U3-Ausbau im Kreis Kleve bedarfsgerecht

Zu den gestern veröffentlichten U3-Ausbauzahlen in Nordrhein-Westfalen erklärt die CDU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend, Margret Vosseler:

„Auch wenn der Stand des U3-Ausbaus im Land insgesamt unbefriedigend ist, so ist die Zwischenbilanz im Kreis Kleve positiv. Ein Blick hinter die Zahlen der Landesstatistik zeigt: Die Betreuungssituation vor Ort sieht besser aus, als es die Zahlen vermuten lassen. In Kevelaer beträgt der Ausbaustand im laufenden Kindergartenjahr zum Beispiel 24 Prozent. Bis 2013 werden es dem Rechtsanspruch entsprechend 35 Prozent sein. In Geldern werden im laufenden Kindergartenjahr 19 Prozent der Kinder unter drei Jahren in einer Kindertagesstätte oder Tagespflege betreut. Und auch das Kreisjugendamt hält ein bedarfsgerechtes Angebot für unter Dreijährige vor. 

Die vorgelegte Statistik, nach der landesweit nur 15,9 Prozent der Kinder in Nordrhein-Westfalen vom ersten bis zum dritten Lebensjahr in einer Kindertagesstätte oder von einer Tagesmutter betreut werden, basiert auf veralteten Zahlen. Die Zählmethode des Statistischen Landesamts zählt lediglich alle Kinder, die zum Stichtag 1. März eines jeden Jahres noch nicht drei Jahre alt sind. Die KiBiz-Statistik, mit der die Kommunen zählen, erfasst demgegenüber monatsaktuell die von den Trägern und vom Land finanzierten Plätze für Kinder unter drei Jahren. Das IT-Verfahren „Kibiz.web“, das die CDU-geführte Landesregierung  2008 mit dem Kinderbildungsgesetz eingeführt hat, liefert belastbare Daten für eine wirtschaftliche Ausbauplanung.

Wenn die Landesregierung im sensiblen Bereich der U3-Betreuung also schon mit Zahlen operieren will, dann sollte sie wenigstens aktuelle und belastbare Daten zugrunde legen. Der ständige Blick von Rot-Grün in den Rückspiegel verlangsamt nicht nur den weiteren U3-Ausbau, sondern lässt selbst millionenschwere Soforthilfeprogramme und Beitragsbefreiungen erfolglos verpuffen. Die alte Landesregierung hat den U3-Ausbau von 2005 bis 20010 massiv vorangetrieben und die Platzzahl von 11.800 auf rund 90.000 erhöht.“

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