Schulkonsens gibt es nur dort, wo die Existenz des Gymnasiums gesichert ist

"Schulkonsens kann es nur dort geben, wo die Existenz des Gymnasiums gesichert ist. Das ist die Lehre, die Nordrhein-Westfalen aus dem Hamburger Volksentscheid gegen das gemeinsame Lernen bis zur sechsten Klasse ziehen muss." Das erklärt die CDU-Landtagsabgeordnete Margret Vosseler (Issum). Die Hamburger Mahnung komme da gerade zur rechten Zeit, meint die Christdemokratin mit Blick auf den vor zwei Wochen unterzeichneten Koalitionsvertrag von SPD und Grünen in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf. Denn auch SPD und Grüne "schwärmen" von einem gemeinsamen Lernen in der fünften und sechsten Klasse. Aber die "eine Schule für alle" gefährde das Gymnasium. "Deshalb ist das mit uns nicht zu machen", betont Manfred Palmen (Kleve). Daran ändere auch nichts das Beteuern von SPD und Grünen, man wolle diese Schule nicht "von oben herab" befehlen, sondern im gemeinsamen Diskurs mit den Betroffenen einrichten. Palmen: "SPD und Grüne haben erklärt, dass nach ihrem Willen 30 Prozent der Schulen das gemeinsame Lernen in der fünften und sechsten Klasse einführen sollen. Diese Marke ist gesetzt." Die CDU stehe dagegen zu der Schulvielfalt, "wie wir sie hier im Kreis Kleve vorfinden. Das müssen wir weiter entwickeln."

Zusätzliche Informationen