und Seniorenarbeit. Die 20.000 Sportvereine in NRW leisten hierbei einen großartigen Beitrag für das kulturelle und gesellschaftliche Miteinander. Sie bieten die unverzichtbare Motivation für Erhalt und Wiederherstellung der Gesundheit. Mit der überwältigenden Resonanz und den zahlreichen positiven Rückmeldungen aus den Vereinen haben wir den Bedarf nachgewiesen. Wir halten die Fortführung des Programms nicht nur für sinnvoll, sondern auch für zwingend geboten. Die Ablehnung durch Rot-Grün ist einen Tritt in den Hintern der Ehrenamtlichen. Den Schaden, den die Minderheitsregierung hier verursacht, trifft die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, die sich für eine ‚gelebte Gemeinschaft’ für Toleranz und Integration einsetzen.

 

47. Kalenderwoche

Hartz IV: Mit ihrer Blockade im Bundesrat verzögert Frau Kraft die gesellschaftliche Teilhabe von fast einer halben Million Kindern in NRW

Mit völlig überzogenen Forderungen blockiert Frau Kraft die geplante Reform von Hartz IV. Dies ist ein weiterer trauriger Höhepunkt der unsozialen Politik der grün-roten Minderheitsregierung in NRW. Die Neuregelungen von CDU-Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sehen vor, dass 438.000 Kinder aus Hartz-IV-Familien und Kinder aus Familien, die den Familienzuschlag erhalten, in NRW erstmals einen Rechtsanspruch auf ein Mittagessen in Schulen und Kindertageseinrichtungen bekommen. Gleichzeitig stehen für jedes Kind 30 Euro im Jahr für Tagesausflüge bereit. Für diese Kinder werden mit der zusätzlichen Übernahme von Vereinsbeiträgen von jährlich bis zu 120 Euro die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen zu können. Doch Frau Kraft blockiert die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern in Hartz IV. In Nordrhein-Westfalen will sie die Studienbeiträge abschaffen, was die Geldbeutel der Besserverdienenden schont. Gleichzeitig verhindert sie, dass Kinder in Hartz IV besser und zielgenauer gefördert werden. Frau Krafts Politik ist zutiefst unsolidarisch und unsozial.“

Inklusion: Ziel unserer Bemühungen ist das selbstverständliche Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten

Wir freuen uns, dass es nach monatelangem Ringen nun gelungen ist, beim Thema Inklusion – eine der wesentlichen gesellschaftspolitischen Zukunftsfragen – eine Einigung im Schulausschuss zu erzielen. Die CDU-Landtagsfraktion will machbare und zeitnahe Umsetzungsschritte der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung. Wir verstehen Inklusion nicht als statisches Konzept, sondern als Prozess, in dem Maßnahmen konzipiert werden und deren Umsetzung begleitet und geprüft wird. Dreh- und Angelpunkt muss in diesem Zusammenhang ein Mentalitätswechsel innerhalb unserer Gesellschaft sein. Das selbstverständliche Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten im Alltag ist das Ziel unserer Bemühungen. Eltern sollen entscheiden können, ob der bestmögliche Förderort für ihr Kinder die Regelschule oder eine Förderschule ist.

Studienanfänger-Rekord in NRW zeigt: Studienbeiträge schrecken nicht vom Studium ab

Studienbeiträge stellen keine Hürde zur Aufnahme eines Studiums dar. Die Abschreckungsrhetorik von SPD, Grünen und Linkspartei läuft ins Leere und entbehrt jeglicher Grundlage. Nach den vom Landesamt für Statistik jetzt veröffentlichten Zahlen, haben noch nie so viele junge Menschen in NRW ein Studium aufgenommen wie im gerade begonnenen Wintersemester. Mit 84.600 Neueinschreibungen meldeten die Hochschulen des Landes im Vergleich zum Wintersemester 2009/2010 neun Prozent mehr Studienanfänger. Die Entwicklung der Studierendenzahlen verläuft also völlig unabhängig von der Frage, ob Studienbeiträge in den Bundesländern erhoben werden oder nicht. Der Anstieg der absoluten Zahlen der Neueinschreibungen, insbesondere aber der Anstieg der Studierenden aus einkommensschwachen Familien, ist ein Erfolg von fünf Jahren schwarz-gelber Hochschulpolitik und spiegelt die Sozialverträglichkeit unserer Politik wider. Wie viele Fakten und Hinweise von Experten will die Minderheitsregierung noch ignorieren?

Transparenz und Klarheit bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln

Wahrheit und Klarheit beim zukünftigen Umgang mit der so genannten ‚grünen Gentechnik‘ genießen für die CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen oberste Priorität. Verbraucher und Landwirte müssen erkennen können, was genau die von ihnen gekauften Produkte enthalten. Wir wollen absolute Transparenz und Klarheit bei der Kennzeichnung von Saatgut, Lebens- und Futtermitteln. Wir treten daher für eine ‚Prozesskennzeichnung‘ ein, damit jederzeit erkennbar ist, welche Inhaltstoffe ein Produkt enthält. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das die unter einer CDU-geführten Bundesregierung beschlossenen strengen Regelungen des Gentechnikgesetzes bestätigt hat.

Grüne bewerten Schädlichkeit von Schwermetallen nach Ideologie

Das Europäische Parlament hat diese Woche über die Neufassung der Richtlinie zur Beschränkung gefährlicher Stoffe in Elektrogeräten abgestimmt. Dabei wurde das Verbot bestimmter Giftstoffe auf alle Elektrogeräte ausgeweitet. Die Grünen setzten eine Ausnahme für die Solarbranche durch. So darf in Solarzellen weiterhin das hochgiftige, leicht entzündliche und umweltgefährliche Cadmium verbaut werden. Das Votum zeigt die Doppelzüngigkeit der Grünen: In Solarzellen ist Cadmium offenbar nicht schädlich und hochgiftig. In allen anderen Produkten schon. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind grundsätzlich vor Umweltgiften zu schützen. Wir fordern Umweltminister Remmel auf, das Entsorgungsproblem für mit Cadmium belastete alte oder beschädigte Solaranlagen zu lösen. Die Menschen müssen vor dem Kauf wissen, welche Entsorgungskosten auf sie zukommen. Feuerwehrleute und Betroffene müssen im Brandfall vor dem Giftstoff sicher sein.

 

46. Kalenderwoche

Die Gemeinschaftsschule stiftet Unfrieden zwischen Gemeinden und trägt den Konflikt bis in die Schulklassen

Die Befürchtungen der CDU im Düsseldorfer Landtagsfraktion bewahrheiten sich: Eine Gemeinschaftsschule hat kanibalisierende Effekte. Sie bedroht andere Schulen in ihrer Existenz. Das macht das Beispiel Ascheberg und Lüdinghausen deutlich. Mit ihrer Genehmigung für die erste Gemeinschaftsschule in Nordrhein-Westfalen in Ascheberg schießt  Schulministerin Löhrmann die gute interkommunale Zusammenarbeit dort in Brand. Eigentlich hätte das NRW-Schulministerium nach den eigenen Kriterien die Gemeinschaftsschule nicht genehmigen dürfen, der Leitfaden des Ministeriums zum Schulversuch „Gemeinschafsschule“ spricht da Klartext:

„Sofern durch die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule eine Bestandsgefährdung einer Schule eines anderen Schulträgers eintritt, ist eine Teilnahme am Schulversuch nicht möglich.“  

Dennoch hat die grüne Schulministerin Löhrmann ihre Genehmigung erteilt. Und es kommt wie vorhergesagt: Die Gemeinschaftsschule löst einen Konkurrenzkampf um Schülerinnen und Schüler aus und hetzt die Kommunen gegeneinander. Gleichzeitig stiftet die Gemeinschafsschule durch die einseitige Bevorzugung bei Klassengrößen, Lehrerstunden und Besoldung Unfrieden zwischen den Schulen, Lehrerinnen und Lehrern und trägt damit den Konflikt bis in die Klasse. Die Leidtragenden sind dann die Schülerinnen und Schüler und die Eltern.

Der Nachtragshaushalt wird so lange weichgespült, bis die Linke ihm zustimmen kann

Der Verdacht der Bilanzfälschung bleibt bestehen. Denn die Ergänzung der grün-roten Minderheitsregierung zum Nachtragshaushalt, die das Kabinett am vergangenen Dienstag auf den Weg brachte, bleibt trotz erheblicher Steuermehreinnahmen auf Rekordverschuldungskurs. Statt einen neuen Nachtragshaushalt aufzulegen, wie die CDU im Düsseldorfer Landtag es empfiehlt, doktert die grün-rote Minderheitsregierung weiter an ihrer Vorlage herum. Und was kommt heraus? Eine Nettoneuverschuldung von 8,4 Milliarden Euro statt 8,9 Milliarden Euro. Dabei wäre eine 5 vor dem Komma möglich. Das ist in Anbetracht der Steuermehreinnahmen mehr als mager. Sparen oder konsolidieren will die grün-rote Minderheitsregierung auch weiterhin nicht. Stattdessen wird dieser Nachtrag so lange weich gespült, bis die Linke ihm zustimmen kann. Die Rauchsignale sind deutlich: die Linke dreht schon bei.

Zukunft der Agrarpolitik in Europa braucht weniger Bürokratie

Die CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen begrüßt das eindeutige Bekenntnis der EU-Kommission zum Vorrang einer leistungsfähigen Lebensmittelproduktion, die ihren Beitrag zur Deckung des weltweiten Nahrungsmittelbedarfs leistet. Gerade die nordrhein-westfälische Landwirtschaft ist hervorragend aufgestellt und in der Lage, die Chancen, die die weltweit steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln bietet, zu nutzen, wenn sie von der Politik nicht daran gehindert wird.

Scharf kritisieren wir, dass die Leistungen der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft für die Umwelt nicht anerkannt werden. Daher lehnen wir das zusätzliche „Greening“ der ersten Säule ab. Deutschland ist - anders als viele andere Mitgliedsstaaten der EU - auf dem vorgegebenen Weg zu einheitlichen Flächenprämien bereits ein großes Stück vorangekommen. Weitere erhöhte Auflagen für die landwirtschaftlichen Betriebe haben angesichts der hohen ökologischen Standards der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft in der ersten Säule keine Berechtigung.

Das Zwei-Säulen-System hat sich nach unserer Auffassung bewährt. Insbesondere die Wettbewerbsparität des Grünlandes darf jetzt nicht durch abgesenkte Prämien wieder in Frage gestellt werden. Eine Umverteilung der Mittel zwischen der ersten und zweiten Säule, die de facto zu Mittelkürzungen führen, lehnen wir ab. Umweltbezogene Leistungen, die über die gute fachliche Praxis hinausgehend von der Gesellschaft gewünschte zusätzliche Anforderungen stellen, sollen auf der Basis vertraglicher Vereinbarungen aus der zweiten Säule finanziert werden. So gehört die Ausgleichszulage für sog. benachteiligte Gebiete nach unserer Meinung ausschließlich in die zweite Säule.

Die Einführung von Größenbegrenzungen wird nach unserer Einschätzung in Nordrhein-Westfalen anders als in den neuen Bundesländern keine gravierende Bedeutung haben. Die Einbeziehung von Kleinstbetrieben führt zu einer Verschiebung von Finanzmitteln zu Lasten der produzierenden Landwirte und aus Nordrhein-Westfalen heraus zu Gunsten von Hobbybetrieben und in den südosteuropäischen Raum. Dies kann nicht im Interesse Nordrhein-Westfalens sein.

Die von der Kommission angekündigte Entbürokratisierung der Cross Compliance-Regeln ist dringend geboten. Leider fehlt im Kommissionsbericht jede greifbare Konkretisierung. Angesichts der ständig wachsenden Bürokratie, mit der die Landwirtschaft überzogen wird, fehlt mir der Glaube, dass den allgemeinen Ankündigungen auch Taten folgen werden.

Die CDU erwartet von der Landesregierung, dass sie Verbesserungen des vorgelegten Entwurfs erreicht und sich intensiv und ohne ökologisch-ideologische Scheuklappen für die nordrhein-westfälische Landwirtschaft einsetzt. Wir werden uns an der weiteren Diskussion aktiv beteiligen.

Terrorwarnung in Deutschland: CDU-Landtagsfraktion setzt sich für schnelle Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung ein

Die Vorratsdatenspeicherung ist unverzichtbares Mittel der Gefahrenabwehr. Die Bedrohung durch den weltweit agierenden Terrorismus erfordert umfassende Kompetenzen für unsere Sicherheitskräfte. Die zuständigen Behörden brauchen hier eine klare Rechtsgrundlage und dürfen nicht zur Untätigkeit verurteilt bleiben. Das Bundesverfassungsgericht hatte mit Urteil vom 2. März 2010 die Vorratsdatenspeicherung als solche nicht verboten. In seinem Urteil hat es die Voraussetzungen für die Speicherung klar definiert. Derzeit ist die Arbeit der Ermittlungsbehörden deutlich erschwert, soweit für die Gefahrenabwehr oder die Aufklärung von Straftaten die auf Vorrat gespeicherten Daten der Provider erforderlich sind. Die vernichteten Daten stehen der Polizei zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung nicht zur Verfügung. Das gilt sogar für die Terrorabwehr und die Verfolgung von Kapitalverbrechen.

Derjenige, der schwerste Straftaten begeht oder plant, darf sich nicht in Sicherheit wiegen. Der Staat muss seiner Schutzpflicht gegenüber den Bürgern nachkommen können. Wir sind verpflichtet, schwerste Straftaten mit allen rechtsstaatlichen Möglichkeiten zu bekämpfen. Daher muss die Bundesregierung nun umgehend ein neues Gesetz vorlegen, das den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts entspricht. Die Bundesjustizministerin steht hier in besonderer Verantwortung. Zugriffsbeschränkungen und Sicherheitsauflagen müssen nach den Vorgaben aus Karlsruhe umgesetzt werden, damit insbesondere eine effektive Bekämpfung des Terrorismus und der Organisierten Kriminalität möglich ist.

 

45. Kalenderwoche

CDU fordert: Nachtragshaushalt zurückziehen – Schuldenorgie stoppen

Die Ergebnisse der November-Steuerschätzung für die Jahre 2010 bis 2012 zeigen, dass Bund, Länder und Kommunen allein für 2010 Steuermehreinnahmen von 15,2 Milliarden Euro einplanen können. Für das Bundesland NRW bedeutet das nach Angaben des Finanzministers für 2010 Mehreinnahmen von 1,1 Milliarden Euro. Doch was Rot-Grün uns als Nachtragshaushalt vorgelegt hat, ist eine mutwillige Verschuldungsorgie. Konsolidierung ist die Grundpflicht eines jeden Finanzministers. Eine Absenkung der Neuverschuldung ist bequem möglich. Stattdessen gefährdet die Landesregierung die nachhaltige Leistungsfähigkeit unseres Landes. Damit schädigt Rot-Grün bewusst die Menschen in NRW und beraubt unsere Kinder und Kindeskinder. Mit Blick auf ein Wirtschaftswachstum von mehr als 3,5 Prozent und einer Arbeitslosenzahl von weniger als drei Millionen mahnen alle Wirtschaftsweisen eindringlich zur Konsolidierung. Die Zeit für eine Rückführung der öffentlichen Schulden ist ganz eindeutig gekommen. Doch im Gegensatz zum konsequenten Vorgehen von Bund und Bundesländern strebt die grün-rote Minderheitskoalition eine Politik der kreditfinanzierten Volksbeglückung an. Für die geplante Rekordverschuldung von fast neun Milliarden Euro besteht überhaupt kein Anlass. Der Haushalt von 2010 ist solide und wird um wenigstens 1,7 Milliarden Euro besser sein als das Haushalts-Soll. Daher fordert die CDU-Fraktion mit Nachdruck: Nachtragshaushalt zurückziehen – Schuldenorgie stoppen.

Die Schamfrist ist vorbei: SPD und Grüne prüfen Ende der Überwachung der Linken durch den NRW-Verfassungsschutz

Die Schamfrist ist vorbei. Medienberichten zufolge geht Rot-Grün in NRW ganz ungeniert auf die Linke im nordrhein-westfälischen Landtag zu, indem SPD und Grüne ein Ende der Überwachung der Linkspartei durch den NRW-Verfassungsschutz prüfen wollen. War Frau Kraft nicht in und durch den Landtagswahlkampf gezogen mit der Versprechung, dass die Linke weder regierungs- noch koalitionsfähig sei? Und jetzt wanzen sich SPD und Grüne an die Linke heran. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Kommunisten ganz offiziell mit dieser grün-roten Minderheitsregierung Kraft im Boot sitzen.

Schäuble-Vorschläge bringen Bewegung in die Kommunalfinanzen

Den Kommunen muss geholfen werden. Dieses Signal ist in Berlin angekommen. Jetzt kommt bei den Kommunalfinanzen in der Bundesregierung Bewegung. Ministerpräsidentin Kraft hingegen hat keine eigenen Konzepte zur Konsolidierung der Kommunalfinanzen vorgelegt. Diese grün-rote Minderheitsregierung will alles auf Pump finanzieren. Damit steckt sie den nachfolgenden Generationen Schuldscheine in den Ranzen: Das ist nicht nachhaltig und sozial ungerecht. Den Kommunen muss geholfen werden, weil die gesellschaftlichen Entwicklungen zu Lasten der Städte und Gemeinden im Lande gehen. Da muss der Bund einen höheren Anteil übernehmen. Wenn Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dazu eine Beteiligung des Bundes an den Kosten der Grundsicherung vorschlägt, dann ist das ein Anfang. Schäubles Vorschlag, die Kommunen könnten in eigener Regie einen Zuschlag zur Einkommensteuer erheben, verschafft den Städten und Gemeinden immerhin eine Einnahmequelle. Denn wir müssen beides tun: Wir müssen die Einnahmensituation der Städte und Gemeinden verbessern, und wir müssen an der Reduzierung ihrer Ausgaben arbeiten. Da sind die Schäuble-Vorstöße sehr hilfreich.

Kein Wort der Anerkennung vom Innenminister für den Einsatz der NRW-Polizisten in Gorleben

Die Linke hat zu schweren Straftaten gegen den Castor-Transport aufgerufen, doch NRW-Innenminister Jäger schweigt dazu. Schlimmer: Der SPD-Minister hält es noch nicht einmal für nötig, sich schützend vor seine Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten zu stellen. Denn in Gorleben waren auch viele Polizisten aus NRW im Einsatz. Viele von ihnen mussten dabei mit Dienstzeiten von weit über 24 Stunden bis an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit gehen. Kein Wort der Anerkennung vom Dienstherrn dazu. Das ist schändlich. Manche von ihnen waren seit Freitag ununterbrochen im Einsatz. Trotzdem haben sie mit großer Umsicht, Zurückhaltung aber auch Durchsetzungskraft dafür gesorgt, dass dieser Castor-Transport ein gutes Ende fand. Dafür gebührt ihnen hoher Dank und hohe Anerkennung. Nordrhein-Westfalen kann stolz sein auf seine Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten.

Kinderbetreuung: Für Frau Schäfer sind die Schuhe zu groß

Frau Schäfer begreift es einfach nicht oder will es nicht begreifen. Im Mai 2005 hatte NRW eine Betreuungsquote von 2,8 Prozent. Dann haben wir in fünf Jahren eine Betreuungsquote von 14 Prozent erreicht. Das ist eine Erfolgsgeschichte. Bestätigt wird dies durch die jüngste Veröffentlichung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik. Die Zahlen beschreiben eine deutliche Steigerung des Platzangebots im Vergleich zu den Vorjahreszahlen. Doch die Ministerin hat wieder nichts Besseres zu tun, als NRW schlecht zu reden. Damit beleidigt sie wieder alle Beteiligten, die mit großem Krafteinsatz um die Verbesserung der Betreuungsstruktur bemüht sind. 32 Prozent ist die Zielmarke. Schon heute ist absehbar: Für Frau Schäfer sind die Schuhe zu groß.

 

43. Kalenderwoche

Kommunalfinanzen in Nordrhein-Westfalen – Perspektive und Alternative statt Schulden

Die CDU-Landtagsfraktion ist bereit, die finanziellen Ressourcen des Landes für die Kommunen einzusetzen. Aber wir reichen dabei nicht die Hand für einen Verschuldungspakt. Denn es macht keinen Sinn, schlechte Schulden der Städte und Gemeinden mit neuen schlechten Schulden des Landes zu stopfen. Deshalb geht die Finanzierung nur über Steuermehreinnahmen und Einsparungen. Etwas anderes ist mit uns nicht zu machen. Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung hat 2009 mit acht Milliarden Euro so viel Geld aus dem Landeshaushalt an die Kommunen zwischen Rhein und Weser überwiesen, wie noch keine andere Landesregierung zuvor. Und in diesem Jahr ist es mit 7,6 Milliarden Euro der zweithöchste Wert in der Landesgeschichte. Darüber hinaus hat das Land NRW unter der Regierung Jürgen Rüttgers 84 Prozent der Mittel aus dem Konjunkturpaket des Bundes an die Städte und Gemeinden durchgereicht. Das ist Spitze unter den Bundesländern in Deutschland. Dennoch geht es vielen Kommunen finanziell nicht gut und das macht deutlich: Es sind die strukturellen Probleme, die die Kommunen in die Knie zwingen. Deshalb macht es keinen Sinn, wie es die grün-rote Minderheitsregierung im Nachtragshaushalt 2010 plane, Geld in einen löchrigen Schlauch zu pumpen, wenn man zuvor nicht die Löcher gestopft hat. Das ist verpufft und ist weder sinnvoll noch nachhaltig. Deshalb ist der Bund in der Pflicht, insbesondere bei den steigenden Kosten für die Grundsicherung, die Eingliederungshilfe, der Hilfe zur Pflege oder der Kinder- und Jugendhilfe.

Die CDU-Landtagsfraktion hat dazu am Dienstag dieser Woche ein Positionspapier beschlossen (Titel: „KomPAsS“, www.cdu-nrw-fraktion.de/presse), in dem sie ein umfassendes Handlungskonzept zu Kommunalfinanzen in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Kernpunkte sind: Der Bund muss sich zur Hälfte an den Sozialkosten beteiligen (heute rund ein Viertel). Das Land legt für die auf Liquiditätskredite besonders angewiesenen Kommunen in einem Sondergesetz eine Zinshilfe von bis zu 400 Millionen Euro auf, und die Kommunen müssen dazu noch 100 Millionen Euro beisteuern.

Diese Hilfe des Landes darf nur über Steuermehreinnahmen oder Einsparungen gespeist werden. Anders geht es nicht. Auf Pump machen wir nicht mit. Dies ist der Weg der CDU im Düsseldorfer Landtag, um den Kommunen mittel- und langfristig ihre Handlungsfähigkeit wieder zurückzugeben.  Kommunalpolitik soll Spaß machen, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Landesparteitag der NRW-CDU im Frühjahr in Münster unter dem Beifall der Christdemokraten erklärt. Damit legen wir heute auch den Grundstein dafür, dass die vielen Kommunalpolitiker in unserem Bundesland den die Freude an ihrem ehrenamtlichen Engagement nicht verlieren.

SPD leidet an Wahrnehmungsstörung

Die SPD leidet an Wahrnehmungsstörung. In der Expertenanhörung im Haushalts- und Finanzausschuss zum Nachtragshaushalt von SPD und Grünen haben die Sachverständigen deutlich erklärt, dass der vorgelegte Nachtragshaushalt verfassungswidrig ist. Damit ist unsere Position bestätigt. Die Sachverständigen haben ausgeführt, dass aufgrund des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs weder eine Störungslage vorliege, noch die von der Landesregierung geplanten Maßnahmen geeignet seien, eine angebliche Störungslage zu beseitigen. Trotz steigender Steuereinnahmen bleibt die Minderheitsregierung bei ihrer Linie und will die Nettoneuverschuldung um 2,3 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 8,9 Milliarden Euro erhöhen. Während alle anderen Bundesländer ernsthaft ihre Haushalte konsolidieren, hält Frau Kraft weiter an ihrer fahrlässigen Verschuldungspolitik fest und legt damit zukünftige Generationen in Fesseln.

Rot-grüne Kahlschlagpolitik bei der Eigenheimförderung wird zur Gewissheit

Eine neue Dimension der politischen Unzuverlässigkeit erleben wir mit dem Kabinettsbeschluss der grün-roten Minderheitsregierung zur sozialen Wohnraumförderung. Während Grüne und SPD vor der Landtagswahl noch vehement eine gesetzliche Festschreibung der sozialen Wohnraumförderung in Höhe von einer Milliarde Euro gefordert haben, ist nun nach der Wahl eine drastische Kürzung der Mittel zur Wahrheit geronnen. Übrig bleiben 800 Millionen Euro, die insbesondere zu Lasten der sozialen Eigenheimförderung gehen. Damit wird es für Haushalte mit mittleren und kleineren Einkommen schwieriger, sich eine immobilienbasierte Altersversorgung aufzubauen. Angesichts zunehmend gebrochener Erwerbsbiographien wäre das jedoch gerade für diese Menschen in unserem Land besonders wichtig. Die CDU-geführte Landesregierung hatte demgegenüber eine Milliarde Euro für die soziale Wohnraumförderung bereitgestellt. Das Förderergebnis für das Jahr 2009 belief sich auf 1,141 Milliarden Euro. Angesichts einer Rekordverschuldung, die diese Regierung aufzutürmen begonnen hat, ist die Kürzung der Eigenheimförderung skandalös.

 

41. Kalenderwoche

Wiedereinführung der Jagdsteuer zeigt einmal mehr, dass die Grünen in dieser Landesregierung das Sagen haben

Mit der angekündigten Wiedereinführung der Jagdsteuer setzt die grün-rote Landesregierung ihren Kurs der Rückabwicklung fort. Jetzt soll nicht nur die vom Landtag beschlossene stufenweise Abschaffung der Jagdsteuer rückgängig gemacht werden. Die Landesregierung hat offenbar vor, jetzt auch noch vertragsbrüchig zu werden. Im Gegenzug zur Abschaffung der Jagdsteuer hatten nämlich die CDU-geführte Landesregierung und der Landesjagdverband Begleitverträge zur Fallwildentsorgung, zu Naturschutzleistungen und zur Umweltbildung durch die Jäger abgeschlossen, die seitens der Jäger uneingeschränkt erfüllt wurden. So geht man nicht mit Partnern um. Noch vor der Wahl hatte Hannelore Kraft erklärt, ‚über die Revitalisierung der Jagdsteuer nach der Landtagswahl gibt es keine Pläne‘. Dass diese Worte der Regierungschefin nach der Wahl alle nichts mehr wert sind, zeigt, dass in dieser Landesregierung die Grünen das Sagen haben. Die CDU hat mit Erfolg den Weg beschritten, alle diejenigen, die sich in der Natur betätigen – also Landwirte, Forstwirte, Angler, Jäger, Imker etc. – für den Naturschutz zu gewinnen. Jetzt versucht Grün-Rot alles Erreichte wieder zurückzudrehen. Die Worte von der ‚Koalition der Einladung‘ sind schon nach wenigen Wochen in der Realität zur ‚Koalition der Ausgrenzung‘ geworden.“

CDU debattiert ideologiefrei über die beste individuelle Förderung für alle Schülerinnen und Schüler

Wir sind gegen die Einheitsschule, die Frau Kraft will. Studien belegen, dass der Traum, alle Schüler durch integrierten Unterricht zu besseren Abschlüssen zu führen, ausgeträumt ist. Das sehen inzwischen auch die Grünen ein, sogar Frau Löhrmann. Hierin müssen sich Frau Kraft und Frau Löhrmann erst einmal einig werden. Wir stehen für die Vielgliedrigkeit, denn wir wollen, dass unsere Kinder mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen auf Beruf oder Studium durch unterschiedliche Schulangebote vorbereitet werden. Wir wissen, dass viele Hauptschulen sehr gute Arbeit leisten. Eine Vielzahl von Hauptschulabsolventen in Nordrhein-Westfalen geht direkt in die handwerkliche Berufsausbildung. Wir wissen aber auch, dass die Anmeldezahlen vor allem bei den Hauptschulen in vielen Regionen zurückgehen. Diese Entwicklung wird schwerlich zu stoppen sein. Es war deshalb gut, dass im Schulgesetz von 2006 neue Möglichkeiten für Kooperationen von Haupt- und Realschulen festgeschrieben wurden. Auf diesem Weg müssen wir weiter vorangehen. Vom Ende her gedacht ist es durchaus denkbar, dass wir ein Schulsystem mit zwei tragenden Säulen haben werden. Der Kern der einen Säule werden die Realschulen sein, der Kern der anderen Säule werden die Gymnasien sein. Um diese Kerne herum wird es aber auch weiterhin gut funktionierende Hauptschulen oder Gesamtschulen geben. Für diese Entwicklung werden wir in den bildungspolitischen Debatten der CDU werben, aber auch in den Gesprächen mit der Regierungskoalition. Fest steht: Wir wollen Vielfalt. Wir wollen auf keinen Fall die Einheitsschule von Frau Kraft.

Leiharbeit passt nicht zu Wohlfahrtspflege

Die Fraktion der CDU stellt sich solidarisch hinter die Forderungen von ver.di, den Einsatz von Leiharbeitnehmern bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zu begrenzen. Schon als Sozialminister von Nordrhein-Westfalen hat der heutige CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Josef Laumann darauf hingewiesen, dass Zeitarbeit nicht zum Selbstverständnis der freien Wohlfahrtspflege und zu ihrer Gemeinnützigkeit im Steuerrecht passt. Soziale Arbeitgeber wie die Wohlfahrtsverbände haben neben ihrer wichtigen sozialpolitischen Aufgabe auch eine besondere soziale Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der sie gerecht werden müssen. Deshalb fordern wir die zahlreichen Mitglieder der SPD, die in den Vorständen der Arbeiterwohlfahrt Verantwortung tragen, auf, das Instrument der Leiharbeit auf das absolut notwendige Maß zu reduzieren. Hier sollten die Sozialdemokraten, insbesondere Ministerpräsidentin Kraft und Arbeitsminister Schneider als AWO-Mitglieder, ihren Sonntagsreden zum Thema Leiharbeit auch einmal Taten folgen lassen.

 

40. Kalenderwoche

CDU hat einen klaren Kompass: Keine Zusammenarbeit mit extremen Parteien im NRW-Landtag

Wir machen eine glasklare CDU-Politik. Wir entwickeln unsere parlamentarischen Vorstellungen und stellen sie im Düsseldorfer Landtag zur Abstimmung. Dabei gibt es keine Zusammenarbeit mit den Linken. Es gibt auch keine politische Kommunikation mit den Linken. Da haben wir einen ganz klaren Kompass. Und der wird unsere politische Arbeit im Landtag leiten. Wie jede andere Landtagsfraktion verfolgt die Fraktion der CDU das Ziel, im Parlament Mehrheiten für die von ihr für richtig gehaltenen politischen Positionen zu gewinnen. Mit dem Einzug der Linkspartei in den nordrhein-westfälischen Landtag stellt sich die Frage nach Möglichkeiten und Grenzen der interfraktionellen Zusammenarbeit in politischen Sachfragen neu. Die CDU-Landtagsfraktion ist nicht zur politischen Zusammenarbeit mit Fraktionen extremer Parteien bereit. Das gilt für die Linkspartei. Es würde ebenso gelten, wenn eine rechtsextreme Partei im Landtag vertreten wäre. Für die CDU-Fraktion ist es ein Gebot der Selbstachtung demokratischer Parteien, auf die Organisation von parlamentarischen Mehrheiten in politischen Sachfragen dann zu verzichten, wenn sie nicht anders als durch eine Zusammenarbeit mit extremen und tendenziell undemokratischen Fraktionen oder Parteien – gleichviel ob von rechts oder von links – zu erzielen sind. Bei der aktiven Suche nach Mehrheiten für ihre politischen Positionen beschränkt sich die CDU-Fraktion auf die Fraktionen von FDP, Grünen und SPD.

Grün-rote Minderheitsregierung schleift den sozialen Wohnungsbau – trotz Rekordverschuldung

Nachdem Rot-Grün gegen eine Fortführung der sozialen Wohnraumförderung des Landes in einem Finanzvolumen von einer Milliarde Euro gestimmt hat, steht fest: Die vermeintlichen Gralshüter der sozialen Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen von SPD und Grünen haben versagt. Noch im vergangenen Jahr hatte die seinerzeitige Opposition von SPD und Grünen sogar die gesetzliche Festschreibung einer jährlichen Mindestfördersumme von einer Milliarde Euro eingefordert. Die grünen und sozialdemokratischen Baupolitiker, die die Rede von zukünftiger Wohnungsnot, von Sanierungsstau, Energieeffizienz und Barrierefreiheit so inflationär im Munde führen, wie die Landesregierung die Neuverschuldung in schwindelnde Höhen treibt, sind in den eigenen Reihen untergegangen. Anders ist wohl kaum zu erklären, dass die Wohnraumförderung trotz hochfliegender Ziele der Minderheitsregierung nun zusammengestrichen wird. Frau Schneckenburger und Herr Ott sollten sich zukünftig der Vokabel Heuchelei im Zusammenhang mit der Wohnraumförderung enthalten – das ist schlechter Stil und fällt am Ende auf sie selbst zurück.

Rot-Grün setzt ihren Kurs blinder Rückabwicklung auch bei der Stichwahl fort

Die Minderheitsregierung führt ihren Kurs der blinden Rückabwicklung fort und will die Stichwahl bei Oberbürgermeister-, Bürgermeister- und Landratswahlen wieder gesetzlich verankern. Das ist blanker Aktionismus, da in der Vergangenheit die meisten gewählten Kandidaten bei einer Stichwahl weniger Stimmen erhielten als beim ersten Wahlgang. Von breiten Mehrheiten und mehr demokratischer Legitimation kann also keine Rede sein. Die Abschaffung der Stichwahl war eine richtige und konsequente Entscheidung, die dem Wahlverhalten und damit den Wünschen der Menschen Rechnung getragen hat. Sie ist darüber hinaus ausdrücklich vom Verfassungsgerichtshof in Münster für verfassungsgemäß erklärt worden. Nach Ansicht der Verfassungsrichter ist die demokratische Legitimation bei einer Wahl in einem Wahlgang mit relativer Mehrheit ausreichend gewahrt.

Schülerinnen und Schüler sind nicht die Nutznießer des grün-roten Nachtragshaushalts

Die grün-rote Minderheitsregierung ergeht sich mit ihrem Nachtragshaushalt in einer wahren Schuldenorgie, doch entgegen den großspurigen Ankündigungen von Frau Kraft und Frau Löhrmann sind unsere Schülerinnen und Schüler nicht die Nutznießer dieser Mittel. 33 Millionen Euro mehr für den Schulbereich machen gerade einmal 0,24 Prozent des gesamten Schuletats aus. Von einem Nachtragshaushalt zugunsten unserer Kinder und Jugendlichen kann also keine Rede sein. Unsere Kinder werden nicht nur in Zukunft unter der Zinslast der Neuverschuldung leiden, sie kommt ihnen noch nicht einmal jetzt zugute.

Vollzugskommission: Für SPD und Grüne ist die Mitgliedschaft in einer verfassungsfeindlichen Organisation kein Problem

SPD, Grüne und Linke unterstützen die Benennung einer Landtagsabgeordneten der Linken in ein parlamentarisches Kontrollgremium, obwohl sie nach Angaben des SPD-Abgeordneten Stotko Mitglied in einer Organisation ist, die das Innenministerium als verfassungsfeindlich einstuft. Das ist ein Skandal erster Klasse. Konkret geht es um die Landtagsabgeordnete Conrads (Linke), die Mitglied in der Organisation „Rote Hilfe“ ist. Diese Organisation wird vom Verfassungsschutz beobachtet.“ Vor dem Hintergrund, dass jedes Mitglied der Vollzugskommission freien Zugang zu Gefangenen hat, mit ihnen ohne Wachpersonal Kontakt aufnehmen darf, weiter über die Sicherheitsausstattung der Gefängnisse oder über Personalpläne der Justizvollzugsbeamten in einer Haftanstalt informiert wird, ist es doch von Anbeginn an vollkommen klar, dass sich eine gleichzeitige Mitgliedschaft in der „Roten Hilfe“ wie in der Vollzugskommission ausschließen. Wie soll eine solche Frau mit einem solchen ideologischen Hintergrund im rechtsstaatlichen Interesse Entscheidungen fällen? Dass SPD und Grüne die Bedenken beiseite wischte, macht deutlich: Das ist der erneute Kotau von SPD und Grünen vor der Linken.

 

39. Kalenderwoche

Hartz IV: Eine Blockade des Gesetzes im Bundesrat würde das Scheitern des Bildungspakets für Kinder bedeuten

Die von der Bundesregierung geplante Neuregelung der Hartz-IV-Sätze sorgt dafür, dass die dringend notwendigen Leistungen für die soziale Teilhabe von Kindern zum 1. Januar in Kraft treten können. Jedes Kind erhält damit Zugang zum Sportverein, zur Ferienfreizeit, zur Kultur, zur außerschulischen Bildung, zu Schulmaterial, Schulausflügen, Mittagessen und Lernförderung. Bildung ist der Schlüssel zu Befähigung und Teilhabe. Sie ist entscheidend für individuelles Lebensgelingen. Nur so lässt sich der Kreislauf aus ererbter Armut und Chancenlosigkeit durchbrechen. Wir haben jetzt beschlossen, was Rot-Grün nicht gemacht hat: Geld in die Bildung der Kinder zu stecken. Für die rund 438.000 Kinder in Hartz-IV-Familien in NRW besteht nun erstmals ein Rechtsanspruch auf ein warmes Mittagessen in Kita und Schule. Darüber hinaus kann der Jahresbeitrag betroffener Kinder im Sportverein von bis zu 120 Euro übernommen werden. Und für jedes Kind stehen 30 Euro im Jahr für einen Tagesausflug der Schule oder der Kita bereit. Auch Nachhilfekurse werden finanziert. Für all das stellt der Bund über 240 Millionen Euro allein für NRW zur Verfügung. Wir warnen die grün-rote Minderheitsregierung daher eindrücklich vor einer Blockade des Gesetzes im Bundesrat. Das würde das Scheitern des Bildungspakets für die Kinder bedeuten.

„Schuldenkönigin Kraft“ – Diese Landesregierung hat den Rotstift abgeschafft

Frau Kraft hat den Rotstift in der Landesregierung abgeschafft und das politische Ziel der Haushaltskonsolidierung aufgegeben. Trotz drei Prozent Wirtschaftswachstum und 400 Millionen Euro Steuermehreinnahmen hat sich diese Landesregierung von einer generationengerechten Finanzpolitik verabschiedet und bringt einen Nachtragsaushalt auf Kosten unserer Kinder ein. Egal ob in Niedersachsen, in Hamburg oder in Hessen – alle neuen Regierungschefs stehen vor der großen Herausforderung, Konsolidierungshaushalte vorzulegen. Die einzige Regierungschefin in ganz Deutschland, die das Ziel der Konsolidierung auch mit Blick auf die Schuldenbremse 2020 aufgegeben hat, ist Frau Kraft. Im Schwanken zwischen der Erfüllung von Wahlversprechen, für die absolut kein Geld da ist, und der Einhaltung der Verfassung, hat sich die grün-rote Minderheitsregierung mit dem nun vorgelegten Nachtragshaushalt gegen die Verfassung entschieden. Nordrhein-Westfalen macht seit 40 Jahren Schulden und hat im Übrigen 40 Jahre lang keine Schulden mehr zurückgezahlt. Wenn man heute – wie im Nachtragshaushalt vorgesehen – 2,3 Milliarden Euro Schulden zusätzlich aufnimmt und sie in 40 Jahren begleichen will, dann werden aus diesen 2,3 Milliarden Euro über 12 Milliarden Euro allein durch Zins- und Zinseszinseffekte. Das ist so viel Geld, wie alle aktiven und pensionierten Lehrerinnen und Lehrer in diesem Land zusammen kosten.

Kommunalfinanzen: Frau Kraft muss Worten Taten folgen lassen

Den nordrhein-westfälischen Kommunen muss geholfen werden und die Zeit drängt. Die CDU steht daher sinnvollen Hilfsmaßnahmen nach wie vor aufgeschlossen gegenüber. Doch das Bemühen von Frau Kraft um die Kommunen erschöpft sich bislang in Ankündigungspolitik. Kein Bürgermeister, kein Kämmerer hat bis zum heutigen Tag einen Euro aus den zugesagten Hilfen gesehen. Im Gegenteil, selbst mit Orientierungsdaten für die Kommunen, die eine verlässliche Planung für das kommende Haushaltsjahr ermöglichen, tut sich die Regierung sichtlich schwer. Von einer ganzheitlichen Lösung, die eine auskömmliche und gerechte Finanzierung aller Städte, Gemeinden, Landkreise und Landschaftsverbände sicherstellt, sind Frau Kraft und Herr Jäger noch meilenweit entfernt. Der aus Steuermitteln finanzierte Tropfen auf den heißen Stein der kommunalen Finanznot scheint bereits zu verdampfen, bevor er Wirkung entfalten kann. Die stetig steigenden Soziallasten als Kernproblem der strukturellen Unterfinanzierung bleiben bestehen. Nur wenn dieses kommunale Finanzleck mithilfe des Bundes teilweise oder ganz geschlossen werden kann, ist der Einsatz von Landesmitteln und damit Steuermitteln zu rechtfertigen.

Studie des deutschen Stifterverbandes belegt: Nicht die Existenz der Studienbeiträge ist unsozial, sondern ihre Abschaffung

Vor dem Hintergrund der Studie des deutschen Stifterverbandes für die Wissenschaft sind die Planungen der grün-roten Minderheitsregierung, die Studienbeiträge abzuschaffen, sofort zu stoppen. Erneut zeigt sich, dass die Argumentation von Grün-Rot an der Realität vorbei geht. Studienbeiträge hindern niemanden am Studium. Die Entwicklung der Studierendenzahlen verläuft völlig unabhängig von der Frage, ob Studienbeiträge in den Bundesländern erhoben werden oder nicht. So weist die Studie unter anderem nach, dass Studierende nicht in gebührenfreie Länder flüchten, dass Studiengebühren ohne erkennbare Folgen für die soziale Zusammensetzung der Studierendenschaft bleiben und dass es in Hamburg eine höhere Studierneigung und mehr Studenten aus bildungsfernen Milieus trotz Gebühren gibt. Nicht die Existenz der Studienbeiträge ist unsozial, sondern ihre Abschaffung

Auch die Landesrektorenkonferenz, die Arbeitsgemeinschaft der Kanzlerinnen und Kanzler der Fachhochschulen NRW und das HIS (Hochschulinformationssystem) sprechen sich eindeutig für Studienbeiträge aus. Aber auch die nackten Zahlen zeigen, wie falsch das Festhalten an den grün-roten Plänen ist. So stieg die Zahl der Studienanfänger an nordrhein-westfälischen Hochschulen von 80.365 im Studienjahr 2005 auf 90.794 im Studienjahr 2009. Dies ist eine Steigerung von 13 Prozent. Dahingegen ist die Anzahl der Schulabgänger mit Abitur oder Fachhochschulreife im gleichen Zeitraum von 108.997 auf 117.800 geklettert. Dies entspricht einer Steigerung von nur 8 Prozent.

Wir wollen keine Einheitsschule – Vielfalt ist Trumpf

Das Gesprächsangebot der Landesregierung, im Rahmen einer Bildungskonferenz über die Zukunft der nordrhein-westfälischen Schullandschaft zu sprechen, haben wir gerne angenommen. Wir bleiben auch weiter gesprächsbereit. Doch unsere Befürchtungen, die wir aufgrund der Unklarheiten über die wahren schulpolitischen Ziele der grün-roten Minderheitsregierung haben, konnten nicht ausgeräumt werden.

Im August 2007 hat der Parteitag der nordrhein-westfälischen SPD unmissverständlich festgestellt: „Das gegliederte Schulwesen ist nicht zukunftsfähig.“ Die SPD strebt „in der Perspektive ein vollständig integratives System an, das bis zum ersten qualifizierten Abschluss am Ende der Sekundarstufe I führt“.

Dieser Weg ist mit der CDU jedoch nicht zu gehen. Einen Schulfrieden kann es in Nordrhein-Westfalen nur geben, wenn es qualitativ hochwertige und den unterschiedlichen Begabungen und Interessen unserer Kinder entsprechende Bildungsangebote gibt, die sich in unserer Schullandschaft durch unterschiedliche Bildungsgänge und Schulen wiederspiegeln.

Es bleibt festzuhalten: Wir wollen keine Einheitsschule. Wir wollen Schulvielfalt. Wir sind bereit zu Gesprächen, wie die von uns eingeleitete Weiterentwicklung des vielfältigen Schulwesens unter den Bedingungen des demographischen Wandels fortgeführt werden kann. Und wir wollen keine außerparlamentarische Schulpolitik. Das Parlament mit seinen gewählten Vertreterinnen und Vertretern ist der Ort, an dem die Rahmensetzungen für die Schulen unseres Landes beschlossen werden. Für uns darf es keine schleichende Aushöhlung von bestimmten Schulformen durch Bevorzugung von anderen geben.

Grün-rote Minderheitsregierung inszeniert ein Organisationschaos beim Abitur

Kaum ist die neue grün-rote Minderheitsregierung im Amt, steht die Schullandschaft zwischen Rhein und Weser schon Kopf. Schlimmstes Beispiel: die Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums. Die vergangenen fünf Jahre haben alle Beteiligten vor große Herausforderungen gestellt. So eine einschneidende Reform macht man bei laufendem Betrieb nicht mal ebenso mit links. Aber die Gymnasien haben es gemeistert. Nun verunsichert die grüne Schulministern Löhrmann Eltern, Lehrer und Schüler mit der Ankündigung, die Gymnasien sollen selbst darüber entscheiden, ob sie nach acht oder nach neun Jahren zum Abitur führen wollen.

Mit Verlaub, Frau Ministerin: Das Abitur ist Gesetz, beschlossen im Frühjahr 2005, als Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen am Ruder war. Gesetze kann nur der Gesetzgeber, also der Landtag von Nordrhein-Westfalen, ändern. Schlimmer aber ist, dass Frau Löhrmann so das Chaos an den Gymnasien organisiert: Denn Schulwechsel werden dann innerhalb von NRW unmöglich, weil man nicht mehr von einem G8- in ein G9-Gymnasium wechseln kann. die eben neu angeschafften G8 Schulbücher werden für G9 unbrauchbar, die derzeitige Personalplanung der Gymnasien wird Makulatur, denn für G9 sind mehr Lehrer notwendig; und was passiert mit Wiederholern?

Wir laden Frau Löhrmann ein, zusammen mit der CDU-Landtagsfraktion die Reform des Gymnasiums zu optimieren, die betroffenen Lehrenden, Eltern und Kinder zu beteiligen und somit die Akzeptanz zu erhöhen.

Die Integration marschiert bei der neuen Landesregierung schnurstracks zurück in die 60-er Jahre

Das Thema Integration ist der grün-roten Minderheitsregierung in ihrem 89 Seiten umfassenden Koalitionsvertrag noch nicht einmal eine komplette Seite wert. Das sagt eigentlich schon alles über die Bedeutung der Integration für die Landesregierung Kraft. Dieses wichtige Zukunftsthema ist bei Frau Kraft im Ministerium für Arbeit und Soziales gelandet und wird somit zum Anhängsel der Themen Arbeitsmarkt und soziale Sicherung. Diese Verengung ist fatal und ein Rückschritt in die 60-er Jahre. Die Einführung des Ausländerwahlrechts ist demnach wichtiger als die Entwicklung unseres Landes, an der alle gemeinsam als deutsche Staatsbürger unterschiedlicher Herkunft mitwirken sollen. Die Vorwürfe von Minister Schneider an die alte Landesregierung zeugen zu alledem noch von seiner Unkenntnis über das Thema. Das teilt er mit Thilo Sarrazin und seinen vulgär-darwinistischen und biologischen Scheinanalysen, die für eine ernsthafte Auseinandersetzung  genauso wenig hilfreich sind. Damit haben wir allen Grund zur Sorge. Wir müssen die Probleme ehrlich erkennen, benennen und Maßnahmen zur Lösung ergreifen.

Gerade Jungen mangelt es an männlichen Vorbildern

Männliche Fachkräfte im Erziehungswesen sind leider immer noch die Ausnahme. Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Anteil männlicher pädagogischer Fachkräfte in Kindertagesstätten lediglich bei 2,4 Prozent liegt. Dabei ist die Notwendigkeit männlicher Bezugspersonen für Kinder durch Erkenntnisse der Forschung hinreichend gesichert. Insbesondere da viele Mütter alleinerziehend sind, fehlt Kindern häufig ein männlicher Ansprechpartner. Gerade Jungen mangelt es an männlichen Vorbildern. Deshalb wäre ein höheres Engagement von Männern in erzieherischen Berufen zu begrüßen.

Auf der Grundlage des von der schwarz-gelben Landesregierung entwickelten KiBiz können in der institutionellen Tagesbetreuung alleine bis Ende 2010 rund 7.400 neue Vollzeitstellen geschaffen werden. Wenn Fachkräfte auch Teilzeitbeschäftigungen anstreben, sogar bis zu 8.500 Arbeitsplätze. Und auch in der Kindertagespflege, die durch das KiBiz erheblich aufgewertet wurde, entstehen neue Stellen: Hier werden im Jahr 2010 etwa 7.800 neue Tagespflegepersonen benötigt. Dies können sowohl sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, Formen selbständiger Tätigkeit, 400 Euro-Jobs oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sein.

Diese positiven Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt, verbunden mit der Tatsache, dass wir mehr Männer in den traditionell von Frauen dominierten Berufen des Erziehungswesens brauchen, eröffnen zahlreiche neue Chancen. Diese gilt es zu nutzen. Die CDU-Landtagsfraktion fordert die Landesregierung daher in einem Antrag auf, ein Konzept zur Steigerung der Attraktivität und der Nachfrage von Männern in Erziehungsberufen zu entwickeln sowie spezielle Schulungsprogramme für Tagesväter zu erarbeiten, die die Anforderungen von Männern an die Qualifizierung als Tagespflegeperson berücksichtigen.

CDU fordert Artenschutz für alle Tiere

Wir wollen, dass der Artenschutz für alle Tiere gleichermaßen gilt: für die Tiere auf dem Land, in der Luft und im Wasser. Die CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen hat daher einen Antrag in den Landtag eingebracht, der von der Landesregierung den Erlass einer ‚Kormoran-Verordnung‘ fordert, um ein Anwachsen der Kormoran-Population zu verhindern. Der Kormoran ist ein Fischräuber, der großen Schaden anrichtet. Hier muss die Landesregierung schleunigst handeln.

Die CDU-geführte Landesregierung hatte in der letzten Wahlperiode eine Kormoran-Verordnung mit dem Ziel erlassen, ein weiteres Anwachsen der Kormoran-Population zu unterbinden. Die Auswirkungen der Verordnung, die im Frühjahr 2010 ausgelaufen ist, werden derzeit untersucht. Nach bisherigen Erkenntnissen ist bereits festzustellen, dass das deutliche Anwachsen der Kormoranbestände gestoppt worden ist. Die Fischer spüren positive Auswirkungen auf die Fischbestände.

Besonders erfreulich ist, dass die Verordnung den Druck auf die Fischbestände mildern konnte. Ein ganzheitlicher Ansatz im Artenschutz darf eben nicht nur eine Tierart im Auge haben. Wir fordern die Landesregierung daher auf, eine novellierte Kormoran-Verordnung rechtzeitig zum Beginn der Kormoran-Saison Mitte September in Kraft zu setzen.

 

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